Nachbarn und spielende Kinder

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Beitrag von espirino - 29.10.11 - 11:03 Uhr

Hallo,

zu folgender Situation würde mich mal eure Meinung interessieren.

Wir wohnen in einem verkehrsberuhigten Bereich am Ende einer Sackgasse zu der nur ein paar Garagenbesitzer und die Anwohner müssen. Unser Haus ist das letzte in dieser Straße.

Optimal also, um unsere Kinder dort spielen zu lassen. Natürlich spielen sie dort auch Ball und leider kommt es von Zeit zu Zeit immer mal wieder vor, daß sich ein Ball in die Vorgärten der Anwohner (genauer gesagt zwei) verirrt. Bei einer Nachbarin dürfen wir ihn wieder rausholen, da ist kein geschlossener Zaun. Der andere Nachbar wirft ihn uns meistens wieder auf die Straße, wenn er ihn findet.
Selbstverständlich bedanken wir uns dafür. Und entschuldigen uns auch.

Mittlerweile scheint es ihm aber definitiv zuviel zu werden, denn gestern hat er unseren Sohn und unsere Nichte ziemlich zusammen gestaucht, daß sie doch gefälligst nicht vor seinem Garten spielen sollen, sondern weiter oben, damit die Bälle nicht ständig da rein fallen. Weiter oben bei den Garagen liegt allerdings Schotter und es läßt sich dort deswegen nicht so schön spielen.

Mein Mann und ich haben uns zwar rausgehalten, aber so richtig weiß ich jetzt auch nicht. Zum einen ist der Nachbar zwar übertrieben freundlich zu uns, zum anderen gab es bei ihm wegen der Kinder schon öfter Ärger auch mit anderen Eltern.

Muß er das dulden, wenn die Kinder auf der Straße vor seinem Vorgarten spielen oder müssen wir sie dazu anhalten, doch lieber woanders zu spielen?

Wie seht ihr das?

LG Jana

Beitrag von lisasimpson - 29.10.11 - 11:23 Uhr

"Muß er das dulden, wenn die Kinder auf der Straße vor seinem Vorgarten spielen oder müssen wir sie dazu anhalten, doch lieber woanders zu spielen?"

ist doch die frage was ihr wollt-
ein angenehmes miteiannder oder ein "du must das erdulden"

der nachbar hat doch offenbar jetzt den ganzen sommer über die bälle wieder rausgerückt.
und jetzt reichts ihm offenbar.

ihn stört doch (offenbar) nicht wo die kinder spielen, sondern wo ihre bälle landen.
er hat einen lösungsvorschlag gemacht, der die kinder spielen läßt und ihm seine ruhe vor den bällen...

um den bogen zum erziehungsforum zu schlagen- ICH erziehe meine kinder so, daß es mir sehr wichtig ist, daß sie rücksichtnahme lernen.
wenn ein nachbar sich darüber beklagen würde, daß wir ihn zu oft stören (und das auch noch auf seinem grundstück), dann würde ich nach Lösungen suchen- das hat er doch getan.

ja, der schotter mag nicht so angenehm sein- aber anderseits stören sie dann auch den nachbarn nicht mehr.

also ist die frage: ist die bequemlichkeit deienr kinder wichtiger oder Ruhe des nachbarn?
in diese mfall würde ich sagen, daß deine kinder sicher 10 alternativen hätten ball zu spielen ohne ihn zu stören, er aber keine alternative hat, wenn ständig bälle bei ihm landen.
von daher sehe ich ganz klar deine kinder als diejenigen, die sich bewegen müssen, damit alle zu ihrem recht kommen (spielen und ruhe)

Beitrag von querulantin123 - 29.10.11 - 11:33 Uhr

Meine Eltern haben auch kleine Kinder direkt nebenan. Die in den Garten geschossenen Bälle waren an sich kein Problem, leider leider aber die Pflanzen im Garten zunehmend darunter, weil ständig Äste abbrechen, deshalb sind sie auch genervt davon. Ich würde ganz klar zusehen, dass die Kinder darauf achten, dass da keine Bälle mehr reinfallen.

