Hallo Ihr da draußen! Ich muss grad mal ein bisschen Frust los werden....
Mein "großer Sohn" ist 4 Jahre und bringt mich in letzter Zeit echt auf die Palme. Ich hab schon wie wild analysiert und spekuliert und fürchte es ist nicht mehr und nicht weniger als eine "Phase". 
Der kleine Stinker ist so was von muffelig. Ich hör den ganzen Tag nur "ich will dies nicht", ich will das nicht". Morgens VOR dem Aufstehen geht es schon los. "Ich will aber nicht aufstehen, lass mich in Ruhe. Geh weg. Ich bleib auf jeden Fall im Bett da kannst Du machen was Du willst. " Da ich früher auch ein Morgenmuffel war rede ich dann mit Engelszungen auf ihn ein.... "Na komm, im Bad ist es schön warm. Ich hab dir extra die Spidermanhose rausgelegt.. usw." Wenn ich pech hab bekomm ich es mit Tritten gedankt. Dann folgt die Konsequenz.." Wenn Du jetzt nicht aufstehst, schaffst Du es nicht mehr zu frühstücken oder dich anzuziehen und und und..." Ja, ich habe es auch schon durchgezogen und ihn ohne Frühstück in den Kiga gebracht. (er frühstückt dort ja eh noch mal) Oder ihn halb angezogen ins Auto gesetzt. Es hilft irgendwie alles nichts. Dieser Muffelton zieht sich durch den ganzen Tag. Es gibt zwischendurch kurze Lichtblicke aber dann gehts weiter. Natürlich hab ich das falsche Frühstück eingepackt, mittags das falsche Essen gekocht und an dem Wetter bin ich natürlich auch schuld.
Richtig alle machen mich allerdings seine Wutausbrüche. Wir saßen vorhin beim Kaffetrinken am Tisch. Nach 1 1/2 Berlinern sagte er dass er satt ist und durfte dann fernsehen. Nach etwa 15 Minuten kam dann die Ansage: "Bring mir mal noch den Berliner" Ich hab versucht zu erklären dass es zum einen auf der Couch keinen Berliner gibt und dass er zum anderen auch echt genug gegessen hat. Doch soweit bin ich gar nicht gekommen. Er ist mitten im Satz aufgestanden, hat rumgebrüllt und Spielzeug nach mir geworfen. Daraufhin hab ich den Fernseher ausgeschaltet und ihm erklärt dass das Abendprogramm damit beendet ist. Er hat dann sein selbstgebautes Duplosteinehaus vom Tisch gefegt und mit den Steinen nach mir geworfen. Ich hab ihn dann geschnappt und in sein Zimmer geschleppt während er mir unterwegs die Arme verkratzt hat. In seinem Zimmer hat er dann seine Spielsachen gegen die Tür geworfen. Welche schon super viele Macken hat.
Nach etwa 10 Minuten war seine Wut verraucht und er durfte wieder runter kommen. Natürlich musste er das Chaos wieder aufräumen welches er veranstaltet hatte und da ging es dann auch schon weiter. Diesmal dann mit rausgequetschten Heulkrämpfen und theatralischem zu Boden werfen.
Ok, er war frustriert und wütend weil es nicht nach seiner Nase ging. Aber so kann es ja wohl auch nicht gehen. Ich muss in solchen Situationen echt an mich halten um nicht den totalen Ausraster zu bekommen. Ich versuche ruhig und konsequent zu bleiben Manchmal gelingt es mir, manchal muss ich ihn dann einfach anbrüllen.
Manchmal reicht es wenn ich ihn in die Ecke stelle und schmoren lasse ein anderes mal versucht er dann seine Wut an meiner Planze auszulassen oder er sucht halt irgendwas zum "zerstören".
