Hausfrau?

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Beitrag von tisa2506 - 02.11.11 - 11:57 Uhr

Hallo,

wir überlegen ab nächstes Jahr wenn meine 2. in die erste Klasse kommt, dass ich dann erstmal zu Hause als Hausfrau bleibe. Ich selber habe damit kein Problem. Ich hätte gern endlich mehr Zeit für meine Kinder. Ausserdem könnten wir uns so die Kosten für Hort, Sprit für Arbeitsfahrten usw. sparen. Da mein verdientes Geld eh hauptsächlich dafür weg geht.

Welche Meinung habt ihr dazu? Mich interessiert ob es mehrere Hausfrauen gibt und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben, auch bezüglich der Ämter usw.

Beitrag von blonde.engel - 02.11.11 - 12:03 Uhr

Hallo!

Meine Meinung ist:
"Jeder lebt so, wie er glücklich ist!"

Was mich aber ganz gewaltig stört ist folgendes:
"...welche Erfahrungen sie damit gemacht haben, auch bezüglich der Ämter usw"

Wenn du zu Hause bleibst und dein Mann für das nötige Kleingeld sorgt, von welchen Ämtern willst du dann was? Wenn man es sich nicht leisten kann, EINFACH SO HAUSFRAU ZU SEIN, dann sollte man es sein lassen!

LG
Jenny

Beitrag von tisa2506 - 02.11.11 - 12:10 Uhr

Da hast du was gehörig in den falschen Hals gekriegt. Ich will von keinem Amt was. Ich meine wegen Meldungen usw. nicht dass ich dann noch Ärger dafür bekomme. Wenn man es nich von alleine finanziell packt würde ich das auch nie machen...

Soweit ich weiß muss man sich doch beim Arbeitsamt melden usw. deswegen. Zahlen sollen die mir gar nichts. Ich finde es gibt genügend Leute die das Geld dringend brauchen. Es gibt nämlich auch Leute die nicht nur schmarotzen...

Ich finde diese Vorurteile hier teilweise ganz schön besch....

Beitrag von rosaundblau - 02.11.11 - 12:14 Uhr

Solang Du nicht arbeitssuchend bist brauchst Du dich auch nicht beim Arbeitsamt melden.

Lediglich der Krankenkasse Deines Mannes müsst Ihr mitteilen, daß Du nicht mehr arbeiten gehst und somit selber Krankenversichert bist. Du bist dann bei Deinem Gatten Familienversichert, ebenso die Kinder.

Denke nur an eine private Altersvorsorge, denn ohne eigenes Gehalt fehlen Dir auch eigene Rentenbeiträge für die Zeit als Hausfrau. Im Alter holt Dich das ganz fies ein.

vg rosaundblau

Beitrag von anja1968bonn - 02.11.11 - 13:41 Uhr

Wenn Du keine Arbeit suchst, brauchst Du auch nicht zum Arbeitsamt. Kümmern musst Du Dich um die Krankenkasse, ihr müsst überlegen, ob sich bei den Steuerklassen was ändert ... sonst fällt mir nicht viel ein.

LG

Anja

Beitrag von janine2785 - 02.11.11 - 14:22 Uhr

Wieso solltest du dich beim Arbeitsamt melden müssen? Damit hast du nix zu tun wenn du weder Arbeit suchst noch Geld bekommst.
Ich war 3 Jahre lang zuhause, da hatte ich mit keinem Amt etwas zu tun, lediglich bei der Krankenkasse habe ich mich gemeldet um mich und meine Tochter Familienversichern zu lassen.

Beitrag von gh1954 - 02.11.11 - 16:37 Uhr

>>>Ich finde diese Vorurteile hier teilweise ganz schön besch.... <<<

DU hast doch "die Ämter" ins Spiel gebracht.

Beitrag von rosaundblau - 02.11.11 - 12:08 Uhr

Hallo!

Gehst Du derzeit arbeiten? Und was heißt, bezüglich der Ämter?

Eine Freundin ist seit Jahren überzeugte Hausfrau und kümmert sich vorbildlich um die Kinder. Ihr Mann erwirtschaftet das Familieneinkommen. Auf Grund ihrer beruflichen Perspektiven würde ebenfalls das gesamte Einkommen für Kinderbetreuung und KFZ-Kosten drauf gehen. Sie können keine großen Sprünge machen haben aber ein vernünftiges Auskommen und sind insgesamt sehr zufrieden.

vg rosaundblau

Beitrag von silbermond65 - 02.11.11 - 12:13 Uhr

Ich war noch nie "immer" Hausfrau und für mich wäre das auf Dauer auch nichts.
Wenn das für dich okay ist und ihr euch das leisten könnt,dann mach es doch.
Aber wenn für dich " bezüglich der Ämter" heißt,daß ihr dann zusätzlich irgendwelche Hilfen beantragen wollt,weil nur das Geld deines Mannes nicht ausreicht........das wird dann wohl nichts.
Da wird man dir auf die Füße steigen,damit du schnellstens wieder in Arbeit kommst.

