Hallo,
meine Ausbildung liegt 10 Jahre zurück... also noch nicht all zu lange, nur denke ich manchmal es liegen Äonen zwischen meiner Ausbildung und der heutigen.
Ich arbeite als Verkäuferin, Diskussionen dazu gibt es ja zu genüge 
Unsere Filiale ist der ''Ausbildungsbetrieb'' also arbeite ich regelmäßig mit den Azubis zusammen, und ich sage euch, ich dürfte kein Aubilder sein, weil die Damen bei mir achtkantig aus dem Laden geschmissen würden
Es fängt bei A wie Arbeitsverwigerung an und hört bei Z wie Zickig auf.
Wirklich ich könnte in die Luft gehen.
Sie stehen total Lustlos hinter der Theke, Lächeln ist scheinbar zu anstrengend oder vielleicht hat man mit 17 oder 18 auch Angst Falten zu bekommen, ich weiß es nicht.
Aber unsere Azubis sind auch multitasking fähig, ist ja nicht so als könnten sie nix, sie können grimmig gucken und gleichzeitig Kunden ignorieren![]()
Denn sobald man einen Besen oder Lappen in die Hand nimmt wächst man scheinbar untrennbar damit zusammen, diese Symbiose lässt sich auch durch 20 Kunden nicht zerstören die alle von einem Verkäufer abgefertigt werden müssen, da auf dem grade gereinigtem Stück Theke noch imaginäre Flecken sind, die sich nur durch kontinuierliches Putzen über die selbe Stelle zeigen und dann entfernen lassen!
Sagt man was, wird man angezickt, natürlich, warum auch nicht...
Schön sind dann auch die Begründungen warum denn so miesepetrig geschaut wird, und das Höflich sein so schwer fällt...
''Ich brauche etwas Zeit zum warm werden''
''Man muss mich einige Zeit kennen um zu wissen dass das meine Art ist''
Dafür haben die ersten 200 Kunden sicherlich Verständnis, oder???
Ich meine, es interessiert die Kunden sicherlich brennend ob man einen schlechten Tag hatte, und 1 oder 2 Std. braucht um sich daran zu erinnern dass man Höflich sein kann.
Kunden wollen auch erst eine Persönliche Beziehung zu Verkäufern aufbauen um dann zu merken dass er gar nicht unhöflich ist, sondern dass es einfach seine Art ist
Da man als Azubi auch grundsätzlich mehr Arbeitet als jeder andere Mensch auf Erden ist auch nur verständlich, dass es zu Monatsbeginn immer die Azubis sind die als 1. im Urlaubsplan eingetragen sind und jeden Monat neben den Wochenenden noch min. 3-4 Tage Frei haben müssen, weil die Cousine der Freundin des Nachbars Geburtstag hat und man genau diese Party nicht verpassen darf, die leider Dienstags gefeiert wird und man dann Mittwochs nicht arbeiten kann. Natürlich wundert man sich dann, wenn man gegen Monatsende nicht genügend Stunden hat, und dann sind natürlich alle anderen daran Schuld, weil sie keine Schichten abgeben, damit die Azubis ihre Stunden nacharbeiten können, sondern wertvolle Urlaubstage dafür nutzen müssen.
Es ist auch egal wie oft man erklärt, dass man um 18 Uhr noch nicht die Theke leerräumen und Putzen kann, weil bis 21 Uhr geöffnet ist... es wird geflissentlich ignoriert und um 20 Uhr wird man dann als Sklaventreiber betitelt weil es nochmal gemacht werden muss, da scheinen die Mädels ihre Hausaufgaben gemacht zu haben, es wird mit einem nie da gewesenen Enthusiasmus eine Rede über Ungerechtigekeiten und ähnliches geschwungen, die man von den Lustlosen Geschöpfen denen es die ersten 6 Std. zu viel war mehr als das nötigste zu sagen gar nicht erwartet, sie scheinen in Anbetracht des nahenden Feierabends Energie getankt zu haben und entladen diese komplett in Schimpftiraden über Ausbildungspolitik, ungerechte Machtverteilung und Moderne Sklaverei
Naja.... nu bin ich meinen Unmut mal los geworden.... ändern wird sich dadurch auch nichts in unserem Betrieb, denn solange der Ausbilder es zulässt dass unsere Azubis sich so verhalten werden sie keinen Grund sehen etwas zu ändern, und wir sind eh schon bekannt für unsere ''netten'' Azubis 
LG
Was ist blos mit den Azubis los???
