Ich komme gerade an meine Grenzen...

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Beitrag von turboprinzessin22 - 09.11.11 - 22:13 Uhr

Hallo,

für viele ist es vielleicht noch nicht soo schlimm, aber ich bin hochschwanger und meine Hormone machen es mir auch nicht leicht alles immer so zu verarbeiten und nicht zu Herzen zu nehmen.

Ich schildere mal den heutigen Tagesablauf mit meinem Sohn (2,6 Jahre).

Morgens wacht er auf und wir essen zusammen. Alles ganz normal. Dann möchte ich ihn anziehen. Und der Terror beginnt. Er läuft immer weg. Er hört nicht, wenn ich ihn rufe oder ermahne. Er ignoriert mich weitesgehend oder sagt "NEIN" ...

Okay... ich denke, welches Kleinkind hat schon Lust darauf sich anzuziehen aber es muss nunmal sein.

Irgendwann muss ich ihn mir doch schnappen, weil er absolut verweigert von alleine zu kommen.

Er haut mich, tritt mich... (da bleibt der Bauch natürlich auch nicht verschont)
Ich ermahne ihn, erkläre, mache, tue... er hört nicht, macht weiter...
Es ist ein Kraftakt.. Endlich hab ich ihn irgendwann angezogen.

Dann fahren wir mit dem Bus in die Kita. Er schreit im Bus rum, wenn er etwas nicht darf oder bekommt (was er gerne wollte) ...es geht nicht immer, das er aus den Buggy kann, usw.

Später hole ich ihn ab. Im Bus wieder das gleiche wie frühs. Er schläft dann dort im Buggy noch ein. Lege ihn in sein Bett. Dann schläft er zwei Stunden.

Er kann absolut nicht ohne Mittagsschlaf, aber ich finde um 2 Uhr erst den Mittagsschlaf zu beginnen echt super spät. Leider können sie ihn in der Kita nicht hinlegen.

Also versuche ich ihn um zwei zu wecken. Keine Chance.. Er brüllt mich an, ich solle weg gehen, haut und tritt nach mir.

Irgendwann kommt er dann.

Dann sind wir zum Laterenfest gefahren... Er ließ sich nicht an die Hand nehmen, wenn ein Auto kam. Einmal musste ich ihn wegziehen, da hat er sich auf die Straße gelegt.

Ach und so geht das immer immer immer weiter...
Abends das gleiche..

Wenn Papa da ist von der Arbeit, dann geht es so einigermaßen.

Aber er lacht uns aus wenn wir mit ihm schimpfen..
ER ist erst seit kurzem so... Vorher war er sehr pflegeleicht.

Die Erzieherinnen sagten mir, er wäre momentan in der Gruppe auch schwierig, aber sie findent es alles im Rahmen. Find ich ja auch, aber es ist so schwer damit umzugehen...

Alle reden immer von logischen Konsequenzen,... aber wie schauen die aus?
Ich schicke ihn in sein Zimmer... In dem Moment fällt mir nichts anderes ein.. Aber ich weiß, es soll ja kein Ort sein, mit dem er was negatives verbindet...

Wenn wir dringend zu einem TErmin müssen und er mal wieder im Treppenhaus aus Spaß rumbrüllt kann ich ja auch nicht sagen, das wir jetzt aber wieder reingehen müssen.

Man, ich bin gerade voll überfordert. Was mache ich wenn er mich haut, mich tritt oder dergleichen??? Ich kann da nicht ewig mit ihm noch rumdiskutieren (er würde es eh ignorieren) oder ihn immer wieder in sein zimmer schicken. man hat es ja auch mal eilig.

Ich möchte doch einfach nur, das er gut erzogen wird, und will ncihts falsch machen... ich will nicht, das er irgendwann uns komplett auf dem kopf rumtanzt.

übrigens haben wir gerade einen umzug hinter uns (haben aber nicht die gegend gewechselt) und naja er erwartet ein geschwisterchen. das sind veränderungen.. aber er reagiert heftig...

