Erkenne unseren Sohn nicht wieder

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Beitrag von coolcaty - 26.10.11 - 12:34 Uhr

Hallo ihr Lieben,

mein Sohn 3Jahre und 9Mo hat sich seit ein paar Monaten sehr verändert.
Ich will nicht sagen das er vorher ein Unschuldsengel war, aber unser Fam.leben lief so wie man sich das vorstellt.
Nun aber können wir uns mit unserem Sohn keine Minute mehr ordentlich unterhalten.
Entweder er gibt nur "dummes" Zeug von sich was überhaupt nicht zum Thema paßt oder er schreit den ganzen Tag rum (grundlos) hauen jammern, das alles ist bei uns an der Tagesordnung. Dabei hat er mal so schön geredet aber das kann man sich nicht mehr an tun.
Ich kann nirgens mit ihm hingehen weil er mich dann nur blamiert. Im Supermarkt wird er laut, letztens waren wir mal essen (nie wieder) da schmiert er mit seinen Pommes auf m Tisch rum. Zu hause fliegt auch schon mal absichtlich nen Glas übern Tisch.
Wenn er es sich dann doch mal überlegt zu reden dann ist jeder 2. Satz - ich schieß dich tot, ich schmeiß dich aus dem Fenster, ich verfeuer dich....
Und er findet das auch noch lustig.
Ich ignoriere schon viel, aber irgendwann reicht es mir dann auch und werde mal laut, da freut er sich dann auch noch.
Im Feb. bekommt unser Sohn dann auch noch ein Geschwisterchen, da darf ich noch gar nicht dran denken das wird dann sicherlich noch ein Tick schlimmer.
Und wehe es geht nicht schnell genug, von jetzt auf gleich fällt ihm ein das er Durst oder HUnger hat und dann muß man aber auch gleich springen, sonst fängt dieses GEschreie wieder an. Es ist ja nicht so, das mein Sohn vom Fleisch fällt, er bekommt ja alles was er brauch, aber er könnte ja auch in einem ordentlichen Ton mit uns reden (bitte danke, ich möchte) Wir reden ja auch in einem angemessen Ton mit ihm.

Kennt ihr das?
Im Kiga ist es das liebste Kind der Welt und gibt keinen Ton von sich.

Liebe Grüße
coolcaty

Beitrag von julia253 - 26.10.11 - 12:47 Uhr

Hallo,
nun, ich denke mal, dein Bauch und das Baby in dir wachsen und gedeihen nun sichtlich?
Dein Sohn will eure Aufmerksamkeit, da man die Veränderung, die in eurer Familie bald ansteht, nicht mehr übersehen kann.
Viele große Geschwister reagieren mit Aufmüpfigkeiteri, versuchen die Eltern zu reizen und buhlen um ihre Aufmerksamkeit.

Ich weiß ja nicht, aber vielleicht könnt ihr ja mal ein "großer Bruder" Tag machen, oder du besuchst mit ihm einen sogenannten Geschwister-Vorbereitungskurs. Dann macht ihr was zusammen und er wird darauf vorbereitet, denn als großer Bruder ist er doch so enorm wichtig.

LG & denk an das Mama-Mantra: Alles nur ne Phase.
Julia

Beitrag von coolcaty - 26.10.11 - 12:52 Uhr

Er hat ja schon nen großen Halbbruder, das klappt mit den Beiden.
Meine Schwangerschaft wird hinten an gestellt da sich nicht wirklich jemand dafür interessiert.
Mein Sohn möchte auch nix davon wissen.
WEnn das Baby da ist schmeiß ich das auf den Fußboden, solche Sachen muß ich mir dann anhören, da brauch ich auch gar nicht anfangen in Ruhe mit ihm zu reden.

Beitrag von lisasimpson - 26.10.11 - 13:27 Uhr

"WEnn das Baby da ist schmeiß ich das auf den Fußboden,"

wie interpretierst du so eine aussage und wie reagierst du darauf?

Beitrag von coolcaty - 26.10.11 - 17:47 Uhr

Was soll ich denn da hinein interpretieren?
Gewalt? Wir sind kein gewalttätiger Haushalt von hauen und so weiter halt ich nicht viel und wir machen es auch nicht.
Diese Worte bringt er aus dem Kiga mit, von wegen ich schieß dich tot usw. bei uns wird über sowas wie erschießen oder verbrennen überhaupt nicht geredet, ein 3jähriger versteht das doch nicht. Ich denke auch das er gar nicht weiß wovon er da redet nur es verletzt einen schon wenn das eigene Kind sowas zu einem sagt.