Ich hab schon überlegt ihm einen Boxsack zu kaufen. Andererseits fände ich es besser wenn er seine Wut anders ausdrückt. Klar muss er sich nicht vor mich stellen und sagen "Mutter, diese Situatiuon macht mich gerade sehr wütend." Er darf natürlich auch mal schreien wenn es ihm stinkt. Ich möchte ihn aber eigentlich nicht zum Schlagen und Boxen ermutigen. Oder wie seht ihr das? Welche Kniffe und Tricks wendet ihr denn so an?
Ich hab gerade eine Tafel Schokolade gegessen, die hilft schon etwas. 
Diese "schwierigen" Situationen finden übrigens nur zwischen ihm und mir statt. Zu seinem kleinen Bruder (14 Monate) ist er zuckersüß. Selbst wenn der Kleine ihm was kaputt macht oder ihn nicht in Ruhe spielen lässt tut er ihm nie was. Er kommt immer und holt mich oder versucht dem Kleinen zu erklären dass er das nicht darf. Das finde ich total super.
Ach, noch was fällt mir da ein. Ich hab versucht ihm, neben unserem normalen Programm zu Hause mit Spaziergängen, PET-Flaschenkämpfen und was man halt so macht, mehr Möglichkeiten zum Austoben zu bieten. Wir haben Fußball und Kinderturnen probiert. Er hat nur rumgebockt und gesagt dass er dazu keine Lust hat und dass es keinen Spaß macht usw.
Jetzt bleibt er 2 Tage die Woche über Mittag bis etwa 2 halb 3 im Kindergarten. ER wollte das, nicht ich. Jetzt findet er das auch schon wieder doof.
So, jetzt hör ich auf zu meckern. Obwohl es gut tut sich mal auszumotzen.
Hilfe! Pupertierender 4-Jähriger! Vorsicht, super lang!
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Beitrag von nepomuk06 - 08.11.11 - 20:46 Uhr
Beitrag von mimi1410 - 08.11.11 - 20:50 Uhr
Hi,
erst dachte ich, du bist ein fake - sorry.
Das was du da beschreibst, ist im Großen und Ganzen das Verhalten eines impulsiven Vierjährigen, der wohl (mein persönlicher Eindruck) zu viele Sachen mitentscheiden darf, die ihn deutlich überfordern (z.B. Kindergartenzeiten, vom Tisch aufstehen ... )
Mein Rat - weiterhin konsequent sein und ihn wie ein Kind, nicht wie einen gleichberechtigten Erwachsenen, behandeln.
LG Mimi
Beitrag von diefraudocktor - 08.11.11 - 21:28 Uhr
Hallo,
meine Idee wäre noch, den Kleinen ZWEIMAL zu wecken. Das erste Mal eine halbe Stunde vor seiner normalen Aufstehzeit, dann kann er trotzdn und sagen "ich steh nicht auf" und bekommt dann auch seinen Willen, ist aber schon wach und nach einer halben Stunde (wenn er nicht vorher schon von alleine aufgestanden ist) würd ich ihn nochmal endgültig wecken bzw. zum Aufstehen bringen.
