3. Kaiserschnittgeburt meines Sohnes Tim 08.07.2011

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von babybelen - 21.10.11 - 14:25 Uhr

Heute muss ich auch mal meine Geschichte aufschreiben:

Da ich schon 2 Kaiserschnitte hinter mir hatte musste die 3. Geburt auch per Kaiserschnitt gemacht werden.
Ich wollte dies eigentlich nicht aber ich hatte keine Chance.

Mir ging es ab der 37. SSW gar nicht mehr gut, hatte öfter Wehen und mein Allgemeinzustand war furchtbar. Die Ärztin im KH sagte zu mir, wenn sie Wehen haben bitte kommen sie sofort in s KH!, Da mir die 37. Woche aber zu früh war hab ich durchgehalten und bin erst am 8.7. zum geplanten Termin ins KH gegangen.

Ich hatte in der früh schon so ein komisches Gefühl, sagte noch zu meinem Mann: Heute ist kein guter Tag für die Geburt lass uns wieder heimfahren!"
Aber ich blieb natürlich.

Ich kam in den Kreißsaal und musste mich umziehen, Thrombosestrümpfe an, Flügelhemd und schon gings los

Im OP wurde alles vorbereitet, ich saß auf dem OP Tisch und der Narkosearzte versuchte die Spinale zu legen, ich war ganz ruhig und er traf nach mehreren Versuchen die richtige Stelle.

Nach kurzer Zeit merkte ich wie alles taub wurde und die Ärzte fingen auch gleich an zu schneiden. Mir wurde sehr schlecht und schwindlig, ich spürte gar nix mehr ich konnte nicht mehr sprechen und kaum atmen.
Die Narkose war zu stark, ich bekam ne Atemmase auf und der Narkosearzt versuchte mich zu beruhigen, dass alles ok sei und ich ganz ruhig bleiben soll.

Durch meine Verwachsungen dauerte es ewig bis das Baby auf der Welt war, er klang ziemlich komisch, er röchelte und schrie nicht.
Die Hebamme zeigte ihn mir und ich sagte noch: Ihr müsst ihn absaugen!!!!
Sie gingen dann fort und ich wurde noch ca. 1 Stunde operiert, da ich noch eine Sterilisation vornehmen lies.

Nach gefühlten 12 Stunden war ich dann wieder im Kreißsaal und was sah ich mein Sohn lag im Inkubator. Ich fragte: Was ist los?
Die Hebamme: Es ist alles in Ordnung er braucht nur noch n bisschen Wärme.

Ich glaubte ihr kein Wort. Ich sah meinen Sohn der röchelnd und weinend im Glaskasten lag und ich konnte nix tun.
Ich heulte und heulte, eine Schwester hatte Mitleid und gab ihn mir kurz auf die Brust.
Er tat sich so schwer beim Atmen.
Eine Kinderärztin meinte dass das nicht normal sei und er für ein paar Stunden mit auf die Babyintensiv muss.

Ich war am Ende, hatte Angst und wollte nur noch zu meinem Baby.
Nach 2 Stunden kam ich auf Station und ich wartete nur noch ab, bis die Narkose aufhörte,

mein Mann musste derweil zig mal zum Baby damit ich erfuhr was los ist.

Nachdem die Narkose nachlies wollte ich aufstehen, die Schwester meinte noch dass ich nicht so schnell sein soll, aber es war mir egal, ich stand auf bin der Schwester davongelaufen.
Dann nahm mich mein Mann mit dem Rollstuhl auf die Intensiv mit und mein Kleiner lag da vollgekabelt mit Atemmaske und Sonde es war schrecklich, aber wenigstens atmete er ruhig. Es lagen noch 4 Babys in diesem Zimmer und ab da war ich jeden Tag 10-12 Stunden auf der Intensivstation und konnte dann auch am 2. Tage den Kleinen anlegen und so gut es ging versorgen.

Er hatte eine Neugeboreneninfektion und hatte Atemaussetzer, die noch länger überwacht werden mussten.

Nach 7 Tagen durften wir nachhause, und nichts hat mich so geprägt wie dieser Aufenthalt auf der Frühchenstation.
Was die Babys da mitmachen müssen ist der Wahnsinn und ich habe den größten Respekt vor den Schwestern und Ärzten die das ganz toll meistern.

Jetzt ist mein Tim 15 Wochen alt, aber diese Woche werde ich in meinem Leben nicht vergessen.

Liebe Grüße

Andrea und Ihre 3 Kids

Beitrag von niki1412 - 21.10.11 - 23:07 Uhr

Hallo Andrea,

herzlichen Glückwunsch zum kleinen Tim.
Irgendwie kamen beim Lesen Erinnerungen hoch.
Unser Sohn war auch der dritte Kaiserschnitt, auch bei mir stieg die Narkose (wie auch die anderen beiden Male) zu hoch und ich dachte (mal wieder) ich ersticke gleich.
Julius hatte danach Probleme seinen Blutzuckerwert zu halten und musste auch 1 Woche in der Kinderklinik (bzw. auf der Intensivstation) bleiben... zudem kamen bei uns Erinnerungen hoch da unsere erste Tochter ein Extremfrühchen war, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich freue mich dass Ihr nun alles überstanden habt und wünsche Euch ganz viel Spaß zusammen!

LG Niki mit Helena #blume und Julius #klee

Beitrag von babybelen - 22.10.11 - 10:04 Uhr

Danke schön!

Als Frühcheneltern muss ich Euch nur bewundern monatelang die Intensivstation miterleben jeden Tag bangen und hoffen. Das ist eine harte Zeit mir hat die Woche schon gerreicht.

Was die kleinen Würmchen schon alles ertragen müssen ist schrecklich.

Beitrag von niki1412 - 22.10.11 - 22:55 Uhr

Ja, ich weiß...
Aber unsere erste Tochter ist leider nach nur drei Wochen und 1 Tag verstorben.
Der Verstand sagt es war besser so, aber das Herz sagt natürlich etwas anderes.

LG Niki

Beitrag von babybelen - 24.10.11 - 08:55 Uhr

Oh mein Gott das tut mir sooo leid.

#kerze für Deine Tochter

Beitrag von stoltze-mami83 - 25.10.11 - 14:21 Uhr

Das ist ja schrecklich von mir auch eine #kerze für dein kleinen #stern

Und Dir babybelen alles Gute zu Deinen #sonnenschein

Aber bei mir lief der 2. Ks auch so ab war Halsabwärts gelähmt ich dachte auch ich müsse jeden Moment ersticken #zitterschrecklich sowas aber Lennox#verliebt kahm gesund und munter in der 40+1 Ssw zur Welt :-)

glg