Hey Muttis,
Man, fühle mich echt mies und überfordert!
Meine Maus wird im Dezember 3 Jahre alt! An manchen Tagen bin ich echt fertig mit den Nerven und weiß nicht ein noch aus
An schlechten Tagen ist ihr nichts Recht zu machen..GAR NIX...
Sie will raus mit ihrem Laufrad, wir gehen los..nach 5 Minuten will sie nicht mehr fahren und ich muss das Laufrad tragen, wenn sie sowieso knatschig ist, möchte sie am liebsten auch getragen werden ( 17 KG hat das gute Kind ) So brauchen wir ewig für ein paar Meter..
Sie will sich alleine anziehen, find ich super
Ich biete ihr Hilfe an wenn etwas nicht klappt! Erst nimmt sie die Hilfe an und dann wird meine Hand weg geschlagen und sie sagt " Ich will"
Bei ALLEM "Ich will das machen"Ich will das haben" Ich will jetzt aber" Sorry aber mich nervt das Verhalten. Lass ihr schon die lange Leine damit sie sich austesten kann aber das ist dann auch oft nicht richtig.
eben beim Einkauf sage ich zu ihr das sie an der Straße an die Hand muss!! Was macht sie? Lässt sich an der Hand, mitten auf der Straße fallen

Ich hab geredet, geschimpft , ich versuche mich in ihr kleines Köpfchen rein zu versetzen aber ich schaff es nicht!
hilfe
LG
Bin überfordert mit dem "trotz" Tochter fast 3
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Beitrag von schnubbi83 - 12.11.11 - 19:57 Uhr
Beitrag von susa31 - 12.11.11 - 20:17 Uhr
Ich vermute, dass in ihrem kleinen Köpfchen mittlerweile die Erkenntnis fest verankert ist, dass sie alles machen kann, was sie will - früher oder später und nach entsprechendem Einsatz. Vielleicht ist die Leine, die du ihr lässt, ja zu lang? Kinder wollen - das ist zumindest meine begrenzte Erfahrung - gar nicht den lieben langen Tag austesten, sondern sich in der Welt zurechtfinden und dabei helfen ein paar klare Ansagen und Konsequenzen meist recht gut. Wenn alle vermeintlichen Grenzen dehnbar sind, verwirrt sie das - und das verärgert wiederum ihre Eltern, die sich vom Kind provoziert fühlen.
Mein Sohn meint auch manchmal, ich könnte doch ihn und das Laufrad tragen - das passiert aber nicht. ich nehme ihm das Rad gern ab, wenn er nicht mehr kann, aber ich bin kein Lastesel. Wenn wir dauerhaft diese Situation hätten, würden wir nicht mehr mit dem Laufrad rausgehen; das ist dann Pech.
Das mit dem "alleine machen" und dann Hilfe wollen, kenne ich - aber wer mich haut, der findet sich recht schnell allein mit seinen Sachen wieder.
Beitrag von erstes-huhn - 12.11.11 - 20:36 Uhr
Anstatt ihr die "lange Leine" zu lassen solltest du ihr vielleicht klare Absprachen geben an denen sie sich orientieren kann.
z.B. anziehen: Sie möchte es alleine machen. Gut. Frage nochmal, ob sie das wirklich alleine kann. Ja, dann zeige ihr eine Uhr, wenn der Zeiger da steht und du noch nicht fertig bist, dann ziehe ich dich an. (6/7Minuten Zeit geben) Dann gehst du raus. Kommst nach gesagter Zeit wieder und hilfst dann beim Rest OHNE DISKUSSION!! und trotz Geschrei.
Sie ist bockig, weil etwas nicht so läuft wie sie will. Nehmen, ins eigene Zimmer stellen und sagen, wenn du wieder leiser bist, dann kannst du wieder raus kommen. Die Tür schließen und gehen. Kommt sie nach 10 Minuten nicht, mal schauen, aber so viel Zeit solltest du ihr geben.
Vor dem rausgehen sagen: ich trage dich nicht und auch nicht dein Laufrad.
Sie wirft es nach 5 min auf dem Boden und will nicht mehr, dann lass das Laufrad auf dem Boden liegen, nimm sie an die Hand und geh weiter. Deine Tochter wird sich schnell überlegen ob sie ihr Laufrad echt nicht mehr haben möchte...
Und Versuche von ihr auf dem Arm genommen zu werden dürfen nie damit enden, das du es tust, wenn du es vorher gesagt hast, dass du das nicht machst. (Gilt nicht bei Stürzen oder so.)
Kompromisse gehen auch, aber schaffe dir dafür vorher die richtige Position !!