Bei uns läuft das so ab, dass meiner freiwillig aufsteht, wir stehen recht zeitig auf, so dass wir noch trödeln können, weil ich weiß mit Stress am morgen ist der halbe Tag schon versaut, da wird dann der Weg zum Kindergarten schon eine Tortur und das abgeben erst recht "ich will dies nicht, ich will jenes nicht". Morgens versuche ich echt es dem Kleinen so angenehm wie möglich zu machen, damit es keinen Terz gibt. Er geht nämlich sowieso schon nicht gerne in den Kindergarten, da möchte ich, dass er wenigstens gute Laune hat. So, also nach dem Aufstehen gibts bei uns erstmal Frühstück im Schlafanzug (zumindest für den Kleinen), dann darf er (pädagogisch sicher unwertvoll) eine Kindersendung im Fernsehen anschauen, wenn er möchte. Wenn seine Lieblingssendung nicht läuft, möchte er aber nicht. Dann mach ich seine Brotzeit fertig. Dann hol ich seine Sachen zum Anziehen raus und dann zieh ich ihn an und wir gehen langsam zum Auto. Wichtig für den Erhalt der guten Laune ist hierbei, dass ER die Türe aufmachen darf, und dass ER die Aufzugtüre aufmachen darf, un die Haustüre auch. Natürlich muss auch ER das Auto aufschließen und ER muss seine Tür aufmachen. Puh, wenn DAS alles gut gelaufen ist und er keinen Ärger gemacht hat in der Früh, DANN mach ich ihm zu Belohnung seine Musik im Auto an. Wenn er an einem Tag wirklich richtig eklig war, dann bekommt er seine Musik nicht, womit mich eigentlich selbst bestrafe, weil dann das Geschrei im Auto weitergeht. Vielleicht sollte ich das nochmal überdenken, naja
So, zur falschen Brotzeit und zum falschen Mittagessen: Das ist leicht gelöst, wenn du ihn einfach fragst, was er essen möchte. Dann muss er mit seiner Entscheidung leben und kann sich höchstens noch über sich selbst ärgern. Das mit falschen Wetter war sicher überspitzt dargestellt, da hätte ich auch keine Lösung parat, außer umziehen an den Äquator. Dort solls das ganze Jahr über gleichbleibend warm sein, oder?
Zur Berliner-Situation (die übrigens nicht Berliner sondern richtigerweise einzig und allein KRAPFEN heißen
) Da hast du völlig richtig gehandelt, er war schon fertig mit dem Essen, und 1 1/2 Berliner sind wirklich viel für einen Vierjährigen und von mir hätte er auch keinen mehr bekommen, ich hätte ihm aber noch einen Apfel angeboten.
Extra einen Boxsack würd ich nicht kaufen, aber ich würd ihm sagen, dass er gerne seine Kissen und Decken schlagen kann, wenn er richtig wütend ist und auch brüllen darf, aber bitte nicht in mein Ohr, weil davon bekomme ich Kopfschmerzen und dann kann ich nicht mehr mit ihm spielen. Jegliches geworfenes Spielzeug würde ich erstmal wegnehmen bzw. "das Spiel" für beendet erklären. Natürlich klapt sowas nicht beim ersten mal und auch meinen Sohn muss ich verwarnen, wenn er wieder kurz vorm ausrasten steht, aber meistens klappt die letzte Verwarnung noch. "Wenn du NOCH EINMAL dies und jenes ... dann nehm ichs dir weg!". Das fruchtet, weil er weiß, dass ich´s auch wirklich dann wegnehme. Das musste er leider (für ihn) auch schon erfahren.
Puh, viel geschrieben. Glück auf!
Beitrag von nepomuk06 - 08.11.11 - 23:18 Uhr
Die Idee mit zweimal wecken find ich gut. Das werd ich mal ausprobieren.
Was die Berliner angeht dachte ich, ich hätte den Ausdruck gewählt der für alle am befriedigensten ist. Weil eigentlich sind es ja "Krebl". 
Wenn es nach meinem Junior ginge, würden wir ausschließlich von Maultaschen (welche wir jetzt mal in Schwaben lassen
) oder Nudeln ohne Soße leben. Alles andere ist unerwünscht. Aber damit kann ich leben. Die Regel ist: Es wird auf jeden Fall probiert. Häufig kommt dann ein "Oh, das schmeckt ja doch ganz lecker"
Ich hatte ihm mal alles weggeräumt womit er geworfen hat, sein Zimmer war fast leer. Aber so wirklich gejuckt hat ihn das nicht. Vielleicht sollte ich es trotzdem noch mal versuchen.
Und danke für das Geständnis dass es auch mal unpädagogisch geht. ;o)
Liebe Grüße aus Rhoihesse!
Beitrag von babylove05 - 08.11.11 - 21:32 Uhr
Hallo
Die frage ist wieso lässt du des mit dir machen ? Ist er der Erwachsene oder du ? Bei mir gibt es grundsätzlich keine diskussionen . Es wir einfach gemacht , oder eben auch nicht , was dann aber zufolge hat des wir auch was was er gerne machen würden nicht machen .
