die Firma in der wir arbeiten wird verkauft

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von -erdbaerchen- - 20.10.11 - 15:08 Uhr

ich wollte mal eure Meinung dazu hören:

also mein freund und ich arbeiten in der gleichen Firma, ich seit 2008 und er seit 2009, jetzt soll eine Ami firma unsere Firma aufkaufen. Das ganze soll Ende des Jahres durch sein.

Mein freund hat da doch bissl mehr Bedenken das sie uns gegen die Wand fahren, das wir halt irgendwann gekündigt werden.#zitter

hat da jemand Erfahrungen, war jemand schon mal in einer Firma beschäftigt die dann aufgekauft wurde? wie ist es ausgegangen was ist passiert.

Außerdem kommt noch unser Kinderwunsch hinzu.

Er hat seine Oma davon erzählt und sie meinte das wir den Babywunsch erst mal hinten anstellen sollen.
kommt für uns aber nicht in Frage.

Danke fürs zuhören.

Beitrag von kathi.net - 20.10.11 - 15:17 Uhr

Eine kluge Oma ;-) Und die Bedenken deines Freundes sind ja auch nicht von der Hand zu weisen.

Ich würde jetzt erstmal bis zum Ende des Jahres abwarten - ist ja auch nicht mehr sooo lang. Dann wird man euch ja in der (neuen) Firma genaueres sagen können.

Beitrag von -erdbaerchen- - 20.10.11 - 15:20 Uhr

ja ich weiß das ist auch nur lieb gemeint, aber wir warten schon ne Weile und ich hatte erst anfang des jahres eine Fg hinter mir.

wir würden das finanziell schon schaffen.

trotzdem danke für deine meinung

Beitrag von kathi.net - 20.10.11 - 15:24 Uhr

Also wenn der Worst Case (Arbeitslosigkeit) finanziell kein Problem darstellt - und damit meine ich nicht nur kurzfristig - dann verstehe ich die Bedenken deines Freundes doch nicht #kratz

Beitrag von -erdbaerchen- - 21.10.11 - 10:53 Uhr

weil man sich dann ganz schön umgucken muss was man kauft.
es würde schon gehen, aber wie man so schön sagt, es reicht nicht zum leben sondern nur zum überleben.

Beitrag von ayshe - 20.10.11 - 15:28 Uhr

Kommt es denn wirklich auf 2-3 Monate an?

Du bist laut VK erst 24.

Beitrag von -erdbaerchen- - 21.10.11 - 10:49 Uhr

und mein freund ist 31.

man wird doch nicht jünger.

wenns danach geht würde ja ein Kind nie reinpassen,

wenn man dann nach nen neuen job sucht und es auch klappt hat man ja erstmal probezeit 6monate, dann eventuell 1 jahr befristet, vielleicht noch ein jahr befristet, danach dann unbefristet. wo man dann eventuell es mal wagen könnte schwanger zu werden.

ich würde schon sagen wir bekommen das hin. wenn man schwanger ist besteht doch auch ein kündigungsschutz. ich weiß nur nicht wie es in dem fall sein wird.

Beitrag von kathi.net - 21.10.11 - 11:09 Uhr

Was nützt dir der Kündigungsschutz, wenn die Firma den Standort verlegt und du nicht mitziehen kannst/willst oder die Firma/Standort sogar ganz geschlossen wird?
Das ist ja nicht so ganz unüblich.

Beitrag von ayshe - 21.10.11 - 13:48 Uhr

Eben, es gibt viele Möglichkeiten durch eine Übernahme den Job zu verlieren, Kündigungsschutz spielt da keine Rolle.

Aber muß eben jeder selber wissen oder eben seine eigenen Erfahrungen machen.

Beitrag von ayshe - 21.10.11 - 13:50 Uhr

Was ist schon 31?

Sicher gibt es immer wieder Punkte, an denen ein Kind nicht paßt.

Ich persönlich bin jedenfalls heilfroh, daß ich damals gewartet habe, sonst hätte ich jetzt sicher nicht so einen Job.
Aber das müßt ihr wissen. Ihr seid noch jung und macht eben eure eigenen Erfahrungen.

Beitrag von -erdbaerchen- - 21.10.11 - 14:04 Uhr

wenn man danach geht kann man ja nie ein Kind in die Welt setzen, weil man immer die Angst haben muss entlassen zu werden.

wir werden es einfach auf uns zu kommen lassen.

Beitrag von ayshe - 21.10.11 - 14:14 Uhr

Nein, ganz so krass ist es nicht.

