Mein Geburtsbericht - Klein Anton ist gelandet! (lang)

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von claudiw83 - 04.11.11 - 21:13 Uhr

Hallo liebe Neu-Mamis und werdende Mamis,

nun komme ich dazu, meinen Geburtsbericht niederzuschreiben.
Es fing pünktlich am errechneten ET um ca. 1:30 Uhr nachts an... leichte Wehen, die mit der Zeit regelmäßiger wurden, aber noch gut zu ertragen waren.
Es fühlte sich an wie Regelschmerzen.
Bin die ganze Nacht durch die Wohnung gewandert und habe meinen Mann schlafen lassen #verliebt
Morgens gegen halb 7 war mir dann doch so, dass ich ihn weckte und ihn bat, mit mir ins KH zu fahren. Sein Kommentar: "Meinst du nicht, ich kann noch ein bisschen schlafen?" #schock Männer!
Er ist dann aber doch aufgestanden und ich bin noch mal fix unter die Dusche gesprungen, um zu schauen, ob die Wehen stärker und regelmäßiger werden - was dann auch so war.
Im KH angekommen nahm mich eine liebe Hebamme in Empfang und untersuchte mich - der Mumu war zu diesem Zeitpunkt ca. 3 cm offen. Ich wurde noch mal frühstücken geschickt in die Krankenhauskantine.
Dort musste ich schon die ein oder andere stärkere Wehe veratmen und konnte mein Brötchen nicht mehr wirklich genießen.
Wollte dann irgendwann nur noch in ein Zimmer und ins Bett.
War anschließend noch in der Wanne, wo ich mich auch ganz gut entspannen konnte - hätte mir allerdings nicht vorstellen können, dort zu entbinden.
Als es unangenehm wurde, bin ich raus aus der Wanne und ab in den Kreissaal. Der Mumu war mittlerweile ca. 5 cm und die Schmerzen stärker.
Mein Mann unterstützte mich sehr, insbesondere beim Atmen, wenn ich mich auf Grund der Schmerzen nicht richtig konzentrieren konnte #schein
Dann bekam ich auf Wunsch ein Schmerzmittel, welches mir ein bisschen Schmerzlinderung und sehr entspannende Wehenpausen verschaffte.
Mittlerweile merkte ich, dass der Druck nach unten deutlich zunahm und empfand das als sehr unangenehm.
Als das Schmerzmittel nachließ, waren die Wehen sehr heftig und kamen bald 1-2 minütlich.
Ich hatte kaum Zeit mich von einer Wehe zu erholen, da kam auch schon die nächste und ich wollte einfach irgendwann nicht mehr.
Mein Mann sprach mir immer Mut zu und atmete mit, aber die Schmerzen und der Druck nach unten waren so stark, dass ich nach einer PDA verlangte.
Ich musste allerdings noch einige starke Wehen veratmen bevor ENDLICH die Anästhesistin kam #schwitz
Man gab mir einen Wehenhemmer und als die Narkose gesetzt wurde, zitterte ich wie Espenlaub... wahrscheinlich lag es an der ganzen ANspannung.
Danach kam für mich der Frieden :-D
Ich scherzte sogar noch mit meinem Mann und wir diskutierten nochmals wegen des Nachnamens.
Die PDA war gut gesetzt, so dass ich meine Beine noch spürte und sogar aufstehen konnte. Eine Seite war etwas mehr betäubt als die andere, aber das war gut, denn so merkte ich, wenn die Wehen kamen und konnte mitarbeiten.
Zum Ende hin waren es 4-5 Presswehen und mein Kleiner war auf der Welt. Ich hatte keinen Dammriss, aber einen kleinen Scheidenriss, der dann sofort genäht wurde.
Durch die Narkose habe ich das nicht gemerkt.
Ich war so erleichtert - nach 10 h war mein Zwerg endlich auf der Welt.
#verliebt
Ich musste ein paar Tränchen verdrücken und war überglücklich!
Nun ist er schon 4 Wochen alt und es wird von Tag zu Tag spannender :-)

Wünsche euch alles Liebe und einen schönen Abend!