Beitrag von kathi.net - 02.11.11 - 12:14 Uhr

Ich bin der Meinung: jeder wie er mag und kann!

Allerdings müsstest du diesen Passus "auch bezüglich der Ämter usw." mal erläutern!

Beitrag von sonntagsmalerin - 02.11.11 - 12:38 Uhr

Hast du dir Gedanken darüber gemacht, wie es langfristig beruflich für dich weitergeht? Ein paar Jahre als Hausfrau können die beruflichen Perspektiven deutlich einschränken. Nur so als Gedanke, falls du vorhast, später wieder zu arbeiten. Ich persönlich würde dieses Risiko nicht eingehen wollen, weil ich unabhängig bleiben will.

Beitrag von honigkuchenpferdle - 02.11.11 - 13:26 Uhr

Hallo Tisa,

ich bin zur Zeit UNFREIWILLIG "Hausfrau" (nach Krankheit) - für mich ist wohl eher der Begriff Arbeitssuchende stimmig.

Ich sehe als Problem die fehlende Rente und die fehlenden sozialen Kontakte an. Es ist einfach was anderes, ob man hier und da mal Freunde trifft als regelmäßig/ täglich die Kollegen.

Mir fehlt auch so ein bisschen die Anerkennung über das Geleistete.

Ein weiterer Punkt ist die finanzielle Unabhängigkeit. Mein Mann und ich haben unser Geld schon immer zusammengeworfen, egal was wer verdient, aber ich vermisse den monatlichen Gehaltszettel, die Freude über eigen verdientes Geld...

Auch wenn du nach ein paar Jahren wieder arbeiten willst, so ist es fraglich ob du noch einen gleich qualifizierten Arbeitsplatz bekommst wenn du länger draußen warst und dich nicht weitergebildet hast.

Sicher hab ich es auch eine zeitlang genossen mal auszuschlafen oder gewisse Dinge tagsüber zu unternehmen.

Ich würde, bevor ich kündige noch mal intensiv in mich reinhören, ob das reine Hausfrauendasein wirklich für mich passt oder ob´s mir nicht zu wenig ist (mir geht´s zumindest so).

Viele Grüsse!

Beitrag von anarchie - 02.11.11 - 13:56 Uhr

Hallo!

Ich bin seid 9 Jahren Hausfrau.
Aus Überzeugung.
Mein Mann verdient soviel, dass wir in Ruhe leben können - zwar nicht geld ohne Ende, aber genug für ein gutes Leben.

ich bin gerne zuhause mit meinen Kindern und sehe kein Problem darin.
Rentenmäsig bin ich privat abgesichert, sinnvoll beschäftigen kann ich mich auch nach den Kindern, alles gut für mich.

natürlich muss man im Auge haben, wie man im Alter abgesichert ist und ob/was man später mal machen will...

Und: wieso Ämter?

lg

melanie mit 4 Kindern

Beitrag von manavgat - 02.11.11 - 13:58 Uhr

Erfahrungen bezüglich irgendwelcher Ämter?

Hä!?

Wenn Du meinst, dass Du Hausfrau spielen willst - das ist übrigens kein Beruf, sondern ein Zustand - dann mach, vorausgesetzt, Du kannst es Dir leisten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ayshe - 02.11.11 - 14:02 Uhr

Da ich gern bei meinem Kind sein möchte, keine Lust habe, hunderte von Euros im Monat für Benzin auszugeben, bleibe ich einfach zu Hause.
Es gibt die Hausfrauenbehörde, wird jetzt nach und nach eingeführt, bei uns ist sie seit November neu.
Und dort wurde mir gesagt, daß sie einfach 2/3 meines Gehaltes zahlen, wenn ich zu Hause bleiben möchte, aber mein Mann uns gar nicht allein finanzieren kann.
Das Ziel des Staates ist es doch, möglichst ganz viele sehr glückliche Kinder zu bekommen oder? :-)

Beitrag von gruener_urmel - 02.11.11 - 14:19 Uhr

Hallo

was ist den Später mit deiner Rente ?

da fehlen ja Einzahlungszeiten ?

