Selbstständigkeit mit Elterncafé brächte ein wenig Hilfe etc...

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Beitrag von mummy84 - 13.11.11 - 11:24 Uhr

Hallo an Alle,

Nun mal fix zu meiner Geschichte...ich bin alleinerziehende Mama eines 5 jährigen Jungen und oft ist es so, dass die Arbeitgeber dieser Welt, darauf wenig Rücksicht nehmen/ nehmen können (bin sonst in der Pflege!).
Nun weiß ich, dass hier bei mir um die Ecke ein Ladengeschäft frei ist, ich liebäugel schon seit einiger Zeit, mit dem Gedanken, mich dort einzumieten und ein Elterncafé auf die Beine zu stellen, zumal es davon hier in unserem Bezirk keines (soweit ich das weiß) exisitiert!
Meine Idee wäre, dort eben dieses Café, für den Austausch der Mütter zu Erschaffen, einen Spieleraum für die Kleinen und ein bis zweimal in der Woche einen Sozialarbeiter zu organisieren, der sich mit den Eltern um ungeklärte Fragen und Anträge kümmert, Möglichkeiten für Hilfe mit ihnen zusammen eruiert. So erstmal die grobe Idee.
ABER ich weiß nun nicht so Recht, was man als erstes anfassen soll, damit das ganze kein "totgeborenes Kind" wird!

Kennt sich jmd damit aus und kann mir vlt die ersten Schritte zu diesem Ziel nahelegen!?

Würde mich über hilfreiche Tipps sehr freuen!

Liebe Grüße
Maria

Beitrag von nkgl2803 - 13.11.11 - 11:34 Uhr

Hallo,

die Idee hört sich ja nicht schlecht an, ABER so wie ich es rauslese hast du keine Erfahrung in der Gastronomie und selbst mit ist eine Selbständigkeit in der Gastro immer ein großes Risiko.

Dann wie groß ist der Raum, schaffst du es den Raum allein zu bewirten oder brauchst du Personal? Was machst du während der Öffnungszeiten mit deinem Sohn; was für Öffnungszeiten stellst du dir vor? Was willst du anbieten? Wer bezahlt den Sozialarbeiter? Wieviel Eigenkapital hast du? Wielang kannst du davon leben wenn das Cafe erstmal nichts abwirft? Was ist mit der Einrichtung? Schon drin? Toiletten, Theke? usw......

Liebe Grüße
Nicci

Beitrag von mummy84 - 13.11.11 - 11:54 Uhr

Hey Nicci,

na das ging ja flott :)

also die Räumlichkeiten, wären gut alleine zu bewirtschaften, mein Sohn ist in der Kita bis ca 17 (also bis zu dieser Zeit wäre seine Betreuung abgesichert!)

In Sachen Gastro bin ich nicht unerfahren, wir hatten damals selber ein Cafe´auf der Trabrennbahn, was sehr gut lief...nicht zuletzt wegen der lieben Bewirtung :)=;)

Ich habe das Glück, dass ich in Sachen Sozialarbeit ganz gut abgedecktk bin, da meine mum 25 Jahre in solch einer Einrichtung gearbeitet hat, daher wäre es vlt mögl. für die erste Zeit einen ehrenamtlichen Soz.Arbeiter zu organisieren!

Mit den Öffnungszeiten bin ich mir noch nicht so sicher, aber da wir hier ein sehr familienreicher Bezirk sind, und hier immer Baby geboren werden, wäre eine Öffnungszeit ab dem frühen Vormittag gut vorstellbar bis hin zum frühen Abend!
Eine Toilette ist bereits vorhanden.
Und die Einrichtung, nuja...da muss ich eben sehen, wie man das am Besten realisieren kann!

Angebot dachte ich:

Soziale Beratung (wenn Sozi da ist) 1-2 Tage in der Woche, wäre dieser anwesend, um sich um o.g. Belange zu bemühen!

Frischgebackene Mami´s: Stillen oft, haben Stillprobleme oder brauchen einfach nur jmd zum Austausch (erfahrungsgemäß) habe eine Freundin, die in der La Leche Lia Mitglied ist (Stillliga), die also gut beraten könnte, wenns erforderlich wäre.

Evtl. noch eine kleine Tauschbörse für Bekleidung!

