Hallo ihr Lieben,
nur mal so um die noch Schwangeren unter euch ab zu schrecken, dachte ich mir, ich schreibe mal einen Geburtsbericht über die Geburt meiner kleinen Tochter Lisa.
Schon 2 Wochen vor dem errechneten Termin hatte ich immer mal wieder Senkwehen, auch gerne mal nachts, aber leider nichts, was nach Geburt aussah. Der Wehenauslösende Tee von meiner Hebamme brachte mir auch nur 2 Tage Krankehausaufenthalt mit der diagnose "Fehlalarm" ein. 
Dann kam aber der Tag vor dem errechneten Termin (04.10.2011).
Abends hatte ich immer wieder Wehen aber nur so im 7-10 minuten Abstand. Damit wollte ich nicht schon wieder im Krankhaus auftauchen um dann wieder nach Hause geschickt zu werden, auch wenn die Wehen schon sehr schmerzhaft waren und mich die ganze Nacht nicht schlafen ließen. Morgens um halb sieben als mein Mann zur Arbeit wollte, kamen die Wehen dann aber schon alle 3 Minuten und ließen sich auch nicht mehr leise veratmen. Mein Mann hat mich und meinen Koffer dann ins Auto gesteckt und ins Krankhaus gefahren obwohl ich immer noch nicht davon überzeugt war, dass es nun wirklich los geht.
Als wir da ankamen wurde ich erst mal ans CTG angeschlossen und untersucht. Ergebnis: Muttermund 3-4cm offen, Wehen alle 5 Minuten. Fazit der Hebamme: Mittags haben Sie ihr Kind im Arm. Wir uns natürlich voll gefreut. Zur Entspannung sollte ich dann ein Buscopanzäpfchen bekommen damit der Muttermund weicher wird. Doch das hat eigentlich nur dazu geführt, dass die Wehen wieder weniger wurden. Also bekam ich nachmittags eine Tablette mit einem Wehenförderden Mittel, was aber nicht wirklich anschlug. Abends habe ich meinen Mann dann erst mal nach Hause geschickt zum schlafen und am 06.10.2011 (ein Freitag) sollte er dann auch morgens erst noch ruhig arbeiten gehen. Ich würde ihn schon anrufen,w enn sich was tut.
am Freitag morgen bekam ich dann weitere Wehenfördernde Mittelchen, die dann aber Mittag auch richtg gut anschlugen. Um 13h sollte ich dann meinen Mann anrufen denn er brauchte ja auch etwa 1 Stunde bis er da sein könnte. Mittlerweile war der Muttermund bei 7cm, aber die Fruchtblase war noch zu. Die wehen waren schon sehr schmerzhaft und kamen etwa alle 5 Minuten. Als mir dann um 14h die PDA angeboten wurde, habe ich dann auch nicht mehr Nein gesagt. Das setzten an sich war dabei gar nicht so schlimm, nur in der gekrümmtne Haltung still sitzen zu müssen wenn man eine Wehe hat, war sehr unangenehm. aber es war eine erlösung! Danach spürte ich die Wehen nicht mehr und konnte sogar ein wenig schlafen. Schließlich war ich auch völlig fertig. Das CTG zeichnete die Wehen aber fleißig weiter auf. Abends gab es dann aber die ernüchternde Diagnose: Muttermund immer noch bei 7cm, Fruchtblase dachte nicht mal daran zu platzen. Mir wurde dann noch mal was gegen die Schmerzen gespritzt und dann sind mein Mann und ich erst mal in unser Zimmer gegangen um ein wenig zu schlafen. Mein Mann schließ dann auch tief und fest, aber ich konnte ab 1h einfach nicht mehr liegen vor Schmerzen.
Also bin ich wieder in Kreissaal zurück. Dort bekam ich dann einen Tropf mit Wehenförderden Mittelchen verpasst, das sollte angeblich DAS Mittel schlecht hin sein und die Geburt richtig in Gang bringen. Die PDA wurde auch nochmal aufgespritzt.
So wechselten sich dann Wehentropf und schmerzmittel immer wieder ab bis mein Mann dann gegen 9h wach wurde um mich suchte. Ich war mittlerweile wirklich mit meinen Nerven völlig am Ende und nur noch am heulen. Ich wollte einfach nur, dass das alles hört und ich wirklich mein Kind bald im Arm halten kann. Als dann die Ärztin kam, hat mein Mann sie richtig angemotzt. So hatte ich ihn noch nie vorher erlebt. Er brachte dann auch zum ersten mal überhaupt das Thema Kaiserschnitt zur Sprache, aber davon wollte die Ärztin nichts wissen. 3 Tage Wehen sind ja noch gar nichts und ich sollte gefälligst aufhören zu heulen, mit Kind wird es ja auch nicht leichter. Die kann froh sein, dass ich so unter den Schmerzen gelitten hab, dass ich nciht mal mehr antworten konnte sonst hätte ich der schon ein paar passende Worte gesagt.
Sie hat mich dann auf drängen meines Mann noch mal untersucht. Ergebnis: Muttermund 9cm aber Fruchtblase immer noch verschlossen. Sie hat die dann ohne Vorwarnung einfach geöffnet und sagte dann, wenn das keine Presswehen auslöst und der Mutter mund nicht vollständig geöffnet ist bis 11h müssen wir wirklich einen Kaiserschnitt machen.