Beitrag von lisasimpson - 09.11.11 - 22:48 Uhr

"übrigens haben wir gerade einen umzug hinter uns (haben aber nicht die gegend gewechselt) und naja er erwartet ein geschwisterchen. das sind veränderungen.. aber er reagiert heftig..."

ja das ist ja auch heftig.
die ganze welt ändert sich und er fragt sich: auf was kann ich mich noch verlassen!

gib ihm das was er sucht: eine verläßliche mutter.
an- und ausziehen kann ein wunderbares spiel sein. außerdme auch eine zeit mit zärtlichem kontakt, eine zeit, die mit positiven gefühle nverbunden ist.
keine ahnung, ob wir da exoten sind, aber meine kinder finden das total klasse.
in dem alter wollten sie sich außerdem auch meist selsbt an.- und ausziehen - waren ja schon "groß".
ich habe auch gesungen. lieder erfunden mit ihrem namen- das finden kinder i ndme alter doch klasse
"max zieht jetzt die hose an, seht nur wie er das schon kann" oder so i nder art- du verstehst?

des weitere nwürde ich ihn zuerst umziehen, dann frühstücken, vielleicht entspannt das ein bißchen die umziehsituation, denn essen könnte er notfalls noch im bus was, oder?!

nun ja und dann denke ich ist eine große portion humor immer ganz gut.
kidner funktionieren halt nicht "zack- zack", sondern brauchen merh zeit und muße für bestimmte tätigkeiten.
das solltest du einplanen um nicht unter zeitdruck zu kommen.

wenn du weißt wie sein mittagsschlaf aussiehjt, dann leg termine doch nicht da rein, steh früher auf oder organisiere ein bißchen um.

ansonsten klar sein- es braucht keien "logische konsequenz" beim "laut brüllen im treppenhaus.
den ndein ziel ist: ab ins auto. daher ist die logische konsequenz: ab ins auto.

andereseits solltest du ihn immer dann loben, bestärken, bestätigen, wenn er das macht, was du gerne hättest und das nicht als selbstverständlich ansehen,.
denn nur weil uns unser verhalten so verständlich ist, wei lwir eben 30 jahre sozialisation hinter uns haben, ist das für kinder nicht immer der fall.
sie müssen erfahren, was wir für gut und richtig erachten, denn kinder wollen IMMER von ihre neltern geliebt werden

wenn er lacht, wei ldu ihn schimpfst, dann kannste dir das schimpfen stecken, denn dann ist seine aufnahmefähigkeit schon viel zu sehr strapaziert!
kurz und klar:
"nein so nicht, statt dessen so!" und dann bist du in der verantwotung, es für euch beide vielleicht ein bißchen leichter und angenehmer zu gesalten und zu verstehen, daß so große veränderungen nicht einfach wegzupacken sind.
denn dein sohn greift nicht auf die erfahrung zurück: ach, wird schon wieder alles, gewöhnen wir uns dran und wird ganz toll hier"

Beitrag von a79 - 09.11.11 - 22:51 Uhr

Hallo,

mein Sohn war ähnlich, als mein zweiter sohn unterwegs war und ich kann mich erinnern, dass es mir sehr viel mehr an die Nieren ging als vorher oder auch später (da ich auch noch im Krankenhaus lag und mich viel schonen musste).

Was das anziehen angeht -warum tust Du Dir diesen Kampf an? Wenn er sich nicht anziehen lässt...geht er halt im Schlafanzug (Absprache mit der KiTa vorher treffen, ob sie ihn notfalls dort anziehen)...bei meinem Sohn reicht schon die Androhung...wir sind ein Mal ohne Schuhe los und seither nie wieder...
Was das von der Hand losreißen angeht - wer nicht an der Hand geht, muss halt im Kinderwagen sitzen. Wenn Du viel Zeit hast (obwohl die Kleinen sowas ja meist machen, wenn man genau die nicht hat...), lass ihn liegen und motzen...und geh weiter (das hilft bei meinem 2,5 Jährigen Sohn derzeit gut).