Beitrag von vifrana58116 - 29.10.11 - 13:02 Uhr

Wie spielen deine Kinder denn Ball? Hin und her werfen oder schießen? Ich würde sie bitten, mit dem Ball so zu spielen, dass er nicht in den Garten fallen kann oder eben mit dem Ball etwas weiter weg zu spielen. Alles andere können sie ja dann vor dem Vorgarten spielen.

Generell finde ich, kann man von Kindern in der Tat Rücksichtnahme erwarten, aber es kommt natürlich drauf an, wie alt die Kinder sind und ob sie ihr Verhalten schon ganz gezielt steuern können. Sie werfen den Ball ja sicher nicht mutwillig in den Garten?!

Ansonsten finde ich, sollte man Kinder spielen lassen. Das können sie zwischen allen möglichen Aktivitäten doch sowieso viel zu wenig. Wir haben z.B. als Kinder eine Zeit lang gern Klingelstreich gespielt. Na klar war das rücksichtslos, aber für uns Kinder war das irre aufregend. Ich würde da auch heute als Erwachsene gar nix dazu sagen, wenn Kinder das bei mir machen.

Fraglich ist ja auch immer: wie empfindlich ist der Nachbar tatsächlich? Unser italienischer Nachbar hat da z.B. eine gaaaaaanz andere Toleranzgrenze als viele andere.

Beitrag von mamavonyannick - 29.10.11 - 13:43 Uhr

hallo Jana,

wir haben eine ähnliche Situation. Unser Garten grenzt an mehrer andere Gärten. Wenn mein Sohn Fußball spielt, fliegt er abwechselnd zu den Nachbarn. So lange er kleiner war, kam das noch relativ selten vor. Er konnte nicht so doll und hoch schießen. Er ist aber nun 5, spielt in einer Fußballmannschaft und sein Schuß ist entsprechend härter. Sprich: Der Ball fliegt viel öfter rüber und teilweise mit einer Wucht... das können wir keinem auf Dauer zumuten. Es gilt jetzt die Regel: Ist der Ball drüben, wird aufgehört zu spielen. (wir haben noch viele andere bälle) Spielt er mit Freunden, gehts generell auf den Bolzplatz.
Andere Spiele dürfen natürlich im Garten gespielt werden.

vg, m.

Beitrag von karin3 - 29.10.11 - 13:50 Uhr

Hallo,

was ist denn an Schotter so schlimm?

Ist etwa der Gleichgewichtssinn deiner Kinder nicht genug ausgeprägt? Dann würde ich sie extra da hinschicken.

Oder geht es dir um den Staub der beim spielen aufwirbelt? Dann musst du entweder 1 x öfter waschen oder die Kinder lernen, dass man zum toben keine sauberen Klamotten braucht.

Frag deinen Nachbarn mal wie sehr sein Garten gelitten hat und ob er eine (bestimmte) Pflanze ersetzt haben möchte. Und lade ihn dabei zum Kaffee ein.

"Bei einer Nachbarin dürfen wir ihn wieder rausholen, da ist kein geschlossener Zaun."
Ein nicht geschlossener Zaun oder ein nicht vorhandener Zaun ist keine Berechtigung aufs Grundstück zu gehen. Ich hoffe für euch die Nachbarin hat es wirklich erlaubt.

Gruß Karin

Beitrag von drachepoldi78 - 29.10.11 - 13:51 Uhr

Hallo Jana!

Also ganz ehrlich würde ich meine Kinder dort nur Ball spielen lassen, solange das für die Nachbarn OK ist. Hätte vermutlich von mir aus schon früher das spielen dort untersagt für meine Kinder, weil ich nicht wollen würde das meine Kinder die Nachbarn stören, oder ihnen etwas kaputt machen. Kenne ja die Vorgärten nicht, aber wenn ein Ball auf eine Pflanze fällt ist da schnell mal was kaputt. Da sind auch nette Nachbarn, die das zuerst mal nicht gestört hat irgendwann genervt. Das kann ich auch verstehen.
Vor allem, wenn es in naher Umgebung eine andere Möglichkeit gibt, die niemanden beeinträchtigt.
Gruß Tina

Beitrag von espirino - 29.10.11 - 14:43 Uhr

Ohje, einige Antworten hätten sicher freundlicher formuliert werden können. Das habe ich in meiner Schilderung auch getan.

