hallo liebe urbianerInnen!
ich habe lang überlegt, ob ich hier schreiben soll, aber es erscheint mir die einzige möglichkeit, meine gedanken zu ordnen, und ich habe auch die hoffnung, dass ihr mir mit euren erfahrungen weiterhelfen könnt.
ich bin mit meinem mann 10 jahre zusammen, 6 verheiratet. wir haben 3 kinder (6,5 u.3) und hatten bisher eigentlich (darauf komme ich gleich zurück) ein sehr schönes eheleben. wir waren im grossen und ganzen die besten freunde, hatten ein wirklich erfülltes liebesleben, eine tolle familie.....
eigentlich - denn durchschnittlich 1-2x im jahr, wenn er irgendwas getrunken hat, was ihm gar nicht bekommen ist - ist er durchgedreht, was regelmässig beim rausschmiss aus dem haus - meistens im pyjama und ohne (auto-)schlüssel, bzw. kaputtgeschlagenen handys und computer geendet hat.
restliche zeit des jahres: perfekte harmonie
jetzt war laaaaaaaaang ruhe, nun hat es dienstag wieder begonnen - ich bin wieder mal rausgeflogen, weil ich es gewagt habe zu sagen, dass die kinder momentan einfach nicht sehr einfach "handzuhaben" sind.
nach sehr langem hin und hergrübeln beschloss ich, uns trotzdem nicht aufzugeben, habe aber auch kein geheimnis daraus gemacht, dass die sache noch nicht vom tisch ist.
so, und jetzt ist er mit seinen kollegen auf ein feierabendbier (haha), hat das auto daheim abgeliefert - was soviel heisst wie: es wird wieder eins drübergesoffen, und hat felsenfest versprochen, spät. um 7 zurück zu sein.
jetzt ist es bald 11:15.....
ich weiss einfach nicht mehr, was ich tun soll, ich wüsste nicht, wie ich meinen kindern eine trennung erklären soll, ich weiss nicht mal mehr, was ich denken und fühlen soll.....
bitte verzeiht diese ausschweifungen, aber es ist grad wirklich eine verzweifelte situation für mich und ich bin für jeden rat unendlich dankbar!
lg und gute nacht
nintschi12
Wie solls in Zukunft weitergehen? etwas lang....
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Beitrag von nintschi12 - 28.10.11 - 23:10 Uhr
Beitrag von zafala - 29.10.11 - 10:48 Uhr
habe ich das richtig verstanden, wenn er betrunken ist schmeißt er Dich aus dem Haus??
Und dann ist er allein sturzbetrunken und aggressiv mit euren drei Kleinkindern?
Die Situation ist doch nicht tragbar.
Wie ist er wenn er nüchtern ist?
Habt ihr da jemals ein klärendes Gespräch gehabt oder wird er dann auch aggressiv, wenn du ihn darauf ansprichst?
So bleiben kann die Situation auf keinen Fall!
Also ich würde das so nicht mitmachen.
Ich würde meinen Mann mindestens mal zur Rede stellen, mit ihm streiten.
Ihm nahelegen eine Therapie zu machen und wohl irgendwann auch verlangen, dass er keinen Alkohol trinkt, wenn er vor hat wieder nach Hause zu kommen!
Beitrag von alpenbaby711 - 29.10.11 - 11:14 Uhr
Sorry 1 bis 2 mal im Jahr mag ja nicht viel sein wenn er sonst normal ist. Aber so wie er sich dann aufführt überschreitet er gewaltig eine Grenze. Da wird es Zeit das du ihm eine Entscheidung abverlangst.
Ela
Beitrag von manavgat - 29.10.11 - 13:49 Uhr
Manche Frauen sind so blöd, dass es brummt.
Mich würde kein besoffener Kerl vor die Tür setzen, sondern er würde in so einem Fall Besuch von der Polizei bekommen und der Wohnugn verwiesen werden!
Aber jede, wie sie mag.
Gruß
Manavgat
Beitrag von freno - 29.10.11 - 20:43 Uhr
Hallo
Wie ist es denn ausgegangen gestern? Geh doch mal zur Familienberatung oder Drogenberatung.
Freno
Beitrag von nintschi12 - 29.10.11 - 22:25 Uhr
hallo freno!
danke der nachfrage...
eigentlich wars gestern noch recht gut, mein mann kam gg. halb 3 in der früh nach hause - wobei es uns zu gute kam, dass es mir total egal war, dh. ich auch nicht provokant stichelnd sondern resignierend reagiert habe.
wir hatten dann noch eine relativ lange und gute unterhaltung und zur zeit haben wir frieden geschlossen, was nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass das nicht das erste und sicher auch nicht das letzte mal war, dass die situation eskaliert ist.
der punkt ist, dass ich sehr wohl weiss, woher sein verhalten kommt - nämlich dass mein mann einen riesigen minderwertigkeitskomplex hat - ausgelöst von seinem elternhaus (live miterlebt), und einem riesendruck von seiten seines jobs. nur: ein mann und therapie: undenkbar!!! obwohl ICH denke, dass es der einzige weg ist, diese probleme auf lange sicht in den griff zu bekommen.
es ist nun mal so, dass man mit 3 kleinen kindern nicht mal so zur "ermahnung" und auf probe ausziehen kann, das wäre auch nicht richtig - und "leider" bin ich meinem mann gegenüber immer noch nicht gefühlslos -wie erwähnt haben wir im normalzustand eine tolle ehe und er ist ein sehr liebevoller vater.... wäre es nicht so würde mir die entscheidung sicherlich leichter fallen!
wie auch immer: vielen lieben dank für die nachfrage 
gute nacht wünsche ich dir und liebe grüsse
nina
Beitrag von freno - 29.10.11 - 23:20 Uhr
Hallo
Therapie ist gut, das hat meiner auch gemacht. Inclusive Auszeit. Und das war der Anfang vom Ende. Habe heute mit einer Nachbarin geredet und der ging esgenauso. Wobei unsere Männer sich nicht so toll um die Familie gekümmert haben wie deiner es tut.
Denke mal an Co-Abhängigkeit. Muss nicht nur auf Alkohol bezogen sein, sondern auch auf psychische Probleme.
Du als Ehepartner kannst ihm nicht helfen und ihm auch keine Tips geben. Die nimmt man oft nicht gerne an. Sowas muss jemand anderes machen. Ein guter Freund oder so. Vielleicht kannst du jemanden bitten dir zu helfen.
Gruß
Freno
