Schluss mit Miete - Eigenheim ohne Eigenkapital möglich?

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Beitrag von babydestiny - 13.11.11 - 08:49 Uhr

Hallo,

seit langem überlege ich, ob es möglich ist, statt der Miete das Geld in ein Eigenheim zu investieren. Das Geld ist doch in die Toi gespült.

Gedanke 1
Ein Haus auf Mietkaufbasis. Klar ist es am Ende teurer als wenn ich es sofort kaufen würde. Aber auf Dauer würde ich doch Geld sparen.

Gedanke 2
Kauf eines Zweifamilienhauses. Im EG wohnen wir, dass DG wird vermietet und die Einnahmen werden zum Schuldenabbau benutzt.

Wenn es aber so einfach wäre, würde doch niemand mehr zur Miete wohnen, oder?

Gibt es Haken bei der Sache? Wäre es eine Möglichkeit aus der Mietwohnung zu kommen?

Oder habe ich Rosinen im Kopf und muss mich von dem Gedanken verabschieden?

Grüße

Beitrag von werner1 - 13.11.11 - 08:53 Uhr

Hallo,

ja, du hast Rosinen im Kopf.
Vergiss es.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von joy1975 - 13.11.11 - 09:00 Uhr

Kaufen ohne Eigenkapital ist nur sinnvoll, wenn mindestens einer von beiden verbeamtet ist und mit seinem Gehalt die Kosten alleine decken könnte.
sonst: Vergiß es!!!

Was passiert, wenn einer von euch mal den Job verliert / krank wird etc.?
Warum habt ihr bis jetzt kein Eigenkapital? Das zeigt i.d.R., dass ihr mit Geld nicht umgehen könnt / keine Rücklagen bilden.

Ich habe vor zwei Jahren ein Haus gebaut. Ich hatte circa 35% Eigenkapital, das ich mir in den Jahren vor selbst angespart habe (kein Erbe, Unterstützung der Eltern o.ä.). Und bei einem Haus fallen IMMER Sonderkosten an. Etwas geht kaputt, Grundsteuer, oder wie jetzt bei uns: Die Stadt hat die Straße neu gemacht, die Kosten werden auf alle Anwohner umgelegt, 7500€ je Haus.
Es ist ein Neubaugebiet mit 10 Häusern in einem gewachsenen Gebiet (vorher stand da eine Schule, die wurde abgerissen). Wir wohnen alle 2 Jahre hier und ich weiß von mindestens zwei Nachbarn, die wegen den 7500€ jetzt an ihre Existenzgrenze kommen, weil sie Nut auf Feder finanziert und ihren Haushalt ausgesteuert haben, so dass ihnen jetzt evtl. der vorzeitige, verlustreiche Verkauf des Hauses droht, weil sie keine Rücklagen haben.

Manche können mit so einem Finanzkonstrukt vielleicht noch ruhig schlafen. Ich gehöre nicht dazu...

Beitrag von mami18052010 - 13.11.11 - 11:46 Uhr

Kaufen ohne Eigenkapital ist nur sinnvoll, wenn mindestens einer von beiden verbeamtet ist und mit seinem Gehalt die Kosten alleine decken könnte.
sonst: Vergiß es!!! -------- Blödsinn!

Beitrag von anarchie - 13.11.11 - 09:24 Uhr

Hallo!

Möglich ist Vieles unter bestimmten bedingungen...

Könnt ihr da mit einem gehalt dauerhaft stemmen?
Könnt ihr eine monatelang leerstehende DG-Wohnung stemmen?
Was ist, wenn einer arbeitslos wird?
OIh a habt noch nen Kinderwunsch - was wenn es ein kind wird, dass dein zuhausebleiben über jahre erfordert?
Könnt ihr genug zahlen , dass ihr nach 20 jahren durch seid UND noch Rücklagen bilden?

wenn das Alles händelbar ist, geht es bei entsprechendem Einkommen...

Wir haben vor 6 Jahren so eine Finanzierung gemacht - aber mein mann ist verbeamtet, verdient recht gut und mein gehalt ist nie eingeplant gewesen(4 kinder, hausfrau) bot aber ne Option, falls was nicht passt, dann hätte ich zumindest geringfügig mitgearbeitet..

lg

melanie

Beitrag von eisflocke - 14.11.11 - 20:44 Uhr

Dein Mann ist verbeamtet und verdient recht gut? Das eine schließt das andere doch aus... oder was verstehst du unter gut? Ist natürlich Ansichtssache. Wenn ich die private KV abziehe, finde ich es oft recht mager. ;-)
Finde es aber toll, dass ihr euch das Haus leisten könnt und 4 Kinder, klasse!

