Hallo zusammen,
hatte vor kurzem bereits gepostet, dass mein AG (400€ Job, also nicht mein Hauptarbeitgeber) Probleme geäussert hat, was meinen Einsatz als Schwangere betrifft.
Heute Abend bekam ich einen Anruf, dass ich ab sofort raus bin, einfach so. Ich darf definitiv nicht weiter arbeiten. Mir stiegen die Tränen in die Augen, denn es ist absolut nicht in meinem Interesse.
Ich bin hauptberuflich als Krankenschwester im Krankenhaus tätig (momentan aber noch in Elternzeit). Seit Juli arbeitete ich nebenbei bei hiesigem Arbeitgeber im Kassenärtzlichen Bereitschaftsdienst (Notdienst).
Ich weiß ja (und das ist auch ok), dass Blutentnahmen, infektiöse Sachen, i.v.-Geschichten etc tabu sind, aber warum zur Hölle darf ich nicht sonst normal weiter arbeiten?
Ich habe diesen Job nicht nur allein wegen des Geldes gemacht, sondern aus Überzeugung und Spaß an der Arbeit und es tut mir echt weh, das nicht mehr weiter machen zu dürfen.
Vor allem verstehe ich einfach nicht warum??!! Der AG sagt, sie können meine Sicherheit nicht gewährleisten...Was mache ich denn bitteschön, was nicht erlaubt ist??
Ich bin geplättet und echt enttäuscht, traurig und sauer. Es gibt keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Schön, nun darf ich mit meinem Hintern bis zur Entbindung (und die ist erst im Juni!!) zu Hause sitzen. Herzlichen Dank. Es gibt sicherlich einige Frauen, die sich darüber freuen würden, ich tue es absolut nicht.
So, wollte meinen Frust einfach mal ablassen. Wünsche allen einen schönen Restabend!
Lg Melle
AG erteilt BV gegen meinen Willen und ich kann nichts dagegen tun!
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von schmerle123 - 02.11.11 - 19:44 Uhr
Beitrag von hasimausi1983 - 02.11.11 - 20:28 Uhr
Abend,
das gleiche ist mir vor knapp 3Jahren auch passiert!
Mein AG hat hinter meinem Rücken ein BV gemacht!
Echt Miese Nummer

Schönen Abend noch...
Beitrag von pattyd - 03.11.11 - 07:24 Uhr
Oh ja, per Gesetz einfach so "gemacht"...beo 100% Bezahlung zu Hause die Zeit der Schwangerschaft geniessen...WIE FIES!
Beitrag von susannea - 02.11.11 - 21:57 Uhr
Entschuldige mal, was ist denn mit dir los. Dein AG will dein Kind schützen und du pöbelst ihn an.
Sorry, aber da fällt mir nichts mehr zu ein!
Beitrag von schmerle123 - 03.11.11 - 09:17 Uhr
wie ich bereits schrieb: es gibt gewisse dinge im gesundheitssektor, die als schwangere tabu sind, das ist auch absolut in ordnung. ich verstehe nur nicht den sinn, mich komplett aus der arbeit rauszunehmen. die arbeiten, die ich dort verrichte, sind für das ungeborene nicht schädigend. glaub mir, ich denke an das wohl des kindes, keine frage - nur finde ich das beschäftigungsverbot nicht sinnig!
Beitrag von kathi.net - 03.11.11 - 09:21 Uhr
Ich glaube, dass letzte Mal hattest du etwas geschrieben von Arbeitszeiten nach 20 Uhr, samstags etc.
Ich denke, genau da liegt der Punkt. Für den AG ist es schwierig, sich so ans MuSchuG zu halten. Also schickt er dich lieber ins BV um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
Beitrag von susannea - 03.11.11 - 14:09 Uhr
Der Ag hat dir doch vorher schon gesagt, dass der Arbeitsplatz und die Arbeitszeit nicht die Tätigkeiten das Problem sind, wie kann man sich darüber so aufregen.
Dein Verhalten ist nicht sinnig, das stimmt!
Beitrag von schmerle123 - 03.11.11 - 14:20 Uhr
nach heutiger rücksprache mit dem betriebsarzt (von dem das bv ausgeht), ist die tätigkeit das problem, von der arbeitszeit hat er heute nichts gesagt.
ich habe bereits weiter unten geantwortet, wie jetzt (nach dem klärenden gespräch) meine sichtweise ist. es fällt mir schwer, von jetzt auf gleich einfach meinen dienst nicht mehr zu verrichten, auch wenn ich die argumentation für das bv JETZT nachvollziehen kann.