Aber dem Zeitpunkt war ich dann etwas ruhiger denn so oder so wusste ich nun, dass das nun bald zu Ende ist. Doch Presswehen blieben aus und am Muttermund tat sich auch nichts. 
Also wurde ich für den Kaiserschnitt vorbereitet und in den Keller gefahren. Mein Mann wollte in der Zeit etwas essen gehen. Er sagte mir schon vorher, dass er da nicht dabei sein kann weil er sonst umkippt. Also wartete er oben im Kraissaal auf uns beide.
Der Anestesist war leider nicht sehr freundlich und sagte immer wieder, das sich noch was verzögert weil die Ärztin noch eine andere Patientin hätte. Als ich dann endlich in den OP geschoben wurde, war ich zum einen natürlich sehr nervös, zum anderen aber auch freute ich mich auf meine kleine Tochter. Es dauerte dann auch nicht mehr lange, ein kurzes Ruckeln und dann hörte ich auch schon ihren ersten Schrei.
Sofort schossen mir die Tränen in die Augen so dass ich sie beim ersten Anblick leider nur verschwommen sehen konnte.
Einfach ein Bildhübsches Mädchen!
Sie wurde dann von der Hebamme in einen Nebenraum getragen um die medizinische erstversorgung zu machen, aber schon kurz danach kamen die beiden wieder denn sie war kerngesund. Dann durfte ich sie das erste mal richtig sehen und sogar streicheln. Sie hat dann auch gleich die Hebamme angepinkelt 
Doch dann merkte ich immer mehr wie schmerzhaft das zunähen war, aber der Anestesist glaubte mir zunächst nicht.
Als ich dann aber nicht aufhörte zu schreien vor Schmerzen, beschloss die Ärztin mit Schlafen zu legen für den Rest der Op. Das dauerte danna uch nicht lange bis es dunkel wurde. Meine Tochter wurde in der Zwischenzeit nach oben in Kreissaal zu meinem Mann getragen. Da durfte sie dann auf seinem nacktem Oberkörper erst mal kuscheln. So fand ich danna uch die beiden vor als ich dann später dazu geschoben wurde. Ich sage euch, es ist einfach ein Bild für die Götter die beiden so zu sehen! 
Dann durfte auch ich meine Kleine endlich in den Arm nehmen bis dann endlich die Frage gelüftet wurde, wie groß und wie schwer sie nun ist. Ihr Papa hat dabei ganz genau aufgepasst.
Lisa wurde also letztendlich am 08.10.2011 um 13.21h geboren, war 52cm groß und wog 3240g, KU war 35cm.
Als dann später die Ärztin noch mal bei uns vorbei schaute, sagte sie uns recht kleinlaut, dass wir um den Kaiserschnitt wohl nicht drum rum gekommen wären, denn sie war ein Sternengucker und so hätte es einfach nicht gepasst und drehen konnte sie sich auch nicht mehr. 3 Tage Qualen waren also eigentlich völlig um sonst und mit einem einfachen Ultraschall hätte man das vielleicht sogar schon sehen können, aber der wurde nicht gemacht. 
Aber letztendlich bin einfach nur froh, dass es meiner kleinen Lisa trotz alle dem so gut geht und fürs nächste Kind mache ich sofort einen Termin für nen Kaiserschnitt. Das hat mir jetzt echt gereicht.
Geburtsmarathon mit Happy End
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Beitrag von 19face84 - 24.10.11 - 14:55 Uhr
Beitrag von charls - 24.10.11 - 16:36 Uhr
Hallo!
Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Tochter erstmal, und schade, dass die Geburt bei Dir so laufen musste. Vor was genau willst Du denn die noch-Schwangeren jetzt eigentlich abschrecken...?
LG!
Beitrag von sweet-dreamy - 24.10.11 - 21:33 Uhr
Will keinen Abschrecken, sorry wenn das so rüber kommt...
Wenn dir der Beitrag misfällt melde ihn bei urbia intern und lass ihn sperren... was andre fällt mir net ein...
Beitrag von sax30 - 24.10.11 - 21:49 Uhr
Warum so aggressiv? ....das bezog sich auf den 1. Satz deines Beitrages, das Gleiche hab ich mich auch gefragt....
LG
Sax
Beitrag von sweet-dreamy - 24.10.11 - 23:15 Uhr
Sorry hatte mich im Beitrag vertan... den Beitrag von mir einfach überlesen... SORRYYYYY
Beitrag von charls - 25.10.11 - 09:26 Uhr
Oh je, nee, mir missfällt der Beitrag überhaupt nicht - ich habe mich nur deswegen gewundert, weil Du selber im ersten Satz schreibst, "um die noch-Schwangeren unter euch abzuschrecken" - da wollte ich nachfragen, wie Du das meinst. Von mir aus soll der Beitrag nicht gesperrt werden 
Ansonsten fände ich es außerdem schade, wenn Du "nur" aufgrund dieser Erfahrung beim nächsten Mal von vornherein einen Kaiserschnitt machen lassen willst. Auch wenn es so aussieht, ist das nicht die sicherste Variante für Mutter und Kind, im Gegenteil. Aber vielleicht suchst Du Dir beim nächsten Mal gleich frühzeitig eine Beleghebamme, der Du vertraust, und dann sogar einen anderen Geburtsort?
Alles Gute!
