Hallo zusammen,
ich setze den Beitrag 'mal in das Jugendlichen-Forum, weil es hier um meinen recht jugendlichen Sohn geht
.
Folgendes Problem:
Mein Sohn (15) hat seit Mai d.J. Roller-Führerschein plus passendem Gefährt.
Am letzen WE traf er sich mit mehreren Freunden bei einem der Jungen zu Hause.
Irgendwann kam dann einer der Jungen auf die tolle Idee, sich den Schlüssel des Rollers zu schnappen, noch einen Freund dazu und eine kleine Spritztour zu unternehmen.
Es kam wie es kommen mußte - Roller wurde in einen Zaun gesetzt, Jungs - Gott sei Dank - nicht verletzt, aber Roller Totalschaden (ca. 800 €).
Die ganze Angelegenheit wurde erst mal verschwiegen, bis Sohnemann am nächsten Morgen die Bescherung sah und dann entsprechende gebeichtet wurde.
Der Unfallverursacher ist ebenfalls 15 - hat keinen Führerschein und wohl recht strenge Eltern, wie sich jetzt herausstellt.
Der Junge soll selbst für den Schaden aufkommen, die Eltern geben ihm nichts dazu (erzieherische Maßnahme). Nun ist er durch seine Verwandschaft getingelt und die Eltern schätzen, daß er auf diesem Wege ca. 600 € zusammenbekommt, die restlichen 200 könne er ja bei uns - den Eltern - abstottern.
Bis dato hat nur mein Ex mit der Mutter telefoniert und nicht allzuviel zu diesem Vorschlag gesagt, ist aber jetzt der Meinung (und ich übrigens auch) daß es ja grundsätzlich ok ist, den Jungen selber für das Geld sorgen zu lassen, aber er ja eigentlich nur wenig mit der "Bestrafung" zu tun hat und das Geld in einer kompletten Summe für den defekten Roller erhalten möchte.
Man muß vielleicht noch erwähnen, daß die Eltern relativ begütert sind, den Jungen kenne ich und mag ihn auch und ich/wir wollen ihm auch nicht noch mehr Kummer antun (er war recht verzweifelt und den Tränen nahe), aber ich finde das Verhalten seiner Eltern irgendwie seltsam.
Jetzt hatte ich die Idee, die Eltern anzuschreiben - Inhalt ungefähr - Ihr Sohn hat am..den Roller von...geschädigt, genaue Kostenaufstellung siehe Anlage. Bitte zahlen Sie die Summe X bis zum...
Wäre das ok? Oder was würdet ihr tun?
Die zwei Jungs untereinander bekommen die Sache nicht geregelt, das ist zur Zeit ein ständiges Hin- und Her - ohne richtige Lösung und Aussage.
Danke schön für Tipps und Tricks 
Malefizia
Roller des Sohnes von Freund kaputtgefahren
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Beitrag von malefizia - 28.10.11 - 17:53 Uhr
Beitrag von morjachka - 28.10.11 - 18:30 Uhr
Hallo!
Also mit 15 kann man jobben gehen...
Er sollte euch die 600 Euro schon mal geben. Den Rest könnten seine Eltern netterweise vorlegen, er kann sie ja dann bei ihnen abbezahlen oder auch nicht.
Ich schätze, ihr möchtet eurem Sohn einen neuen kaufen. Ist der Schrott weniger als 200 Euro wert? Normalerweise wird er ja bei Neukauf mitverrechnet. Dann wäre das Problem ja gelöst.
Beitrag von malefizia - 28.10.11 - 19:11 Uhr
Hallo,
ja jobben geht er jetzt wohl auch noch. Es geht mir gar nicht so sehr um ihn, der gibt sich echt Mühe und war lt. Sohnemann schon sehr verzweifelt.
Ich finde es nur nicht ganz koscher, daß die Eltern uns vorgeschlagen haben, er könne den Rest bei uns abstottern.
Soll er doch bei den Eltern abstottern.
Einen neuen nicht. Aber der Roller-Mann hat einen für 900 € angeboten. Für den Schrott würde er noch 100 € zum Ausschlachten geben. Also 800 €. Reparatur lohnt nicht mehr, Rahmen verzogen, Gabel kaputt.. Die müssen mit einer ziemlichen Wucht in den Zaun gefahren sein.
Ich stelle mir nur folgendes Szenario vor: Sohn schrappt aus jugendlichem Leichtsinn den Porsche der Eltern an. Schaden 2000 €.. Wir wollen - weil Strafe muß sein - nichts bezahlen.