Beitrag von ayshe - 21.10.11 - 14:15 Uhr

Aber ich werde auch nicht verstehen könne, warum ihr nicht diese 2-3 Monate abwarten könnt.
Einen tatsächlichen und sinnvollen Grund gibt es dafür nicht.

Beitrag von -erdbaerchen- - 21.10.11 - 14:26 Uhr

auch wenn wir weiter herzeln, heißt ja nicht das es gleich klappt, da ich keinen regelmäßigen zyklus habe. hatte ja im Januar die FG. wir probieren ja schon seit 1,5 jahren, ich weiß ist zwar kein langer Zeitraum, ich weiß manche probieren es noch länger und vergebens.

wie alt bist du denn wenn ich mal fragen darf?

in deiner vk steht ja nicht dein reeles Alter.

Beitrag von ayshe - 20.10.11 - 15:27 Uhr

In der Regel wird erstmal aufgeräumt. Es kommt ja darauf an, was sie wollen, brauchen, wie ihr Konzept und ihre Struktur aussieht..
Ich habe das jetzt schon 3x erlebt, allerdings war eines nur ein Merger und keine Übernahme.
Gekündigt wurde niemand, aber umstrukturiert, Produktpalette aufgeräumt usw. eben.

Was auf euch zukommt, weiß man nicht, aber genau jetzt sofort würde ich jedenfalls NICHT schwanger werden wollen.

Beitrag von fuxx - 20.10.11 - 15:35 Uhr

kommt darauf an, wie gut die Firma läuft. Läuft alles bestens, wir der neue Eigentümer nicht unbedingt was ändern. Läuft es schlecht, wird wohl erstmal aufgeräumt.

Ich war selbst in einem Unternehmen beschäftigt, als es von Engländern gekauft wurde. Da alles rund lief, lief alles so weiter wie bisher, nur mehr Reportings waren gefordert. Für die MA war es eher eine Bereicherung.

Habe allerdings auch knapp 3 Jahre in einem amerikanischen Konzern gearbeitet - nie wieder kann ich nur sagen!!!

Generell würde ich niemals mit meinem Partner in der gleichen Firma arbeiten wollen. Denn jetzt besteht bei Euch das Risiko (ich hoffe, dass es nur ganz klein ist), dass Ihr BEIDE Euren Job verliert. Risikominimierung lautet meine Devise, also beide Partner in getrennte Firmen.

Wünsch Dir Glück, dass für Euch alles gut ausgeht.

Beitrag von drachenengel - 20.10.11 - 16:07 Uhr

Hallo,

NIEMAND kann vorhersehen, was durch die neuen Eigentümer geändert wird... sprich ob Umstruktierungen, Senkung der Personaldecke etc anstehen...

Es gab mal eine Warenhauskette, die von einer anderen Warenhauskette übernommen wurde... nunja, die Übernahme war dann doch nicht aus der Portokasse bezahlbar und somit flog die übernommene Kette baldigst aus dem Konzern, heute gibt es diesen Namen wieder mal leider nicht mehr und die "grosse Kette" bastelte sich dann Investor wieder lebendig...

Nix kann man absehen, egal ob durch Übernahme oder was auch immer... Selbst andere Konzerne kram(t)en ihre Überlebenspakete von jetzt auf gleich aus den Schubladen und sicher geglaubte Arbeitsplätze wank(t)en....

Somit, ich würde meine finanzielle Basis so stricken, dass ich notfalls 1 Jahr mit nur einem Gehalt ohne Berücksichtigung von ALG1, Elterngeld oder dergleichen überlebensfähig bin und erst DANN mit einer Vergrösserung der Familie starten...

Lieber etwas später Mama werden und auf einer soliden Basis stehen, als den Kinderwunsch zwanghaft jetzt umsetzen wollen und dann nicht wissen, wovon alles bezahlt werden soll...

Nicht falsch verstehen, aber was, wenn der Staat von jetzt auf gleich im Notfall auch nicht mehr leistungsfähig wäre??

Also, baut Euch ERST was auf... mein Tip... und meine Erfahrung dank mehrerer nicht mehr existenter ehemaligen Arbeitgeber...

LG

Beitrag von -erdbaerchen- - 21.10.11 - 10:58 Uhr

mit den Staat brauchst du ja nicht anfangen, der ist doch schon ewig verschuldet.

aber ich weiß was du meinst.

danke für deine Meinung.

Beitrag von vwpassat - 20.10.11 - 16:35 Uhr

Hört auf seine Oma.

Was nützt Euch ein Kind, wenn Ihr als Bittsteller zum Amt müsst?

