Hallo!
Ich weiß leider momentan nicht wo mir der Kopf steht. Weiß nicht was besser ist, mich von meinem Mann zu trennen (was wir räumlich schon sind) oder scheiden lassen. Es ist schwierig, wenn man sich noch gern hat.
Also, wir sind seit knapp 10 Jahren zusammen und seit einem Jahr verheiratet, haben drei gemeinsame Töchter (5 und Zwillinge die 22 Monate alt sind). Ich bin Ende Juli aus unserem gemeinsamen Haus mit den Kindern zu meiner Mutter gegangen, da er einen Abend zuvor auf mich losging. Wir haben erhebliche Probleme, was dies anbelangt. Es ist einerseits schwierig mit meinem Mann zusammenzuleben, da er immer unzufrieden ist, mit allem was es gibt, er hat immer irgendwelche körperliche Leiden (viel Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen...) er kann dadurch auch nicht mehr auf dem Bau arbeiten (worüber ich ganz froh bin) da ein HWS Syndrom festgestellt wurde und der Rücken vom Bau sehr in Mitleidenschaft genommen wurde. Jedenfalls wirft er mir immer und immer wieder vor, ich wäre ihm irgendwann mal fremdgegangen. Er ist so misstrauisch.
Letztes Jahr als Beispiel bin ich mit drei Mädels bei uns in der Stadt auf die Kirmes gegangen. Hatte ein relativ neues Handy dabei und wie der Teufel es will, das Akku ging leer während ich unterwegs war und mein Mann versuchte mich anscheinend anzurufen, was ich natürlich dadurch nicht wissen konnte (was auch nicht so seine Art ist wenn ich weg bin) und ich kam auch zeitig nach Hause da wir früh weggingen und da fingen wieder einmal die Diskussionen an und dann wäre ich ja angeblich fremdgegangen, weil mein Handy ja aus war und ich hätte das ja wissen müssen, dass mein Akku leer geht weil ich ja sonst auch auf sowas achten würde bla, bla, bla.
Der Höhepunkt war Silvestermorgen, wir waren 2 (!!) Tage zuvor in unser gekauftes Haus eingezogen und er flippte an diesem Morgen aus, weil noch nicht alle Kartons ausgeräumt waren und sowieso, wie es denn in dem Haus noch aussehen würde (wohlbemerkt, die Kinder waren auch schon mit im Haus also kann man ja nicht alles auf einmal machen) und er ging auf mich los wo alle drei Kinder dabei waren und unsere Große totale Panik hatte. Das war so schlimm für mich und ich wusste absolut nicht mehr was ich machen sollte. Ich blieb also bei ihm in dem Gedanken, dass es wirklich ein sehr stressiger Umzug war auf Grund der Witterungsverhältnisse, der Schnee der liegen blieb und geeist ist... und die Nerven von meinem Mann blank lagen.
Unser Traum war immer ein eigenes Haus, ein Garten und was man sich so wünscht und er sagte immer, wenn er das mal alles hat und dann die Garage wo er werkeln gehen kann. So und nun leben wir seit 10 Monaten dort und sein Verhalten hat sich drastisch geändert. Er ist noch unzufriedener mit seinem Leben, sucht nur noch Fehler bei mir. Alte Sachen kommen in ihm hoch, wo er sagt, ich wäre ihm dann und dann ja fremdgegangen und dann sind die Kinder ja auch immer so laut...bin also Ende April schon mal für drei Wochen zu meiner Mutter mit den Kindern und sind dann im Mai zur Lebensberatung. Da hat er auch versprochen, dass, wenn unsere Streitereien nochmal eskalieren sollten oder überhaupt es nicht besser wird er freiwillig gehen würde.
Danach ging es höchstens zwei Wochen gut und er fing wieder von alten Sachen an (was absolut auch nicht stimmt, bin nie fremdgegangen) und wie es immer im Haus aussieht (es ist sauber und aufgeräumt!!) So bis also Ende Juli, wo er auf mich los ging (die Kinder Gott sei Dank schon im Bett) und ich mir geschworen habe, dass ich nicht mehr zurückkomme, bis er was geändert hat.
Er geht monatlich ca. 200 Euro verspielen, und meckert mit mir, wo das Geld hin ist. Ich weiß, jeder denkt jetzt, wie krank das alles ist, warum ich mir überhaupt überlege noch bei ihm zu bleiben.Ich denke das grad selber, wo ich alles hier so am schreiben bin.