Vor dem rausgehen sagen: Ich trage dich: aber erst nach dem runden Schild oder soetwas.
Wobei - meine Tochter ist auch gerade 3 geworden. Und mit etwas Konsequenz geht das selber gehen echt gut.
Klar, das kostet Nerven, aber eben nur jetzt nicht noch in Jahren, so ein Verhalten wird ohne eine Änderung von deinem Verhalten NIE besser.
Viel Glück.
Beitrag von schnubbi83 - 12.11.11 - 20:48 Uhr
Danke schon mal für die Antworten!
Ach so..also ich bin schon konsequent!
Ich trage sie ja nicht ABER wir brauchen dann eben ewig für den Weg, weil sie entweder nur meckert oder wie ein Stein auf dem Boden klebt!
Es bringt auch herzlich wenig wenn ich weiter gehe und sie stehen lasse
ICH GEBE NICHT NACH wenn ich ihr vorher etwas gesagt habe!
Sie ist einfach so extrem stur!
Mit den klaren Ansagen muss ich mich evtl noch mal selber beobachten ob ich das mache oder nicht! Den Tipp mit dem anziehen finde ich gut, das werde ich probieren
Beitrag von julius1405 - 12.11.11 - 20:53 Uhr
Ganz ehrlich....ich glaube die Leine ist zu lang. 
Ja Kinder wollen testen, aber das darf nicht damit enden, dass sie Dich an der Nase rumführt.
"Ich will" gibts bei uns nicht. (Meine Große ist grade 3 geworden) Bei uns klappt es nur mit: "Ich möchte bitte..." Auf "ichwill" reagiere ich nicht.
Wenn ihr draussen seid, rumdrehen, wenn sie nicht mehr will. Du bist kein LASTTIER. Kommt natürlich auf die Situation an, aber mekr ja schnell, ob sie einfach keine Lust mehr haben, oder wirklich feritg sind.
Wenn sie auf Deine Hand schlägt, wenn Du ihr hilfst, gibt es keine Hilfe mehr, und meine Große würde in ihrem Zimmer verschwinden. Das gibts bei mir nicht!
Manche Dinge sind nicht disskutabel. An der Strasse wird an der Hand gegangen. Da kann ich auch schon mal schärfer werden.
Aber natürlich braucht man (Frau) vor allem Nerven. Bei uns gibts auch Abende, da bin ich froh, wenn sie im Bett ist, bevor ich platze.
Gutes Durchhaltevermögen... und Du bist nicht ALLEIN!
LG
Beitrag von sunflower.1976 - 12.11.11 - 20:54 Uhr
Hallo!
Mein kleiner Sohn (im Oktober drei geworden) möchte auch immer alles alleine machen. Das ist prima. Natürlich dauert manches länger, aber nur durch alleine machen können die KLeinen lernen. Mittlerweile zieht er sich flott selber an, aber die "Lernphase" war anstrengend.
Hilfe anbieten mag mein Sohn gar nicht. Ich sage ihm nur "Wenn Du Hilfe brauchst, sagst Du mir Bescheid." So konnte er entscheiden, ob er meine Hilfe annimmt oder lieber 10 Minuten an einem Socken herumwurschtelt. Wenn ich ihn direkt gefragt hätte, ob ich ihm helfen solle oder ihm die Socke aus der Hand genommen hätte, wäre er sauer geworden.
Ich helfe gerne. Aber wenn mein Kind nach einer gewünschten (!) Hilfestellung hauen würde, dann wäre meine Hilfe sofort beendet.
Mein Sohn hatte eine Phase, in der er sich ständig umentschieden hat. Beim Frühstück wollte er z.B. erst ein Brot mit Wurst....nee, lieber Marmelade...ach nein, doch Wurst...nein Käse! Wenn sich ein Kind mal umentscheidet, finde ich das nicht schlimm, aber zeitweise war das schon heftig. Zumal es sich nicht nur ums Essen handelte sondern um jede Menge unterschiedlicher Situationen, in denen es eigentlich auch gar keine Entscheidungsmöglichkeiten gab. Daraufhin habe ich ihm nach dem ersten Mal umentscheiden beim Frühstück beispielsweise beiden betreffenden Sachen hingehalten und direkt gefragt, welches davon er möchte. Das hat er dann auch bekommen. Anfangs gab´s Gebrüll. Aber nach ein paar Tagen hat er verstanden, dass er sich nicht dauernd umentscheiden konnte und es war völlig okay.
Aus meiner Sicht ist es in bestimmten Situationen wichtig, dass "die Leine nicht zu lang ist"....jedenfalls wenn es dauernd Theater gibt.
