Medikamente

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Beitrag von jajam - 12.11.11 - 21:19 Uhr

Hallo zusammen,
wir haben seit einem Jahr ein autistisches Pflegekind.
Er ist drei Jahre alt und leider so aktiv, dass es über seine eigenen Grenzen geht. Er rennt, bis er so erschöpft ist, dass er nur noch stürzt und sich verletzt. Heute ist er so auf den Kopf gefallen, dass es richtig geblutet hat und er ist weiter gerannt.
Was kann man da nur machen, ich bin richtig verzweifelt und überlege nun doch mal zum Neurologen zu gehen und wegen Medikamenten zu fragen damit er ruhiger wird. Aber er ist noch so jung, habt ihr Erfahrungen?
Danke für eure Antworten.

Lg jajam

Beitrag von anastasia01 - 14.11.11 - 13:35 Uhr

Hallo

Am besten Du sprichst mal deinen Kinderarzt drauf an weil der muss ja eher wissen was man da machen kann.

Lg

Beitrag von andreab1406 - 20.11.11 - 13:02 Uhr

Hallo

ich würde auch sagen sprich mit dem Kinderarzt oder den Kinderpsychologen über Möglichkeiten. Meine Tochter hat den high funktioning Autismus mit ADHS und bekommt das Methylphenidat( Ritalin ) und Risperidon. Aber ich weiß nicht wie das bei so einem jungen Kind ist. Meine Tochter bekam mit knapp 6 Jahren das erste mal das Medikament.
Risperidon soll wohl ein Medikament sein, was bei Autistischen Kindern eingesetzt wird.

LG

Andrea

Beitrag von danisahne24 - 20.11.11 - 16:47 Uhr

Hallo!

Ich gehöre normal nicht hierher.

Risperidon, wird bei tourette syndrom, manischen phasen und depressionen etc. Eingesetzt. Es ist ein Neuroleptika, welches ICH persönlich niemals nehmen würde.
mein Mann hat es 3Jahre genomme, wegen Tourette.

Aus eigener erfahrung kann ich nur sagen, es macht abhängig und kann unter anderem die fruchbarkeit negativ beeinflussen. Zur abhängikeit: mein mann konnte damals nur mit engmaschiger kontrolle das risperdal ( ab eine bestimmten menge die verschrieben wird, muss eine bescheinigung wg. Dem betäubungsmittelgesetztes mit sich führen. Nur um mal eingefühl für das medikament zu bekommen.

Lg dani

Beitrag von andreab1406 - 22.11.11 - 09:21 Uhr

Hallo

ich hab jetzt auch nur in bezug auf Autismus das erwähnt, da es ja meine tochter in geringem maße bekommt. Sie muß keine Bescheinigung mitführen. Mir wäre es auch lieber, wenn meine Tochter keine nehmen müßte, aber ohne gehts leider nicht. Es wurde schon so viel versucht. Das Risperidon hat sie aber auch erst mit 9 Jahren bekommen, vorher war es nur das Methylphenidat ( Ritalin ).

LG

Andrea

Beitrag von danisahne24 - 23.11.11 - 16:14 Uhr

Das sollte nicht böse klingen oder so.

Nur für mich kam der satz:

Risperidon soll wohl ein Medikament sein, was bei Autistischen Kindern eingesetzt wird.

hörte sich für mich "unwissend" an. Und gerade ein solches Medikament, was ich nciht einfach so nehmen würde - schon gar nicht bei Kindern und schon gar nicht mit DEN Nebenwirkungen.

Hast du dich mal über das Medikament informiert?

LG Dani

Beitrag von andreab1406 - 29.11.11 - 09:59 Uhr

Hallo

ich habe mich sicher über das Medikament informiert, kenne auch die möglichen Nebenwirkungen. Meine Tochter bekommt aber nur den geringen Teil von Risperidon. Bei ihr sind keine Nebenwirkungen aufgetreten. Es wird bei ihr auch regelmäß Blutbild gemacht, EKG, etc.

Das Medikament wird bei chronischer Schizophrenie, Manischen Erkrenkungen, aber eben auch bei Autismus eingesetzt.

Behandlung von bestimmten Verhaltensstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit selbst-/fremdaggressivem oder behandlungsbedürftigem störenden Verhalten bei Intelligenzminderung oder Intelligenz im unteren Normbereich.
Unter den Neuroleptika zeigt besonders Risperidon oft positive Auswirkungen auf Reizbarkeit, aggressives und stereotypes Verhalten.

Ich muß sagen, das meine Tochter dadurch weniger agressive verhalten zeigt, die nicht nur für sie sondern auch für andere um sie herum sehr belastend sind.

Michelle zeigt vor der Gabe von Risperidon stereotypische Verhaltensweisen wie mit Stuhlkippen und sich dabei nach hinten biegen und wieder zurück. Das hat sich ebenfalls gebessert.

Sie kann jetzt auch besser mit den vielen Reizen umgehen, die sie am Tag erlebt und wird dadurch nicht unruhiger oder dergleichen.

Da meine Tochter ja nicht nur an Autismus leidet, sondern auch noch an ADHS, bekommt sie das Methylphenidat in Kombination mit dem Risperidon.

Durch diese Medikation ist sie auch in der Lage, z.b. den Schulalltag zu meistern, ohne ständig mit Konzentrationsprobleme, Unruhe etc. zu kämpfen.

Wie gesagt, mir wäre es lieber wenn sie diese Medis nicht bräuchte, aber ohne wäre es für sie nicht möglich.
Michelle lebt jetzt zur Zeit im Kinderdorf Biesfeld, da es bei uns hier keine geeignete Schule, Förderung etc. gibt. Dort kennt man sich mit den Medis sehr gut aus.

LG

Andrea

PS: Ich habs auch nicht als böse empfunden. :-)