Selbstverständlich haben wir den Kindern schon oft genug gesagt, daß sie so spielen sollen, daß der Ball auf der Straße bleibt. Und selbstverständlich achten wir auch darauf, daß sie möglichst nicht genau neben diesem Garten spielen. In 98% der Fälle sind wir Eltern, zumindest einer von uns sogar mit draußen, obwohl ich sie auch allein dort spielen lassen könnte. Es ist auch nicht so, als ob da pro Woche 10 Bälle landen, sondern das kommt ein/zwei Mal im Monat vor. Wenn überhaupt. Und es sind auch nicht immer nur unsere Kinder der Übeltäter, sondern auch mal andere.

Außerdem läßt der Nachbar oft genug seine Einfahrt weit offen, so daß sogar ein weiter weg gespielter Ball ungehindert reinrollen kann.

Auf Schotter kann man mit einem Ball nicht besonders gut prellen, weswegen die Kinder manchmal die Straße bevorzugen.

Ich vermisse ein bißchen das Argument, daß Kinder auch da spielen können sollten, wo es ihnen noch möglich ist. Scheinbar wird überall in Deutschland ein Gewächs und die Ruhe höher eingeschätzt als die Bedürfnisse der Kinder.

In einem verkehrsberuhigten Bereich dürfte ich auch erwarten, daß keiner mit 30 oder 40km/h an seine Garage fährt oder sein Auto mitten auf der Straße abstellt. Allerdings muß ich sowas ja auch dulden und meine Kinder lernen, daß Autos mehr Vorrechte haben.

Kommt mein Kind mit dem Ball oder dem Fahrrad an ein abgestelltes Auto ist dann das Geschrei groß, obwohl es dort nicht hätte stehen dürfen.

LG Jana

Beitrag von meringue - 29.10.11 - 15:07 Uhr

Hallo,

Nach einem Spielnachmittag haben sich bei uns manchmal 7 Bälle in die Nachbargärten verirrt. Die Nachbarin sagt nichts und wirft halt zurück, was ihr beim Rasenmähen so unterkommt.

Es ist mir inzwischen peinlich und zu Weihnachten werde ich ihr ein Pflänzchen zum Dank für ihre Geduld schenken.

Es handelt sich einfach um ein zeitlich begrenztes Problem, bei dem alle Rücksicht nehmen sollten. Hier kommt man mit echt deutschen Gesetzen nicht weiter. Und leider gibt es inzwischen zu wenig Kinder. Die, die noch da sind, fallen doppelt auf.
Ich würde aber einen echten Nachbarschaftsstreit vermeiden.

LG
m

Beitrag von anja1968bonn - 29.10.11 - 16:22 Uhr

Wir wohnen auch in einer verkehrsberuhigten Zone, und natürlich ist es ärgerlich, wenn Leute da mit mehr als 30 Sachen durchrasen. Ebenso ärgerlich finde ich es aber, wenn die Straße, die keine Spielstraße ist, ohne Not zum Spielplatz für zum Teil noch sehr kleine Kinder wird und man als Radfahrer sehr aufpassen muss, kein Kind umzufahren, zumal die meisten in unserer Straße Gärten haben und Spielplatz sowie Parkanlage nicht weit sind.

Ein Ball ein- bis zweimal im Monat ist nicht viel, aber wenn den Nachbarn das stört, würde ich meine Kinder schon anhalten, eben andernorts zu spielen.

LG

Anja

Beitrag von wasteline - 29.10.11 - 19:23 Uhr

Ich habe keine Antwort gelesen, die unfreundlich formuliert war. Es waren nur Antworten, die Verständnis für Deinen Nachbarn zeigen.

Egal ob einmal oder zehnmal im Monat, Dein Nachbar hat ganz klar gesagt, dass es ihm nicht gefällt, dass der Ball in seinem Vorgarten landet. Und es ist auch egal, dass der Nachbar seine Einfahrt micht verschließt. Es ist seine Einfahrt und damit kann er machen, was er will.

"Kommt mein Kind mit dem Ball oder dem Fahrrad an ein abgestelltes Auto ist dann das Geschrei groß, obwohl es dort nicht hätte stehen dürfen."