Wie soll ich reagieren? Soll ich ein Drama daraus machen, dann hört er doch erst recht nicht damit auf und macht weiter. Also sag ich zu ihm "so was sagt man nicht, erschießen ist was ganz schlimmes"

Beitrag von lisasimpson - 26.10.11 - 19:47 Uhr

"Ich denke auch das er gar nicht weiß wovon er da redet nur es verletzt einen schon wenn das eigene Kind sowas zu einem sagt."

aber das widerspricht sich doch, oder?

Beitrag von lisasimpson - 26.10.11 - 19:53 Uhr

ach so- es ging in meiner frage nicht um erschießen, sondern um den satz, in dem es um das baby ging.

also ICH interpretiere das eher als große angst vor der zeit, wenn plötzlich ein baby bei euch ist.

Beitrag von lisasimpson - 26.10.11 - 13:32 Uhr

"Im Kiga ist es das liebste Kind der Welt und gibt keinen Ton von sich."

was soll das heißen?
ist er dsa liebste kind ODER gibt er keinen ton von sich?
ist er das liebste Kind WEIL er keinen ton von sich gibt?
was heißt denn "er gibt keinen ton von sich"???

"Ich ignoriere schon viel, aber irgendwann reicht es mir dann auch "

was soll das heißen?
ignorierst du (mMn einer der dämlichsten methoden überhaupt) oder eagierst du? da mußte dich schon entscheiden. manchmal ignorieren ist eher "manchmal reagieren" ds ist der beste verstärker für ein verhalten!

"von jetzt auf gleich fällt ihm ein das er Durst oder HUnger hat und dann muß man aber auch gleich springen

warum kann ich ein fast 4 jähriger nicht selbst an Getränken bedienen?
gibt es geregelte essenzeiten?
was kann er zwischendurch essen?
wo darf er selbstständig sein?

seit wann hat sich das verhalten verändert?
fällt das in etwa mit dem zeitpunkt der schwangerschaft/ der planung einer familienerweiterung zusammen?

Beitrag von coolcaty - 26.10.11 - 17:41 Uhr

Das liebste Kind soll heißen, er kann sich beschäftigen, der kann sich ordentlich artikulieren, er schreit nicht rum, ißt super toll.

Ignorieren heißt ignorieren, d.h. ich laß ihn einfach stehen und mach irgendwas anderes, bloß ich kann ihn doch nicht ständig über 30min schreien lassen, das setzt mir auch zu und geht an die Substanz, also muß eben auch mal reagieren.
In Ruhe mit ihm reden is nicht, also muß ich ihn schreien lassen, bis er sich beruhigt hat und dann hat s auch keinen Sinn, weil ich überhaupt nicht weiß warum er das tut und er ja auch nicht. Grinst mich an bei der Frage WARUm und geht.

Tja es gibt bei uns einen festen Zeitpunkt zum Essen, er WILL ja immer gleich.
Natürlich kann er sich an den Getränken bedienen nur er macht es ja nicht. Und wenn dann verschüttet er die Hälfte unterwegs weil er es nicht sein lassen kann während des Laufens zu trinken.
Zwischendurch kann er vieles Essen, nur bin ich ja der Meinung das man das auch in einem angemessenen Ton sagen kann.
Selbstständigkeit gibt es bei meinem Sohn nicht, ständig hängt er uns am Rockzipfel egal was wir grad machen, selbst wenn wir mal unser Geschäft verrichten müssen.

Der Zeitpunkt ist schwer zu sagen, seit Mai bin ich schwanger aber diese, ich nenne es mal Anfälle haben später begonnen. Das Thema Baby wird ja so gut wie nie diskutiert, er weiß nur das er dem Baby keine Windeln ummacht...