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Beitrag von janine2785 - 09.11.11 - 10:12 Uhr
Beitrag von sonne.hannover - 09.11.11 - 10:26 Uhr
Ich bin zwar keine Verkäuferin, sondern arbeite im Büro. Aber im übertragenen Sinne sind das genau die Dinge, weswegen wir gar nicht mehr ausbilden und das schon seit Jahren...... Ich kann dem also nur zustimmen.
Beitrag von thea21 - 09.11.11 - 10:36 Uhr
Jeder fängt mal klein an....
Ich erinner mich da gerne an meine Lehrjahre zurück!
Tönt sich immer leicht, wenn man nicht im Schuh steckt!
Beitrag von janine2785 - 09.11.11 - 10:40 Uhr
Höflichkeit z.B. hat nichts damit zu tun ob man grad erst eine Ausbildung anfängt oder nicht. Es geht mir nicht darum ob sie Dinge direkt beherrschen, dafür machen sie ja die Lehre und können fragen wenn sie etwas nicht wissen, aber um grundlegende Dinge für die es eigentlich nicht mal eine Ausbildung braucht.
Beitrag von thea21 - 09.11.11 - 10:42 Uhr
Ja, aber jeder Mensch ist verschieden! Und Unsicherheit und Unreife blockieren, ob du es glaubst oder nicht, oftmals die tiefsitzensten Höflichkeiten.
Wir bilden, allein hier in unserer Abteilung, gerade 100 gewerbliche Azubis aus, was meinst du wie unterschiedlich die alle sind? Vorleben und darauf hinweisen. Irgendwann können sie es oder eben nicht!
Beitrag von tabea33 - 09.11.11 - 11:10 Uhr
Jeder fängt mal klein an? Das passt vielleicht auf mangelndes Fachwissen, fehlendes Organisationsgeschick und ähnliche Dinge. Aber maulen? Arbeitsverweigerung?
Wir haben auch einige Azubis, die den Unterschied zwischen Schule und Arbeit nicht ganz verstanden haben. Es wird diskutiert (!!!???!!!), wenn es Arbeitsanweisungen gibt. Und ich bin wahrlich kein Sklaventreiber. Azubis werden wohlwollend und freundlich behandelt, gehört sich auch so. Aber es sind keine Kinder mehr, die mich (anstattt der Mutter?) anmaulen können, wenn sie kopieren gehen sollen. Ich bin darüber ehrlich gesagt entsetzt. Wir haben uns früher in der Pause untereinander Luft gemacht, aber niemals hätte ich dem Ausbilder eine solche Arbeitseinstellung präsentiert.
Zum Glück sind Ausbildungsstellen bei uns extrem begehrt und es gibt immer weniger solcher Exemplare, da nur die Besten ausgesucht werden. Eigentlich müsste man sie sofort kündigen, denn als Angestellte möchte man sie ja dann doch nicht haben. Versehentlich (sehr große Firma) wurden auch schon mal derartige "Kräfte" übernommen und es ist zu beobachten, dass sie sich einfach nicht in den normalen Arbeitsalltag einfügen können. Und dann gibt es hier bei urbia ein Beschwerdeposting, dass man entlassen wurde...
Gruß Tabea
Beitrag von thea21 - 09.11.11 - 11:47 Uhr
Warum hämmerst du mich hier eigentlich mit Fragezeichen und Ausrufezeichen zu?
Ehrlich gesagt war ich damals in der Ausbildung auch eine der wenigen (und ich habe im größten deutschen Konzern gelernt, die Stellen waren wohl mehr als begehrt) Azubis die Mal die Redekammer weit aufmachte, weil mein Ausbildungsinhalt, den ich sehr genau kannte nicht aus 3 Tage kopieren bestand. Wie ein Kopierer zu bedienen geht, weiß meine 5 jährige Tochter, das braucht mir niemand aufzutragen um selbst lieblose Arbeit vom Hals zu haben.
Und seien wir ehrlich, das wird heutzutage viel zu gern gemacht, den doofen Azubi zu Hiwiarbeiten zu degradieren.
