Huhu,
ich will euch über eine Situation von heute berichten, ich zweifle ja an dass sie richtig gewesen wäre. Mich interessiert mal eure Meinung.
Also:
die Omi war heute da. Meine Jungs (3 und 1,5 Jahre) haben Zug gespielt, jeder hatte seinen eigenen Schienenkreis. Dann hat der Große dem Kleinen den Kreis kaputt gemacht.
Die Omi hat dann gesagt:" So, jetzt geh ich und mach dem M*** auch den Kreis kaputt!"
Dann hab ich gesagt, dass sie das doch bitte lassen solle, gleich mit gleich vergelten fände ich nicht gut. Und sie meinte dann, so würde er es lernen, wie sich das anfühlt und es dann bei seinem Bruder lassen (hatte sie wohl an dem Tag schon einmal gemacht als ich nicht da war und schien beeindruckt von der Wirkung
; diese war ANGEBLICH Einsicht meines Großen).
Fakt ist, ich hab zum Großen gesagt, dass er jetzt nicht mit seinem Kreis spielen darf, weil er erst helfen muss, den seines Bruders erneut aufzubauen und dass er das nicht machen dürfe. Also kaputt machen. Er ärgerte sich, schien aber ebenfalls nach einer Weile einsichtig.
Ich finde das Verhalten der Omi im wahrsten Sinne des Wortes KINDISCH, weil sie sich auf genau das kindliche Niveau begibt, dass man versucht dem Kind ja abzuerziehen, in gewisser Weise.
Wie denkt ihr darüber, findet ihr das Verhalten der Omi richtig und wie hättet ihr reagiert?
LG und schönen Abend, dingens
Wirklich die richtige Methode?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von dingens - 14.11.11 - 19:15 Uhr
Beitrag von littlelight - 14.11.11 - 19:29 Uhr
Hallo!
Ich kenne diese "Art" Erziehung. Manche hauen oder kneifen zurück, damit das Kind weiß, wie es sich anfühlt. Ich finde das -wie du- falsch.
Deine Konsequenz dagegen finde ich logisch. Er hat den Schienenkreis seines Bruders kaputt gemacht, also muss er bevor er weiterspielen kann beim Wiederaufbau helfen. Hätte ich ebenso gehandhabt.
LG littlelight
Beitrag von jurbs - 14.11.11 - 19:52 Uhr
die Lösung mit Kapuutmachen finde ich falsch ... ne Lösung wäre z.b. auch, dass der Kleine mit dem Kreis des Großen spielen darf und der Große sichs selber aufbauen
Beitrag von meckikopf - 14.11.11 - 20:06 Uhr
Hallo,
also ich finde die Reaktion der Oma auch kindisch und überhaupt nicht gut! Sprich; ich finde sie sogar falsch.
Aber dass Dein älterer Sohn seinem jüngeren Bruder helfen sollte, den von ihm zerstörten Kreis wieder aufzubauen (und halt erst mal nicht spielen konnte), finde ich gut.
<<...und wie hättet ihr reagiert?>>
Ich hätte gesagt, dass ich das Verhalten der Oma grottenfalsch und kindisch finde - genau so, wie ich es hier geschrieben habe.
<<Dann hab ich gesagt, dass sie das doch bitte lassen solle, gleich mit gleich vergelten fände ich nicht gut.>>
Wie bereits erwähnt; ich auch und ich hasse dieses "Wurst-wider-Wurst-Gehabe-und-Getue" bei Kindern auch - und erst recht bei noch SO JUNGEN Kindern wie bei Deinen Söhnen! Da finde ich (D)eine "natürliche" Konsequenz viel, viel besser! Also dass Dein älterer Sohn seinem jüngeren Bruder helfen musste, das von ihm zerstörte "Werk" erst wieder aufzubauen, bevor er weiterspielen konnte.
War die Oma ganz zum Schluss eigentlich einsichtig? Aber das wäre mir auch egal, ob sie einsichtig wäre oder nicht; ich würde mir jedenfalls solche "Wurst-wider-Wurst-Spielchen" verbitten!
Gruß
Beitrag von dingens - 14.11.11 - 20:25 Uhr
Ja ich finde das auch komisch. Sie meinte dann irgendwann gut ok, war sie doch so stolz zuvor, dass sie das so gemacht hat als ich nicht da war.
, sie findet das also wirklich richtig.
aber so war sie früher auch. Als ich als ganz kleines Kind (unter zwei Jahre) sie einmal gebissen habe, hat sie doch tatsächlich zurück gebissen
Beitrag von meckikopf - 14.11.11 - 21:04 Uhr
<<aber so war sie früher auch.>>
Dachte ich mir's doch gleich, dass sie NICHTS(!) dazu gelernt hat und es NICHT(!) eingesehen hat und dass da - wie bei den meisten älteren Leuten - Hopfen und Malz verloren ist. Wäre ja auch ein Wunder, wenn es anders wäre und an Wunder glaube ich nun mal nicht!

