Bauplatz kaufen und erst später bauen?

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Beitrag von sonntagsmalerin - 25.10.11 - 08:39 Uhr

Hallo miteinander,

macht es Sinn, sich zunächst einen Bauplatz zu den aktuell günstigen Zinsen anzuschaffen / finanzieren, und erst in ein paar Jahren das Haus zu bauen? Vorausgesetzt, es besteht seitens der Gemeinde kein Bauzwang / keine Bauverpflichtung innerhalb einer gesetzten Frist.

Wir hätten hier die Möglichkeit, zu einem attraktiven Preis ein Grundstück zu kaufen, allerdings wäre es finanziell leichter tragbar, wenn wir zunächst etwas ansparen könnten, bevor wir ein Haus darauf bauen. Das Grundstücke wäre dann zum Hausbau vermutlich schon komplett abbezahlt und die monatliche Belastung durch den Hauskredit wäre dann natürlich geringer. Andererseits ist der Kauf eines Grundstücks ja eigentlich "totes Kapital", zinslos und noch mit Steuern / Kosten verbunden...

Sinn oder Unsinn, diese Reihenfolge zu wählen?

Danke für eure Antworten!

LG
Clarissa

Beitrag von ballroomy - 25.10.11 - 09:29 Uhr

Ich würde so was durchaus machen. Dann ist der jeweilige Kredit nicht so hoch. Und die Grunderwerbssteuer ist ja dann auch nur für das Grunstück, nicht für das Haus zu zahlen.
Wieviele Jahre sind es denn?
Evt. könnt Ihr ein Haus im Baukastensystem bauen? Dann könntet Ihr erstmal was kleines bauen, schon auf dem Grunstück wohnen und später anbauen? So würdet Ihr zumindest die Miete sparen.

Beitrag von sonntagsmalerin - 25.10.11 - 09:39 Uhr

Wir wohnen derzeit in einer (noch finanzierten) Eigentumswohnung, die wir dann allerdings verkaufen würden. Die Zinsbindung läuft in vier Jahren aus, zu diesem Zeitpunkt würden wir dann auch bei Ablösung des Kredits keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen.

Eventuell würden wir uns für ein Fertighaus entscheiden, wenn es denn soweit ist.

Aber stimmt, die Grunderwerbssteuer wäre nicht so hoch, das ist ein weiteres Argument :-)

Beitrag von sonntagsmalerin - 25.10.11 - 09:42 Uhr

Eventuell wäre zusätzlich ein Forward-Darlehen sinnvoll, um die günstigen Zinsen von heute auch für die Hausfinanzierung zu nutzen, oder? Bis zu 60 Monate im Voraus ist das ja möglich.

Ich bin nur generell niemand, der gerne so lange vorausplant... wer weiß, was bis dahin passieren könnte? Andererseits - wenn wir jetzt ein Haus kaufen, wäre das ja eigentlich dasselbe.

Beitrag von mami18052010 - 25.10.11 - 10:33 Uhr

Haben wir Anfang des Jahres auch gemacht!

Beitrag von wemauchimmer - 25.10.11 - 11:36 Uhr

Ich würde es nicht so machen.
Es können immer Lebensumstände eintreten, aufgrund derer Du dort nicht mehr bauen willst oder kannst. Dann mußt Du es wieder losschlagen und machst dabei vermutlich ordentlich Verlust (Grunderwerbsteuer usw.).
Du hast für das Grundstück zudem eine Verkehrssicherungspflicht (Stichwort: Schneeräumen usw.).

Dem gegenüber steht ja nur die Eventualität, daß in ein paar Jahren die Zinsen etwas höher sein könnten. Das ist eher ein theoretischer und marginaler Vorteil, dem ich meine Flexibilität nicht opfern würde...
LG

Beitrag von sonntagsmalerin - 25.10.11 - 20:03 Uhr

Hallo,

ja, da hast du recht - das ist auch das, was mich von diesem Schritt zurückhält. Man verliert die Flexibilität - und das Leben ist ja nun nicht immer planbar..