Auch ich habe damals, häufte sich so etwas Alarm geschlagen und bin auch zum Betriebsrat gegangen.
Und wir können gerne den Faden noch weiter spinnen. Die meisten Azubis, die frisch beginnen, haben nichtmal eine Disco von innen gesehen, weil nämlich eine Vielzahl derer die anfangen zu lernen noch extrem jung sind (15/16).
Und ich bin der festen Überzeugung, das die Vielzahl der Persönlichkeiten auch erst in der Lehre geformt werden und sich dann entwickeln. Ein Fertigprodukt bekommst du nicht.
Wie schon gesagt, sind die Persönlichkeiten auch einfach sehr unterschiedlich. Wo einer stillschweigend hinnimmt, schlägt der nächste Rabatz.
Und völlig abnorm (ab davon, wie ich selbst es damals gemacht hätte und habe) sind Launen von 16 Jährigen nun wohl gar nicht, oder?
Beitrag von tabea33 - 09.11.11 - 14:38 Uhr
Wahrscheinlich hatte ich gerade Hunger (Ausrufe- und Fragezeichen), sorry.
Meine Azubis kopieren natürlich nicht den ganzen Tag, da ich mich noch sehr gut erinnern kann, was mich selbst frustriert hat. Aber es bleibt nicht aus, dass sie genau die Tätigkeiten übernehmen, die sie später als ausgelernte Kräfte ausüben sollen. Da gehört kopieren in einem gewissen Umfang eben dazu. Manche Azubis glauben irgendwie, sie würden anschließend gleich in die Chefetage wechseln. Wir halten uns hier natürlich auch an die Ausbildungspläne und Kaffee kocht ein Azubi nur, wenn er (ganz normal wie alle anderen) damit dran ist.
Dass ein 16jähriger auch mal Launen hat, ist mir klar. Aber es gibt da eine gewisse Spannbreite. So lange man dem noch mit Humor begegnen kann und die Leute sich damit wieder motivieren lassen, ist ja alles in Ordnung. Es gibt aber auch Fälle, wo wirklich laut und in unangemessenem Tonfall mit mir versucht wurde zu diskutieren "ich geh nicht schon wieder bis vor, da musste ich gestern schon hin", obwohl die anderen Bürokräfte diesen Weg täglich zweimal erledigen müssen. Und wenn ich dann auch noch freche Antworten bekomme, ist bei mir der Ofen aus. Vieles verbieten doch schon Anstand und Höflichkeit. Leider mangelt es bei einigen an den absoluten Grundregeln. Und damit es nicht falsch ankommt: ich mag keine Duckmäuser. Auch ein Azubi soll Bescheid sagen, wenn es irgendwo klemmt. Aber der Ton macht die Musik.
Beitrag von jono - 10.11.11 - 10:02 Uhr
Hallo,
nutze die Mittel, die Dir das Arbeitsrecht zur Verfügung stellt, 1 Personalgespräch bei Fehlverhalten, und "Anpampen" des Vorgesetzten gehört dazu...sorry, aber meine Meinung (ich habe kein Problem mit einer sachlichen Auseinandersetzung). Anschließend max. noch ein 2. Gespräch, dann aber eine Abmahnung.....u.s.w., irgendwann ist dann auch mal Schluss.
Interessant ist, das bei uns in der Gegend bekannt ist, wie wir verfahren und wir seid Jahren die oben beschriebene Praxis vielleicht 1-2 mal durchziehen mussten, wir uns aber inzwischen die besten Azubis aussuchen können.
Ärgere Dich nicht und beste Grüsse
Jono
Beitrag von mama-02062010 - 09.11.11 - 10:37 Uhr
Ein Azubi muss man heutzutage jede kleinigkeit sagen, was zu machen ist.
Bei Glück haben sie es ein halbes Jahr später selbst drauf, bei Pech erst im 2. Lehrjahr.
Beitrag von myimmortal1977 - 09.11.11 - 10:40 Uhr
Ich orakel mal..... Es liegt in der Tat am, wie auch von Dir schon festgestellten, sehr diskussionswürdigen Tätigkeitsfeld der Verkäuferin.