<<Als ich als ganz kleines Kind (unter zwei Jahre) sie einmal gebissen habe, hat sie doch tatsächlich zurück gebissen.>>
Also da würde ich mir doch tatsächlich sehr überlegen, ob ich mein/e Kind/er dort ALLEINE lassen würde 

! Ich glaube, die bekäme die NICHT(!), wenn ich nicht dabei wäre!![]()
Beitrag von dingens - 14.11.11 - 21:33 Uhr
Heute war es ein Notfall.
Ansonsten pass ich da schon immer auf....
Beitrag von silencio - 14.11.11 - 21:33 Uhr
Hallo dingens,
unsere Jungs sind im gleichen Alter und ich halte diese Erziehung für vollkommen unsinnig.
Kinder im Alter von gut 3 Jahren sind meist noch in der Trotzphase und zudem kommt bei dem Altersabstand Eifersucht und Rivalitätsdenken dazu (bei unseren Jungs zumindest aktuell so).
Mag jetzt sehr theoretisch und klugsch.. klingen, aber dem Alter sind Kinder emtional noch nicht gefestigt und zudem entwickelt sich jetzt erst langsam auch eine Ahnung von Mitgefühl bzw. das hineinversetzen in andere Personen.
Gleiches mit Gleichem vergelten ist ein Freifahrtschein und Bestätigung für das Kind, dass dieses Verhalten richtig ist.
In der Zeit ist in meinen Augen Vorbildfunktion und das Beibringen des korrekten Verhaltens entscheident (auch wenn es bei manchem Streit schwer fällt und man den Schwächeren verteitigen will, ich kenne das zu gut):
Sprich ich entschuldige mich und mache es wieder gut (wenn möglich). Und dazu gehört der Wiederaufbau.
LG silencio
Beitrag von zahnweh - 14.11.11 - 22:24 Uhr
Hallo,
der Sinn sollte ja eigentlich sein
- wenn ich Mist mache, versuchen wieder gut zu machen, was ich angerichtet habe.
Es wird nicht immer gehen, aber es versuchen!
kaputt machen - reparieren
kaputt machen - das seine überlassen
Finde deine Idee super!
aus du tust mir weh (kann ja auch mal unbeabsichtigt/aus Versehen sein), ich tu dir weh ... ergibt sich wiederum ein ... du tust mir weh (diesmal absicht) usw.
letztlich weiß keiner mehr, wer was die Ursache war.
Ich kenne beide Arten mit meinen Geschwistern.
Die deine war 1. hilfreicher im Moment 2. hilfreicher in Bezug auf die nächsten Tage/Jahre 3. im Leben sinnvoller.
Beitrag von ayshe - 15.11.11 - 08:49 Uhr
##
Fakt ist, ich hab zum Großen gesagt, dass er jetzt nicht mit seinem Kreis spielen darf, weil er erst helfen muss, den seines Bruders erneut aufzubauen und dass er das nicht machen dürfe. Also kaputt machen. Er ärgerte sich, schien aber ebenfalls nach einer Weile einsichtig.
##
Finde ich gut
Beitrag von sarahg0709 - 15.11.11 - 09:35 Uhr
Hallo,
meine Reaktion wäre gewesen: Der Kleine darf so lange auf dem Schienenkreis des Großen spielen, bis dieser den anderen wieder aufgebaut hat.
Wobei ich mir manchmal denke, dass es Erwachsene gibt, die sich schlimmer als kleine Kinder verhalten 
LG
Beitrag von dingens - 15.11.11 - 20:59 Uhr
Das stimmt
Beitrag von a79 - 15.11.11 - 14:05 Uhr
Hallo,
diese "Wie-Du-mir-so-ich-Dir"-Einstellung finde ich grausig und überholt. Nur, weil mich mein Kind haut (ja, ist schonmal vorgekommen), haue ich ja auch nicht zurück...nur mal so zum Vergleich.
Ich hätte es genau so gemacht wie Du, denn wer jemand anderem etwas kaputt macht, muss Wiedergutmachung leisten und beim Aufbau oder der Reparatur mithelfen. So lernt er nicht nur, dass es Konsequenzen hat, wenn er etwas kaputt macht, sondern auch, dass er nicht so gute Dinge selbstständig wieder gut machen kann (hier durch die Hilfe bei der Reparatur.) Du hast das vollkommen richtig gemacht!
LG
Andrea
Beitrag von dingens - 15.11.11 - 21:00 Uhr
Danke