Sehr schwaches Argument.

Ihr habt einen eigenen Garten? Warum spielen die Kinder nicht dort?

Funktionierende Nachbarschaft schafft man nur mit Rücksichtnahme.

Beitrag von lisasimpson - 29.10.11 - 23:09 Uhr

Wie bitte?

Welche der vielen Antworten war denn unfreundlich?

ich konnte keine einzige erkennen- nur waren eben nicht alle deiner meinung (sonder anz im gegenteil)

"Ich vermisse ein bißchen das Argument, daß Kinder auch da spielen können sollten, wo es ihnen noch möglich ist. "

ja, das ist doch wohl eher das, was dir sauer aufstößt und nicht, daß irgendjemand unfreundlich gewesen wäre.

und dieses argument hinkt so dermaßen, daß ich gar nicht weiß, wo ich da anfangen soll-
- niemand, nicht mal der nachbar hat doch etwas dagegen was oder wo deien kinder spielen.
das einzige, was ihn stört (und was hier offenbar viele nachvollziehen können) ist, daß wen ndas spielen de kinder ihn beeinträchtigt.
daher- hat er einen lösungsvorschlag gemacht, der den kindern weiterhin das spielen in gleicher form erlaubt, ihm aber eben auch seine ruhe gönnt- auf die er doch wohl ebenso ein recht hat, wie deine kinder auf ih spiel.

ich glaube, wir tun niemandem einen gefallen, wenn wir anfangen mit solchen ohrasen zu argumentieren.
ich bin mir ganz sicher, daß deine kinder die möglichkeit haben
- auf dem spielplatz/ bolzplsatz zu spielen, auf öffentlichen grünfläche nzu spielen-. im eigene garten zu spielen und eben auf dem schotter dirket neben eurem haus zu spielen. und ganz sicehr noch viele andere möglichkeiten auch.
wenn der nachbar nun darum bittet, eben nicht dort zu spielen, wo von allen kindern immer wieder bälle in seinem arten landen, dann finde ich das vollkommen legitim (und offenabr viele andere auch)

Menschen, die andere Meinungen vertreten aber gleich als unfreundlich darzustellen erstaunt mich nun aber doch sehr- deinen nachbarn beschreibst du ja auch als "er hat sie ziemlich zusammengestaucht" - hmm...

Beitrag von ratpanat75 - 30.10.11 - 16:37 Uhr

Hallo,

"Ich vermisse ein bißchen das Argument, daß Kinder auch da spielen können sollten, wo es ihnen noch möglich ist. Scheinbar wird überall in Deutschland ein Gewächs und die Ruhe höher eingeschätzt als die Bedürfnisse der Kinder."

Sicherlich ist es wünschenswert, dass Kinder so viel Platz wie möglich zum Spielen haben und das soll natürlich auch bei der Städteplanung berücksichtigt werden, aber es geht ja hier um ein Privatgrundstück. Du kannst doch nicht erwarten, dass jemand die Bedürfnisse deiner Kinder höher anstellt als seine eigenen Interessen #kratz. Der Nachbar beschwert sich ja nicht darüber, dass die Kinder vor seinem Grundstück spielen, sondern darüber, dass sein Privateigentum betroffen ist. Das ist doch sein gutes Recht.

Ich finde übrigens, in Deutschland haben die Kinder im Vergleich zu anderen Ländern sehr viel Platz zum Spielen, ich habe lange Zeit im Ausland gelebt und dort gab es keine verkehrsberuhigten Straßen und keineswegs so viele Spiel- und Bolzplätze - aber gut, das ist eine rein subjektives Empfinden.

LG

Beitrag von sunflower.1976 - 29.10.11 - 14:56 Uhr

Hallo!

Mir ist wichtig, ein gutes Verhältnis zu meinen Nachbarn zu haben, d.h. dass mir eine gegenseitige Rücksichtnahme wichtig ist.

Das versuche ich auch meinen Kindern zu vermitteln. Wenn mal (!) ein Ball bei unseren Nachbarn landet, ist das für alle Beteiligten okay. Sie würden auch nichts sagen, wenn es häufiger vorkäme. Aber mir ist wichtig, dass meine Kinder respektieren, dass das Grundstück nicht uns, sondern den Nachbarn gehört und dass dann eben nicht "regelmäßig" Bälle reinfliegen sollten.