Beitrag von lisasimpson - 26.10.11 - 19:51 Uhr

ich denke, dein sohn hat offenbar dran zu knabbern, daß ihr nachwuchs erwartet- warum sich das bei ihm so auswirkt, kann ich dir nicht sagen
(hat er einen andere vater? gab es fehlgeburten? gibts besondere gefühle zu dem familienzuwachs?!)

ich würde ruhig bleiben- ihn animieren, selbständig für sich zu sorgen wenn er durst hat, ihm zwischendruch obst hinstellen und ihn ansonsten freundlich aber bestimmt auf die essenzeiten verweisen und dann:
sehr viel angenehmes mit ihm machen.
gemeinsam spielen, lesen, basteln, radfahren...
unternehmungen, die ihm spaß machen und die wieder leichtigkeit rein bringen bei euch.
offenbar ist er gerade sehr ängstlich und belastet.

gibt es vielleicht in eurem bekanntenkreis jemanden, der schwanger ist?
wenn ja, dann frag ihn doch mal, was er denkt, wie dsa wird wenn xy ihr kind bekommt? wie ds wohl für das größere geschwisterchen wird usw..
vielleicht erfährste dann etwas von seinen ängsten

oder du erzählst ihm eine geschichte von einem 4 jährigen, dessen mutter schwanger ist und läßt ihn dann die geschichte weitererzählen usw...

Beitrag von manyatta - 27.10.11 - 21:28 Uhr

Hey!

Du sagst du kannst ihn nicht 30 Minuten schreien lassen. Warum nicht? Genau das ist der Punkt. Er weiß ja, dass er damit bekommt was er will. Also warum vorher aufhören!?
---> Lass ihn schreien! Er wird schon irgendwann aufhören, auch wenns angfangs lange dauert.
Wenn du es nicht aushalten kannst, dann schick ihn in ein anderes Zimmer (Schlafzimmer? Da kann er sich nicht zwischenzeitlich seinem Spielzeug widmen) und Tür zu. Dort hat er dann zu bleiben bis er sich beruhigt hat. Ihr habt ein wenig Abstand, es schont deine Nerven. Schau ab und an nach ihm. "Biete" ihm quasi immer wieder an, dass er aufhört und dir sagt, was los ist.

Du sagst, dass er nicht sagen kann warum er solch Theater macht und dann grinst und geht. Klar, wenn du ihn gehen lässt muss er dir ja auch keine Antwort geben und nicht darüber nachdenken, was überhaupt los ist.
---> Ich würde nach solch einem "Anfall" immer ein klärendes Gespräch führen! Vorher hat er einfach nicht zu gehen, schon gar nich wenn du gerade von ihm eine Antwort erwartest!

Er verplempert sein Trinken, weil er damit rumläuft. Wieso schreitest du nicht ein? Zudem es bei einem kleinen Kind normal ist, dass sie kleckern weil sie einfach noch nicht das Gefühl dafür haben.
---> Wie haben immer einen Becher in der Küche zu stehen und die Kinder nehmen sich ihr Trinken, wenn sie Durst haben. Aber es wird damit nicht rumgelaufen sondern generell immer in der Küche getrunken.
Alternative wäre, dass immer im Sitzen am Tisch getrunken wird. Oder ein Hocker in der Küche steht, hatten wir auch eine Zeit lang.

Du sagst, er hängt dir immer am Rockzipfel.Warum lässt du ihn?
---> Wenn du aufs Klo musst, dann gehtst nur DU aufs Klo! Wenn du die Tür schließt, dann ist sie zu und bleibt auch zu. Gern kann er davor warten aber er hat dir einfach nicht hinterherzurennen!

Kann es sein, dass du wenig Regeln hast und diese dann auch nicht wirklich durchsetzt?
Überdenke das mal unbedingt und ändere es. Es wird dich die erste Zeit viele Nerven kosten aber es zahlt sich aus.

Alles Gute!

Beitrag von coolcaty - 28.10.11 - 10:24 Uhr

Hallo und guten Morgen,

ich laß ihn schreien, aber jeden Tag auf s Neue, weißt du wie das an den Nerven zieht.
In ein anderes Zimmer schicken, oh wie oft hab ich das gemacht und jedes mal wenn ich mich umgedreht hab stand er wieder brüllend hinter mir.

Wie oft hab ich ihn wenn er sich berühigt hat gefragt WARUM? Antwort: Das weiß ich nicht.
Egal was ich frage, das ist seine Lieblingsantwort, was habt ihr im Kiga gemacht, mit wem hast du gespielt, was gab s zu essen etc. .... - ICH WEIß ES NICHT.
Was soll ich da noch diskutieren, die ANtwort kann ich mir selber geben.

Wie oft hab ich ihm gesagt wenn er sich sein Trinken holt dann soll er bitte nicht im Gehen trinken, sondern erst wenn er am Ziel angekommen ist, oder gleich in der Küche. Wie oft bin ich hinterher gerannt und hab ihn nett darauf hingewiesen. ES INTERESSIERT NICHT.