Naja und eben ein Spielzimmer für die Kleinen, damit die Eltern einfach mal durchatmen könnten! :)

Beitrag von nkgl2803 - 13.11.11 - 11:58 Uhr

Wünsch dir viel Glück damit!!!!!!

Beitrag von mummy84 - 13.11.11 - 12:01 Uhr

Danke, ich hoffe, dass es klappt...mal schauen...:) aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, ne!? ;)

Beitrag von shampoo - 13.11.11 - 14:25 Uhr

Du träumst ! :-) Und du bist vollkommen unrealistisch.
Du hast feste Kosten: Miete, Strom, alles, was ein Gewerbetreibender aufbringen muss, Telefon, etc. Das ist nur ein kleiner Teil. Dann musst Du Einrichtungsgegenstände abbezahlen bzw. musst das Geld wieder einfahren, welches Du Dir geliehen hast.

Dazu kommt dann noch Dein Angebot -welches natürlich auch erst einmal gekauft und finanziert werden muss.

So: Und nun rechne mal Deine Preise und die Menge an zahlender Kundschaft am Tag und hochgerechnet auf den Monat aus. Und dies auf das gesamte Jahr mit sämtlichen schlecht laufendne Tagen, Monaten und auch Ausfällen deinerseits.

Wie viel muss Du wohl - um überhaupt kostendeckend - vom eigenen Gewinn zum Leben mal abgesehen - am Tag erwirtschaften?

Und wie realistisch ist das?

Reichen Dir da 10 Mamis am Tag,die mal etwas kleines trinken ? Und können die jeden Tag Geld bei Dir lassen ?

Also bitte, ich bin kein Gastronom, aber das kann ICH mir ja sogar hochrechnen.

Beitrag von schildi77 - 13.11.11 - 16:33 Uhr

Hallo,

Idee ist schön für die Mamas und Kinder !!!

Aber wovon lebst DU dann ?????????

Von 20 verkauften Tassen Kaffee am Tag #gruebel

Glaube kaum, dass du so viele ehrenamtliche Helfer findest...

Naja, viel Glück

Beitrag von shampoo - 13.11.11 - 11:43 Uhr

Du willst ja sicherlich Deinen Lebensunterhalt damit verdienen. Und im Moment klingt es eher nach einer schönen Idee ohne einen Schimmer über Kosten, Aufwand, und Gewinnchancen.

An Deiner Stelle würde ich als 1. Kontakte zu anderen Menschen knüpfen, die solche Unternehmen betreiben. Da bekommst Du einen Einblick.

Was hast Du denn berfulich bisher gemacht?

Beitrag von mummy84 - 13.11.11 - 11:57 Uhr

Beruflich habe ich bisher in der Pflege gearbeitet!
und natürlich habe ich noch nicht doe große Ahnung von alledem, sonst würde ich hier nicht nach Rat fragen :)

Ich hab Kontakte zu Menschen, die mit mir eine Rentabilitätsrechnung aufstellen würden etc. die selber selbstständig sind usw. :)

Und mal ab davon, ohne eine "schöne Idee" kommt doch auch nix zustande!? ;)
Träume sind da um verwirklicht hzu werden :) Und wenn mans nicht versucht...beisst man sich später in den Hintern..:)

LG

Beitrag von werner1 - 13.11.11 - 12:03 Uhr

Hallo,

#wir hatten damals selber ein Cafe´auf der Trabrennbahn, was sehr gut lief...#

Wirklich ???

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von mummy84 - 13.11.11 - 12:05 Uhr

na klar, sonst würd ichs nicht schreiben :)

Beitrag von nick71 - 13.11.11 - 16:58 Uhr

"Träume sind da um verwirklicht hzu werden :) Und wenn mans nicht versucht...beisst man sich später in den Hintern..:)"

Diese Träume sollte man sich aber auch leisten können...sprich; das Eigenkapital für ein solches Projekt (Einrichtung der Räumlichkeiten, Miete etc.) zur Verfügung haben und noch ein paar Tausender obendrauf, um zumindest die ersten paar Monate oder das erste Jahr "überleben" zu können. Wenn das floppt, stehst du nämlich mit einer wahrscheinlich nicht unbeträchtlichen Summe an Schulden da und guckst dumm aus der Wäsche.