Wer haut und tritt - zu dem hält Mama Abstand...und kuschelt in dem Moment halt auch nicht.

Sowas sind in meinen Augen "logische Konsequenzen".

An sich würde es vielleicht schon helfen, wenn Du Dir selbst den Druck nimmst, alles richtig machen zu wollen - keiner kann das! Und jeder, der das Gegenteil von sich behauptet, lügt! Und Fehler machen und sich selbst Unsicherheiten eingestehen ist kein Zeichen von Schwäche sondern von Authentizität. Man muss sich dessen nur bewusst sein.

Und es sei Dir versichert - es wird auch wieder besser (bevor es das nächste Mal...nicht schlimmer...aber wiederum anders...wird#schwitz)!

LG

Andrea

Beitrag von oosueoo - 09.11.11 - 23:55 Uhr

hi#winke

ich kann deine sorgen verstehen, mir ging es auch so mit meinem sohn in dem alter.
mit der zeit wird es besser, es ist nur eine phase!

gerade mit dem anziehen hatten wir auch lange dieses wegrennspiel :-[

zieh ihn morgens direkt nach dem aufstehen an und am besten setzt du ihn dir auf den schoß. bei uns hat das viel besser geklappt, es so zu machen, denn dann war er noch zu müde zum blödsinn machen.

du solltest durchgreifen, wenn er wegrennt und wieder ein spiel aus dem anziehen macht, pack ihn dir, setz ihn auf deinen schoß und zieh ihn an, egal ob er kreischt, schlägt, oder sich steif macht wie ein brett.

im bus das gleich, wenn er im kinderwagen sitzen muss, dann muss er es!
soll er doch meckern und bocken, er ist angeschnallt.
bei uns war es immer wichtig eine klare linie zu fahren, das bedeutet. entweder er ist immer im kinderwagen oder er darf immer auf nem normalen sitz im bus sitzen.
weißt du, solange er einmal stehen, einmal sitzen und einmal in den kinderwagen muss, wirst du immer dieses problem haben, dass er ein riesen theater macht, wenn er wieder in den KIWA muss. du solltest dich entscheiden und nicht immer wechseln, das kann der kleine mit seinen 2 jahren noch nicht verstehen.

doch du kannst ihn ruhig in sein zimmer bringen, wenn er blödsinn gemacht hat, das wird sich nicht negative auswirken.
ich habe mir auch oft darüber gedanken gemacht, das wenn er ihn sein zimmer muss zum beruhigen, er sein zimmer dann als strafe ansieht, aber so ist das nicht!
mitlerweile geht er selber in sein zimmer, wenn er sauer ist, beruhigt sich und kommt wieder raus.

und ihn der letzten zeit spielt er lange und sehr schön in seinem zimmer#herzlich

ich denke nicht das es was mit dem umzug oder der SS zutun hat, es ist eher eine ganz normale phase.
bei uns kam damals auch alles zusammen, umzug, schwangerschaft und dann nochd as verhalten des kleinen, das war so anstrengend für mich, ich hab mir auch so oft gedanken gemacht ob mit ihm alles in ordnung ist. musste mir auch oft anhören, das ich der kleine ein echter wirbelwind ist.

aber alle sorgen waren um sonst, er ist jetzt 4,5 jahre und es ist wirklich sehr einfahc mit ihm geworden, er zieht sich alleine an, und das schöne, ich muss ihn nicht tausend mal ermahnen, es klappt meist beim ersten mal:-)
und wenn ich sage, warte, bleib stehen oder gib mir die hand, dann wird das auch gemacht;-)
mach dir nicht zu sehr nen kopf, er ist noch klein und versteht vieles nicht, das leben ist für ihn ein spiel, er will spass udn kennt keine uhr, zeitdruck und termine...
wichtig ist es nur, das du nicht viel redest sondern auch handest, sag ihm 1 mal anziehen, dann noch ein 2tes mal und dann packst ihn dir wenn er nicht kommt.
und wenn er dir drausen nicht die hand geben will, dann drohst ihm etwas an das du dann auch wirklich durchziehen kannst, z.b heim gehen, oder in den KIWA rein...
es muss dann aber wirklcih durchgezogen werden, sonst wird er dir keinen glauben mehr schenken!