Zieht er sich morgens nicht an für die kiga in zeit , darf er eben auch nicht nochmal 10 min mit seinen Autos spielen , da er ja dann keine zeit mehr hat ( im notfall würd ich ihn mal mit schlafanzug in den kiga schaffen ) .
Morgenmuffel , tja dann würde er eben früher geweckt werden um wach zuwerden .
Würde mein Sohn mich treten , dann würde er so nen einmarsch bekommen , wir treten nicht , schlagen nicht oder werden sonst irgendwie Brutal ( auch nicht mit worten verletzend ) . Er würde dann eben dinge die er super gern hat und die ich auch sehr gerne mit ihm mache gestrichen bekommen , bis er gelernt hat des es SO nicht geht .
Wenn deine Regel ist des auf der Couch nicht gegessen wird , dann ist es so . Aber er kann es ja trotzdem mal versuchen . Könnte ja klappen . Versteh nicht wieso dich das dann auf ie Palme bringt . Ist doch ein ganz normales verhalten . Mein Sohn hat seine grenzen udn regeln , auch er versucht diese immer mal wieer zu durchbrechen udn zusehen wie weit er gehen kann , ich kann dadrüber nur Lächeln . So sind kids eben .
Du solltes lernen dir ein dickeres Fell anzueignen , deine Kids werden noch ganz andere dinge bringen . Wenn du dich jetz schon von solchen sachen auf die Palme bringen lässt .
Lg Martina
Beitrag von nepomuk06 - 08.11.11 - 23:52 Uhr
Hm...was lasse ich denn mit mir machen?
Natürlich hat sein Verhalten auch Konsequenzen. Das hatte ich ja bereits erwähnt.
Aber soweit möglich eben "logische Konsequenzen" und nicht einfach irgendwelche. Er soll ja aus seinem Verhalten lernen und nicht vor mir salutieren weil er angst hat dass ich ihm irgendetwas streiche oder wegnehme wenn er nicht das macht "was ich verlange".
Aber schön dass Du noch so gelassen sein kannst über die "Trotzphasen" Deiner Kids. Vor ein paar Wochen habe ich auch noch über vieles gelächelt aber wie Du schon sagst, irgendwann fangen sie nun mal an gewisse Regeln zu durchbrechen. Manchmal ist es schwieriger und manchmal leichter und ich kann mir nicht vorstellen dass andere Eltern diese Phasen immer nur belächeln, sondern sich auch über ihre Kinder ärgern. Alles andere wäre sicherlich für beide "Parteien" ungesund.
Etwas früher wecken halte ich übrigens für eine durchführbare Alternative.
Liebe Grüße, Nepi!
Beitrag von babylove05 - 09.11.11 - 06:54 Uhr
Hallo
Ja aber ich find nicht des dein Kind eine extreme Trotzphase hat , oder dich extrem reizt , zumindest nicht mit dem was du schreibst . Logo stosst jeder mal an die grenzen , aber des was du beschreibst ist nichts das einen die nerven rauben sollte . Es gibt viel viel schlimmeres .
Und was du mit dir machen lässt , du lässt dich von ein Kind reizen udn auf die Palme bringen , du lässt genau das mit dir machen was er vor hat . Er versucht dich zubrechen und wenn du jetz schon keine nerven mehr hast ( und so kommt dein Posting rüber ) dann wird es sicher schwer wenn er noch eine stufe anzieht . Des ein Kind mal die Motzphase und ich hab auf nichts bock hat , ist allgemein bekannt . Hat mein grosser auch immer wieder . Aber was bringt es mir da auf die Palme zugehen , oder mich von ihm provesieren zulassen , NICHTS .