WIe oft hab ich mich schon auf Klo für 2 min eingeschlossen, damit ich mal RUhe hab wenigstens zum Pippi machen. ER BEGREIFT ES NICHT.

Regeln gibt es auch bei uns im Haus, aber wen interessiert das schon?
KAum das ich mich einigermaßen mit ihm geeinigt habe nach der Kiga ist auch Papa schon von Arbeit da und alles ist vergessen was wir untereinander ausgemacht haben. Papa steht aber auf meiner Seite und sagt auch wie gewisse Dinge in unserem Leben/ HAushalt ablaufen.

Sitzt dann auch noch der Opa bei uns am Tisch ist es ganz vorbei, da denkt er, er muß uns beweisen was er alles "kann". Gut ich muß auch zugeben, der Opa hängt sich da auch sehr mit rein und redet auf ihn ein, ohne mal die Stimme zu erheben und zu sagen "so geht das aber nicht"
Wie oft hab ich dem Opa schon gesagt er soll s lassen! ABer langsam glaub ich das er mich nicht als vollwärtige Person und Mutter ansieht, leider wohnen wir alle unter einem Dach,
ich geb auch zu, jetzt ist der Opa für längere Zeit nicht da. Und so langsam kriegt er sich wieder ein, vielleicht bin ja gar nicht ich daran schuld. Es ist einfach die SChuld abzuweisen, aber ich weiß was ich alles in die Erziehung gesteckt hab, sämtliche Nerven.

Opa erzählt ihm auch viel zu viele Dinge wo mir dann der atem stockt wenn mir mein Kind dann erzählt was der Opa ihm zu getragen hat.
DIe Oma ist anfang der Jahres gestorben, wir haben dem Lucas nicht die ganze Wahrheit erzählt, die Oma lag im KH, hat große Bauchschmerzen und nun ist sie leider gestorben und liegt auf dem Friedhof. Das war ok für ihn.
Vor ein paar Wochen erzählt er mir, das ja seine Oma einen Krebs im Bauch gehabt hat.
Hallo? Mein Kind ist ja nicht blöd er weiß was ein Krebs ist, der hat scharfe SCheren und wenn man ihn anfaßt kann es auch ganz schön weh tun. So was malt er sich ja dann aus, das seine Oma von innen "zerschnitten" worden ist.
Ich muß mit dem Opa nicht reden, der läßt mich auch einfach stehen wenn ich meine Meinung zum Besten gebe.

Kann ich denn meinem Schwiegervater sagen er soll sich aus unserem Leben raushalten?
ES ist ja schließlich alles seine hier, wo mein Mann und ich uns aber alleine für den AR....
aufreißen, damit dieses riesen Grundstück nach was aussieht.
Im Prinzip muß mein Mann die Sache in die Hand nehmen und nicht ich, da meine Schwiegermutter mich auch nicht grad nett behandelt hat.

So der Text war lang. Schönes WE euch allen

Beitrag von manyatta - 28.10.11 - 12:07 Uhr

Hey!

Oh mensch, das tut mir sehr leid, dass ihr solch eine Ärger habt.

Aber du musst jetzt unbedingt da dran bleiben. Es wird nicht besser werden, schon gar nicht wenn jetzt noch das Geschwisterchen kommt.

Oh ja, ich weiß wie das an den Nerven ziehen kann. Ich bin selbst Mama zweier Jungs, der Kleine ist auch 4.

Mit dem "Weiß ich nicht", das scheint eine altersentsprechende Phase zu sein. Die hat mein Kleiner auch gerade ;-) Sie müssen jetzt erst lernen, sich auszudrücken und über ihre Empfindungen zu sprechen.

Beisse dich nicht daran fest und versuche, ihm anderweitig etwas zu entlocken. Stelle ihm keine Fragen, auf die er eine komplexe Antwort geben muss. Du merkst ja schon, dass du auf jede Frage die du nach seinen Erlebnissen in der Kita oder über Empfindungen stellst, nur ein "weiss ich nicht" bekommst.

Frag ihn direkt nach Erlebnissen in der Kita. "Ihr wart heute sicher im Garten und habt gebuddelt, oder? Hast du heute wieder mit xy gespielt?" usw.

