Bonsoir und guten Abend
Ich habe des öftern festgestellt, dass mein Sohn manchmal kein Unterschied zu machen scheint zwischen ihm bekannten Personen und fremden.
Er ist ein sehr aufgeweckter, physisch wie charakterlich ein sehr temperamentvoller Junge. Er kann total übermütig werden, wenn er auf Kumpels oder Freunde treffen und dann auch mal dabei über die Stränge schlagen. Normal eben.
Er ist zugleich aber auch sehr phantasievoll und erfindet ständig Geschichten und
viele selbsterfundene Lieder. Manchmal taucht er aber auch ganz ab in die Tiefe seiner selbst mit seinen Spielsachen und seinen Geschichten, dann lass unterbreche ich ihn nicht.
Er ist wirklich ungemein Liebenswürdig
und charmant und hat kein Problem, Freunde zu finden.
Er kann auch sehr mitleidsvoll sein und mit mir ist er oft richtig verschmust. Er hat ständig Fragen, wie alle in seinem Alter und ich rede und erkläre ohne Unterlass.
Nur habe ich öfters festgestellt, dass er eben manchmal keine Distanz hat: Beispiel gerade gestern in der Metro (leben in Paris): Ein schwarzer Papa mit seinem Jungen sassen neben uns. Wir kannten sie nicht, waren uns aber sympathisch. Elias - mein Sohn - fing an den Papa richtiggehen zu belabern
, er hat ihm pausenlos Sachen aus unserem Leben erzählt oder anderes. Dann hat er ihn urplötzlich einfach so fest umarmt...! Wohlgemerkt, wir haben die beiden vorher nie gesehen......
Der Mann meinte dann ein bisschen betreten, dass mein Junge wirklich VIEL redet und er wirklich SEHR spontan ist
Ich gebe es zu, dass ich auch sehr spontan bin und sehr offen auf Menschen zugehe. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das im Alter von meinem Sohn gut und "normal" ist. Ich mache mir Sorgen, dass er sich später einfach jedem anvertrauen und es dann eben nicht immer gut ausgeht.
Kennt sich da jemand aus? wie kann ich dem ein wenig gegensteuern??
Ich bin sehr dankbar für Antworten.
Bises de Paris
von der Maya
Mein Sohn 4 1/2 kennt manchmal keine Distanz
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von esperancefollie - 10.11.11 - 21:08 Uhr
Beitrag von witch71 - 10.11.11 - 21:31 Uhr
Das war jetzt sicher nur ein Beispiel von Dir, aber da ich Deine Geschichte kenne, erlaube mir bitte die Frage, ob Du Dir vorstellen kannst, dass Dein Sohn in dem Mann eine Art Vaterfigur gesehen haben kann?
Beitrag von esperancefollie - 10.11.11 - 22:34 Uhr
Danke für deine Antwort.
Würde ich auch denken. ABER auch wenn sein Papa und ich getrennt sind und wir keine einfache Geschichte haben, Elias hat den wundervollsten Papa den man sich vorstellen kann.
ich wohne mittlerweile selber in einer Wohnung in Paris selber und wir wechseln uns 50n % ab. Das klappt gut, wir haben sorgsam aufgepasst, dass wir den Rythmus finden, welcher für unseren Sohn am natürlichsten und einfachsten ist.
Wir machen auch mal was zu Dritt oder dann gibt es eben reine "Mama bz. Papatage". Die Kommunikation unseren Sohn betreffend funktioniert auch sehr gut. Er ist unser Wichtigestes (Elias).
Wie gesagt, sein Papa ist mehr da, als ich es von den meisten Vätern kenne und ich unterstütze dies mit Freuden.
Bonne soirée maya
Beitrag von mimi1410 - 10.11.11 - 21:41 Uhr
Hi Maya,
mein Großer (8) ist im Verhalten deinem recht ähnlich und seine Spontanitaet hat sich in den letzten Jahren aber deutlich gelegt. Er ist immer noch sehr offen, plaudert mit jedem Menschen - aber lange nicht mehr so wie noch als kleiner Bub. Ich denke, die Kinder entwickeln trotzdem - oder gerade deshalb - einen recht gesunden Radar für Menschen und werden nicht mehr oder weniger von ihrem Mitmenschen enttäuscht werden als andere. Ich war auch manchmal skeptisch, dachte mit dann aber oft - lieber ein offenes, fröhliches Kind als ein verschüchtertes, verstocktes. Uns ist es aber auch wichtig, den Kindern in erster Linie die Freude an den Menschen und nicht die Skepsis mit auf den Weg zu geben.