Hast Du die Azubis mal gefragt, ob sie sich diesen Beruf als ihren "Traumberuf" erwählt haben oder ihn lediglich angenommen haben, da man sonst ohne Ausbildungsangebot auf der Welt gestanden hätte?
Könnte eine Begründung sein. Denn viele Elternhäuser drängen die Jugendlichen dazu, sich Querfeldein zu bewerben, um im Anschluss überhaupt einen Ausbildungsabschluss in der Tasche zu haben. Die wenigsten Bewerber beschäftigen sich im Vorfeld mit den Aufgaben, die dieses Tätigkeitsfeld beinhalten.
So dann fängt man die Ausbildung an und merkt dann Stück für Stück.... Du, eigentlich hätte ich mir doch was anderes für mein Leben vorgestellt.... Viel stehen, immer freundlich sein auch wenn einem gerade nach was anderem ist, Bücklingsarbeiten durchziehen, mäßig bis schlechte Bezahlung, viele Stunden abreißen, dienen......
Nun könnte man meinen, O.K. dann sollen die sich doch was anderes suchen.... Es fehlt sicherlich die Ambition, es überwiegt die Bequemlichkeit, denn bisher konnte man sich ja durchmogeln, dann Feigheit, wer gesteht sich so was ein und tritt damit verbal nach außen, dann sicherlich auch der Druck von der Familie, Du musst das jetzt durchziehen, sonst stehst Du mit nichts da..... u. v. m.
Ich habe selbst zu meinen aktiven Zeiten in einem großen Medienunternehmen ausgebildet. Unsere Azubis waren immer motiviert. Krankschreibungen waren sehr selten, Ausfälle aus anderen Gründen ebenfalls.
Es lag sicherlich am Aufgabengebiet, es war und ist sehr abwechslungsreich, man wurde mental und kognitiv sehr gefordert, körperlich weniger. Es war und ist mega vielschichtig, da die Azubis alle 8 Wochen die Abteilungen wechseln um somit ein umfassendes Bild eines Großkonzerns zu bekommen. Dann gab und gibt es viel überbetriebliche Schulungen, die mal ein bisschen Abwechslung in den Büroalltag bringen und..... Und dann kommt noch eins mit der größten Motivationen oben drauf: Die Azubis verdienen anständiges Geld.
Man kann diese Aussagen über die heutige Jugend nicht über einen Kamm scheren....
Ich denke ganz stark, dass es mit den Ausbildungsbedingungen zusammenhängt, mit dem Abwechlungsreichtum, mit der Bezahlung, mit den eigenen Vorstellungen, die sich ein jeder Azubi in seinem Kopf erspinnt, die müssen mit den äußeren gegebenen Umständen übereinstimmen.
Meine Meinung!
Viele Grüße
Janette
Beitrag von janine2785 - 09.11.11 - 10:58 Uhr
Hi
>>Man kann diese Aussagen über die heutige Jugend nicht über einen Kamm scheren....<<
Ich wollte nicht alle Azubis damit ansprechen, ich meinte jetzt wirklich nur unsere 
Ich hab ja auch keine Ahnung wie es in anderen Betrieben abläuft, von daher kann ich dazu nix sagen.
Klar gibt es Jobs die manchen sicherlich mehr Spaß machen, und ich erwarte sicherlich nicht dass unsere Azubis ihren Job als den besten der Welt ansehen, ich hab auch Tage an denen ich alles sch*** finde, aber das ist dann mein Problem.
Es geht mir eher darum, dass sie eine Verpflichtung eingegangen sind, und auch wenn der Job Verkäuferin öfter mal scheiße ist als vielleicht der eines PR Managers oder so, dann kann da trotz alledem der Kunde nichts zu.
Die Ernsthaftigkeit fehlt, und ganz ehrlich, wenn man sich selber so im Weg steht, fällt es schwer irgendeinen Job gern zu machen, denn durch mein Verhalten, steuere ich zum Teil auch das verhalten meines gegenüber, klar gibts richtig fiese Kunden und in unserem Betrieb sagt auch kein Mensch was wenn wir mal Kontra geben wenn jemand beleidigend wird.