Sohn bettelt 1500 € zusammen, die restlichen 500 € will er abstottern bei den Besitzern. Ich glaube, bei dem Vorschlag würde jeder ein bißchen schräg aus der Wäsche gucken.
Beitrag von morjachka - 28.10.11 - 22:59 Uhr
"Ich finde es nur nicht ganz koscher, daß die Eltern uns vorgeschlagen haben, er könne den Rest bei uns abstottern.
Soll er doch bei den Eltern abstottern."
Eben! Die Eltern sollten euch den restlichen Betrag geben, ob sie ihn dann vom eigenen Sohn zurückverlangen oder nicht, ist ihre Sache. Meiner Meinung nach sind 600 Euro Lehrgeld genug, die Eltern sind ja nich gerade arm.
Beitrag von malefizia - 29.10.11 - 00:50 Uhr
Finde ich auch...Beide selbständig, Arzt, Marketing..Bekannt in unserer kleinen Stadt als relativ finanziell gut gestellt.
Der Junge wird lange daran knapsen, aber mein Sohn nebst mir und seinem Vater hat nicht mal eben 800 Euro übrig.
Danke und gute Nacht.
Malefizia
Beitrag von sassi31 - 31.10.11 - 01:27 Uhr
Du weißt aber schon, dass die Eltern nicht verantwortlich sind für den Schaden, den ihr Sohn verursacht hat?
Das heißt aber nun nicht, dass ich euren Standpunkt nicht nachvollziehen kann.
Beitrag von minusl - 09.11.11 - 17:10 Uhr
Hallo
Das ist eine schwierige Sache, verstehe ich das Richtig das der Freund Deines Sohnes keinen Führerschein für den Roller hat.??
Wenn nein dann hätte Dein Sohn ihn nicht fahren lassen duerfen,meiner Meinung nach.
Mein Sohn hat mal nen fremden Roller kaputt gefahren. Das hat die Teilkasko übernommen. Kostet zwar etwas mehr als nur Haftplicht ist aber sinnvoll in meinen Augen.
Beitrag von malefizia - 09.11.11 - 17:15 Uhr
Hallo,
Führerschein ist hier nicht notwendig, nennt sich Prüfbescheinigung.
Niko hat ihn nicht fahren lassen, der Roller wurde sozusagen "ausgeliehen" ohne sein Wissen.
Ich befürchte, hier wird keine Versicherung zahlen. Es wurde ja ein anderer PKW beschädigt, Fahrerflucht begangen, da geht man wahrscheinlich von grober Fahrlässigkeit aus.
Wer die Schäden bezahlt ist mir aber wurscht.
Grüße
M
Beitrag von nick71 - 28.10.11 - 18:57 Uhr
"Jetzt hatte ich die Idee, die Eltern anzuschreiben - Inhalt ungefähr - Ihr Sohn hat am..den Roller von...geschädigt, genaue Kostenaufstellung siehe Anlage. Bitte zahlen Sie die Summe X bis zum..."
Ich würde es zunächst mal mit reden versuchen...es käme mir überzogen vor, ohne weiteres einen Brief solchen Inhalts zu schreiben. Sollten die Eltern des Jungen sich nicht gesprächsbereit zeigen bzw. deine Forderung abschmettern, kannst du es immer noch auf dem schriftlichen Weg machen - und dann vielleicht besser gleich über einen Anwalt.
Beitrag von malefizia - 28.10.11 - 19:15 Uhr
Telefongespräch wurde ja schon geführt, allerdings nicht von mir.
War wohl recht schwammig..Nö wir zahlen nicht, wenn es nicht so klappt, evtl. noch einmal telefonieren. Rechtlich gesehen sind die Eltern doch (noch) verantwortlich, oder?
Mein eigentliches Problem ist, daß ich in der Vergangenheit immer recht gutmütig bei solchen Sachen war, gedankt wurde es nicht gerade. Meistens hab ich dann blöd aus der Wäsche geguckt.
Ich will ja auch nicht die Freundschaft der 2 Jungen stören.
So etwas kann passieren, gerade bei ab und an durchgeknallten Teenagern. Nur finde ich, machen es sich die Eltern zu einfach.
Hm...also werde ich erst noch einmal das Gespräch via Telefon suchen.