Beitrag von anarchie - 14.11.11 - 21:27 Uhr

Öhm...ich finde schon, dass er gut verdient...aber er ist ja auch ewig dabei und mittlerweile Oberstudienrat..

Wie überall ist da ja sehr viel Spiel drin bei den beamten...ob jemand A1 oder A15 . bekommt, in welcher Altersklasse und mit welchen Zulagen..da ist ja viiiiiiel Spielraum.

Und durch die Beihilfe finde ich unsere PKV absolut ok.
das 4. Kind ist frei , die ersten 3 kosten je um die 30EUR mit Allem, was man braucht.
Wir kämen nicht billiger, sondern sogar teurer, weg in der Gesetzlichen bei ca 15% . bei viel schlechteren Leistungen.

Wir können echt nicht klagen, auch wenn es natürlich immer gern mehr sein darf;-)

Aber es langt für Haus, Kinder-Hobbys nach Wunsch, mein Pferd, gute Ernährung und eine nette Freizeitgestaltung - alles, was uns wichtig ist - was will man mehr?:-)

Und absolute Einkommenssicherheit ist ja auch was Nettes#schein

lg

melanie

Beitrag von bi_di - 13.11.11 - 09:45 Uhr

>>Ein Haus auf Mietkaufbasis. Klar ist es am Ende teurer als wenn ich es sofort kaufen würde. Aber auf Dauer würde ich doch Geld sparen.<<

Interessanter Artikel hierzu:
http://www.focus.de/immobilien/finanzieren/tid-8757/mietkauf_aid_236092.html

>>Kauf eines Zweifamilienhauses. Im EG wohnen wir, dass DG wird vermietet und die Einnahmen werden zum Schuldenabbau benutzt.<<

Da brauchst Du immer noch 'ne Bank, die das finanziert. Klar kann man versuchen die zu erwartenden Mieteinnahmen zu seinen Gunsten geltend zu machen. Aber a) ist ein Zweifamilienhaus teurer als ein Einfamilienhaus und b) hast Du noch eine zusätzliche Unbekannte 'Mieteinahmen' in Deinem schönen Finanzierungsplan drin. Wenn die Einnahmen (aus was für Gründen auch immer) ausbleiben, hast Du ein ernstes Problem.

Ich sehe das so: Entweder man hat genügend gesichertes Einkommen, damit einem die Bank ein Darlehen ohne Eigenkapital gibt, oder man sollte die Finger vom Eigenheim lassen. Am allerbesten ist doch eh, man spart erstmal was an, um dann in den Genuß der günstigeren Zinsen bei Eigenkapital zu kommen. Das rechnet sich sogar, wenn man in der 'Sparzeit' noch Miete zahlt. Wenn man Sparen und Mietzahlung nicht zeitgleich wuppen kann, wird man vermutlich über kurz oder lang auch mit der Finanzierung des eigenen Hauses ein Problem bekommen.

Grüsse
BiDi

Beitrag von carrie23 - 13.11.11 - 09:45 Uhr

Warum für m ich kein Eigenheim in Frage kommen würde ist ganz einfach:
In unserer Mietgenossenschaftswohnung sind sämtliche Versicherungen drinnen, selbst als wir einen von unserer Waschmaschine verursachten Wasserschaden hatten wurde das gänzlich übernommen

Wenn im Eigenheim was kaputt geht, Fenster, Heizung, Boiler, müsste ich das zahlen während es hier der Vermieter übernimmt.

Ich möchte mich für ein Eigenheim nicht überschulden ( und komplett finanziert ist es ein ÜBERschulden ) um es mir dann weil ich eventuell nicht mehr zahlen kann unterm Hintern wegpfänden zu lassen.
Denn jetzt läuft es finanziell rosig, wer sagt mir aber dass dies in 10 Jahren auch noch so ist?!

Ein Zweifamilienhaus ist ja ansich nicht schlecht wenn man eine Wohnung vermietet aber
1. was ist du fällst auf Mietnomaden rein? Wie zahlst du dann die Schulden zurück denn DU stehst bei der Bank in der Kreide nicht dein Mieter.

2. was ist du findest so schnell keine Mieter? Wie du schon sagtest: "Wenn es so einfach wäre"

Wenn ich sowas machen würde dann nie ohne mir vorher zumindest die Hälfte des Geldes zusammen gespart zu haben, vollfinanziert nie das ist Ende nie beim Zahlen.

Beitrag von nick71 - 13.11.11 - 09:55 Uhr

Eine Finanzierung ohne Eigenkapital ist grundsätzlich möglich, erfordert aber überdurchschnittliches Einkommen. Hinzu kommt, dass die Banken sich ihr höheres Risiko mit höheren Zinsen bezahlen lassen.