LG
Beitrag von myimmortal1977 - 09.11.11 - 11:42 Uhr
ICH würde mich mal mit den Azubis mit der Frage beschäftigen und sie auch direkt mal im Einzelgespräch fragen, wo sie sich überall beworben hatten, als sie sich in der Bewerbungsphase um einen Ausbildungsplatz befanden. Du bittest um EHRLICHE Angaben.
Sollten einzelne Azubis in der Tat Angaben machen, die von Köchin bis Päpstin, bis zum Staatspräsidenten reichen
Dann frag mal genauer nach, WARUM sie sich ausgerechnet dann nach Zusage für DIESEN Job entschieden haben.
Im Anschluss fragst Du noch mal nach, was sie denken, was diesen Job ausmacht, welche Fähigkeiten man mitbringen muss.
Dann analysierst Du mit dem Azubi die MUSS Fähigkeiten, die dieser Beruf mit sich bringen muss.
Dann fragst Du den Azubi mal, ob er meint, dass er jeden Tag diese Fähigkeiten an den Tag legt. (So was nennt man Selbstreflektion und in dem Moment kannst Du schon an deren Aussagen erkennen, ob sie sich selbst überhaupt richtig wahrnehmen können oder unter totaler Fehleinschätzung leiden).
Dann reflektierst Du Dein Gesehenes, so wie Du den Azubi wahrnimmst. Aber versuch es ohne direkte Anschuldigung zu machen.
Das geht am Besten, indem man den Azubi drauf hinweist, welche Folgen dieses Fehlverhalten für den Betrieb und für ihn selbst haben kann (in Bezug auf Zukunftsaussichten). Damit übergibst Du ihn auch Verantwortung, dass er so zu sagen verantwortlich mit seiner Arbeit für das gute Fortbestehen des Betriebes ist und seine Zukunft in diesem Unternehmen selbst steuert.
Es gibt aber sicherlich nicht nur Negatives über den Azubi zu berichten. Lobe auch seine guten Seiten und sage ihm, dass Du Dir wünscht, dass es in Zukunft mehr positive Seiten zu sehen gibt. Lobe ihn aber nur am Anfang des Gespräches!!!! Denn es ist psychologisch erwiesen, dass meistens nur die Erinnerung an letzteres im Gespräch überwiegt und haften bleibt. Außerdem lockerst Du das Gespräch damit am Anfang auf, sonst, wenn Du ihn gleich mit Vorwürfen bombadierst, wird er sicherlich zu machen.
Mehr haften bleiben sollen natürlich die gewünschten Veränderungen und nicht die wenigen positiven Dinge.
Zum Schluss und das ist immer wichtig und das sollte sich jeder Ausbilder auch sehr zu Herzen nehmen: Frage den Azubi, ob er Wünsche oder Anregungen hat, ob sich und was sich im Betrieb und am Ausbildungsablauf seiner Meinung nach ändern soll.
Damit gibst Du ihm das Gefühl, dass er mitbestimmen darf, dass er angehört wird, dass auch er mal seinen Senf dazu geben darf, das auch seine Meinung wichtig für Dich ist! Das erhöht Deine autoritäre Stellung durch Kollegialität! Sage ihm auch direkt, dass er auch unbedingt negative Dinge benennen soll und darf, da es Dir die Chance gibt, Dinge verändern zu können.
Wenn sich der Auszubildende ganz resistent zeigt und gar nichts Negatives benennen will, kannst Du ihn damit rumbiegen, indem Du ihn aber drauf aufmerksam machst, dass sein Verhalten teilweise aber Unzufriedenheit vermuten lässt und das es nicht sein kann, dass er nichts zu kritisieren hat.
Schreibe Dir diese Aussagen von jedem Azubi auf! Nehme die Dinge wohlwollend auf, auch wenn er Dich direkt ätzend kritisiert!
Versuche im Rahmen, der Dir zur Verfügung steht, die Wünsche so zu ändern, bzw. versucht Euch mit den Wünschen der Azubis so anzunähern, dass für beide Seiten ein positives Ergebnis zu erwarten ist!
Wiederhole diese Gespräche alle halbe Jahre! Du wirst Augen machen, wie viel Effekt solche Gespräche haben können, für beide Seiten.
Bei meinem Mann werden alle halbe Jahre solche Gespräche durchgeführt. Bei ihm nennt man diese Gespräche "dudu-Gespräche"
Wo halt von beiden Seiten auch mal der Zeigefinger erhoben wird und deutlich zur Aussprache kommt, was passt und was nicht passt.