Danke..für die Antworten
Malefizia
Beitrag von sassi31 - 31.10.11 - 01:31 Uhr
http://dejure.org/gesetze/BGB/832.html
Ich glaube nicht, dass man einen 15-Jährigen permanent beaufsichtigen muss und den Eltern nun Fahrlässigkeit nachweisen kann.
Beitrag von alpenbaby711 - 28.10.11 - 20:30 Uhr
Sicherlich hätte ich bei einem Schaden auch das Geld gerne in einem. ABer der Junge hat doch schon was getan damit er schnellst möglichst bezahlen kann. Gut die 600 zusammen zu betteln finde ich etwas gemischt weil er sollte selbst dafür gerade stehen und es nicht von anderen Leuten geschenkt kriegen. Da lernt er nichts draus wenn ers nicht selbst hinlegen muß. ABer gut das müssen die unter sich regeln. Fakt ist du hast erstmal den großen Teil des Geldes und die 200 kommen doch auch noch ( davon geh ich jetzt mal aus) und dann würde ich ihm diese Chance auch lassen. Er steht ja offensichtlich dafür gerade. Auch wenn ich das geplärre von ihm nicht verstehe wenn man doch vorher weiß das man mit seinem Ar... nichts auf einem Roller ohne Schein verloren hat.
Ela
Beitrag von malefizia - 29.10.11 - 00:57 Uhr
Ich hätte nicht nur gerne. Wir wollen das so.
800 Euro sind für mich relativ viel Geld. Die Eltern hätten es sicherlich. Ich finde das auch zuviel, daß ein 15 jähriger sich das mal eben zusammenbetteln soll. Wo ist da der erzieherische Effekt?
Aber warum sollen wir auf einen Teil der Summe verzichten? Die Eltern sind doch noch verantwortlich für ihren Sohn.
Ich würde umgekehrt nie auf den Gedanken kommen ,wenn mein Sohn mal Mist bauen sollte. Das sollte man in der Familie regeln.
Daß der Junge jetzt unglücklich ist und rumjammert kann ich nachvollziehen, der ist schließlich erst 15 Jahre alt. Auch noch Kind. Ich will dem ja auch gar nichts. Aber die Eltern sind mir relativ egal.
Und ich wette, das wäre im umgekehrten Falle ebenfalls so.
Beitrag von alpenbaby711 - 29.10.11 - 07:45 Uhr
In einem Punkt haste ich wohl falsch verstanden. Ihr sollt ja gar nicht auf einen Teil der Summe verzichten! Ich meinte damit nur wenn er 600 jetzt hat, dann nehmt sie und der Rest kommt ja auch oder hieß es, das er die nicht zahlt?
Die Eltern wären mir stellenweise ja auch wurscht vom Jungen und das er jammert wenn er die Realität kennt ist mir klar. Aber hätte er sein Hirn eingeschalten wäre sowas nicht passiert. DAs die Eltern Geld haben Ok dann könnten sie helfen, aber andererseits wollen sie ihm damit vielleicht auch ne Lehre erteilen. Du schreibst ja selbst auch wo der erzieherische GEdanke ist wenn er sich das Geld zusammen betteln kann statt eben dafür gerade zu stehen. Das denken sich vielleicht auch die Eltern in dem sie IHN machen lassen und sich selbst raushalten wollen.
Sicherlich würde mich das auch nerven, wenn ich an deiner Stelle wäre. So gesehen versteh ich dich auch.
Ela
Beitrag von malefizia - 29.10.11 - 17:44 Uhr
Nun ja..bis jetzt ist kein Geld geflossen.
Und für 600 € gibt es nun mal keine Reparatur. Soll ich jetzt mit dem Jungen einen Ratenzahlungsvertrag über die restliche Summe vereinbaren?
Die ganze Sache ist jetzt eine gute Woche her und bis jetzt keine akzeptable Lösung in Sicht.
Ich habe heute versucht auf diversen Nummern die Mutter zu erreichen. Nüscht...Rückrufbitte bis jetzt auch erfolglos. Jetzt werde ich langsam aber sicher sauer. Mir wäre es hochnotpeinlich, wenn Sohnemann so einen Mist gebaut hätte und ich würde jetzt auf Tauchstation gehen.
Ich befürchte, ich muß dann doch ein offizielles Schreiben mit Zahlungsaufforderung und Fristsetzung aufsetzen.
Finde ich auch doof.