Beitrag von whitefairy - 02.11.11 - 22:35 Uhr
Hallo,
das verstehe ich nun leider garnicht.
Du hast einen AG der seiner Fürsorgepflicht nachkommt und sich um die Einhaltung des Mutterschutzgesetzes kümmert und dies ist dir nicht Recht ?
Stellt sich mir die Frage, wer von euch beiden sich mehr Gedanken um das Wohl deines ungeborenen Kindes macht !
whitefairy
Beitrag von schmerle123 - 03.11.11 - 09:22 Uhr
unterstelle mir nicht, dass ich mir keine gedanken mache. das tue ich sehr wohl. für die arbeiten, die ich dort tätige sehe ich allerdings nicht den sinn eines beschäftigungsverbotes.
hergott, ich lese hier fast täglich von frauen, die nahezu darum bitten solch eines zu bekommen, wo ich oft nur den kopf schüttel.
ich habe in meiner ersten ss auf der unfallchirurgie bis zur 15. ssw normal weiter gearbeitet, erhielt dann aus anderen gründen ein verbot, was auch gerechtfertigt war. ich würde keine tätigkeiten durchführen, die dem kind schaden - aber das ist eben aktuell nicht der fall!
Beitrag von mamavonyannick - 03.11.11 - 08:01 Uhr
Hallo,
finde ich völlig in Ordnung von deinem Arbeitgeber. Was soll er denn tun? Für die Arbeit, die du nicht machen kannst, sich eine extra Kraft einstellen? Bedenke mal den Aufwand. Nicht nur du hast bestimmte Interessen, die der aG einhalten muss. Auch der aG hat bestimmte Interessen, die deinen dagegen stehen. Und dann muss abgewägt werden.
vg, m.
Beitrag von woodgo - 03.11.11 - 08:32 Uhr
Hast Du schonmal überlegt, daß er Dich vielleicht garnicht weiter beschäftigen darf?
Beitrag von mansojo - 03.11.11 - 08:55 Uhr
hallo,
steht das nicht im mutterschutzgesetz das schwangere keine bereitschaftsdienste mehr machen dürfen?
wie sah dein arbeitsspektrum denn aus?
notdienst
was genau machst du da
nimmst du die anrufe entgegen oder bist du direkt vor ort
wer übernimmt die arbeiten die du nicht mehr machen darfst?
Beitrag von schmerle123 - 03.11.11 - 09:28 Uhr
wir sind ein hausärtzlicher notdienst, der eine praxis in der notaufnahme des ortsansässigen kh hat. zu uns kommen patienten ausserhalb der sprechzeiten ihres eigentlichen hausarztes. unter der woche eben in den abendstunden und am we ganztags, wobei die schicht am we aufgeteilt ist in früh und spät.
wir arbeiten grundsätzlich zu zweit mit einem arzt. dann teilen wir uns, einer nimmt die patienten auf, der andere unterstützt den arzt. das war soweit jetzt auch schon abgeklärt, dass ich eben nicht mehr mit dem arzt mitlaufe, sondern nur noch die patienten aufnehme. so, und jetzt frag ich mich, was daran denn verkehrt ist!
Beitrag von sandrinchen85 - 03.11.11 - 10:32 Uhr
was verkehrt daran ist??
dass du nach 20 uhr und an wochenenden/feiertagen nicht arbeiten darfst laut mutterschutzgesetz ;)
Beitrag von schmerle123 - 03.11.11 - 10:39 Uhr
richtig ist nach 20uhr, richtig ist auch an feiertagen, aber an wochendenden (samstag) ist erlaubt.
ist aber auch egal jetzt, ich finde mich damit ab und gut ist. hab eben nochmal mit der personalabteilung meines ag`s telefoniert. diese sagten mir, dass das bv nicht von denen selbst kommt, sondern vom betriebsarzt des ag`s und diese es nur umsetzen. warte jetzt auf den rückruf vom betriebsarzt, dann will er mich über die gründe aufklären, warum er so entschieden hat!
Beitrag von mansojo - 03.11.11 - 12:07 Uhr
mmmh wenn du nur bürotätigkeiten ausführst wüsste ich auch nicht
dein arbeitgeber geht eben auf nummer sicher
unser betriebsarzt vergibt auch sofort ein beschäftigungsverbot
wenn der gyn nicht schnell genug ist
Beitrag von vwpassat - 03.11.11 - 10:51 Uhr
Versteh einer, was in schwangeren Frauen vor sich geht.