Ich bin frühr auch zuschnell auf die Palme , hab aber gelernt des ich viel weiter komme jemehr ich gelassen bleib . Ja auch ich schrei mal und verliere für kurz die Kontrolle , bekomm mich aber binne kurzer zeit wieder unter kontrolle und würde sicher nie Jammern des mein Sohn sich Vorpubatär verhält ( voralem nicht bei so Kinderzeug wie das was du beschreibst ) .
Ich "bestrafe" mein Sohn auch nicht unsinnig , sondern weiss womit ich am weitesten komm bei ihm . mein Sohn hat viele freiheiten , mehr als sicher andere Kinder . ABER er muss sich eben auch an Regeln halten um diese Freiheiten und privilegian zubehalten . Mein Sohn ist in vielen dingen verwöhnt und bekommt auch viele dinge und ich mach auch sehr viel mit meinen kids , mehr als jede Mutter die ich kenne , ABER diese dinge können auch schnell gestrichen werden wenn er sich eben daneber benimmt oder nicht auf mich hört .
Lg Martina
Beitrag von mysterya - 09.11.11 - 00:46 Uhr
"Morgens VOR dem Aufstehen geht es schon los. "Ich will aber nicht aufstehen, lass mich in Ruhe. Geh weg. Ich bleib auf jeden Fall im Bett da kannst Du machen was Du willst. ""
Meine Antwort: "Ja, okay. Ich geh dann. Ist nicht mein Problem, wenn Du dann ungewaschen, ohne Essen, im Schlafanzug in die Kita gehst und die Kinder dich auslachen." Und weg wäre ich.
Dann würde ich mich nicht mehr blicken lassen, bis ich losgehen will, das Kind nehmen und genauso wie es aus dem Bett kam vor der Kita absetzen. Vorher würde ich sie telefonisch vorwarnen. Diskussionen, Engelzungen gäbs schlicht nicht. Glaub mir, wenn Du daraus ein Machtspiel machst, wird er gewinnen. Gib auf und lass ihn. Er wird schnell merken, dass es Mist ist, was er da macht. er wird ihm dann bald langweilig, sich zu widersetzen, wenn er keinen zum diskutieren und Macht erproben hat.
"Wenn ich pech hab bekomm ich es mit Tritten gedankt."
Wenn mich mein Kind tritt, dann würde ich das Bein festhalten, ihm in die Augen schauen und klar und deutlich sagen, dass er mich nicht treten darf und das er nun vergessen kann, dass ich ihm bei irgendwas helfe, bis er sich nicht entschuldigt hat. Es tut mir weh und ich habe keine Lust, mit jemandem was zu machen, der mir weh tut. Dann würde ich mich zurück ziehen und meins machen und ihn links liegen lassen.
"Ja, ich habe es auch schon durchgezogen und ihn ohne Frühstück in den Kiga gebracht. (er frühstückt dort ja eh noch mal) Oder ihn halb angezogen ins Auto gesetzt. Es hilft irgendwie alles nichts."
Aber offenbar erst nach langen Machtkämpfen und Diskussionen und auch noch zu halb angezogen. Ich denke du solltest die Strategie durchziehen bis sie fruchtet. Du kannst dich natürlich auch weiterhin fusslig reden und treten lassen.
"Natürlich hab ich das falsche Frühstück eingepackt, mittags das falsche Essen gekocht und an dem Wetter bin ich natürlich auch schuld."
Wenn das so ist, muss er eben selbst sein Frühstücksbrot machen, Mittag muss er ja nicht essen, wenn er meint es passt ihm nicht. Und wenn ich an allem Schuld wäre, dann hätte ich auch keine Lust mehr mit diesem Menschen meine Zeit zu verbringen. Er will was von mir... ja Pech gehabt. Wenn ich eh die Doofe bin und alles falsch mach, kann er seins auch allein machen bis er weiß wie man vernünftig mit seinen Mitmenschen umgeht.
"Doch soweit bin ich gar nicht gekommen. Er ist mitten im Satz aufgestanden, hat rumgebrüllt und Spielzeug nach mir geworfen. Daraufhin hab ich den Fernseher ausgeschaltet und ihm erklärt dass das Abendprogramm damit beendet ist. Er hat dann sein selbstgebautes Duplosteinehaus vom Tisch gefegt und mit den Steinen nach mir geworfen."
