Notfallmedis im KIGa (Krampfanfall)

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Beitrag von gille112 - 21.10.11 - 09:00 Uhr

Hallo ,

Ich brauche mal ein paar Tips und hoffe hier ein paar Antworten zu finden.
Meine Tochter hatte einen komplizierten Fieberkrampf im Rahmen einer Pneumokokken Meningitis und wurde nun auf ein Krampfmedi eingestellt (Keppra).
Für den Notfall bekamen wir Diazepam Rektiolen, von denen ich jetzt auch eine in den KIGa gab.
Nun meinte die Erzeiherin, das dürfen sie nicht geben.
Ich bin jetzt schon verunsichert, können die das einfach ablehnen.Ich habe nächste Woche vor nochmal mit der Leitung des KIGa zu reden, diese ist leider krank.
Welche Erfahrungen habt ihr denn gemacht?

Noch kurz:Lara ist ein Extrem Frühchen (Zwillinge) mit 580g Geb Gewicht, hatte einen VSD, ist entwicklungsverzögert und hat 4 Stunden täglich eine Integrationshilfe im KIga.

Danke schon mal für eure Antworten,

LG Gille

Beitrag von nicolee2207 - 21.10.11 - 09:20 Uhr

Hi Gille,

meine Tochter ist in einem integrativen Kiga in einer heilpädagogischen Kleingruppe. Ein Junge dort hat auch ein Notfallmedikament, falls er eine allergische Reaktion auf Nahrungsmittel bekommt (ich meine es ist auch Diazepam) Seine Mama musste eine Verordnung vom Arzt unterschreiben lassen, dass er das Medikament benötigt und ich glaube auch die Mutter musste es angeben, dass die Erzieher im Notfall, das Zäpfchen geben dürfen. Das ist aber bei sämtlichen Medikamenten sogar Cremes so.

Ich denke, mit einem Attest vom Arzt dürfte das doch kein Problem sein, schließlich ist es wirklich wichtig, dass deine Tochter es im Notfall bekommt.

Viel Glück,
Nicole

Beitrag von jules75 - 21.10.11 - 11:45 Uhr

Hallo,

also bei uns geht es um ein möglicherweise "harmloseres" Medikament, aber:

mein Sohn hat ab und an Pseudo-Krupp-Anfälle, auch gerne mal aus heiterem Himmel mitten am Tag. Wir haben festgestellt, dass, wenn er gleich nach dem ersten "kläffen" ein Notfall-Zäpfchen bekommt, der Anfall relativ glimpflich "abebbt". Wenn er keins bekommt, dann zieht sich das oft sehr lange, ist sehr qualvoll für alle Beteiligten und endet- wenn es dumm läuft- mit Adrenalin-Inhalationen im KKH.

Ich habe das mit den Erzieherinnen ausführlich besprochen, ich habe ein Formular ausgefüllt in dem ich die Erzieherinnen ausdrücklich dazu berechtige, das Medikament im Notfall zu geben und gut ist. Ich kann so schnell nicht im KiGA sein (30 min Fahrzeit vom Büro aus) und ihm das Medikament selbst geben.

Glücklicherweise hat die Erstkraft bei uns im KiGa auch einen bronchenanfälligen Sohn und weiss genau, wie sich Krupp-Husten anhört.

Aber um deine Frage zu beantworten: das ist bei uns im KiGa (städtischer Regelkindergarten) kein Problem, nach schriflicher Berechtigung ist die Medikamentengabe möglich.

Grüße
Jules

Beitrag von krokolady - 21.10.11 - 13:45 Uhr

Sie hatte lediglich einen Fieberkrampf und wurde sofort auf Medis eingestellt?
Sorry - aber das ist doch viel zu voreilig!
Zumal Fieberkrämpfe nichts mit Epilepsie zu tun hat!
Du gibst Deiner Tochter heftige Medis, nur eil sie einmal einen Fieberkrampf hatte?
Oder hat sie eine Gundlegende 'Epilepsie die im EEG nachweisbar ist?
Wenn nein - geh bitte noch zu nem anderen Neuro!

Für den KiGa benötigst du eine Art Attest vom Arzt wo drin steht nach wieviel Minuten wieviel Notfallmedi gegeben werden muss.
Ausserdem musst du eine Einverständniserklärung unterschreiben für den KiGa, wo Du zustimmst das sie Notfallmedis geben dürfen, und das du sie von jeglicher Verantworung entbindest falls es durch diese Medigabe zu Komplikationen führt.

Der KiGa darf allerdings trotzdem die Gabe verweigern.......da gibt es keine festen vorschriften für.
Aber wenn sie nix geben wollen haben sie sofort den Notarzt zu rufen.
Dieser ist ja nach wenigen Minuten da und kann dann was zur Krampfunterbrechung geben.

Beitrag von gille112 - 22.10.11 - 21:35 Uhr

Hallo,

nein sie bekommt die Medis wegen der Meningitis die sie hatte und im EEg auffällige Aktivitäten sind.Ich glaube in der neuro waren wir bzw sind wir ganz gut aufgehoben.

Danke euch allen für die Antworten.

LG Gille

Beitrag von manyatta - 22.10.11 - 20:53 Uhr

Hallo!

Mein Sohn hatte auch kompl. Fieberkrämpfe und auch ich habe die Rektiolen und Fieberzäpfchen in der Kita hinterlegt. Dazu ein Formular von der Kinderärztin mit der Diagnose und der Behandlung die im Notfall nötig ist.

Wenn der Arzt es schriftlich festhält und quasi "anordnet", dürfen die Erzieher Medis geben. Sie müssen es ja auch, es ist ja wichtig!

Alles Gute!