"Kauf eines Zweifamilienhauses. Im EG wohnen wir, dass DG wird vermietet und die Einnahmen werden zum Schuldenabbau benutzt."

Das setzt aber voraus, dass es auch Einnahmen gibt. Sollten eure Mieter ihre Miete nicht (mehr) zahlen, seid ihr ganz schnell ruiniert. Außerdem muss ja am Haus auch immer mal was instandgesetzt oder modernisiert werden...und dafür hättet ihr das Geld ja dann vermutlich auch nicht.

"Oder habe ich Rosinen im Kopf und muss mich von dem Gedanken verabschieden?"

Ohne dir was zu wollen...das solltest du.

Beitrag von bruchetta - 13.11.11 - 10:06 Uhr

Wir haben unser Haus (eher Häuschen ;-)) ohne Eigenkapital gekauft.

Es war allerdings sehr günstig und die Dame bei der Bank konnte die Entscheidung gleich selbst treffen.

Beitrag von babydestiny - 13.11.11 - 10:08 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten. Besonders der Artikel, der mir gepostet wurde klingt interessant.

Dann warten wir lieber noch einige Jahre.

Beitrag von carrie23 - 13.11.11 - 10:18 Uhr

Es ist ja auch das: Du hast drei Kinder und einen Kinderwunsch und bist "schon" 40.
Mit 40 wäre es schwer eine neue Arbeit zu bekommen falls man dich aus der alten drängt.
Mit Babybauch ist es sowieso schwer, ich wünsch dir nix böses aber meine letzte Schwangerschaft war voller Komplikationen, was wenn DU welche hast aber der Schnee muss geschippt werden und dafür bist DU als Vermieter verantwortlich denn wenn jemand ausrutscht und sich was bricht kann dich das viel kosten.
Außerdem stell dir vor alle deine dann 4 Kinder wollen studieren?!
Du wirst ihnen ja die bestmögliche Ausbildung angedeihen lassen wollen und wie willst du ein Studium für 4 Kinder finanzieren plus das Haus?
Das sind alles Dinge die man durchrechnen muss.

Beitrag von wasteline - 13.11.11 - 17:31 Uhr

Worauf willst Du warten, Du bist 40 Jahre alt? Du hast bist heute kein Eigenkapital ansparen können, meinst Du das ändert sich in den nächsten Jahren?
Bei Deinen jetzigen finanziellen Voraussetzungen wirst Du 30 Jahre abzahlen, dann bist Du weit über 70. Das macht überhaupt keinen Sinn.

Beitrag von vwpassat - 13.11.11 - 10:11 Uhr

Ja, Du hast Rosinen im Kopf.

Wer solche Ideen hat wie Du und mit 40 kein Eigenkapital, der ist mit 45 in der Privatinsolvenz.

Eigentum hat nicht nur Vorteile. Wenn man alle extra Nebenkosten hinzurechnet, ist es monatlich immer teurer als mieten. Wenn kein EK vorhanden ist, dann ist die Gesamtbelastung mit Zinsen meist 180-200% von der eigentlichen Summe. Verändert sich die Einkommensituation negativ, stehst Du mit einem Berg Schulden da.

Unterzuvermieten ist nur in der Theorie eine klasse Idee, praktisch hast Du Dein Haus nie für Dich alleine und musst Dich mit nicht zahlenden Mietern, Renovierungen nach Auszug etc. rumärgern.

Beitrag von shiningstar - 13.11.11 - 10:28 Uhr

Wir haben ohne Eigenkapital gekauft -würde es nie wieder machen, denn wir haben mehr aufnehmen müssen (Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar) als der Kaufpreis war. Mein Mann ist Beamter, sonst hätten wir so einen Kredit nicht bekommen.
Nee nee, mitlerweile bereuen wir unsere Entscheidung. Hätten wir vor vier Jahren erst mal gespart und jetzt gekauft, wo die Zinsen günstiger sind, hätten wir (auf lange Frist gesehen) soooo viel sparen können.

Wenn Du vermietest, hast Du immer ein Risiko, dass die Mieter nicht zahlen oder ausziehen und Du nicht rechtzeitig einen Nachmieter findest. Du musst so rechnen, dass Du das Haus alleine finanzieren könntest im Notfall.
Falls ihr handwerklich begabt seid -Bekannte von uns haben ein altes Fachwerkhaus günstig gekauft und alles neu renoviert, sie haben über ein Jahr lang renoviert, aber fast alles selbst gemacht und haben nun ein großes Haus mit riesen Gründstück ;o)

Beitrag von mami18052010 - 13.11.11 - 11:45 Uhr

Meine Eltern haben vor 12 Jahren ohne EK gebaut. Sie würden es immer wieder tun! Sie haben beide aber auch einen bombensicheren Job!