Im Straßenverkehr gibt´s keinerlei Kompromisse bei uns. Mein Sohn muss an unserer Straße (viel befahrene Zufahrststraße zum Dorf) grundsätzlich an der Hand gehen, selbst wenn es nur 5 Meter vom Carprot zum Haus sind. Er ist mir noch zu wuselig und unberechenbar, als dass er alleine gehen dürfte. Auch an ruhigen Straßen muss er neben mir gehen. Will er vorlaufen oder bleibt absichtlich zurück, muss er sofort an die Hand. Er hat genug Möglichkeiten, herumzuflitzen wie er möchte (Garten, Wald, Spielplatz, Spazierwege usw.). An der Straße geht es eben nicht... Das kennt er so von Anfang an. Lässt er sich fallen, zerrt an der Hand o.ä.. wurd der Spaziergang nach einer Ermahnung abgebrochen. Als wir noch den Buggy hatten, musste er dann sofort in den Buggy zurück. Mittlerweile hat er es gut verstanden und er geht an der Straße gut mit.
Beim Ausflug mit dem Laufrad, wäre ich nicht bereit, Kind UND Laufrad zu tragen. Laufrad okay...aber mein Sohn muss laufen. Wenn er dazu keine Lust hätte, würden wir eben wieder zurück gehen. Aber das Problem haben wir zum Glück nicht, weil er meistens hinter dem großen Bruder herflitzt und auch lange Strecken gehen kann.
Natürlich brauchen Kinder ihren Freiraum. Aber ich habe gemerkt, dass meine Kinder auch wissen müssen, was okay ist und was nicht. Bei meinem großen Sohn konnte ich die "Leine viel länger lassen" und er konnte sich schon recht früh auf Erklärungen einlassen. Mein kleiner Sohn braucht da leider viel engere Grenzen.
Es ist auch normal, dass es mal "Theater" gibt. So anstengende Tage kenne ich nur zu gut :(
Aber es wird auch wieder besser bzw. anders.
LG Silvia
Beitrag von schnubbi83 - 12.11.11 - 21:36 Uhr
Oh wenn ich das so lese..
hmmm vielleicht hat sie ja doch zuviel Freiraum
Wie macht ihr das mit den klaren Ansagen?
Ich bin ja selber der Meinung das ich das mache...
Sie ist so ein liebes Mädchen und so mitfühlend und ich habe Angst , dass sie durch mein Verschulden zum verwöhnten , unangenehmen Prinzesschen wird
Bei ihrem Papa verhält es sich übrigens anders: Bei ihm hört sie ( meißtens ) und läuft draußen auch weiter, als Beispiel!
Beitrag von caro300 - 12.11.11 - 21:38 Uhr
Meine Tochter war und ist so ähnlich. Mittlerweile ist sie 4 und es ist schon besser geworden. Im letzten Jahr war es auch ganz schlimm. Bei uns ist es so, dass einfach viele Sachen ausfallen, wenn sie nicht hört. Sie hat einen großen Bruder und wenn wir zum Beispiel einen Ausflug ins Schwimmbad planen und sie vorher zuviel Theater macht, fällt es für sie aus, ihr Bruder geht dann mit dem Papa alleine. Es ist schon viel ausgefallen Schwimmbad, Spielplatz, ein Film ansehen etc. ....und ich muss sagen, es wird besser. Auch wenn es nicht schön ist, aber oft reicht die bloße Ansage, dass dies oder jenes nicht stattfinden wird und sie ist dann wieder schlagartig lieb.
Vielleicht hilft Dir der Tipp ja weiter
LG
Carola
Beitrag von schnubbi83 - 12.11.11 - 21:41 Uhr
Danke Dir
Beitrag von terminor - 13.11.11 - 23:39 Uhr
Da stellt sich mir die Frage, ob Du auch einen eigenen Willen hast?
Ich würde meinem Kind was erzählen, wenn es verlangt das Rad und sie zu tragen. Im Zweifel kommt das Rad dann halt fü rne Weile weg.
Reden bringt auch nicht immer was."Drohe" Konsequenzen an und vor allem - setze diese auch durch!
Beitrag von schnubbi83 - 14.11.11 - 10:32 Uhr
Du verstehst das falsch!!
Ich habe meinen eigenen Willen!
SIE MUSS JA LAUFEN!!
Das Laufrad war auch schon mal ne Woche tabu weil sie nach 5 Minuten keinen Bock mehr hatte!
Konsequenzen sind richtig und gut aber ich habe oft das Gefühl ,dass sie dann gar nicht mehr weiß warum die Konsequenz nun eintritt