Grüße
Malefizia
Beitrag von alpenbaby711 - 29.10.11 - 19:41 Uhr
Ok, wenn bis jetzt noch kein Geld geflossen ist sieht die Lage natürlich anders aus. Ich bin jetzt einfach mal von der Tatsache ausgegangen 600 kriegst du! Den Rest, also die übrigen 200 kriegst du auch noch, nur in Raten. Dann hätte ich die 600 akzeptiert, die 200 vorgestreckt. Aber eben nur unter der Prämisse das die restlichen 200 wirklich nach und nach bei dir ankommen. Wenn das jetzt so ein Gschiss schon ist dann würde ich auch nicht mehr lange fackeln. Schließlich soll man für seine SCheiße auch gerade stehen wenn man sie baut.
Ela
Beitrag von malefizia - 29.10.11 - 19:56 Uhr
Nö ist es nicht.
Die Mutter hat zurückgerufen und wie ich befürchtet habe, ein recht unangenehmes Gespräch.
Der Verursacher ist übrigesn schon 17 Jahre alt.
Ungefähr 5 mal fiel das Wort "Anwalt"..natürlich befreundet, der das total supi findet, daß ein 17jähriger das selber abbezahlen will. ca. 7 mal das Wort "Gutachter" weil der Schaden wohl als zu hoch eingestuft wird.
Und "dummerweise" ist der Vater des Jungen ein Experte auf dem Gebiet Rollerschäden..
Sprich die Dame vermutet, wir wollten sie "abzocken". Am nächsten Do wird der Junge nebst Vater den Roller-Laden aufsuchen und sich vergewissern, daß wirlich soviel defekt ist.
Bei diesem Termin werde ich natürlich ebenfalls anwesend sein.
Ebenfalls wurde durch die Blume mitgeteilt, daß mein Sohn, ja dem ihrem "erlaubt" hat, den Roller zu fahren, der Zaun ist ja gar nicht beeinträchtigt und es ja sehr seltsam wäre, daß z.B. der Rahmen so verzogen.
Jetzt bin ich auf 180...
Ich bin sicherlich nicht der Typ, der jemand "abzocken" will, wir möchten einfach nur den Schaden sehr zeitnah ersetzt bekommen.
Also..selber einen Anwalt einschalten? Ist ein 17jähriger voll verantworlich für Schäden, die er verursacht hat? Doch Anzeige erstatten?
Gott bin ich gerade sauer..
Beitrag von alpenbaby711 - 29.10.11 - 20:15 Uhr
Also ehrlich bei sowas würde ich auch platzen. Der Kerl ist schon 17 und weiß somit deutlich besser welchen Scheiß er gemacht hat. Jetzt auch noch feige sein. Oder Mama regt sich auf das jemand ihrem Bubi an die Wäsche will. Na ja hätte sie ihrem Bubi mal Anstand beigebracht.......
Fakt ist soll sie doch ihrem Super Anwalt sagen das ihr Bub zahlt. Das wäre ja auch für dich gut WENN ER ZAHLEN WÜRDE: Nur sollst du das Geld jetzt auslegen und dann ewig warten bis was kommt. Das kann es schließlich auch nicht sein.
Finde ich gut das du bei dem Termin im Roller-Laden dabei bist sonst erzählt die dir hinterher noch nen Ast vom sonst was....
Na ja ob dein Sohn ihm erlaubt hat zu fahren ist eher irrelevant denn der andere hat den Schaden verursacht das ist ja wohl nicht zu ändern.
Ela
Beitrag von malefizia - 29.10.11 - 20:59 Uhr
Ich bin eigentlich nur deswegen so sauer, weil ich weder den Eltern etwa will, noch dem Sohn.
Ich bin mir bewußt, daß man in diesem Alter ab und an völlig blödsinnig Dinge macht, die augenscheinlich ganz lustig und spannend klingen, aber im nachhinein völlig in die Hose gehen können. Dahinter steckt ja keine Bösartigkeit.
Nur zur Zeit ist es so, daß keine Anzahlung vorhanden und alles andere in den Sternen steht.
Nun ja..bzgl. Erlaubnis zu fahren..das wäre schon fatal, aber Niko hat mir geschworen, daß er den Schlüssel einfach so genommen hat und er hat auch Zeugen dafür.
Seufz...Teenager...
Wir schauen mal, was dabei 'rumkommt.
