Geburtsbericht Elias geboren am 14.10.2011 um 6.46 Uhr mit 3664g und 53cm
Am Donnerstag morgen den 13.10.2011 um 9.30 Uhr hatte ich wieder Termin beim Frauenarzt zum CTG und Muttermundkontrolle.
Auf dem CTG waren wie die letzten male auch keine Wehen drauf und Muttermund ergab auch nur, dass er weich ist, aber nur fingerdurchlässig. Die letzten Tage habe ich immer wieder etwas vom Schleimpropf verloren, aber das sagt ja nichts aus, denn der bildet sich ja stets wieder neu.
Wir völlig demotiviert die Praxis verlassen und unseren normalen Alltag gemacht. Waren noch bei der Sparkasse, einkaufen und Leon abholen.
Ca. 1 Stunde nach dem Frauenarzt besucht bemerkte ich alle 10 minuten ein leichtes ziehen, so als wenn die Monatsblutung kommt, nicht unangenehm, also nicht weiter beachtet.
Um ca. 15 /16 Uhr wird das „Ziehen“ etwas doller, aber immer noch nicht schmerzhaft. Aber es kommt konstant alle 10 minuten.
Ich bin dann schnell in die Badewanne gegangen um zu gucken ob es weg geht oder bleibt.
Es wurde nach dem Baden nicht stärker, sondern blieb weiterhin so, alle 10 Minuten ein ziehen.
Wir machen ein verfrühtes Abendessen und überlegen, ob wir unseren "Großen" Sohn zu Oma und Opa bringen sollen über Nacht. Da ich wusste das meine Mama am nächsten Tag frei hat.
Wir haben hin und her überlegt und dann beschlossen, Leon dort hinzubringen. Obwohl ich überhaupt nicht das Gefühl hatte das es bald losgeht.
Wir haben gemeinsam gegessen und die Taschen gepackt und dann sind wir losgefahren, meine Eltern wohnen ca. 45 min von uns entfernt mit dem Auto. Während der Autofahrt wurde das Ziehen immer stärker und es tat schon etwas weh, aber immer noch auszuhalten, mittlerweile auch alle 8 bis 7 Minuten.
Wir waren gegen 20 Uhr wieder zu Hause und ich habe mich noch kurz auf das Sofa gelegt und bin dann nach oben und wollte versuchen zu schlafen. Habe mir schon ausgemalt, dass wir unseren "Großen" ganz umsonst zu Oma und Opa gebracht haben usw.
Oben im Bett musste ich das „Ziehen“ dann schon veratmen und es wurde doller. So langsam glaubte ich dann auch, dass es wohl wirklich Wehen sind. Aber halt noch keine geburtsbereiten Wehen.
Habe dann bis Mitternacht fließig veratmet und bin zwischen den Wehen immer wieder weggedöst.
Gegen 1.00 Uhr nachts beschloss ich dann doch mal ins Krankenhaus zu fahren um zu gucken was der Muttermund macht usw. War fest darauf vorbereitet, dass sie uns wie damals bei meinem ersten Sohn wieder heim schicken.
Im Krankenhaus angekommen erstmal eine ganze Stunde CTG schreiben und zur Ärztin zum US.
Die Wehen kamen alle 5 Minuten und wurden immer stärker, aber leider laut CTG und den Hebammen keine geburtsbereiten Wehen, die seien noch viel zu schwach. Muttermund war nur 1 cm auf. Wir durften selbst entscheiden ob wir wieder heim fahren oder bleiben wollen. Es war ca. 3.00 Uhr mittlerweile.
Wir haben entschieden, dass wir bleiben und die Hebamme meinte dann, wir sollen versuchen zu schlafen und morgens würden wir dann entscheiden wir es weitergeht.
Wir also versucht zu schlafen. Ich bin zwischen den Wehen immer weggedöst und es wurde immer doller und ich schön fleißig veratmet.
Um ca. 5.00 Uhr haben wir die Hebamme nochmal gerufen und sie meinte, wir versuchen mal ein Bad zu nehmen. Die Wehen taten von jetzt auf gleich höllisch weh. Ich habe dann gesagt, dass ich gerne eine PDA möchte. Hebamme schaute nach Muttermund und er war dann bei 3 cm. Okay, eine PDA ist möglich, die Ärztin wurde gerufen, es wurde eine eine Kanüle in die Hand gelegt usw.
Ich bin nochmal auf die Toilette und auf einmal ging gar nichts mehr, ich hatte einen ganz schlimmen Druck nach unten und ganz fiese Schmerzen. Es war ca. 6.00 Uhr.
Hebamme schaute gleich nach dem Muttermund und siehe da, komplett offen. Alle waren total baff.
Mir wurde dann erstmal gesagt, dass es mit der PDA nichts mehr wird. Das Kind kommt gleich. Das war ein ganz schlimmer Moment für mich, zu wissen dass ich jetzt da durch muss mit den Schmerzen! Ab da hab ich auch wirklich bei jeder Wehe geschrien!
Dann war noch Hebammenwechsel und um 6.46 Uhr war dann der kleine Elias da.
Ich bin nicht gerissen und auch nicht geschnitten worden!
Die Geburt ging wie ihr seht ziemlich flott und keiner hat damit gerechnet. Die Geburt war so ganz anders als wie bei meinem ersten Sohn, schmerzhafter, aber trozdem genauso schön und unvergesslich!
Ich war mit Elias 5 Stunden im Kreißsaal. Davon 2 Stunden dierekt nach der Geburt nackig im Bett gekuschelt. Danach durfte ich dort noch bleiben, weil auf der Wochenstation kein Bett frei war.
Traumhaft schön die ersten Stunden so genießen zu können mit dem kleinen Fratz!
Eine Geburt ist echt ein Wunder und was wunderschönes, was man mit Worten wirklich nicht beschreiben kann.
Geburtsbericht Elias
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