ich drück dich mal ganz lieb, kopf hoch du schaffst das#liebdrueck

Beitrag von marion2 - 10.11.11 - 09:54 Uhr

Hallo,

du erwartest hoffentlich nicht ernsthaft von deinem Kind, dass es beim Treten den Bauch auspart.

Der Bauch ist Teil seiner Mutter und wird von ihm in solchen Situationen ganz sicher nicht mit dem Baby in Verbindung gebracht.

Ins Zimmer schicken ist keine logische Konsequenz. Das zeigt ihm nur, dass du ihn nicht magst. Wie und warum wird ihm egal sein.

"Was mache ich wenn er mich haut, mich tritt oder dergleichen???"
Festhalten.

"und will ncihts falsch machen..."
Deine Ansprüche an dich sind zu hoch. Wir machen alle Fehler.

"er erwartet ein geschwisterchen"
Kann es sein, dass du ihn überforderst?

ER erwartet gar nichts. DU erwartest ein Baby.

Ob es kommt, ist noch nicht klar. Mach dir das bewusst. Du musst ein Kind nicht mit ungelegten Eiern konfrontieren. Hin und wieder über die Möglichkeiten und den Stress sprechen, ist OK - mehr ist zu viel.

Gruß Marion

Beitrag von dominiksmami - 10.11.11 - 11:42 Uhr

Huhu,

>>Er kann absolut nicht ohne Mittagsschlaf, aber ich finde um 2 Uhr erst den Mittagsschlaf zu beginnen echt super spät.<<

warum?
Wenn es sein Rythmus ist, dann ist es sein Rythmus...und er braucht ja offensichtlich den Schlaf.
Da kann man seine Termine doch drumrum legen und gut ists.

Laura schläft zur Zeit z.B. irgendwann zwischen 13 und 14 Uhr ein und steht dann zwischen 16 Und 16:30 wieder auf. Klappt alles ganz wunderbar.

Ansonsten scheinst du zuviel zu diskutieren.

Z.B. mit dem Anziehen...du bittest, rufst, tust und machst.
Ich würde einmal, vielleicht noch ein zweites Mal zur Erinnerung, sagen " so jetzt ziehst du dich an" oder eben "jetzt ziehen wir dich an" und kurz abwarten ob er freiwillig kommt, danach würde ich ihn einfach anziehen....und körperlich solltest du ihm auch schwanger noch überlegen sein.

So zwangsangezogen werden ist für ein Kind natürlich höchst unangenehm und da kann ich sogar verstehen das er sich wehrt, trotzdem ist es wichtig das er damit nichts erreicht. Zieh ihn an und fertig.

Kein Geschimpfe, keine Diskussionen....= weniger Streß.

Er wird merken das es angenehmer ist mitzumachen, auch wenn das einen Moment lang dauern wird.

Er wird merken das es angenehmer ist.

Ebenso im Bus...erklären warum war nicht kann was will und, richtig, Ende! Kein ständig wiederholtes erklären, keine Diskussion.
Dann schreit er eben mal, du kannst ihm zeigen das du da bist, das du verstehst das er frustiert ist, vielleicht seine Hand streicheln wenn er es zuläßt, aber eben keine Debatten führen.

Denn eigentlich sind das schon die logischen Konsequenzen...er lässt sich nicht anziehen/ er wird einfach angezogen etc.

So ein Umzug ist heftig für ein Kleinkind, ich denke das er da einfach Zeit braucht.

lg

Andrea