Eine gute Nacht später
Malefzia
Beitrag von alpenbaby711 - 29.10.11 - 21:03 Uhr
<Na dann drück ich dir mal feste die daumen das, das ganze noch ohne weiteren Extra-Ärger über die Bühne geht.
Ela
Beitrag von telefon.mann - 30.10.11 - 06:39 Uhr
Hi,
I.d.R. heisst es doch "Eltern haften für ihre Kinder". Wenn der 17-jährige Sünder noch bei seinen Eltern wohnt und die Eltern - was eigentlich Usus ist - eine Haftpfllichtversicherung haben, sind in dieser Versicherung die Kinder und Schäden, die diese anrichten - bei männlichen Jugendlichen ja nicht soooo etwas ungewöhnliches - mit abgedeckt. (War jedenfalls zu meiner Zeit so wenn ich oder mein Bruder was zerdeppert haben).
Insofern machen es sich die Eltern dieses Burschen sehr leicht. Wollen erstens nicht bezahlen und zweitens haben sie sich der Aufgabe einer adäquaten Bestrafung (100 Stockschläge, in Keller sperren, 1 Jahr Handyverbot o.ä.) auch noch gleich mitentledigt.
Die Freundschaft der Kinder soll sicher nicht leiden und ein Schadensgutachten zu bekommen ist legitim (macht die Versicherung meistens ohnehin) aber noch rumzuzicken obwohl der eigene Sprössling sich ganz offensichtlich nicht sehr "regelkonform" verhalten hat und man sich derart verantwortungslos als Eltern aus der Affaire steheln will, ist schon recht dickfellig. Das sollte eigentlich "lautloser" ablaufen.
Zumal der Schadensersatz ja noch keine Strafe ist - unabhängig davon was das für eine Strafe sein soll - sondern lediglich die Wiederherstellung des Status Quo.
Wenn Du oder Dein Ex-Partner eine Rechtsschutzversicherung haben, würde ich mir über die eine Beratung beim Anwalt gönnen. Schließlich haben die ja in dem Telefonat zu erst den Knüppel aud dem Sack geholt und von Anwalt gesprochen. Ich weiß, das will man eigentlich nicht. Zuviel Zinnober und Plackerei. Aber manchmal doch hilfreich.
Diese Eltern mögen ja begütert sein, was sich gehört und was nicht, da haben sie augenscheinlich Defizite.
Beitrag von hedda.gabler - 30.10.11 - 11:16 Uhr
Hallo.
>>> I.d.R. heisst es doch "Eltern haften für ihre Kinder".<<<
Und in der Regel ist das ein weit verbreiteter Rechtsirrtum.
LG
Beitrag von malefizia - 30.10.11 - 12:19 Uhr
Nun ja..der Junge ist halt schon 17. Bzgl. Strafmündigkeit ist alles sehr schwammig, was ich über das www herausfinden wollte.
Er muß sich der Hirnrissigkeit seiner Tat bewußt sein. Wird er an diesem Abend wohl nicht, ich bwz. wir vermuten mal ganz stark, daß auch ein bis 2 Bier im Spiel gewesen sind. Aber das ist ja jetzt irrelevant.
Noch mal..wir wollen dem Jungen nix, anscheindend ist es ja normal, daß jugendliche männliche Heranwachsende viel Mist bauen. Kann passieren, Shit happens.
Was mich halt sauer macht, daß die Eltern sich völlig aus der Verantwortung ziehen.
Am meisten hat mich der Satz geärgert "dummerweise kennt sich mein Ex-Mann mit Rollern sehr gut aus"..wieso dummerweise? Das zielt darauf ab, wir wollten den armen Jungen mehr Geld aus der Tasche ziehen, als nötig. Superblödeweise kennt sich aber auch mein Ex mit Rollern ganz gut aus, drum werden wir natürlich bei dem Termin am Do dabei sein.
Die Versicherung der Eltern wird wohl nicht zahlen (denke ich mal) Letzendlich handelt es sich bei diesem blöder Aktion ja auch um Diebstahl (Sohnemann hat geschworen, er hätte ihm nicht den Schlüssel gegeben, sondern der wurde einfach "genommen" - das wurde aber von der Mutter auch anders dargestellt.
Leider haben weder ich noch mein Ex eine Rechtsschutzversicherung. Aaaber ich habe in meinem weiteren Bekanntenkreis auch Anwälte, evtl. hilft auch der ADAC, nichtsdestotrotz werde ich dann wohl mal freundlich in einem Nebensatz erwähnen, daß wir so lieb und nett sind, von einer Anzeige Abstand zu nehmen.