Jedes Spielzeug, das er schmeist sofort wegnehmen und verbannen, bis er es verdient hat wieder damit umzugehen. Kinder die ihre Spielsachen nicht ordentlich benutzen können, brauchen diese auch nicht. Kaputte Sachen nicht ersetzen. Auf keine Diskussion einlassen. Punkt. Lass dich nicht hauen und kratzen. Sag ihm wenn er rumbrüllen will, soll er in sein Zimmer gehen... Schlepp ihn nicht rum... Es ist sein Körper. Provoziert er dich indem er da bleibt, geh halt nach nebenan und sag ihm er kann wieder zu dir kommen, wenn er sich einbekommen hat. Erst danach würde ich irgendwelche Erklärungen anbringen. Im aufgewühlten Zustand raffen Kinder keine Erklärungen.
"Jetzt bleibt er 2 Tage die Woche über Mittag bis etwa 2 halb 3 im Kindergarten. ER wollte das, nicht ich. Jetzt findet er das auch schon wieder doof."
Was erwartest du, wenn Du selbst nicht dahinter stehst? Kein Kiga Besuch gelingt auf die Dauer onen Eltern, die nicht dafür sind und so wie du ihn beschreibst, braucht der ganz dringend eine Kita, die mehr Wert auf das soziale Miteinander legt. Er verhält sich wie ein Pascha und schubst dich herum. Und du lässt es mit dir machen.
Überdenke deine Einstellung zur Kita und lass ihn dort. Er kann sich später auch nicht alles aussuchen und die Schule hinschmeißen, weil er gerade mal keine Lust mehr hat. Die Kita ist der Arbeitsplatz des Kindes und ihn von dieser Verantwortung zu entbinden, wo er bereits 4 ist und bald ein Vorschulkind, fände ich sehr unangebracht.
Und nein... ich finde nicht, dass sein Verhalten normal ist. Normal ist es, dass sie es alle mal dann und wann probieren, aber hier scheint es langwierige tägliche Konflikte zu geben.
In der Zeit, wo er sich gut verhält, würde ich loben loben loben, ermuntern, ermuntern ermuntern und ihn so viel es geht mit verantwortungsvollen Hilfsaufgaben betrauen, sodass er bei schlechten Verhalten merkt "Ne hier komme ich nicht weiter", aber bei gutem viel Selbstbestätigung und positive Aufmersamkeit bekommt. Das negative Verhalten darf euch nicht die Masse des Tages beschäftigen oder zur Diskussion verleiten. Es muss wie beiläufig immer gleichbleibend bewertet werden mit konsequenten Reaktionen und der Schwerpunkt der Zusammenseins muss auf einem guten Miteinander, viel Liebe und Ermunterung bassieren.
Ich würde mich als recht konsequent beschreiben, aber ich achte sehr auf einen gewaltlosenen, harmonischen Umgang in dem man offen miteinander spricht. Nachdem sich das Kind beruhigt hat, sage ich z.B. Warst du deswegen wütend oder traurig? und höre mir die Gefühle meines Kindes an. Dann bekunde ich, dass ich das verstehe, aber das die Dinge eben so und so sind und so und das er in Zukunft am besten das und das machen kann. Wir spielen das auch oft mit den Plüschtieren durch. Teddy haut den Elefanten und der Teddy muss sich entschuldigen, den Elefanten versorgen und es wieder in Ordnung bringen, dann vertragen sie sich wieder und spielen miteinander... Aktives vorspielen und vorleben .... das zeigt bei meiner Tochter viel Interesse und viel Wirkung.
Beitrag von redrose123 - 09.11.11 - 08:00 Uhr
Er ist 4 und kennt die Regel doch sicher schon mit der Couch? Da gibts bei mir dann keine erklärung sondern komm an denEsstisch dann kannst du weiter essen. Er hat einen Ton drauf da würd ich sagen reagier gar nicht, du bist die Mama nicht er der Prinz.