Wir haben wirklich Glück mit unseren Nachbarn. Trotzdem habe ich mal nach einen wirklich lauten Kindegeburtstag-Nachmittag meinen Sohn mal mit einem Blümchen zu unserer Nachbarin geschickt, als kleines "Dankeschön".

Euer Nachbar duldet doch, dass die Kinder vor seinem Vorgarten spielen. Aber er muss nicht zwangsläufig dulden, dass immer wiede Bälle auf seinem Grundstück landen.

Ja, ich würde meine Kinder dazu anhalten, woanders zu spielen, aber ohne dabei auf den "bösen" Nachbarn zu schimpfen sondern indem ich meinen Kindern vermittel, dass die Wünsche anderer auch respektiert werden sollten.

Was ich jetzt schreibe, bezieht sich eher allgemein auf das Verhältnis Nachbarn - Kinder und weniger konkret auf Deinen Beitrag:
Eltern erwarten häufig von den Nachbarn, dass sie es akzeptieren, wenn die Kinder laut sind, mal auf ihr Grundstück laufen o.ä. Aber wenn die Nachbarn mal abends um 21 Uhr noch lauter sind weil sie z.B. Besuch haben, regen sich einige Eltern auf, weil ihre Kinder deswegen mal länger zum einschlafen brauchen.

LG Silvia

Beitrag von schnabel2009 - 29.10.11 - 15:03 Uhr

huhu, ich denke mal, dass ihn weniger die spielenden kinder nerven, sondern dass er den ball ständig aus seinem vorgarten fischen muss. obwohl ich 3 kinder habe kann ich ihn da voll verstehen, das würde mich auf dauer auch nerven.
können die kinder nicht mit dem rad, laufrad, inlinern oder was weiß ich spielen? da können so situationen vermieden werden.
besonders freundlich ist euer nachbar wohl, weil er wahrscheinlich nicht will, dass das gesamte nachbarschaftliche verhältnis unter dieser episode leidet.

lg schnabel

Beitrag von zaubertroll1972 - 29.10.11 - 15:42 Uhr

Hallo,

ich bin selber Mutter aber möchte auch nicht ständig Bälle aus dem Garten holen und den Kindern zu werfen.
Man muß akzeptieren daß es den Leuten zuviel wird und die Kinder müssen lernen mehr aufzupassen. Es können Pflanzen kaputt gehen und auch wenn nicht sollten die Kinder lernen zu spielen ohne andere zu stören.

LG Z.

Beitrag von no-limit - 29.10.11 - 16:31 Uhr

Hallo,

also entweder wird nicht mehr mit dem Ball gespielt und alle sind happy oder sie gehen auf nen Bolzplatz. Warum fahren sie nicht Rad oder Roller als Alternative. Ansonsten würde ich den Kids sagen, ihr könnt mit dem Ball spielen aber es wird nicht in die Höhe geschossen.

Ich hätte auch kein Bock ständig nen Ball aus dem Gebüsch zu holen.

LG

Beitrag von ca2005 - 29.10.11 - 19:47 Uhr

Hallo

Deine Kinder können sicherlich vor seinem Garten spielen, sollten vielleicht mehr acht geben dass die Bälle nicht ständig (?) in seinen Garten geschossen werden.
Ich hab selbst einen Garten und ab und an sind bälle drinnen oder kinder läuten an - kein problem, wir hatte aber auch eine zeit in der ständig bälle von (denselben) kindern in unseren garten gelangt sind...es sind kinder, es ist keine absicht aber es ist einfach nervig...nicht mehr und nicht weniger...
LG

Beitrag von alpenbaby711 - 29.10.11 - 20:04 Uhr

Also ich frag mich zuallererst mal ob der Nachbar und seine Geduld vielleicht ein wenig überstrapaziert wurde. Mensch ihr schießt ständig in seinen Garten und erwartet noch das er ständig gute Miene macht. Ich finde schon das man auch von Kindern erwarten kann das sie irgendwann aufhören wenn zuviel wird. Und dann nicht gesagt wird, woanders läßt es sich nicht so schön spielen. Sorry aber in dem Fall erwarte ich auch Rücksicht auf den Nachbarn.
Ela

Beitrag von sharlely - 29.10.11 - 20:51 Uhr

Hallo,

also ich denke auch das Problem ist nicht das sie dort spielen sondern das die Bälle ziemlich oft in Nachbars Garten landen.

