Bewerbung für Praktikum - welche Unterlagen einreichen?

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Beitrag von pista - 05.11.11 - 13:53 Uhr

hallo,

ich versuche nach vielen jahren kinderauszeit beruflich wieder fuß zu fassen, leider habe ich bisher auf meine job-bewerbungen nur absagen bekommen.
jetzt habe ich eine praktikumsausschreibung gesehen, die mich sehr reizen würde, hier steht auch nicht, dass es sich um ein studentenpraktikum handelt.

ich bin mir aber nicht sicher, was ich an unterlagen neben anschreiben und lebenslauf mitschicken soll. sollte ich meine arbeitszeugnisse auch mit einreichen?

gruß,
pista

Beitrag von ansahe - 05.11.11 - 19:49 Uhr

Hallo,

ich würde auf jeden Fall auch dein letztes Arbeitszeugnis (nicht alle, wirklich nur das letzte) mitschicken, dann bist du auf der sicheren Seite.
Wenn es nicht interessiert, gucken sie es sich auch nicht an. Ist aber auch nicht negativ, wenn es mitgeschickt wurde.

LG, Anja

P.S. ich mache auch nach 4 Jahren Familienphase gerade ein Praktikum:-p

Beitrag von pista - 06.11.11 - 09:31 Uhr

Vielen Dank für Deine Antwort!
Darf ich fragen, wie du an das Praktikum gekommen bist? Vitamin-B, oder war es ausgeschrieben? Die meisten Praktika sind ja für Studenten ausgeschrieben, ich weiß gar nicht, ob es da Sinn machen würde, sich mal zu bewerben.

Gruß,
pista

Beitrag von ansahe - 06.11.11 - 12:27 Uhr

Hallo,

nein, ausgeschrieben war die Stelle nicht. Ich hab ehrlich gesagt auch noch nie eine ausgeschriebene Praktikumsstelle gesehen, die auch für Nicht-Studenten geeignet war.

Ich habe, als mein Kleinster in Kindergarten kam, mir bei der Arbeitsagentur einen Termin geben lassen um mich zu informieren. Da ich keinen Anspruch auf Bezüge habe, dachte ich, ich könnte mich vielleicht Arbeitssuchend melden. Der Hintergedanke bei mir war, das ich mich überhaupt an die Agentur gewendet habe, dass ich Unterstützung bzw. eine Schulung in Bewerbungen schreiben bekomme.

Ich war ganz überrascht, dass ich mich "Arbeitslos ohne Bezüge" melden konnte. War mir erst etwas unangenehm, aber ohne diesen Status hab ich keinen Anspruch auf Schulungen usw.

Zuerst wurde ich zu einem wirklich interessanten Vortrag von der "Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt" der Agentur geschickt. Diese Dame ist speziell für "Berufsrückkehrerinnen" zuständig und hat mir zum einen viel Mut gemacht und zum anderen aufgezeigt, welche Fortbildungsmöglichkeiten man so hat.
Daraufhin hab ich mich für ein Training beworben, welches "Zurück in den Beruf" heißt und in Teilzeit angeboten wurde.
Dies mach ich nun seit Ende September und habe für mich unheimlich viel daraus gezogen. Allein schon die ganzen Tipps zur Bewerbung usw.
Der theoretische Teil ist nun auch abgeschlossen und Bestandteil der Schulung war halt auch ein Praktikum. Dieses mussten wir uns jedoch komplett selber besorgen.

Ich habe halt verschiedene Firmen angeschrieben bzw. bin teilweise persönlich vorbei gegangen. Im Grunde genommen, war keine Firma abgeneigt. Praktikanten werden wohl ganz gerne genommen. Unsere Praktikumszeit ist aber leider nur auf 4 Wochen beschränkt und das war speziell den großen Firmen zu kurz. Die nehmen in der Regel erst ab 3 Monate. Leider bin ich zu spät darauf gekommen, eine Verlängerung auf privater Basis anzubieten.
Ich mache jetzt ein Praktikum in einer Versicherungs-Agentur und das hab ich einfach durch Fragen bekommen. Ich kannte den Chef vorher nicht.

Das einzige Problem, welches bei einem Praktikum ja ist, ist die Versicherungsfrage. Ich bin jetzt über die Arbeitsagentur Unfallversichert. Krankenkasse läuft ja eh über meinen Mann (würde sonst wohl auch übers Arbeitsamt laufen). Ich weiß, dass man als Arbeitslose auch in privaten Praktikas unterstützt wird und die Versicherung übernommen wird, da gibt es nur irgendeine zeitliche Begrenzung. Wenn man das jetzt total privat macht, ohne die Arbeitsagentur im Rücken, weiß ich nicht, wie die Versicherungsfrage (und die ist für die ARbeitgeber sehr wichtig, ich wurde sofort im Vorstellungsgespräch danach gefragt) geklärt wird. Evtl. hilft da eine Nachfrage bei deiner privaten Unfallversicherung.

Vielleicht ist es für dich ja auch eine Option, dich arbeislos zu melden. Bis jetzt wurde ich super in allen meinen Fragen und Wünschen unterstützt. Das einzige ist halt, dass ich natürlich auch Pflichten habe. Ich muss mind. 15 Stunden wirklich zur Vefügung stehen können und muss (wenn ich nicht gerade in der Schulung bin) eine gewisse Anzahl von Bewerbungen nachweisen können. Aber so schlecht ist das für mich gar nicht, ich will ja schließlich wirklich wieder eine Arbeit finden.

Das Praktikum ist auf jeden Fall eine tolle Sache. Ich kann richtig wieder ins Arbeisleben rein schnuppern, lerne vieles hab aber gleichzeitig noch nicht den Druck im Nacken, ich muss meinem Arbeitgeber sofort absolutes Können und Leistung zeigen. Ausserdem hoffe ich natürlich auf seine vielen Kontakte, das er mir evtl. bei der Jobsuche auch helfen kann. Bei ihm in der Agentur ist leider kein Arbeitsplatz mehr frei:-( Und ich habe wieder etwas, was ich in meinen Lebenslauf schreiben kann und nicht bereits 4 Jahre und älter ist:-p

So, jetzt ist es doch länger geworden, als ich wollte;-)

Falls du noch Fragen hast, immer her damit.

LG, Anja

Beitrag von pista - 06.11.11 - 13:27 Uhr

Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort! Da war einiges dabei, was ich überdenken werde.
Arbeitssuchend habe ich mich auch schon gemeldet, Profil bei der Arbeitsagentur hochgeladen etc., aber noch nicht arbeitslos gemeldet. Irgendwie ist mir das unangenehm und die ganze Zeit dachte ich auch, ich schaffe das ohne Unterstützung.
Aber vielleicht sollte ich mir zumindest doch mal einen Beratungstermin geben lassen, du schilderst ja ganz positive Erfahrungen.

Also, nochmals ganz herzlichen Dank!

LG,
pista