LG Mimi
Beitrag von esperancefollie - 10.11.11 - 22:54 Uhr
Merci für deine Antwort.
Nie möchte ich meinem Sohn diese "Gabe" - diese Spontanität aberziehen (bin ja selber von dem Schlag, könnte ich gar nicht).
Trotzdem brauch er sich später ein paar "Spielregeln" in dieser Grossstadt.
Liebe Grüsse et un bon weekend von der Maya
Beitrag von punisher - 10.11.11 - 22:05 Uhr
darf ich fragen warum du gegensteuern willst, nur weil viele menschen es nicht mehr gewohnt sind, daß andere so offen auf sie zugehen?
wir brauchen viel mehr menschen wie deinen sohn.
wenn es mal ncith gut ausgeht, dann ist das so. eben dadurch lernen kinder wie es ist, wenn andere "geheime" dinge weitererzählen. ich finde diese erfahrung ist wichtig, und muss selbst gemacht werden um zu wirken und um daraus eine eigene lehre ziehen zu können.
ich finde die geschichte sehr herzlich und----spontan. 
je vous souhaite une bonne soirée. (ich hoffe ich hab es richtig geschrieben)
Beitrag von lisasimpson - 10.11.11 - 22:22 Uhr
"wir brauchen viel mehr menschen wie deinen sohn."
nun ja, wenn sie 4 sind o.k....
wenn dir aber ein 14 oder 16 jähriger ohne ein verständis von nähe und distanz begegnet wirst du anders sprechen!
Beitrag von diefraudocktor - 11.11.11 - 10:35 Uhr
Hallo,
sehe ich auch so. Neulich in der S-Bahn war ein (geistig behinderter) Man, dem man seine Behinderung nicht auf den ersten Blick angesehen hat. Er sprach auch ständig Leute an und seine Mutter (schon im Greisenalter) war sehr überfordert mit dem Mann. Eine Situation war beispielsweise, dass er einer Frau, die aussteigen wollte zugewunken hat. Die hat sich gefreut und zurückgewunken. Dann hat er ständig versucht mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Eine Frau hat er gefragt, ob man an der nächsten Station rechts oder links aussteigen muss, dann hat er jemanden gefragt, wo der Bus fährt, dann hat er versucht den Fahrplan zu lesen und hat auch Leute gefragt, wieviele Stationen er noch fahren muss usw. Also wen jemand erwachsenes so extrem distanzlos ist, dann wirkt das schon komisch. Bei diesem Mann bin ich mir ganz sicher, dass er geistig behindert sein muss... Er sprach seine Mutter auch immer mit "Mami" an. Man könnte sagen, ein Kleinkind in einem Männerkörper.
Mit 4 Jahren finde ich das Verhalten noch normal, aber auch bedenklich, wenn es sich nicht ändert. Es meint nicht immer jeder es gut mit Kindern und wenn er mal an jemanden gerät, der auf Kinder steht, dann wäre der Kleine das beste Opfer für solche Taten, weil er von sich aus keine Scheu kennt.
Beitrag von esperancefollie - 10.11.11 - 22:38 Uhr
Danke für deine Antwort.
Ja, er ist schon herzerfrischen mein Kleiner
.
Ich finde dies auch ein sehr gewinnender Zug. Trotzdem möchte ich das er lernt - auf eine natürliche Weise - zu unterscheiden, wem er blind Vertauen schenkt.
Ich meine dies zu seinem eigenen Schutz. In so einer Grossstadt ist dies besonders wichtig. Ich habe hier schon so einiges gesehen. Ich bin auch sehr offen, aber habe zugleich ein sehr wachsames und beobachtendes "inneres Auge".
Vielleicht wächst sein Instinkt ja noch in dieser Beziehung.
Maya
PS: Bonne soirée absolut richtig geschrieben - félicitations!