Wenn wir das nämlich machen würde, könnte der Teenie mit seinem Auto-Führerschein echte Probleme bekommen.
Ach alles Mist..Wir möchten ja nur den Schaden ersetzt bekommen und zwar zeitnah.
Aber hier zeigt sich mal wieder..Viel Geld zu haben bedeutet nicht unbedingt viel Charakter zu haben.
Ich bin einfach enttäuscht und will meine Zeit nicht mit so einem Murks vergeuden.
Beitrag von telefon.mann - 30.10.11 - 15:04 Uhr
Ist schon klar, dem Buben wollt ihr nichts.
Wie ich schon geschrieben habe, es wären in dem Fall auch die Eltern, die ungeachtet, dass IHR Sprössling hier wohl Mist gebaut hat, auch noch eine dicke Lippe riskieren, die mich doch etwas ungehalten machen würden.
Wie auch immer, wenn der Mann sich so gut mit Rollern auskennt, und tatsächlich meinen würde, dass der Schaden eventuell nicht den entspricht, was der Verkäufer angedacht hat, kann er dies ja sicherlich eben diesem Verkäufer mitteilen.
Normalerweise greift hier die Familienhaftpflicht, die sich eigentlich auf alle im Haushalt lebenden Familienmitglieder erstreckt. Die Versicherungen schicken dann jemanden, der den Schaden begutachtet. Somit ist das reichhaltige Wissen des Vaters des Jungen um motorisierte Roller nicht notwendig.
Deswegen, FALLS eine Haftpflicht vorhanden ist, ist mir das ganze Gehabe der Eltern unerklärlich.
Eine Strafanzeige wegen "Diebstahl" würde den Jungen direkt treffen. Das müsst ihr wissen. Die Eltern sind dann heranzuziehen, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Auch schwierig.
Ich halte den Vorschlag am besten, den Kostenvoranschlag des Verkäufers bei den Eltern einzureichen und auf Erledigung binnen 14 Tagen hinzuweisen. Eine Mahnung/Erinnerung noch hinterher falls das nicht wirkt. Und dann, sorry, Anzeige erstatten. Weil viel mehr bleibt da nicht und die "Gesprächsbereitschaft" und "Gesprächsführung" der Mutter lässt ja eher eine, wie ich sagte, gewisse Dickfelligkeit erahnen.
Ich würde anders reagieren wenn mehr Diplomatie auf der anderen Seite vorhanden wäre. Aber gleich mit versteckten oder offensichtlichen Drohgebärden anzufangen, ist kein tolerierbarer Weg.
Dass man angefressen wegen so etwas, kann ich sehr gut verstehen. Gebrauchen kann man dergleichen nie.
Beitrag von malefizia - 30.10.11 - 15:46 Uhr
Nö, wollen wir nicht, hätte uns als Eltern ja genauso passieren können. Ich habe nämlich auch keinen Engel zur Welt gebracht
.
So soll es auch sein, und meinetwegen können die auch eine ganze Horde von Gutachtern anschleppen. Was ich nachvollziehen kann, ist die Verwunderung der Frau Mama, daß ein Roller, der vor einem halben Jahr 800 € gekostet hat, jetzt immer noch dieselbe Summe kostet. Aber das kann man ja vor Ort klären. Sicherlich will ja auch der Händler etwas verdienen und ist bei Angabe der Reparaturkosten evtl. etwa über die Stränge geschlagen.
Haftpflicht ist vorhanden. Danach habe ich gefragt, die soll aber erst (und auch nur evtl. ) später informiert werden. Verstehe ich auch nicht so richtig. Vielleicht zahlt die in einem solchen Fall nicht?? Fahren ohne Führerschein und dann noch mit einer anderen Person? Keine Ahnung. Die wollen ihren Sohn halt bluten sehen (nur im übertragenen Sinne).
Bzgl. Anzeige, muß nun wirklich nicht sein, aber könnte ich ja in einem Nebensatz erwähnen..nur mal so und wie nett wir nebst Sohn sind, daß wir das nicht machen.
Ich war freundlich in dem Telefongespräch und wurde dann halt immer "angepisster", weil so nett versteckt gedroht wurde.
Ich wäre im umgekehrten Falle etwas kleinlauter gewesen, aber nun ja.
Ich hab mich ja schon wieder beruhigt und hoffe mal, alles wird gut.