Er wirft spielzeug? Dann kommt dies weg. Und er auf sein Zimmer bis er wieder normal reden kann. Bei uns wirft keiner was gott sei dank.
Ich bin da knallhart ich würde das gesamte Spielzeug wegtun mit der Begründung wer sich nicht ordentlich drum kümmern kann und nichts kaputt wirft brauch das nicht. Die Türe würde ich sogar aushängen, habe ich bei einem Tageskind schonmal gebracht, die meinte im Zorn oben stehen zu müssen und immer wieder die Türe zuzuknallen.
Er kommt und tobt weiter? Was tust du? Ich hätte gesagt geh wieder und beruhig dich.
Habt Ihr mal Zeit für euch das Ihr mal was schönes zusammen macht? Baden gehen oder auf den Spielplatz...
Beitrag von juniorette - 09.11.11 - 08:51 Uhr
Hallo,
ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Was mir aber extrem aufgefallen ist, war
""Bring mir mal noch den Berliner" Ich hab versucht zu erklären "
1) hätte ich meinem Sohn sofort gesagt, dass er mir gar nichts zu befehlen hat
2) hat er wenn überhaupt zu fragen (nicht zu befehlen), und zwar mit "BITTE"
3) wird auf dem Sofa nicht gegessen, und dass weiß er auch
Und was machst du? Du "versuchst zu erklären". Man muss einem Kind, das die Regeln kennt und weiß, dass es sich unverschämt verhält, nichts erklären. Dein Sohn sucht verzweifelt Grenzen bei dir. Er wartet darauf, dass du auch mal auf den Tisch haust und klare Ansagen machst, anstatt nette Erklärungsversuche.
Rumgeworfenes Spielzeug ist so lange weg, bis ich der Meinung bin, dass ein Rumwerfen nicht mehr so schnell passiert.
"Natürlich hab ich das falsche Frühstück eingepackt, mittags das falsche Essen gekocht und an dem Wetter bin ich natürlich auch schuld."
Wenn mein Sohn sich so aufführen würde, würde ich sagen, dass er in seinem Spielzimmer rummotzen kann, ich mir sein Gemotze aber nicht anhören möchte.
LG,
J.
Beitrag von badguy - 09.11.11 - 14:42 Uhr
Zu allem gehören zwei. Einer der ausrastet und einer der mitgeht. Wie hast du geschrieben? "Bring mal den Berliner!". Da gäbe es bei mir gar nichts. Es fängt morgens mit dem Aufstehen an, er bringt dich in Wallung und erringt den ersten Sieg, dein Sohn versucht permanent seine Rechte auszuweiten. Wer Spielzeug durch die Gegend wirft, braucht es nicht mehr. Wer das Essen nicht mag, muss hungrig aufstehen. Wer nach einer Schreiattacke innerhalb kürzester Zeit sein Zimmer wieder verlassen darf, versteht keine eigenen Fehler. Und wer ständig realisiert, dass er das bekommt, was er will, kennt keine Grenzen.
vor allen Dingen sieht er, dass er dich permanent ans Limit bringt. Gelassenheit und Konsequenz heißt das Sauberwort.
Und auf eine Stufe mit ihm stellen, würde ich mich schon mal gleich 3x nicht.
Beitrag von locke1910 - 09.11.11 - 15:17 Uhr
Hi.
Beschreibst Du meinen jüngsten Sohn?

Mein Heini ist auch so ein Rabauke...
Humor hilft; wenn sich jemand über seine Art "beklagt" (halt ziemlich emotional **gg**), dann behaupte ich immer, dass das an seiner überragenden Intelligenz liegt - ihn frustet die Unfähigkeit seiner Umwelt
Ausserdem machen wir viel mit ihm; spielerisch...