Jetzt mag ja alles gut sein, aber da fällt mir gleich wieder ein, Altersarmut

Ich finde Hort Schadet den Kindern nicht, sie Essen machen ihre Hausaufgaben zusammen.
Teilweise sind da auch welche aus der Klasse der Kinder. Und können da noch zusammen Spielen

Hier gehen die Kinder ab den 3. Geburtstag in die Vorschule. Schule geht hier von 9h ( nach Bedarf der Eltern können sie auch schon um 7h kommen) bis 16.30h inkl. Essen

Und man kennt es nicht anders

Aber wie schon viele Schreiben, du musst für dich selber Entscheiden

Für mich wäre es nichts, was soll ich den ganzen Tag machen #gaehn

Saludo

Beitrag von ayshe - 02.11.11 - 14:38 Uhr

##
da fehlen ja Einzahlungszeiten ?

Jetzt mag ja alles gut sein, aber da fällt mir gleich wieder ein, Altersarmut
##
Das gewichtet sich doch erst durch eine hohe anzahl von Jahren.

Wenn eine Frau 3 Jahre zuhause war, wird sie nicht automatisch zur Altersarmut gehören.
Vllt hast du das auch nicht so gemeint, aber ich habe das heute schon einmal gelesen.
Und ich weiß nichtmal, ob diese TEs überhaupt lebenslang zuhause bleiben wollen.

Auch durch Ausbildungen können jahrelange Einzahlungsfehlzeiten entstehen.

Beitrag von gruener_urmel - 02.11.11 - 15:17 Uhr

Hallo

>>Vllt hast du das auch nicht so gemeint, aber ich habe das heute schon einmal gelesen.

Wie du schon geschrieben hast, es wurde nie erwähnt, wie lange die TA zu hause bleiben mag.

Man liest aber immer wieder, das der Trend zu Vollzeit Hausfrau/Mutter geht

Da ja in jeden Schuljahr irgendetwas ist, oder in jeden Altersabschnitt der Kinder

Und später kommt der Schock, Keine oder eine zu kleine Rente !

Saludo

Beitrag von cgwkmg - 02.11.11 - 14:20 Uhr

Hallo,

man könnte mich als Hausfrau bezeichnen denn ich arbeite nur 9 Stunden im Monat (einen Samstag). Für uns ist es die perfekte Lösung. Ich habe hier keine Familie, die mir kostenlos helfen kann, mein Mann als Arzt kann auch nicht einfach mal kindkrank machen und so ist es für alle entspannter. Sein Gehalt reicht aber auch gut, weil wir sehr sparsam sind, ich fast alles für die Kinder gebraucht kaufe.......wir haben es mal durchgerechnet. Würde ich meinen alten vertrag mit 30h wieder erfüllen (Lohnsteuerklasse 5) und müsste zusätzlich weitere Kinderbetreuungseinrichtungen in Anspruch nehmen (jetzt gehen die Kinder von 8-14 Uhr in den Kiga und ich kümmer mich um alles außer um´s direkte Geldverdienen), Babysitter müsste auch hin und wieder sein da die Betreuungen ja um 16 Uhr schließen und ich bis 20 Uhr arbeiten müsste - schlussendlich hätten wir ca. 100 Euro mehr pro Monat. Und dafür tue ich mir den Organisationsstress nicht an - das tut auch meinen Kindern nicht gut.

Hätte ich eine Oma hier würde ich aus beruflichem Interesse schon mehr arbeiten aber so kann ich eben nicht alles haben und soweit sind wir mit der Situation mehr als zufrieden.

Ich kann Deine Überlegungen gut verstehen allerdings finde ich, dass dann ein Gehalt auch reichen muss. Jeden Cent 3x umdrehen hätte ich persönlich keine Lust zu obwohl ich ein absoluter Sparfuchs bin.

cgwkmg

Beitrag von melmystical - 02.11.11 - 15:10 Uhr

Ich bin seit der Geburt unseres Sohnes Hausfrau. Eher unfreiwillig, da meine Firma während meiner Elternzeit dicht gemacht hat. Wir haben gerechnet und beschlossen, dass unser Sohn erst mit 3 Jahren in den Kindergarten geht und ich solange zu Hause bleibe. Ich muss sagen, ich habe die Zeit sehr genossen. Ich konnte den Haushalt machen wann ich wollte, hatte genügend Zeit für meinen Sohn und konnte uns abends was Schönes kochen.