Wenn es um Gefühle und Empfinden geht, lege ich es meinem Sohn momentan auch ein wenig in den Mund, er sagt nämlich nach einer Schreierei auch gerne "ich weiß nicht warum". Frag ihn direkt "Du warst jetzt ganz schön sauer, stimmts?; Hast du dich jetzt ganz doll geärgert?; Ich glaube du bist traurig, oder?" usw. Probiere es mal, vielleicht kannst du dann eher einen Zugang zu ihm finden.

Das mit deinem Schwiegervater solltest du unbedingt klären. Sicher, das ist nicht einfach, das glaube ich dir gern. Aber du merkst ja selbst, dass dein Sohn sich in seiner Abwesenheit etas beruhigt hat. Das sollte schon ein Zeichen sein.

Er bleibt natürlich er Opa, das ist klar. Aber ihr müsst ihm unbedingt deutlich machen, dass er NUR der Opa ist und sich nicht dermaßen einmischen darf. Auch macht er dem Kind große Angst mit solchen Erzählungen.

Ich denke du musst dir selbt nicht den Schuh anziehen, dass du irgendwie Schuld an der Situation bist oder so. Ich weiß es natürlich nicht aber da darfst du dir nicht solch einen Kopf machen. Du bist sicher eine gute Mama und bemühst dich, sonst würdest du ja auch hier im Forum keinen Rat suchen. Du gibst dein Bestes, alles richtig machen kann man als Mama gar nicht und muss man auch nicht.

Hast du schonmal überlegt, die von Außerhalb Hilfe zu suchen? Das ist keine Schande, im Gegenteil. Ich finde es ist als Eltern wichtig, dass man sich Hilfe holt wenn man mal nicht weiterkommt, das ist nur verständlich. Dafür gibt es viele Beratungs oder Familienstellen, die dir gern weiterhelfen. Manchmal reichen wenige Gespräche dort schon, um eine andere Sichtweise auf die Probleme zu bekommen oder einfach dahinterschauen zu lernen, was das Problem ist.

Ich wünsch euch Alles Gute!

Beitrag von marion2 - 26.10.11 - 13:58 Uhr

Hallo,

früher, als du noch jung warst, hattest du sicher ein "Baby" in deinem Puppenwagen, das deinen Vorstellungen entsprach.

Das Problem an deinem "neuen" Kind ist lediglich, dass es kein Püppchen ist.

Kinder machen Sachen und sagen Dinge, die auf dem großen "ich gründe eine Familie"-Plan einfach nicht draufstanden. Das ist so - das war so - das bleibt so. Und du wirst es nicht ändern können.

Also finde dich damit ab: Kein Kind kann immer nur brav sein!

Ignorieren ist übrigens Mist. Das hilft nicht. Kümmer dich vermehrt um in, auch, wenn er Grütze macht. Dann kriegt er sich auch wieder ein. Er ist jetzt in einer schwierigen Phase seines Lebens. Er entdeckt sein ICH. Hilf ihm dabei.

Gruß Marion

Beitrag von coolcaty - 26.10.11 - 17:58 Uhr

Er soll ja nicht ständig brav sein, heile WElt gab es auch nicht als er noch ein kleines süsses Baby war, nein wenn ein kleines Baby 20h am Tag schreit nicht schläft dann fängt man da an schon an sich zu zweifeln.
Mit fast 2Jahren hat es aufgehört und niemand hat uns bei diesem Problem geholfen.
Und auf einmal als wenn ein Schalter umgelegt worden ist geht das Theater von vorne los.
Kann mich an meine Puppenzeiten nicht mehr erinnern.

Er läßt nix mit sich machen, wollten jetzt mal einen Wunschzettel für den Weihnachtsmann basteln, naja gebastelt hab ich und er ist schreiend davon gerannt aus welchen Gründen auch immer.

Ich werd es nicht ändern können ??????????????
Nein soll ich mir von meinem 3jährigen Sohn auf der Nase rumtanzen lassen und mir alles gefallen lassen.
Hier habt vielleicht KInder wie sie im Buche stehen, aber es gibt auch Leute wie mich die sich das Leben nicht schön reden können. Die ehrlich darüber reden und manchmal auf Verständnis hoffen.
Selbst meine Mutter sagt mittlerweile das ich was tun muß, das es so nicht weitergehen kann, aber WAS?
Kann nur hoffen das das Gespräch mit der Erzieherin was bringt und hoffen das mein 2. Kind ein bissl pflegeleichter wird, er muß ja nicht still in der Ecke sitzen, nein die Kinder können hier tobben und keinen störts. Sie werden hier im reinsten Paradies leben, hätt ich mir als Kind bestimmt auch gewünscht.
ABER DAS LEBEN IST KEIN WUNSCHKONZERT AUCH FÜR KINDER NICHT, REGELN MUß JEDER EINHALTEN.