Diese Gespräche geben Raum für Reflektion und erkennen von Fehlern beider Seiten. Sie decken Missstände auf und motivieren die Mitarbeiter, eigenes Fehlverhalten zu erkennen, es abzustellen, menschlich wahrgenommen zu werden. Dem Betrieb gibt es die Chance, Missstände in Arbeitsabläufen aufzudecken, Mitarbeiter für ihre Leistung zu motivieren uvm.....
Sie bekommen für sehr gute Leistungen dann auch einen Ovulus zugesprochen, in dem sie halt mal ein paar Euros mehr bekommen, eine Sachprämie bekommen, eine finanzierte Schulung bekommen etc..... Das Motiviert auch ungemein!!!!
Bei den ganz resistenten Azubis muss man auch mal ein deutliches Wort ansprechen, ob sie meinen, dass diese Ausbildung wirklich für sie geeignet ist. Man muss ihnen dann auch mal vor Augen halten, dass es für beide Seiten ein unheimlicher täglicher Kampf ist, wenn man nur das Gefühl bekommt, das man ungern zur Arbeit geht. Man muss ihnen in dem Fall auch mal den Denkanstoß geben, da sie mit der Ausbildung auch ihre weiteren Zukunftsaussichten formen, ob es nicht doch für sie besser wäre, sich für eine andere Ausbildungsform zu entscheiden.
Das kann unter Umständen auch mal Wunder bewirken, da man dann natürlich ganz deutliche Worte spricht und der Azubi keine Chance mehr hat auszuweichen und nur 2 Möglichkeiten bleiben.... Entweder ich ändere mich oder ich gehe andere Wege.
Manche brauchen auch den Druck!
Beitrag von querulantin123 - 09.11.11 - 11:10 Uhr
Das kann ich so nicht unterschreiben. Ich habe jahrelang Rechtsanwaltsfachangestellte ausgebildet und das war das gleiche in Grün.
Beitrag von myimmortal1977 - 09.11.11 - 11:54 Uhr
Wie groß war denn der Betrieb? Bei uns kann keine Langeweile aufkommen, wenn man alle 8 Wochen mit komplett anderen Aufgaben beschäftigt ist....
Auszubildende durchlaufen bei uns im Betrieb sämtliche Bereiche, vom Rechnungswesen, Bildbearbeitung, Fotoredaktion, Sportredaktion, Politikredaktion, Anzeigenverkauf, Bildweiterverkauf, dürfen mit auf Produktionen, sitzen auch mal in der Druckerei.....
Außerdem und das KÖNNTE auch ein Fakt sein, dürfen wir die Azubis in unserem Betrieb NICHT mit Hilfsarbeiten beschäftigen. Sie MÜSSEN nach Anlernphase die gleichen Arbeiten ausführen, die wir als Fachkräfte ausführen.
Bei uns zählt die Übertragung von Verantwortung als oberstes Ziel und dabei fühlen sie die Azubis sicherlich gebauchpinselt, dass auch sie als vollwertiges Arbeitspferd gesehen werden 
Es ist uns z. B. auch untersagt, Azubis nur mit Kopierarbeiten zu beschäftigen oder nur Ablage machen zu lassen oder Kekse auf Teller legen zu lassen um die Konferenztische einzudecken oder oder oder.....
Beitrag von querulantin123 - 09.11.11 - 12:37 Uhr
Die größte Kanzlei hatte 30 Fachangestellte und 10 Azubis.
Beitrag von ikarya - 09.11.11 - 10:43 Uhr
Die Kids sind in der Pubertät. Und ehrlich gesagt, wir verdrängen glaube ich nur immer gerne wie anstrengend und ätzend wir mit 17 waren. Wir waren genauso. Hast Du irgendwie noch ein Foto von Dir aus der Zeit? Schau es Dir mal an. 
Und man KANN Azubis motivieren. Dafür muss man aber auch Interesse daran haben und nicht nur autoritär auftreten. Da geht jeder/m Pubertierenden sofort die Hormondrüse über. Ist so, da können die auch nicht wirklich was gegen machen.
Bei Deinem Text würde ich vermuten, dass auch Du eher einen autoritären als einen kollegialen Ausbildungsstil hast.