Dein AG hat seiner Fürsorgepflicht nachzukommen. Sei froh, dass er dies von alleine tut.
Nicht selten liest man es andersherum. Aber bekanntlich kann man es ja keinem REcht machen. Du hast übrigens keinerlei Nachteile davon, im Gegenteil.
Beitrag von schmerle123 - 03.11.11 - 13:40 Uhr
eine meinung habe ich nicht nur weil ich schwanger bin 
diese mag für aussenstehende vielleicht nicht ganz nachvollziehbar sein - aber genauso wenig nachvollziehbar war für mich gestern abend der anruf, dass ich ab sofort eben nicht mehr kommen darf. ich fühlte mich total blöd, weil ich den sinn nicht sah. ich habe vorhin mit dem betriebsarzt telefoniert um die gründe dafür zu erläutern. er hat sich sehr viel zeit genommen, mir hinreichend erklärt, warum er so entschieden hat. es ist jetzt zumindest für mich erklärlich (das war es gestern nicht, denn da hat man mir keine wirklichen gründe genannt), auch wenn es trotzdem ein unschönes gefühl ist von jetzt auf gleich einfach nicht mehr zum dienst zu erscheinen.
ich möchte hier nicht als unverantwortlich oder ähnliches gesehen werden. es hat mich einfach getroffen im ersten moment, denn ich arbeite gerne in meinem beruf und ich habe tatsächlich nicht damit gerechnet, dass man mich dort im falle einer schwangerschaft ganz raus nimmt.
Beitrag von susannea - 03.11.11 - 14:25 Uhr
Ich verstehe deine Probleme immer noch nicht, dass du keien Patienten mehr aufnehmen kannst ist doch klar, du darfst keinen Patientenkontakt mehr haben, weil ja nicht klar ist, was die haben!
Und ganz ehrlich, davon hättest du vorher ausgehen können, dass du entweder in ein Büro versetzt wirst oder zu Hause bleiben musst!
Beitrag von schmerle123 - 03.11.11 - 14:43 Uhr
ne, davon bin ich eben nicht ausgegangen, weil ich in meiner ersten schwangerschaft auch stationsdienst verrichtet habe mit ausnahmen. genau deswegen war ich so geplättet. aber das sieht wohl auch jeder arzt anders. der betriebsarzt sagte vorhin (nachdem ich ihm davon berichtet habe, dass ich eben in der ersten schwangerschaft auch gearbeitet hatte), dass dies unzulässig war, vor allem im chirurgischen bereich. mein behandelnder gyn zb schütteltet den kopf, er meinte, dies sei ohne probleme bis zum beginn des mutterschutzes ok, wenn alles in ordnung ist. ja und eine richtige aussage kann ich mir dann aussuchen! naja, es ist jetzt so, ich bin da raus, ich kann die argumentation des b.arztes jetzt auch verstehen und gut ist.
Beitrag von susannea - 03.11.11 - 14:45 Uhr
Was wir aber nicht verstehen können ist dein Verhalten!
Und natürlich ist Stationsdienst nicht in allen Bereichen zulässig. Nicht umsonst dar eine Zahnarzthelferin die ganze Schwangerschaft nicht an den Stuhl!
Beitrag von schmerle123 - 03.11.11 - 14:57 Uhr
es hat mich traurig gemacht. es kommt ein anruf mit den worten "du bist ab sofort raus" - keine weiteren erklärungen, nichts. und man selbst sitzt da und versteht im ersten moment einfach nicht warum (aus den schon genannten gründen). ich bin nicht der typ, der schreit "juhu, ich bleib zu haus für tolles geld". ich habe wie gesagt mit einschränkungen gerechnet, nicht aber mit einem verbot. und die art und weise, wie es gestern abend vermittelt wurde, war vielleicht auch nicht die günstigste. selbst der b.arzt sagte mir heute, er hätte es lieber gehabt, wenn er vorher mit mir gesprochen hätte, bevor der anruf kam. sicherlich wäre meine reaktion dann nicht so heftig gewesen, wenn ich bereits um die gründe gewusst hätte!
Beitrag von bellababy - 03.11.11 - 13:26 Uhr
Naja ohne Dich ist es einfacher zu planen!
Du darfst ja nicht nur die infektiösen Sachen nicht mehr machen, Spätdienste, Nachtdienste und auch Sonn- und Feiertags ist für Dich nun tabu.
Freu Dich doch das Dein AG so fürsorglich ist und Dich rausnimmt. Ich habs schon anders erlebt!