Beitrag von anja1968bonn - 26.10.11 - 20:06 Uhr

"Er läßt nix mit sich machen, wollten jetzt mal einen Wunschzettel für den Weihnachtsmann basteln, naja gebastelt hab ich und er ist schreiend davon gerannt aus welchen Gründen auch immer."

Wer wollte denn basteln: Du oder Dein Kind? - ich glaube eher Du. Offensichtlich hat's ihm keinen Spaß gemacht, sonst wär er ja nicht weggerannt.

"Nein soll ich mir von meinem 3jährigen Sohn auf der Nase rumtanzen lassen und mir alles gefallen lassen."

Was hat es mit "auf der Nase rumtanzen" zu tun, wenn Dein Sohn keinen Wunschzettel für den Weihnachtsmann basteln möchte?

"Kann nur hoffen das das Gespräch mit der Erzieherin was bringt und hoffen das mein 2. Kind ein bissl pflegeleichter wird, er muß ja nicht still in der Ecke sitzen, nein die Kinder können hier tobben und keinen störts. Sie werden hier im reinsten Paradies leben, hätt ich mir als Kind bestimmt auch gewünscht."

Gespräch mit der Erzieherin ist nicht verkehrt, aber sie wird dir wahrscheinlich nicht unbedingt was dazu sagen können, warum Dein Sohn sich so verhält. Du empfindest Deinen Sohn als schwierig, so viel unnormales habe ich da bisher aber nicht lesen können.

Was hast Du denn bloß für eine Anspruchshaltung: Dein zweites Kind soll pflegeleicht sein, weil Du mit dem ersten nicht so zurecht kommst wie erhofft?

Und paradiesische Zustände scheinen bei Euch ja nicht zu herrschen, sonst würdest Du ja keinen Rat suchen.

Richtig, das Leben ist kein Ponyhof, aber das ist ein Spruch für die Schule - noch liegt doch die Erziehung Deines Kindes überwiegend in Deiner Hand: Mach was draus!

LG

Anja

Beitrag von coolcaty - 28.10.11 - 11:02 Uhr

Tut mir leid, aber nicht ich wollte diesen ZEttel basteln sondern mein Sohn, hatten uns einen gewissen Tag dafür vorgesehen und jeden Tag hat er mich gefragt, WANN?

Tja und an jenem Tag war er noch voller Freude und als es dann los ging war alles falsch.
Ich will doch das nicht haben was da drauf steht.
Meine Wünsche kann ich mir selber erfüllen...(sehr frustrierend oder?)

Das mit der Nase hat doch speziell nix mit dem Basteltag zu tun, sondern damit ist jeder Tag gemeint.

Ja pflegeleichter im Sinne von leiser, das wünsch ich mir von ganzem Herzen.
Unnormal - nun ja wenn es für dich normal ist, das dein Kind sich mit dir nicht ordentlich unterhalten kann, schon beim frühstücken anfängt zu jammern, weil dieses un jenes heut auf einmal nicht in meinen Kram passen obwohl jeden Tag der gleiche Ablauf passiert.
Brüllend hinter dir her rennt nur wenn du mal auf s Klo mußt.

Dann herzlichen Glückwunsch, wenn du das als normal ansiehst.

Wenn man diese paradiesischen Zustände hier nicht annehmen will dann brauch mal vielleicht doch mal einen Rat, aber Ratschläge gibts ja hier nicht, sondern nur Vorwürfe.

Auch 3jährige können nicht bloß Wünsche äußern und Belohnungen erhalten für NIX.
Ja soll ich ihm jeden Tag was tolles kaufen damit ich einen lieben JUngen zu hause habe und dann auch noch meine Ruhe. Wohl kaum, wir könnten uns das alles leisten, aber ich sehe das doch nicht ein das ich mir die Liebe meines Kindes erkaufe, wo kommen wir denn da hin?