Mich würde das auch nerven bzw. mich nervt es. Die Kinder die vor unserem Garten spielen stören mich an sich nicht, aber das ständig die Bälle in meinem Blumen und Gemüsebeet landen, finde ich nicht so prickelnd. So ein Beet macht einen Haufen Arbeit, kostet Zeit und ja auch Geld. Wenn dann alles nach und nach zerdrückt wird, ärgert mich das.

Allerdings flog bei uns ständig, aber auch wirklich mehrmals täglich (streckenweise auch gern mal alle fünf Minuten) der Ball durch den Garten. Immer bei den selben Kindern. Teilweise auch gerade dann, wenn ich mal fünf Minuten auf der Liege in der Sonne lag und irgendwie hab ich immer das Glück, das der Ball, wenn schon nicht im Beet, auf mir landet. Wenn man nicht damit rechnet und vor sich hindöst, bekommt man erstmal nen ordentlichen Schreck. :-D

Genau so wenn die Bälle in unserer Auffahrt landen bzw. direkt auf unseren Autos. Sicher wenn das mal ausversehen passiert, sagt ja niemand was, aber ständig? Ein Nachbar hat z.B. eine Delle im Auto und bleibt auf den Schaden sitzen, weil die Kinder nicht dafür haftbar sind. Irgendwie fies...

Als dann das Fenster unserer Garag wg. eines Balles zu Bruch gegangen ist und fünf Minuten später direkt das Kellerfenster, hab ich betreffende Eltern freundlich darauf angesprochen, auch im Bezug darauf, das ich es nicht toll finde, das ständig Bälle (oder auch mal anderes Spielzeug) auf unseren Autos landet, weil ich Kratzer am Auto nicht so toll finde. So ein Auto ist ja auch nicht gerade billig. ;-) Das Ergebniss war ja wohl auch deutlich sichtbar.

Die Kommentare teilweise, waren echt unfreundlich. Selbst Schuld wenn man eine Garage mit Fenster hat etc. pp. Die Autos soll ich halt in die Garage und nicht in die (wohlgemerkt unsere umzäunte) Auffahrt stellen und die Kinder dürfen grundsätzlich alles. V.a. wenn sie spielen, da darf man nicht rein reden. Kinder müssen sich frei entfalten können.#kratz Ja klar, aber der Respekt bleibt dabei auf der Strecke oder wie?

Mein Konsequenz: Sobald etwas in unserer Auffahrt landet bzw. im Garten, wird das weggeräumt und wandert in den Müll und wird nicht zurückgegeben.

Also an deiner Stelle würd ich es schon akzeptieren, das dein Nachbar genervt ist, aber verbieten dort zu spielen kann er ihnen definitiv nicht. Aber du könntest deine Kinder bitten, etwas vorsichtiger zu die Bälle zu kicken, sodass sie nicht in seinem Garten landen. Habt ihr nicht event. eine Wiese in der Nähe auf der die Kinder ungehemmt Ball spielen können?

Ich finde es nämlich grundsätzlich nicht toll wenn Kinder auf der Strasse spielen. Verkehrsberuhigter Bereich und Sackgasse hin oder her. Finde einfach eine Strasse ist kein Spielplatz.

LG S.

Beitrag von mmemaman - 30.10.11 - 01:01 Uhr

Da können wir im Elternhaus noch ein Lied von singen. Wir haben einen Garten am Ende der Strasse (Sackgasse), der natürlich perfekt zum spielen ist. 5 Minuten weiter weg ist ein Spielplatz, aber was soll's. Unser Garten ist absolut sicher und hoch mit einem Holzzaun umzäunt - also, drei, vier stabile Bretter mit ein bisschen Luft dazwischen. Da wir damals noch einen Hund hatten und mehrere Hunde gehütet haben zwischendurch und einen Teich hatten.