Fakt ist nun zum einen, er war bei der Glücksspielberatung Ende August und ihm wurde einerseits gesagt, er hätte nich sooo ein Suchtpotenzial, da er sich ja selber schon Gedanken darüber macht, indem er sagt, ich spiel nur 20 euro und das wars und wiederum wurde ihm angeraten, dass er psychologische Hilfe in Anspruch nehmen sollte, da er erzählte, dass sein Vater ihn früher immer in Kneipen als Kind mitnahm und dieser selber immer zockte. Sein Vater ist Schizophren und Alkoholiker und somit kann man sich vorstellen wie mein Mann aufgewachsen ist und daher habe ich auch einerseits mittlerweile die Befürchtung, dass mein Mann auch schizophren ist bzw. gewisse Züge auslebt. Mein Mann lehnt es mittlerweile ab, zu einem Psychologen zu gehen, da er ja die Problematik bei mir sieht (ist ja klar, da ich ja fremdgegangen bin angeblich).
So Fakt ist nun auch, dass ich nun beim Rechtsanwalt war und ein Antrag auf Zuweisung der Ehewohnung gestellt wurde. Das war Ende dieser Woche und innerhalb zwei Wochen wird das Gericht ihm was zuschicken, wo er gehen muss. Wir verstehen uns nun auf Abstand gut. Er sieht regelmäßig die Kinder. Die Große schläft wochenends bei ihm eine Nacht. Er sieht aber wiederum selbst nicht ein auszuziehen. Schließlich hat er sich ja die knochen kaputt gemacht...und nach wochenlangem hinhalten von ihm (indem er auch sagte, dass er sich was sucht) bin ich nun endlich halt beim Anwalt gewesen.
Deswegen weiß ich echt nicht wo mir der Kopf steht. Ich bot ihm an, wir leben getrennt und schauen wie es weitergeht. Er sieht das nicht ein und sagt, ich kann doch wieder nach Hause kommen. klar kann ich das, aber ich weiß, es wird sich nichts ändern, nichts schwerwiegendes. In meinen Augen braucht er wirkliche psychologische hilfe. Er weiß nun auch noch nichts, was in der nächsten Woche für ein Schreiben bei ihm einflattern wird. ER war ebenfalls bereits bei einem Anwalt für sich beraten zu lassen aber auch wenn sie ihm sagte, ich müsste die Schlüssel abgeben, da ich gegangen bin, weiß ich, dass er den Kürzeren ziehen wird, da es hier auf das Kindeswohl ankommt und nicht, was er oder ich möchte. Ich vermute, wenn er sich weiterhin allem entziehen möchte, dass ich früher oder später die Scheidung einreichen muss. Ich kann ihn ja nicht zwingen, was zu unternehmen. Ach ich weiß auch nicht. Die Große von uns sagt schon immer, sobald er laut wird, dass wir zu Oma wieder fahren sollen und geht sofort raus. Für mich ist auf jeden Fall klar, ich möchte mit ihm nicht mehr zusammenleben. Deswegen bin ich mit mir am kämpfen und in einem konflikt, wo ich denke ob eine Trennung ausreicht oder eine letztendliche Scheidung besser wäre??? Warum ist das alles so kompliziert.
Es ist jetzt wahnsinnig lang geworden und vielen Dank an die, die durchgehalten haben, mir zuzuhören.
lg
jiggi
Trennung, Scheidung ??
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Beitrag von jiggi - 30.10.11 - 13:53 Uhr
Beitrag von manavgat - 30.10.11 - 16:32 Uhr
Ich würde Dir dringend die Scheidung empfehlen. Du und auch die Kinder, ihr habt ein Recht auf ein friedliches Leben.
Das ist nichts und das wird auch nichts, außer schlimmer.
Gruß
Manavgat
Beitrag von xneox - 30.10.11 - 20:13 Uhr
Da muss ich mich leider Gottes auch anschließen. Ich würde Dir auch eine endgültige Trennung vorschlagen (Scheidung). Allein schon zum wohle der Kinder. Er wird sich nicht ändern, wenn er schon die Therapien nicht mehr weiter macht wird sich bei ihm absolut nicht ändern. Er muss es von sich aus selber wollen ansonsten bringt es gar nichts ihn von außen zu irgendetwas zu bewegen. Und wenn die Kinder schon Angst haben wenn er etwas lauter wird würde ich sofort die Reißleine ziehen weil solche Geschehnisse können Kinder sehr traumatisieren.
Mfg xneox
Beitrag von jiggi - 03.11.11 - 13:17 Uhr
Wir haben jetzt am Montag einen Gerichtstermin. Das Jugendamt ist dann sogar auch geladen. Ich bin jetzt echt schon etwas aufgeregt, was da nun erörtert wird.
Mein Mann ist gestern aus allen Wolken gefallen, als er die Ladung im Briefkasten hatte und seitdem ist Funkstille bei uns. Irgendwie versteht er immer noch nicht, worum es hier geht.
Jedenfalls danke ich Euch noch für Eure Antworten!!
lg
jiggi