Beitrag von marion2 - 27.10.11 - 07:56 Uhr

Hallo,

"nein wenn ein kleines Baby 20h am Tag schreit nicht schläft dann fängt man da an schon an sich zu zweifeln. Mit fast 2Jahren hat es aufgehört und niemand hat uns bei diesem Problem geholfen."

Kenn ich. Hat der Kinderarzt nicht nach der Ursache gesucht? Bei uns gab es eine organische - wir mussten warten, bis das Problem "verwachsen" war.

"Und auf einmal als wenn ein Schalter umgelegt worden ist geht das Theater von vorne los."
#nanana Ein Baby, das ständig schreit, hat ein Problem: Es kann sich nicht konkret äußern.

Ich hoffe doch sehr für deinen Sohn, dass das jetzt anders ist.

"Er läßt nix mit sich machen, wollten jetzt mal einen Wunschzettel für den Weihnachtsmann basteln, naja gebastelt hab ich und er ist schreiend davon gerannt aus welchen Gründen auch immer."

Das ist nicht ungewöhnlich. Auch dein zweites Kind wird solche Tage haben.

"Nein soll ich mir von meinem 3jährigen Sohn auf der Nase rumtanzen lassen und mir alles gefallen lassen."
Du hast meine Antwort nicht richtig gelesen. Du sollst ihm helfen.

Wenn also dein Kind beim Basteln schreiend weg läuft, solltest du ihn RUHIG fragen: "Warum"

"Hier habt vielleicht KInder wie sie im Buche stehen, aber es gibt auch Leute wie mich die sich das Leben nicht schön reden können."
Wenn es ein Buch über Terrorzwerge gibt, ganz sicher #rofl

"Selbst meine Mutter sagt mittlerweile das ich was tun muß, das es so nicht weitergehen kann, aber WAS?"
Die Frage solltest du deiner Mutter stellen. Menschen mit so einer Anspruchshaltung sollten auch konkrete Hilfe anbieten. Lass dich von deiner Mutter nicht unnötig unter Druck setzen.

"ABER DAS LEBEN IST KEIN WUNSCHKONZERT AUCH FÜR KINDER NICHT, REGELN MUß JEDER EINHALTEN."
Wie viele Regeln habt ihr denn? Zu viele Regeln sind kontraproduktiv. Konzentriere dich auf die Dinge, die wichtig sind.

- Tischmanieren

- #bitte und #danke, Guten Tag und Auf Wiedersehen
- Zähneputzen
- nicht zu viel Fernsehen
- nicht zu viel Naschen
- draußen nicht wegrennen
- an der Straße nach links und rechts sehen

und bei uns gibts noch:
Wir springen nicht von den Schränken.

Gruß Marion

Beitrag von lisasimpson - 27.10.11 - 10:14 Uhr

"Sie werden hier im reinsten Paradies leben, hätt ich mir als Kind bestimmt auch gewünscht."

das problem an solche naussagen ist, daß du nicht deinen Kindern wünsche erfüllst, sondern DEINE nicht befriedigenden kinlichen Wünsche und dafür die rekation erwartest, die es in DIR als Kind ausgelöst hat.
das wird euch dauerhaft unzufireden machen, enn deine kinder werden niemals diesen erwartungen entsprechen und du wirst dir durch sie nicht eine neue kindheit schaffen können

ganz offenbar würde euch eine erziehungsberatung gut tun- jemand, mit dem du dich mal intensiv auseinander setzen kannst, was deine wünsche, hoffnungen, ängste in bezug auf deine kinder angeht (und vielleicht auch in Bezug auf deine eigne kindheit?)

Beitrag von coolcaty - 28.10.11 - 10:51 Uhr

Nun mach aber mal nen Punkt, ich wünsch meinen Kindern dieses Leben hier von ganzen Herzen.
Ich hab mir das hier nicht aussuchen können wo ich rein heiratet, hät ich meinem Mann sagen sollen. Nee laß mal, ich lieb dich zwar, aber ich kann hier nicht leben, weil ich dieses Leben meinen späteren Kindern hier nicht gönne, sie sollen in so einem Paradies nicht aufwachsen.
Wie blöd ist das denn?
Ich weiß was ich hier leisten muß damit dieses Grundstück so aussieht wie es aussieht und da bekomm ich selten Hilfe, nur wenn ausdrücklich darum bitte. AUch jetzt wo ich schon ne schöne Kugel bin werd ich meinem Kind hier das Leben so angenehm wie möglich machen, ob er es nun versteht oder nicht.
Hier muß keiner der Kinder aufpassen ob ein AUto vorbeigerasst kommt, hier können sie auf die Bäume und untendrunter kriechen, in Pfützen springen, im Stall im Mist rumwühlen, sich im Heu rumwälzen, durch die Wälder laufen u.u.u.
Aber die Betonung liegt auf KÖNNTE, ich halt niemanden davon ab.