Bei uns sind regelmässig - mehrere in der Woche - Bälle in den Garten geflogen. Manchmal haben sie geklingelt, aber alle von uns waren auswärts, Vollzeit, dementsprechend konnten wir nachmittags die Bälle nicht rausgeben. Da unser Gartentor nur sehr schwer aufgeht, wenn es denn nicht abgeschlossen ist, haben die Kinder angefangen, über den Zaun zu klettern und sich die Bälle selber wiederzuholen. Das gab mehrere Probleme:

1) Die geschossenen Bälle haben den Garten beschädigt. Sowohl Pflanzen, als auch Töpfe und Dekoration, im Prinzip Sachschäden.
2) Es hat unsere Ruhe und Privatsphäre erheblich gestört. Ein Abendessen draussen - mit dem Risiko, dass ein Ball in den Teller fliegt, Dankeschön. Mal abgesehen, dass man immer aufstehen musste, um den Ball zurückzugeben.

3) Es ist unser Grundstück, in das ständig fremdes Eigentum geschossen wurde.
4) Denk' mal an die armen Hunde! Konnten auch schlecht in der Sonne faulenzen!

4) Die Kinder dringen in fremdes Territorium ein.
5) Die Kinder hätten im Teich ertrinken können - war zwar nicht tief genug, aber man weiss ja nie...
6) Zaun wurde beschädigt.
7) Durch das Gehen im Garten, gerade bei Regen, abseits der Platten, wurde der GANZE Rasen massiv beschädigt.
8) Da die Hunde unbeaufsichtigt im Garten sein dürfen - ist ja SICHER eingezäunt - gab es auch da ein Sicherheitsproblem, wenn plötzlich Kinder eindrangen. (Mit "unbeaufsichtigt" meine ich konkret: wenn wir im Haus waren, meistens im Wohnzimmer und die Wand zum Garten ist aus vollem Glas, also gute Sicht auf den Hund oder um den Garten herum, nicht, wenn wir nicht zu Hause waren - die Hunde waren immer mit im Geschäft.)

Eure Kinder dringen jetzt nicht in des Nachbar's Garten ein, aber es ist störend genug. Wir durften auch nicht gleich vor dem Haus Fussball spielen und sind dann ausgewichen. Ich kann ihn absolut verstehen und finde, dass hier einfach mehr Rücksicht von den Eltern angebracht ist.

Kinder sollen und dürfen spielen, unbedingt, und oftmals gibt es auch Flächen, auf denen sie ungehemmt spielen können, aber sie müssen auch einfach Rücksichtnahme lernen, weil sie nicht alleine auf der Welt leben. Stell' dir doch mal den umgekehrten Fall vor - du hast die Bälle im Garten?

Wir haben den Kindern immer den Ball zurückgegeben, sie aber auch gebeten, den Ball nicht mehr in den Garten zu schiessen, sondern sich auf den Spielplatz zu begeben, respektive nicht mehr ungefragt in den Garten zu einzudringen. Ebenso haben wir die Eltern um Hilfe gebeten, aber die waren eher froh, wenn sich die Kinder alleine beschäftigen.

Dann haben wir einmal einen Hund gehütet, der Bälle liebte. Wann immer ein Ball in den Garten kam, hat er ihn innert Sekunden zerfetzt und wir haben ihm die Freude auch gelassen, anstatt versuchen zu retten, was nicht mehr zu retten war. Nach drei Fussbällen war Friede im Garten. Die Konsequenz war gut, auch wenn das Mittel nicht geplant war.

Beitrag von jove - 30.10.11 - 16:13 Uhr

wie sehe ich das?

An Stelle deines Nachbars hätte ich die Bälle den Kindern nicht rausgegeben und gewartet bis ihr, die Eltern, geklingelt hättet um die Bälle zu holen.

Ich glaube, da hättet ihr als Eltern dafür ganz schnell eine Lösung gefunden, die für alle angenehm wäre.

lg

Beitrag von tessy25 - 03.11.11 - 21:05 Uhr

Liebe Jana,

nimm es mir nicht übel, ab beim Lesen deines Beitrages geht mir der Hut hoch.
Ihr habt doch ein Haus, da wird doch wohl ein Grundstück dabei sein? Warum kann man denn da nicht spielen? Es gibt einen (nicht perfekten) Platz, bei dem niemand gestört wird (Der mit Schotter).
Warum lernen Kinder heute denn nicht mehr, sich an Gegebenheiten anzupassen? Warum wird Rücksichtnahme und Gegenseitige Respekt nicht mehr als selbstverständlich gesehen?