Beitrag von golm1512 - 11.11.11 - 07:37 Uhr
Die Tochter einer Freundin ist auch so. Ja, sie ist ein sehr nettes Kind, aber meine Freundin hat auch 1000 Ängste deswegen, weil ihre Tochter wirklich mit JEDEM mitgehen würde.
Deshalb ist es meiner Meinung nach schon wichtig, dass man ein gesundes Verhältnis zwischen Distanz und Nähe entwickelt.
Mir wiederum wäre es eher unangenehm, wenn mich ein Fremder -egal ob Kind oder Erwachsener- einfach mal so umarmen würde. Ich würde wohl erst einmal nicht unnett reagieren. Jedenfalls nicht bei einem Kind, aber schön fände ich das nicht, weil ich nicht gern einfach so angefasst werde. Wenn mich ein (fremder) Erwachsener einfach so umarmen würde, würde ich schon Zustände kriegen.
Die Geschichte der TE finde ich jetzt nicht dramatisch, aber ich denke schon, dass das Kind auf Dauer lernen sollte, wie weit man bei Fremden gehen darf. Und wie weit man MIT gehen darf.
Sicher fehlt uns im Umgang mehr Herzlichkeit und vielleicht auch Spontanität, aber ein Gefühl für die nötige Distanz ist ebenso wichtig.
Gruß
Susanne
Beitrag von bambolina - 11.11.11 - 14:55 Uhr
zugegeben, ich wollte das nicht.
Meine Tochter war ähnlich. Sie ist inzwischen fast 7,5 Jahre und ich lasse sie heute immer noch nicht alleine in die Schule gehen etc.
Einfach weil sie immer noch total unbesorgt gegenüber Fremden ist.
Es passiert einfach soviel heutzutage...
(ja ich weiß auch das der Kinderschänder oft der nette Onkel von nebenan ist...)
Offen und herzlich sein ist eine tolle Sache - ganz deiner Meinung, aber gegenüber wildfremden Menschen... wie gesagt das wollte ich nicht.
Ich möchte nicht, dass meine Tochter nur ein gesundes Vertrauen hat, sondern ich möchte auch, dass sie ein gesundes Misstrauen entwickelt.
lg bambolina
Beitrag von punisher - 11.11.11 - 17:27 Uhr
ich finde vertrauen noch immer wichtiger als mißstrauen, verstehe aber was du meinst.
so viel passiert heute eigentlich gar nicht, man hört nur mehr darüber als früher glaube ich.
auch denke ich, daß zwar niemand zu sicher werden soll, und auch nicht die augen verschließen darf, aber viele reaktionen sind heute ja schon richtig übertrieben.
meine tochter wurde mal von einer mutter im kindergarten mehrfach gefragt, ob ich wirklich ihr vater bin, und da kommt man sich als mann in so einer situation schon regelrecht dumm und hilflos vor wenn man das hinterher erzählt bekommt.
Beitrag von bambolina - 11.11.11 - 20:09 Uhr
>>>so viel passiert heute eigentlich gar nicht, man hört nur mehr darüber als früher glaube ich<<<
das mag vielleicht stimmen, durch die ganze Medien kriegt man halt viel mit. Dann werden noch Bilder oder Filme gezeigt, weinende Verwanndtschaft, Freunde, Nachbarn... das nimmt einen emotional auch mit.
>>>ich finde vertrauen noch immer wichtiger als mißstrauen<<<
ja schon Vertrauen schon wichtig - deshalb habe ich auch geschrieben, dass man ein gesundes Vertrauen und Misstrauen haben soll.
Meine Tochter ist eine richtige "Labertasche" (die bewirbt sich später bestimmt mal im Radio, da kann sie den ganzen Tag reden
) ne zeitlang war es so schlimm, dass sie wildfremde Leute im Laden, auf der Strasse etc. angesprochen hat. Nicht nur einen, fast jeden wo ihr über den Weg lief. Mit 3 Jahren wäre sie auch mal mit einem Fremden mitgelaufen - also ich kannte ihn, für sie war er jedoch fremd.