Beitrag von senior666 - 13.11.11 - 17:03 Uhr

ein paar Monate, das erste Jahr? Jeder der die gastro kennt sagt das sie mindestens 2 Jahre ohne einen Umsatzcent rundkommen muß!

Beitrag von miau2 - 13.11.11 - 12:09 Uhr

Hi,
an sich finde ich diese Idee prima. So aus Sicht einer Mutter, die immer überlegt, ob das Cafe wo sie hingeht eher die Zielgruppe 60+ hat und ungeeignet ist oder ob auch den Kindern ein besuch Spaß macht.

Aber...so wie du deine Zielgruppe beschreibst (nicht böse gemeint, sondern einfach Realität) - Hilfe beim ausfüllen von Anträgen, Möglichkeiten für Hilfe eruieren... - wie soll diese Zielgruppe ein Cafe tragen?

Entweder, du verkaufst sehr billig - dann macht es die Masse, in dem Fall eine hohe Zahl an Kunden. Oder du verkaufst teuer - dann reichen weniger Kunden. Mal ganz platt gesagt. Wenn es bei dir über die Masse der Kunden, die jeder nur wenig Geld da lassen laufen soll - wie willst du das alleine schaffen?

Hier gibt es etwas ähnliches. Finanziert über ein Projekt der Stadt, um Langzeitarbeitslose wieder ins Berufsleben zu bringen. Ich kenne niemanden, der ernsthaft erwartet dass dieses Projekt auch überlebt, wenn die Stadt irgendwann ihre hohen Fördergelder einstellen wird (was zu erwarten ist - i.d.R. werden diese Projekte nur eine Weile finanziert, und die allermeisten können sich halt ohne Subventionen nicht halten). Denn entweder wird die eine Tasse Latte, die sich die allermeisten Kundinnen dort leisten (können) deutlich teurer. Oder es lohnt sich einfach nicht mehr, wenn drei Kundinnen (meistens sind es eben die Mütter) für 2 Stunden einen Tisch blockieren, mit einer Tasse Kaffee pro nase, und ihren Kindern beim Spielen zugucken.

Und dann? rausschmeißen kann man sie schlecht. Und die Zielgruppe, die für den Latte das doppelte zahlt, für die Kinder nicht die Trinkflasche mitbringt sondern Apfelschorle bestellt und dazu noch was zu essen bestellt - die wohnt zu weit weg für dieses Cafe.

Dazu klingst du dazu was Gastronomie angeht relativ ahnungslos. Eine Bekannte, die in diesem bereich durchaus Erfahrung hat meinte zu mir bei einem Gespräch über so etwas: lass die Finger davon. Oder such dir einen Partner, der Ahnung von der Branche hat.

Du hast so endlos viel zu beachten an Vorschriften usw. - ich denke, das ist für einen kompletten Neuling alleine fast unmöglich zu bewerkstelligen.

Ich finde die Idee aus Mutter-Sicht sehr schön, nur weiß ich halt nicht wirklich, ob man als "Branchenneuling" da Erfolg haben KANN.

Hier gibt es glaube ich über die Arbeitsagentur Projekte im Bereich Existenzgründerberatung, auch speziell welche für Frauen. Vielleicht wäre eine erste Idee, dass du deine Idee zu Papier bringst (wie groß ist das Geschäft, welche Fixkosten, welche Idee genau soll verwirklicht werden, wie stellst du dir die Verwirklichung vor, welche Konkurrenz gibt es...) und damit eine solche Beratung suchst. Muss ja noch kein komplett ausgearbeiteter Geschäftsplan sein, die Arbeit kann immer noch folgen, wenn jemand der sich die Idee objektiv betrachtet sie für machbar hält. Mach dich mal schlau, ob es derartiges bei Euch gibt.

viele Grüße
Miau2

Beitrag von miau2 - 13.11.11 - 12:12 Uhr

sorry, nicht alle Beiträge gelesen. Vergiss das mit dem "keine Ahnung in Gastronomie".