Nun ist mein Sohn im Kindergarten gut eingewöhnt. Rein rechnerisch könnte ich weiterhin zu Hause bleiben, aber jetzt suche ich mir was für nebenbei, wo ich vielleicht zwei bis drei Mal in der Woche arbeiten kann. Mehr Geld ist ja nie verkehrt und so langsam möchte ich mal wieder was tun. #schwitz

Bei Ämtern musst du dich nicht melden. Du musst nur an deine Krankenversicherung denken. Entweder lässt du dich über deinen Mann familienversichern oder du versicherst dich privat.

Beitrag von sarahg0709 - 02.11.11 - 15:29 Uhr

Hallo,

was meinst Du "bezüglich der Ämter"?

Es ist eine sehr persönliche Entscheidung, "nur" Hausfrau und Mutter zu sein. Da hat der Staat nichts mit zu tun.

LG

Beitrag von king.with.deckchair - 02.11.11 - 18:29 Uhr

"auch bezüglich der Ämter usw"

Welche Ämter?

Solltest du vorhaben, dir das HausfrauenDASEIN durch ergänzendes ALG II finanzieren zu lassen - der Zahn wird dir im Jobcenter gezogen werden. Mindestens Teilzeittätigkeit ist dir zumutbar!

Beitrag von ballroomy - 02.11.11 - 19:25 Uhr

Ich bin im Moment auch zu Hause. (zweites Kind kommt in wenigen Tagen auf die Welt).
Ich will auch erstmal nicht wieder einsteigen, frühestens, wenn der Kleine auch 3 Jahre alt ist und in den KiGa kommt. Es sei denn meine Mutter könnte ihn betreuen, dann würde ich auch vorher Teilzeit wieder einsteigen wollen.
Mal sehen, wie es sich ergibt.

Mit irgendwelchen Ämtern hab ich nichts zu tun, nur die Krankenkasse muss informiert werden wegen der Familienversicherung. Wenn Du die Möglichkeit hast, dann leg privat was für Deine Rente zurück. Wir machen das auch, denke es lohnt sich.

Grüße
ballroomy

Beitrag von tisa2506 - 02.11.11 - 20:58 Uhr

Hallo,

also bezüglich der Ämter meinte ich nur wo ich mich hinmelden muss ohne strafbar zu machen. Zum Beispiel wegen Arbeitssuche... oder aber ich dachte, dass das eventuell beim Jugendamt gemeldet werden muss oder so weiter. Ich kenne mich da überhaupt nicht aus.

Wie gesagt: ICH MÖCHTE SPÄTER KEINEN ÄRGER; WEIL ICH MICH HÄTTE MELDEN MÜSSEN. Das meine ich damit...

Schönen Abend noch.

Beitrag von coppeliaa - 03.11.11 - 09:11 Uhr

"Welche Meinung habt ihr dazu?"

jeder wie er will und mag. eine höchstpersönliche entscheidung!

ich habe erst diesen sommer länger mit einer langjährigen freundin von mir geredet. die hat nach der matura (=abitur) ein bißchen gejobt (aber keine weitere ausbildung gemacht) und dann mit ihrem mann familie aufgemacht. sie ist als hausfrau zu hause geblieben, hat es sehr genossen. sie hat sich dann im laufe der zeit einen aushilfsjob besorgt, einmal wöchentlich, der macht ihr sehr großen spaß und ein bißchen "trantschelgeld" ist es auch.

jetzt ist sie mitte dreißig, das jüngste kind geht schon in die schule. den aushilfsjob hat sie ein bißchen ausgeweitet (geht ja auch leichter jetzt), ihr hauptjob ist noch immer hausfrau und mutter.

so, und dann kam die katastrophe - eine massive ehekrise. ihr mann wollte sein leben verändern und sich trennen. sie steht somit vor einem massiven problem. (vernünftige) ausbildung? keine. in ihrem job bekommt sie ca 700 euro netto. damit kann man sich nix vernünftig aufbauen, noch dazu hat sie sich durch jahrelange abwesenheit am arbeitsmarkt massiv ins abseits gestellt, jobmäßig auf alles für die familie verzichtet (und ja, ihr mann hat mittlereile halbwegs karriere gemacht, verdienst ca 3000 netto monatlich).

sie hat gesagt, sie geht nicht. sie ist von ihm abhängig. die ehe? - es muss gehen.

im moment haben sich beide zu einer zweckgemeinschaft zusammengerauft.

sollte diese ehe aber schiefgehen, dann hat sie ihre finanzielle zukunft aufs spiel gesetzt und verloren.

grauenhaft.

coppelia

PS: die beiden haben jahrelang sehr glückliche gewirkt!