Mein Sohn ist das Gegenteil. Eher der introvertierte Typ, der zwar nicht unhöflich reagiert, wenn Fremde ihn ansprechen, aber er ist dann schon Ziemlich distanziert. Zugegeben, vielleicht zusehr distanziert, aber dennoch ist es mir das lieber.
Was die andere Mutter da gefragt hat, ist ja total bescheuert. Das geht schlicht und einfach niemand etwas an und das noch mehrmals zu hinterfragen ist ja schon sehr dreist.
Am Besten ist, drüber wegsehen und wenn du das nicht kannst beim nächsten Mal fragen, ob du ihr einen Auszug aus dem Familienstammbuch zeigen sollst
Beitrag von lisasimpson - 10.11.11 - 22:20 Uhr
"Kennt sich da jemand aus? wie kann ich dem ein wenig gegensteuern??"
also ich glaube das alter so zwischen 4 bis 6 ist prädestiniert dafür.
Ich habe das leidvoll am Nachbarsjungen erlebt:)
bis zu einem gewissen grad ist das sicehr normal.
ínweiweit das bei deinem sohn gefärbt davon ist, daß er ja "zu hause" shon eine ganze weile eine eher eigenartige sitaution von nähe und distanz erlebt hat, kann ich jetzt daher uas dem beispiel gar nicht sagen.
gegensteuern würde ich zum einen indem ich ihm erklär, daß nicht alle menschen umart werden wollen und man fremde menschen fragen sollte, ob sie das mögen, bevor man sie anfasst.
er möchte schließlich auch bestimmen dürfen, ob ihn jemand anfasst oder nicht
grundsätzlich glaube ich aber, daß die sache in einem jahr wieder ganz anders aussieht und er eine viel engere Schamgrenze bekommen wird.
sollte er diese verhalten in 2 jahren noch zeigen, würde ich mir allerdings schon sorgen machen- denn ein wichtiger teil unserer Sozialisation ist durchaus die sozailen regeln der nähe und distanz zu fremden und bekannten personen zu lernen und zu verinnerlichen.
mit 4 können das aber viele noch nicht- ist also grundsätzlich kein grund zur sorge:)
Beitrag von esperancefollie - 10.11.11 - 22:47 Uhr
Danke liebe Lisa für deine Antwort!
Ich habe übrigens ENDLICH eine kleine aber urgemütliche Wohnung nicht allzuweit von Elias Papa gefunden. Elias fühlt sich hier auch sehr wohl.
In der Vorschule wo er sich eingelebt lasse ich ihn selbstverständlich - auch wenn das fast jeden Morgen weniger Zeit und mehr Metrofahrt bedeutet.
Die Kommunikation mit seinem Papa funktioniert mittlerweile sehr gut (reden nur was Elias angeht ist aber völlig io.). Und wir habe sorgsam acht gegeben, einen Rythmus mit Elias und unseren Wohnung zu finden, die gut tragbar für den Kleinen sind.
Das gute ist auch, dass keiner den Egoisten raushängt oder irgendwas auf dem Rücken von Elias ausspielen will. Das Wohl von unserem Sohn ist uns am Wichtigsten.
Es ist trotzdem nicht einfach, aber ich bin erst seit dem 1. September 11 ausgezogen und es braucht wohl noch etwas Eingewöhnungszeit.
Ich bin trotzdem ganz schön stolz, auf was sich jetzt alles zum Positiven entwickelt hat. Ja und Elias ist einfach zu köstlich - ich amüsier mich diebisch mit ihm. Sein Papa auch!
Ich werde aber ein wachendes Auge auf ihn halten.
Bisous von der Maya
Beitrag von hedda.gabler - 10.11.11 - 22:25 Uhr
Hallo.
Meine Tochter ist im Alter Deines Sohnes und ist auch sehr offen und spontan, schon immer ... die hat die griesgrämigsten Rentner schon aus dem Buggy heraus um den kleinen Finger gewickelt ... erzählt gerne und viel und geht auf ihre Mitmenschen zu und sucht das Gespräch. Und wenn sie jemanden sehr sympathisch findet, dann zeigt sie das auch mal körperlich (allerdings immer weniger, je älter sie wird). Und im Allgemeinen kommt sie damit auch gut an. Es hat sich mit der Zeit etwas gelegt, vielleicht auch weil ich sie ab und an etwas stoppe (wobei mir dann oft eher von den Fremden gesagt wird, dass alles okay ist und ich sie doch lassen soll), da ich nicht möchte, dass sie jemanden nervt oder sie auch gegen einen Anschnauzer von jemanden, den das nervt, schützen möchte.
