Trennung wie weiter mit dem Haus

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von sweety2006 - 28.10.11 - 10:46 Uhr

Hallo zusammen

Ich und mein Mann haben uns vor 1 1/2 Monaten getrennt. Zur Zeit wohnt er im UG und ich sehe ihn sehr oft und wir geraten dann meistens aneinander. Wir haben drei Kinder im Altern von 3, 4 1/2 und 6 Jahren. Wir wohnen zusammen in einem Haus, dass meinem Mann gehört, da wir vor der Ehe dort eingezogen sind und er es auf seinen Namen erworben bzw. gebaut hat.

Da wir zur Zeit immer mehr aneinander geraten und dass auch vor den Kindern ist eine räumliche Trennung unumgänglich. Er möchte natürlich gerne im Haus bleiben, da es sein Haus ist. Er wollte sogar vorschlagen, dass er zu Hause bleibt und ich mir eine 100% Stelle suche. Doch dies kommt in vielerlei Hinsicht für mich nicht in Frage. Ich arbeite zur Zeit 20% und ich werde bestimmt, wenn alles geregelt ist, noch mehr arbeiten gehen und mir für die Kinder eine Tagesmutter suchen.

Zu erwähnen ist auch noch, dass ich in der Schweiz wohne.

Ich gedenke aus dem Haus auszuziehen und das mit den Kindern. Ich hänge nicht sehr an dem Haus, ich würde einfach dort bleiben wegen den Kindern. Sie haben halt ihre Freunde in der Umgebung. Ich wollte Euch eigentlich nur fragen, wie ihr das seht. Stimmt es, dass mein Mann anrecht auf eine grosse Wohnung hat, dass er die Kinder zu sich nehmen kann? Eine 4 1/2 Zimmer Wohnung zum Beispiel. Ich würde allenfalls auch in eine 4 1/2 Zimmer Wohnung ziehen. Ich habe soeben in der Nähe eine bezahlbare Wohnung gesehen. Ich könnte dort nochmals neu starten ohne Erinnerung und mit weniger Aufwand. Das Haus gibt ja auch Arbeit und wenn mein Mann nicht mehr zu Hause wäre, dann müsste ich den Garten und alles alleine erledigen. Ufffff. Er hat mir auch gesagt, dass ich ihm das Haus jetzt wegnehmen möchte. Ich möchte solche Sachen einfach nicht hören. Er soll sein Haus behalten und ich beginne nochmals neu mit den Kindern. Leider haben wir erst in ca. vier Wochen einen Termin bei der Trennungsberatung. Muss ich jetzt so lange warten und die Wohnung ist dannn weg?

Danke für Eure Hilfe.

Sweety2006

Beitrag von lichtchen67 - 28.10.11 - 11:12 Uhr

Was meinst Du genau mit Anrecht auf eine Wohnung?

Wer soll Dich denn zwingen zu warten? Warum ziehst Du nicht mit den Kindern in die Wohnung, die Du gefunden hast?

Lichtchen

Beitrag von sweety2006 - 28.10.11 - 11:19 Uhr

Hallo Lichtchen

Es geht auch um das finanzielle. Ich habe keine Ahnung was mir zusteht. Ich möchte einfach Nichts unüberlegtes tun. Nicht dass ich danach denke, ich hätte es besser nicht gemacht. Aus diesem und jenem Grund. Ich verdiene ja nur einen kleinen Bruchteil zu unserem Verdienst dazu. Ich kann mir die Wohnung ohne seine Hilfe ja gar nicht leisten.

Sweety2006

Beitrag von lichtchen67 - 28.10.11 - 11:42 Uhr

Achso.... ja da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.... und bei Schweizer Recht schon gleich gar nicht.

Vielleicht ist es dann doch am Besten den Beratungstermin abzuwarten.

Ich habe mit meinem Mann das finanzielle selber geregelt bei unserer Trennung, wir haben uns zusammen gesetzt, ausgerechnet was reinkommt, ausgerechnet was rausgeht, die Summe X die überblieb haben wir für uns gerecht aufgeteilt. Somit wusste dann jeder von uns, wer was für eine Wohnung zur Verfügung hat.

Lichtchen

Beitrag von coppeliaa - 28.10.11 - 11:36 Uhr

du bist nach schweizer recht verheiratet? ich fürchte da werden sich hier nicht besonders viele mit den rechtlichen dingen auskennen!

vielleicht hilft dir dieser link?

http://www.kubach-ebner-und-teichert.de/publikationen/scheidungssrecht-scheidungsfolgenrecht-schweiz.html

hast du mit deinem mann wegen der finanziellen dinge schon geredet?

wenn du bei der wohnung ein echtes schnäppchen gefunden hast, warum nicht, immer vorausgesetzt(!) dass du sie bezahlen kannst (uu mit hilfe deines mannes) und dass ihr euch wegen der trennung sicher seid.

alles gute!

co

Beitrag von starshine - 28.10.11 - 13:50 Uhr

Doch, auch Schweizerinnen tummeln sich hier. Du kannst sofort umziehen, solltest jedoch das Finanzielle mit Deinem Mann vorher klären. z.B. zahlt er die Miete für die neue Wohnung? 50% der Möbel gehören Dir etc.pp.

Ich denke aber nicht, dass er Dich so sang- und klanglos mit den Kindern wird ziehen lassen!

Ihr solltet Euch Gedanken über das Betreuungsmodell machen: wollt Ihr Euch die Betreuung z.B. 50/50 teilen (Wechselmodell)? Sollte der Vater sich an der Kinderbetreuung beteiligen wollen, kannst Du Dir nicht einfach eine Tagesmutter nehmen!

Auch in der Schweiz "gehören" die Kinder nicht einfach so der Mutter!

Was wollen denn Eure Kinder? Wenn die lieber im Haus bei Papi bleiben wollen, dann hast Du schlechte Karten!!!! Auf keinen Fall davon reden, dass Du mehr arbeiten willst!!!!! Je mehr Du arbeitest, desto grössere Chancen hat er auf die Kinder!!! Wenn er sich das leisten kann, seine Arbeitszeit zu reduzieren z.B. und die Kinder gerne im Haus bleiben würden, dann kann es für die Kinder durchaus besser sein bei ihm im Haus zu bleiben!

Also stell mal Deine Wünsche gaaaanz schnell hinten an und frage Dich erst einmal, was das Beste für die Kinder ist! Ihr seid beide Eltern und habt die gleichen Rechte!

Ich empfehle Dir umgehend den Gang zum Anwalt oder nimm die kostenlose Rechtsberatung Deiner Gemeinde ich Anspruch (normalerweise samstags per Telefon, diese Auskunft kriegst Du bei der Gemeindeverwaltung).

Beitrag von sweety2006 - 28.10.11 - 15:47 Uhr

Hallo

Danke für die ausführliche Antwort. Ich werde mir deine Tipps gerne zu Herzen nehmen und eine Beratungsstelle aufsuchen. Ist zur Zeit einfach sehr schwierig.

Mein Mann kann leider beim jetzigen Arbeitgeber nicht reduzieren. Entweder 100% oder gar nicht. Und er verdient sowieso mehr als ich, da er vom Arbeitgeben sehr unterstüzt wird. Würde er eine andere Stelle suchen, sehe es schon anders aus. Ich war jetzt sechs Jahre nur zu 20% angestellt und habe leider keine Weiterbildung machen können und denke, das ich sicherlich weniger verdienen würde. Die Kinder wissen auch nicht so recht was sie möchten. Sie möchten einfach, dass es so bleibt.

Und jetzt.

Grüessli

Sweety2006