Ich hatte eine schöne Kindheit glaub mir das, ich bin nicht in der "Wildnis" aufgewachsen sondern in der Stadt, aber das ist ja nichts schlechtes.
Ich mußte deswegen auch auf nix verzichten auch nicht weil ich im OSTEN groß geworden bin, bei uns war s auch schön und wir sind mit dem ausgekommen was wir hatten ohne das ich mit LEGO und der Gleichen durch die MEdien überrannt worden bin.

Ich bin meinen Eltern sehr dankbar dafür das aus mir so ein selbstständiges erwachsenes "Mädchen" geworden ist.

Beitrag von barbomber85 - 26.10.11 - 20:53 Uhr

Also nachdem du jetzt ja schon genug Vorwürfe bekommen hast, warum du dich so anstellst, versuche ich dir jetzt mal einen Rat zu geben ;-)
Ich denke 1. mit der Erzieherin zu sprechen ist eine sehr gute Idee. Auch wenn er im KiGa anders ist als zu Hause, kann sie dir auf jeden Fall Tipps geben.
2. solltest du auf sein Verhalten reagieren und es nicht ignorieren denn dann wird er nur noch weiter machen. Er sucht Aufmerksamkeit, er merkt es verändert sich was (Baby). Natürlich tut es weh wenn er solche schlimmen Dinge sagt, aber er meint es nicht so, er versteht es ja nicht mal wirklich. Erkläre es ihm jedes Mal wieder, auch wenn es nervig und anstrengend sein wird, auch wenn du das Gefühl hast er hört nicht zu etc.

3. Richtet euch eine spezielle Mama-Sohn-Zeit oder natürlich auch eine für Papa ein. Da könnt ihr ganz in Ruhe ein Buch übers Geschwisterkriegen lesen, oder vom Tag im KiGa erzählen oder was er sich eben wünscht. Eine Zeit NUR für ihn.
Das mit dem Essen und Trinken würde ich allerdings nicht machen. Er kann sich selber trinken holen und muss sich an gewisse Regeln zum Essen natürlich halten. Das wird warscheinlich erst mal eine schwierige Zeit, aber wie man so schön sagt "Da müsst ihr durch". Das ist ne Phase und glaub mir, sie geht vorbei.

4. Ich kenne dein Kind nicht, eigentlich ist 3 noch ein bisschen jung für ein Belohnungssystem aber vll könnt ihr es versuchen. Wenn er an einem Tag keine Schimpfwörter gesagt hat, bekommt er einen Smiley oder sowas auf ein Plakat und bei 3 Smileys gibt es eine KLEINE Belohnung. Aber wie gesagt dass ist eigentlich was für ältere Kids.

Er testet seine Grenzen aus, bleibt stark, es geht vorbei.
Viel Kraft und liebe Grüße!
#winke

Beitrag von coolcaty - 28.10.11 - 10:36 Uhr

Hallo

erstmal danke für deine Worte, es stimmt, jeder hackt auf einem rum.

Wir haben so ein System.

Sonne Wolke Blitz - fang ich mal hinten an. Schreit er denn ganzen Tag rum, haut und beißt etc dann bekommt er einen Blitz in den Kalender und ein Spielzeug verschwindet, wenn er es wieder haben möchte muß er sich anstrengen und 2 Sonnen hintereinander haben. Leider klappt das nie 2 Tage lang, zwischendurch gibts viele Wolken, und mittlerweile interessiert es ihn auch nicht das Spielzeug fehlt, der Weihnnachtsmann bringt ja neues. Nach denk er das jedenfalls. Eigentlich will ich das durchziehen und wenn der Weihnachtsmann dann bei uns im Wohnzimmer steht und mein Sohn das 1. GEschenk auspackt wird da drin eine KOhle liegen.
Da wird er brüllen wie am Spieß und alle anderen werden den Kopf schütteln aber soll mir doch egal sein. Vielleicht bringt das was.

AUf diesen Text gibt es sicherlich auch sehr viele Reaktionen, aber noch viele Belohnungen bekommen das find ich nicht richtig.