>>> Aber ich bin mir nicht sicher, ob das im Alter von meinem Sohn gut und "normal" ist. Ich mache mir Sorgen, dass er sich später einfach jedem anvertrauen und es dann eben nicht immer gut ausgeht. <<<
Und genau das erlebe und spüre ich anders ... meine Tochter, so offen sie auch ist, hat ein sehr feines Gespür für Menschen, die ihr nicht behagen ... und da dreht sich ihr Verhalten um 180 Grad und sie zieht sich zurück, versteckt sich sogar manchmal hinter mir.
Und genau deswegen mache ich mir keine Sorgen ... sie kann offensichtlich sehr gut unterscheiden, wer ihr wohl gesonnen ist und wer nicht.
LG
Beitrag von esperancefollie - 10.11.11 - 22:51 Uhr
Hallo und danke für deine Antwort!
Das habe ich mir auch überlegt. Wenn Elias spürt dass mir eine andere Person auch sympathisch ist, dann geht er halt aus sich raus.
Das finde ich ja auch so wundervoll an ihm, dass er sich einfach so öffnen kann und so enorm begeisterungsfähig und spontan ist.
Ich vertraue meinem Sohn sonst in vielen Dingen, vielleicht muss ich es in dieser Beziehung auch ein bisschen mehr machen.
Aber trotzdem, in so einem Grossstadtdschungel wie hier, ist das nicht einfach und ich bin davon überzeugt, dass er hier schon ein paar "Spielregeln" braucht. Ich habe schon so einiges gesehen und auch miterlebt.
Un bon weekend (doch die können auch IInglisch die Franzosen) maya
Beitrag von hedda.gabler - 10.11.11 - 23:01 Uhr
Hallo.
Ich kann Deine Gedanken total verstehen ...
... meine Tochter ab und zu zu stoppen und dafür zu sorgen, dass sie sich zurücknimmt, resultiert natürlich nicht nur daraus, dass sie niemanden nerven soll, sondern natürlich auch aus meiner Angst heraus, dass sie zu vertrauensselig sein könnte und das mal jemand ausnutzt ...
... aber wie gesagt, sie scheint ein gutes Gespür zu haben.
Dieses Gespür zu stützen, habe ich mit ihr einige Bücher gelesen ("Ich kenn' Dich nicht, ich geh nicht mit", "Nein zu Fremden" und ähnliches, gibt es viel Literatur zu) und mit ihr Rollenspiele gemacht ... und ihr so "eingeimpft", wie sie sich verhalten soll, wenn ihr jemand zu nahe kommt und sie das nicht möchte (sie anspricht, mitnehmen möchte usw) und ich rufe das immer wieder spontan ab.
Und ich erkläre ihr immer wieder, dass sie niemanden ungefragt anfassen soll (wie gesagt, das ist eh immer weniger ihrerseits geworden), weil sie ja auch nicht einfach angefasst werden möchte.
Ich weiß, dass das alles ein sehr sensibles Thema ist. Ich wollte z.B. meiner zauberhaften und offenen Tochter auch nicht so sehr angst machen, dass sie in jedem den "bösen Onkel" sieht und so ihre Offenheit verliert ... und ich denke, dass wir spielerisch auf einen sehr guten Weg gekommen sind. Und vor allem auch deswegen, weil ich Vertrauen in ihr Gespür habe.
LG
Beitrag von jurbs - 11.11.11 - 08:13 Uhr
solche Geschichten erzählt auch meine Mutter von mir als Kindergartenkind 
heute mach ich sowas allerdings nicht mehr
Beitrag von no-limit - 11.11.11 - 15:36 Uhr
Hallo,
meiner ist ähnlich und redet auch mit jedem und würde warscheinlich mit jedem mitgehen.
Es gibt ein tolles Buch: Max geht nicht mit Fremden mit, da wird wunderbar kindgerecht erklärt ... das nicht jeder immer lieb sein muss