Freunde von uns haben dieses Jahr mit 11.000 EUR EK gebaut, von denen 10.000 EUR noch von den Eltern geliehen sind.

Wenn ich mir die monatliche Rate anschau, würd ichs auch machen! Das ist nicht mehr als das, was sie an Kaltmiete hatten zahlen müssen!

Also grundsätzlich ausschließen würd ich gar nichts!

Beitrag von cinderella2008 - 13.11.11 - 12:29 Uhr

Hallo,

lass es sein. Warum, das haben Dir meine Vorschreiberinnen schon erläutert.

Da fällt mir ein Satz ein, den ich vor kurzem gelesen habe. Es war ein Zitat von einem Wirtschaftsexperten, leider bekomme ich das nicht mehr wortwörtlich zusammen, der Sinn war aber in etwa

"Wohneigentum muss man sich leisten können"

Ihr könnt das definitiv (noch?) nicht.

LG, Cinderella

Beitrag von demy - 13.11.11 - 12:48 Uhr

Hallo.
Wohneigentum ohne Eigenkapital ist rechnerisch aufgrund der Zinsbelastung IMMER teurer als mieten.

Erst ab etwa 10% bis 15% kommt man überhaupt erst in den rechnerischen Vorteil gegenüber Miete.

Einzige Ausnahme wo Wohneigentum ohne EK günstiger sein könnte als mieten wäre ein sehr hoher Abtrag ab 2%

Die meisten Eigenheimler die ohne EK Wohneigentum erworben haben, die den Spruch bringen "lieber zahle ich Eigentum ab als den Vermieter das Geld in den Rachen zu schieben" sind in der Regel zu blöd zum rechnen.
Habe schonmal jemanden vorgerechnet, wie ich 37 Jahre zur Miete wohnen kann, für die Zinsen, die er ja "der Bank in den Rachen schiebt" ;-)

Manche verschließen allerdings auch oft den Blick für die Wahrheit, damit man ja was eigenes hat ;-)

Gruß
Demy

Beitrag von myimmortal1977 - 13.11.11 - 15:11 Uhr

Ich stelle mir gerade das nötige Kreditvolumen vor, wenn man gleich ein 2 Familienhaus kaufen würde #kratz #schock

Mädel, nu lass mal die Kirche im Dorf. Back doch erstmal kleinere Brötchen. Wie wäre es mit einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, die man vermieten könnte....

Wäre aus finanzieller Hinsicht durchaus realistischer....

Was machst Du denn bei einem 2 Familienhaus mit pompösem Kredit, wenn Ihr mal Mietausfall hättet..... Könnte verdammt eng werden und Banken warten nicht auf ihr Geld.

Was machst Du im Krankheitsfall, wenn einer von Euch beiden mal Krankengeld beziehen sollte?

Sicherlich ist es schöner, wenn man nicht sein Geld Vermietern in den Rachen schmeißen muss und selbst finanziell kaum vom Fleck kommt.

Nur gesund ist eine 100 % Finanzierung keines Falls..... Das setzt so viele Dinge voraus, damit es gut läuft, die kann man nie und nimmer nicht zu 100 % unterschreiben, da das Leben komische Geschichten schreiben kann.....

Bei einer gesunden Finanzierung hast Du mindestens das Geld auf der hohen Kante für die Grunderwerbskosten. Und wenn Du ganz gut bist, bleibt noch ein Teil um ein Stückchen der Kaufsumme zu decken.

Alles andere ist immer sehr wackelig.... Und mit einem ständigen Strick um den Hals, wo nur mal jemand vorbei gehen muss um den Stuhl wegzutreten, auf dem ich noch stehe.... Würde ich nicht tagtäglich leben wollen.

Außerdem, wie auch schon hier einmal richtig geschrieben, "bestrafen" Banken einen dafür, wenn man so ein Risikopatient ist. Nämlich mit einem höheren Zinssatz. Und bei einem recht großen Kredit, können 0,5 % mehr oder weniger schon mal verdammt weh tun.

LG Janette

Beitrag von cooky2007 - 13.11.11 - 21:28 Uhr

Du hast seeeehr viel Rosinen im Kopf.
Willst du abzahlen bis du über 70 bist?

Ihr habt KEIN Eingenkapital? Gar nichts?
Wir hatten etwas über 35% Eigenkapital bei einer Gesamtsumme von ca. € 450.000.
Und dadurch LEBEN wir jetzt auch noch - machen Urlaub, leisten uns etwas etc., bedienen aber auch immer wieder schön die Sondertilgung.

Eine Möglichkeit aus der Mietwohnung zu kommen wäre ein Haus zu mieten.