Du denkst allen ernstes darüber nach, ob der Nachbar das "Dulden" muss? Nein muss er nicht!! Es ist sein Grundstück. Er müsste den Ball gar nicht raus geben, könnte euch aber dafür belangen, wenn Pflanzen und Co zerstört werden.

Sie mal, du hast dein Ruhe, musst auf deinem Grundstück nichts sichern, die Nachbarn kümmern sich, werfen Bälle mehrmals!! zurück und sind dann noch so nett und bieten Alternativen an. Es wurde nicht gesagt, dass die Kinder nicht mehr spielen sollen, leise sein sollen, etc. Lediglich, dass es nicht erwünscht ist, ständig (und das ist doch der Punkt!) Bälle im eigenen Garten zu finden, in seiner Privatsphäre gestört zu werden, Pfalzen beschädigt zu bekommen.
Was nützt es denn, wenn ihr euch immer entschuldigt und es dann doch wieder macht.

Wir haben einen Nachbarn, der ständig seine Federbälle zu uns aufs Schuppendach schießt. So ein Kasper, was soll das! Ich muss dann die Leiter holen, hoch kletter, alles stehen und liegen lassen. Ich will nicht, dass wegen diesem Unfug meine Regenrinne verstopft.

Die Mutti des kleinen sitzt daheim und trinkt entspannt Kaffee, während ich ständig am klettern bin. Was seid ihr für Mütter???
Erklärt es mir - ich verstehe das nicht. Keiner hier hat doch was gegen Kinder, aber bitte, die Kinder sollen doch ein paar Regeln kennenlernen, wie ein rücksichtsvolles, gesellschaftskonformes Leben gelingt.

Ach übrigens, ich habe die Mutter schon drei mal angerufen, sie möge bitte selber die Leiter her schleppen und hochkletter. Weißt du was kam: Keine Zeit, grade Kaffeegäste da, oder grad am Bügeln.

Beitrag von gussymaus - 04.11.11 - 19:28 Uhr

hallo!

also so weit ich das weiß muss man auf seinem eigenen grundstück niemanden dulden, wenn man nicht will...

was er dulden MUSS ist der lärm den spielende kinder, ggf auch vor der eigenen haustür, machen. nicht zu jeder zeit, aber normal halt schon...

da er ja mehrmals geäußert hat dass er das nicht möchte ("spielt doch lieber dahinten" ist ja recht deutlich zu verstehen) ist sein wunsch doch klar, die lösung auch... Wenn eure Kinder auf eurem eigenen Grund und direkt vor der eigenen Tür keinen platz zum bolzen haben müssen sie auf einen Bolzplatz ausweichen, so ist es doch normal, oder nicht?! schön, wenn sich der gleich beim nachbarn findet, aber wenn der das eben nicht gut heißt müsst ihr wohl weichen... Es ist schlöießlich sein gutes recht einen Ball-freien Vorgarten haben zu wollen...

Außerdem: selbst wenn er nicht wirklich im recht ist und man sagen könnte es wäre ihm zuzumuten, bzw seinem vorgarten (kommt ja auch drauf an was da steht und ggf leiden könnte z.B. Blumen oder dekozeugs) kann das doch die harmonie unheimlich stören...

Deine Kinder sind 6, wenn ich das richtig sehe... da ist es ihnen doch sicher zuzumuten auf einem anderen freien platz zu spielen... MEine jungs finden es seit sie in der Schule sind klasse auf dem Schulhof mit anderen Kindern zusammen zu spielen... ihr habt doch sicher auch einen bereich wo das geht, oder?!

Auf einer Spielstraße müsste man es auch dulden, aber verkehrsberuhigt ist ja nicht unbedingt spielstraße... und selbst wenn: ich glaube nicht dass automatisch die vorgärten dazu gehören... würde mich zumindest wundern...

lg gussy die sogesehen glücklicherweise keine fußballspieler hat ;-) aber wir haben andere sorgen...