Beitrag von trollmama - 09.11.11 - 12:57 Uhr
Die Pubertät ist für mich KEINE Entschuldigung dafür, daß sich die Jugendlichen ohne Ende daneben benehmen dürfen!
Im Gegenteil, ich sehe es eher so: Die Eltern, die das unmögliche Auftreten ihrer Kinder mit 'och das ist die Pubertät' entschuldigen, haben es in der Vergangenheit erziehungstechnisch schleifen lassen, lassen es jetzt erziehungsmäßig schleifen und sind nur noch voller Hoffnung, daß sich die Kinder besser benehmen, wenn sie denn mal endlich aus der Pubertät raus sind!
Es macht ja auch Arbeit, den Kindern in dieser Zeit entsprechend entgegenzutreten und Konsequenz zu zeigen - egal, wie sich der Pubertierende aufführt.
Beitrag von ikarya - 09.11.11 - 13:02 Uhr
Du vergleichst Äpfeln mit Birnen.
Ich sagte zu der TE, dass pubertierende nunmal so sind. Und das ist auch so. Meine Eltern waren extrem autoritär, und ich war trotzdem ein Kotzbrocken. Oder vielleicht auch gerade deswegen. Und es gibt noch etwas zwischen Arschloch und Weichei. Die Welt ist nicht schwarz-weiss.
Es ist nunmal, erwiesen, so, dass man bei Pubertierenden als Ausbilder mit autoritärem Gehabe à la "Das hätten wir uns früher nie erlauben dürfen, da wär der Ausbilder mit dem Rohrstock gekommen" nicht besonders weit kommt.
Arbeite mit ihnen zusammen, motiviere sie, las sie nicht nur den letzten Dreck an Arbeiten verrichten, fordere sie, fördere sie. Und Du wirst sehen, dass hinter der coolen/zickigen Fassade sehr oft (nicht immer) wirklich kompetente Menschen stecken.
Beitrag von lichtenstein - 09.11.11 - 14:08 Uhr
Die Leutchen haben das große Glück, einen Beruf lernen zu dürfen. Es gibt genügend andere, die das nicht dürfen. Das sollte auch mit 16/17 Jahren soweit schon klar ersichtlich sein. Pubertät ist dafür keine Ausrede.
Meiner Erfahrung nach werden die Aufgaben in der Ausbildung mit der Leistung des Auszubildenden interessanter. Ich hatte schon Azubis (Industriekaufleute) die konnten selbständig einen Sachbearbeiterjob stemmen und solche, denen man nach drei Jahren nicht einmal die Ablage anvertrauen konnte...
Beitrag von ikarya - 09.11.11 - 14:53 Uhr
Ich finde diese vollkommen unreflektierte Arroganz echt erstaunlich.
" Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates)
Fakt ist, leider, dass oftmals die Ausbilder grottenschlecht sind.
Beitrag von thea21 - 09.11.11 - 14:54 Uhr
Danke, du sprichst mir aus der Seele!
Beitrag von lichtenstein - 09.11.11 - 15:07 Uhr
Ob es wirklich von der Qualität des Ausbilders abhängt, das ABC zu beherrschen, bezweifle ich heftig.
Klar gibt es Unternehmen, bei denen Azubis nur billige Arbeitskräfte sind, die es sich auch noch erlauben, wg. Berufsschule regelmässig zu fehlen. Allerdings ist das seit der glorreichen Erfindung des 400 Euro Jobs weniger geworden. Fakt ist aber auch, dass viele Auszubildenden es nocht nicht begriffen haben, dass sie das, was sie da tun, freiwillig tun. Und so Kleinigkeiten, wie "Guten Morgen" und "Guten Abend"sagen, einen Termin einhalten können oder einen Ordner wieder dahin stellen, wo man ihn herhat, sollten Selbstverständlichkeiten sein, um die sich ein Ausbilder nicht kümmern muss.
Beitrag von vwpassat - 09.11.11 - 10:44 Uhr
Klingt irgendwie nach Bäckerei.
Die da lernen, haben auch nix anderes bekommen..................
Beitrag von woodgo - 09.11.11 - 10:48 Uhr
Danke, ich hab´s mich garnicht getraut zu schreiben
