400€ Job, erneut schwanger in Elternzeit, AG drosselt meine Arbeitszeit! Hilfe!!!

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Beitrag von schmerle123 - 25.10.11 - 19:44 Uhr

Hallo zusammen,

hoffe, dass ich ein paar Antworten bekomme, vielleicht kennt sich ja jemand aus.

Folgende Situation: Bin bis Mai 2012 bei meinem Hauptarbeitgeber noch in Elternzeit. Habe seit Juli 2011 einen Nebenjob auf 400€ Basis.
Ich bin jetzt wieder (gewollt und geplant) schwanger. Habe dieses recht frühzeitig auch meinen AG mitgeteilt (400€ Job). Ich arbeite im Kassenärtzlichen Bereitschaftsdienst. Das Problem ist, dass diese da ein m.E. mega Ding draus machen. Erst hieß es seitens der Betriebsärztin, bis zum nächsten morgen wolle sie meinen Impfstatus auf dem Tisch haben, sonst dürfe ich nicht weiter arbeiten. Gesagt getan.

Nun ist es so, dass der AG meint, ich dürfe nur Samstag Vormittag arbeiten, denn die Schichten in der Woche fangen erst am Abend an und enden um 22:30 Uhr. Ich weiß, es geht um die Nachtdienstgeschichte ab 20Uhr, dass man das ja als schwangere laut Gesetz nicht darf. Habe denen aber auch gesagt, dass ich damit überhaupt kein Problem habe, und sogar dafür unterschreiben würde, dass ich einfach normal weiter arbeite.
Es ist so, dass wenn ich nur noch den SAmstag Vormittag arbeiten darf, ich dann ja garnicht auf meine Stunden komme und es demenstprechend weniger Geld gibt.
Angeblich darf ich laut AG auch nicht Samstag UND Sonntag arbeiten, weil (zumindest laut deren Richtlinien) am Wochenende 48 Stunden dazwischen liegen müssen, was ja logischerweise garnicht geht. Verstehe ich auch nicht.

Was passiert denn jetzt? Ich weiß, dass Blutentnahmen und solche SAchen tabu sind, dass ist auch in Ordnung. ABER ich werde behandelt, als müsse ich mich jetzt 9 Monate einsperren. Das passt mir überhaupt nicht.

Und was passiert jetzt mit meinem Lohn? Der AG will ja, dass ich nur noch diesen Samstag mache, muss er mir denn jetzt einen Ausgleich zahlen? Es kann doch nicht sein, dass ich deswegen, nur weil die meinen, mich nicht anders als schwangere einsetzen zu können (wollen), ich fast 200€ verliere. Denn ich will ja normal arbeiten!

Ach ja, und es gab eine Dienstanweisung von der Betriebsärztin, ich dürfe keinen Patientenkontakt haben (nur Pat. annehmen, aber nicht behandeln), was ich auch für völligen Schwachsinn halte!! Habe das Gefühl, die handeln mit veralteten Richtlinien.

Etwas lang geworden, vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich!

Lg Melle

Beitrag von iceflower - 25.10.11 - 20:04 Uhr

Du bist leider die Leidtragende, die ausbuegeln muss, dass in Deutschland so viele Schwangere sich direkt in ein Beschaeftigungsverbot zurueckziehen! #aerger Viele Arbeitgeber sind uebervorsichtigt, um sich keinen Aerger einzuhandeln. Das war bei mir in der Klinik auch so - bin Aerztin und durfte nicht mehr in den Op... Wenn der Arbeitgeber Dich nicht laesst, kannst Du nichts machen.

In anderen Laendern in Europa (z. B. hier in UK) sieht man das ganze gelassen. Ich durfte ganz allein selbst entscheiden, was ich wann wie arbeite. Habe sogar noch relativ lange Nachtdienste gemacht: Es gibt keine wissenschaftliche Hinweise darauf, dass das schaedlich ist.

Ich wuerde das Gespraech suchen, vielleicht sind sie ja einsichtigt.

Viele Glueck
#blume

Beitrag von susannea - 25.10.11 - 22:14 Uhr

Wieso ist sie die Leidtragende, sie muss weniger arbeiten fürs gleiche Geld, ist doch toll!

Beitrag von schmerle123 - 26.10.11 - 09:48 Uhr

naja, so toll find ich das nicht, denn mir macht die arbeit wirklich viel spaß und es ist auch eine schöne abwechslung um mal raus zu kommen.

Beitrag von susannea - 25.10.11 - 22:13 Uhr

"Es ist so, dass wenn ich nur noch den SAmstag Vormittag arbeiten darf, ich dann ja garnicht auf meine Stunden komme und es demenstprechend weniger Geld gibt."

Da liegt der Denkfehler, egal wie viel sie dich jetzt arbeiten lassen, wenn das MuSchG dafür verantwortlich ist, bekommst du die Zeiten genau so bezahlt, wie die Moante vor der Schwangerschaft.

Ich denk, dass weiß dein AG auch.

Hast du denn schon eine Abrechngun bekomme, seit du schwanger bist und die das wissen?

Beitrag von schmerle123 - 26.10.11 - 09:45 Uhr

hallo,

die jetzige abrechnung ist noch ganz normal, sie wurde erstellt, vor dem wissen von der schwangerschaft!

das heißt, wenn ich auf 24 stunden komme, die monate davor aber immer 37 gemacht habe, dann auch die 37 bezahlt werden (sofern das muschg dafür verantwortlich ist)? denn es spielt für mich im nachhinein natürlich auch eine große rolle bei der berechnung des elterngeldes nächtes jahr! ob das mein ag weiß, keine ahnung. wie gesagt, ich habe das gefühl, dass die eben nicht so wirklich auf dem aktuellen stand sind :-(

Beitrag von susannea - 26.10.11 - 10:07 Uhr

Genau so ist es, du wirst 37 Stunden dann bezahlt bekommen müssen.
Bekommen sie aber von der KK über die U"-Umlage wieder.