In Büchern Gesichter studieren ("Wie guckt der? Traurig? Wütend? Fröhlich?"), um ein Gefühl für die Gefühle zu wecken und sie zu definieren - hilft unheimlich, da sie mit 4 auch zu lernen beginnen, Gesichter, Stimmungen etc zu deuten und zu formulieren.
Atemübungen; wenn ich merke, er fährt wieder hoch, dann halten wir uns an den Händen und atmen zusammen, er beruhigt sich und wir versuchen zusammen, seine Gefühle in Worte zu fassen.
Steckt er aber grade in einem Wutanfall, bleibe ich still in seiner Nähe, während er sich ausschreit/meckert/tobt - um ihn und die anderen zu "schützen", damit er sich und andere nicht im Ausbruch verletzt.
Denn Wehtun ist hier untersagt - wer anderen wehtut, wird aus der Situation genommen und muß dann halt an meiner Seite bleiben bzw in meiner Nähe, während ich etwas toooootaaaaaaal langweiliges mache....
Und wenn er mal wieder in einem Mecker/Maul/Motz-Tonfall gefangen ist, ertaube ich schlagartig - ärgert ihn das, erkläre ich ganz ruhig, dass ich diese Art der Ansprache leider nicht verstehe; das Teil in meinem Kopf dafür ist kaputt, ICH verstehe es nur, wenn er "normal" mit mir spricht
Und zur Not spreche ich ihm das dann im gewünschten Tonfall vor...
Aber keine Sorge - mit etwas Humor (und dem Gedanken daran, dass sie selber irgendwann Kinder haben) übersteht man diese Phase...
GlG, Locke
Beitrag von paula74 - 10.11.11 - 10:46 Uhr
Hallo
Was mir noch fehlt bei den ganzen Kommentaren: was passiert, wenn seine Wut verraucht ist und die Konsequenzen vielleicht umgesetzt wurden? Nehmt ihr euch in den Arm? Macht ihr was Schönes? Redet Ihr kurz drüber und vertragt Euch wieder? Oder schafft Ihr es sogar mal gemeinsam, eine Situation, die kurz vor der Eskalation steht, mit etwas Humor und Blödsinn in eine andere Richtung zu lenken? Ich weiss, dass letzteres auch anstrengend ist, aber oft lohnt es sich. Als Beispiel:
Unsere Tochter ist auch ein unglaublicher Morgenmuffel und kann morgens echt rumpampen. Mein Mann geht dann oft in ihr Zimmer und sagt, dass er -da er unsere Tochter unter der Decke nicht sehen kann- schon mal die Bettdecke mit zum Frühstückstisch nimmt. Dann schleppt er den schweren Sack -inklusive verpenntem, aber meist kicherndem Kind- ins Esszimmer und setzt alles auf den Tripptrapp oder behält es auf dem Schoss. Wenn sie dann ihr Frühstück verputzt hat, ist alles in Ordnung. Vielleicht vermitteln wir so keine guten Tischmanieren, aber die Laune ist gerettet
.
Bei einer Sache, die mich recht genervt hat, hatten wir jetzt Erfolg, indem ich zweimal hintereinander wirklich, wirklich fest geschimpft habe. Dabei sage ich ihr auch, dass sie es steuern kann und dass ich es nicht gerne mache, dass ich sie dabei trotzdem genauso lieb habe, aber dass dieser eine Punkt jetzt geklärt werden muss. Es hat ausserordentlich geholfen! Aber ich denke, die Strategie sollte -wenn überhaupt
- nur sehr selten angewandt werden. Und vielleicht auch nur bei etwas grösseren Kindern.
Vielleicht schaffst Du es ja auch, die positiven Momente irgendwie auszubauen? Noch länger rausgehen? Ausflüge wirklich auf`s Kind ausrichten?
Alles Gute, das wird schon wieder,
Paula
PS: Ich finde die Idee mit dem Boxsack überhaupt nicht schlecht! Das hat in meinen Augen nichts mit schlagen zu tun.