Aber dann müsstest du auch selbst sehen, dass irgendwie das, wie du deine Zielgruppe beschreibst und das, was ein Café zum Leben braucht nicht wirklich zusammenpassen...so wie beschrieben halt.

viele Grüße
Miau2

Beitrag von mummy84 - 13.11.11 - 12:18 Uhr

Huhu,

also um´s mal kurz zu machen...hier gibt es gemischtes Klientel, sowohl die Menschen, die besser verdienen, als auch die, die Hilfen vom Staat in Anspruch nehmen müssen!
Und für die, die sich durch diesen Dschungel nicht alleine forsten können, weil eben einfach das Fachdeutsch "fehlt" (Himmel diese Anträge sind wirklich scheiße geschrieben), sollte der Soz.arbeiter da sein...
Nuja...
Gastro, hab ich ein bisschen Ahnung, aber habe die Option auf Hilfe aus dem Freundeskreis! Weiß, dass man da an krasse Verordnungen gebunden ist!

Solch ein Gründerseminar, hatte ich schon in Betracht gezuogen und wollte diese Woche dort auch mal hin, um zu fragen, wann man daran teilnehmen kann...Kosten etc!

Werd jetzt rüber gehen zu meinem Nachbarn und werd mir von dem mal ein bissi was erklären lassen, er ist auch selbstständig und weiß, wovon er redet..:)
Werde danach mit Sicherheit wieder etwas schlauer sein..:)

Danke für eure Antworten, sind allesamt sehr ehrlich und hilfreich..:)

LG

Beitrag von colle - 13.11.11 - 12:26 Uhr

hallo

soll dieser laden dort sein, wie deine postleitzahl ist?

Beitrag von mummy84 - 13.11.11 - 17:19 Uhr

Ja dachte ich so, warum?

Beitrag von colle - 13.11.11 - 17:40 Uhr

weil ich auch mal in der ecke gewohnt habe, jetzt auf der anderen seite der Lbg.brücke
und meiner meinung nach ist das in der ecke ein absoluter schuss in den ofen dort

Beitrag von senior666 - 13.11.11 - 13:05 Uhr

wenn du meinst das du mit 50 kaffe am Tag die Pacht finanzieren kannst, nur zu. DENN: Besserverdienende gehen normal nicht in so ein Soziale Beratungscafe. Du zielst also auf Einkommensschwache ab die sich an einem Kaffee 2 Stunden festhalten und für ihre Kinder Apfelschorle von Aldi mitbringen. Ich tippe das du die Einrichtung, wenn du keine Pacht zahlst, in rund 100 Jahren erwirtschaftet hast.

Beitrag von manavgat - 13.11.11 - 13:35 Uhr

Suchst Du ein Hobby bzw. eine Möglichkeit, dein Geld zu verbrennen?

Dann mach das.

Falls Du die Idee hast, Geld zu erwirtschaften, dann frag Dich, wo es so etwas gibt und was sich trägt. Nur weil Du das toll findest, heißt das nicht, dass da jemand seinen Kaffee trinkt und den Sozialpädagogen honoriert.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sini60 - 13.11.11 - 13:36 Uhr

Du kannst kein Cafe ohne zusätzliches Personal alleine bewirtschaften. Willst du etwa alleine Kaffee ausschenken, Kuchen aufschneiden, kassieren, bedienen, Geschirr wegräumen, spülen etc. Nichtmal eine Bäckerei mit Cafe kann das mit einer Person schaffen und da wird nicht mal bedient. Auch wärst du darauf angewiesen, dass du für deine zusätzlichen Leistungen, die du ja auch noch nebenher beaufsichtigen musst, extra bezahlt werden. Ein Kaffee und ein Kuchen wird dir sicherlich nicht deine Kosten decken.

LG
Sini

Beitrag von rumpelteaser - 13.11.11 - 14:25 Uhr

Sorry, aber DAS ist Unfug. Man kann ein Café mit 1 Person bewirtschaften, incl. Kaffee, Kuchen, und sogar Küche mit Kleinigkeiten.

Bei dem Kostendeckungsproblem stimme ich dir allerdings zu.

Beitrag von senior666 - 13.11.11 - 14:48 Uhr

wenn man bereit ist sich auf 14 Stunden Tage einzulassen.

Beitrag von rumpelteaser - 13.11.11 - 16:11 Uhr

es ging ja um "das schafft man nicht alleine", und nicht um die tägliche Arbeitszeit....