Ich will das jetzt nicht schwarz malen, aber das Ganze klingt wie Übernahme durch einen Finanzinvestor. Da geht es zumeist drum, das Unternehmen hübsch zu machen und die guten Bereiche gewinnbringend weiterzuveräußern. Dies geht selten ohne Stellenabbau. Erfahrungen anderer, denen u.U. das Gleiche passiert ist, nützen Euch da gar nichts.

Jeder Fall ist anders. Jede Arbeitsktaft ist ersetzbar oder kann u.U. auch eingespart werden.

Beitrag von manavgat - 20.10.11 - 16:44 Uhr

Er hat seine Oma davon erzählt und sie meinte das wir den Babywunsch erst mal hinten anstellen sollen.
kommt für uns aber nicht in Frage.

Manchmal sollte man auf die Leute hören! die mehr Lebenserfahrung haben.

Die meisten Amis, die Firmen aufkaufen, schmeißen erst mal die Hälfte der Leute raus. Ihr solltet dringend sehen, dass ihr Euch anderweitig umseht, damit wenigstens einer von Euch einen anderen Job hat.

Kind würde ich erst ansetzen, wenn die Finanzlage sicher ist, zumindest nicht so offensichtlich gefährdet.

Gruß

Manavgat

Beitrag von schwarzesetwas - 20.10.11 - 18:51 Uhr

Hallo!

An Deiner Stelle würde ich mich schnellstmöglich bewerben, da das aus einem bestehenden Job einfacher ist, als erstmal arbeitslos zu sein.
Es muß nicht sein, dass tatsächlich alle oder viele gekündigt werden, sicher ist aber, dass ein intensives Controlling passiert und das Unternehmen umstrukturiert wird.

Wie groß ist die Firma denn?

Als wir unseren Betrieb übernahmen, mussten wir alle Mitarbeiter, außer einen, entlassen.

Tat mir zwar leid, aber war nicht anders machbar.

Lg
SE

Beitrag von -erdbaerchen- - 20.10.11 - 21:57 Uhr

derzeit arbeiten dort 150 Mitarbeiter.

wir hoffen das es erst mal so bleibt wie bisher.

Beitrag von lichtenstein - 20.10.11 - 19:33 Uhr

Letztlich könnt Ihr nur abwarten und Tee trinken. Bisher weiss ja keiner etwas Genaues "soll eine Ami firma unsere Firma aufkaufen" ist ja nicht viel mehr als ein Gerücht. Alternativ könnt Ihr euch einfach mal auf dem Stellenmarkt umtun und anfangen, Bewerbungen zu schreiben. Bis sich etwas Neues findet hat sich die Situation in der jetzigen Firma auch geklärt.

Beitrag von gr202 - 20.10.11 - 20:03 Uhr

Ich arbeite in einer amerikanischen Firma und wir haben in den letzten 18 Jahren schon viele Firmen gekauft. Die meisten waren so weit weg, dass die Büros der gekauften Firma irgendwann geschlossen wurden. Die Angestellten bekamen das Angebot, zum Hauptsitz zu wechseln, was natürlich nur die wenigsten gemacht haben.

Wenn die Firma in der Nähe war, wurde das GEschäft erstmal weitergeführt, bei großen Zusamenschlüssen gab es bei uns immer eine 2-Jahresfrist, in der die neuen Mitarbeiter nicht gekündigt werden durften. Innerhalb dieser Zeit wurde gesehen, wieviel Leute überhaupt notwendig sind, um das Geschäft am Laufen zu halten. Und: gekündigt wurden z.T. auch Leute, die schon vorher in unserer Firma waren.

Warte erstmal ab. Habt Ihr einen Betriebsrat?

Gruß
GR

Beitrag von -erdbaerchen- - 20.10.11 - 21:54 Uhr

ja das denke ich auch erst mal das wir erst mal abwarten, mehr kann man ja eh nicht machen.

nein einen Betriebsrat haben wir nicht aber der kann da sicher eh nicht viel machen.

vielen Dank für eure Beiträge.

Kündigen kann ich leider nicht, kann ich schon aber dann müsste ich der Firma Geld zurück zahlen da ich im August 3 Wochen in London war um dort englisch zu lernen in einer Sprachschule, die staffelung war so angelegt wenn ich innerhalb eines jahres kündige muss ich 100% der kosten zurück zahlen (2000€), bei zwei jahren 50% und bei drei Jahren 25%.

von daher kann ich auch erst mal nur bis nächstes jahr abwarten und sehen was sich dort so verändern wird.

Wir sind derzeit 150 Mitarbeiter.