Hallo Ihr Lieben,
ich platze bald und so kann es nicht weiter gehen, die Trotzphase kommt doch erst... meine Motte ist jetzt 17 Monate jung und wir spielen uns in dingen so hoch - das sie dann wirklich weint (erst wütet und dann weint) und ich am ende Stinksauer bin. Ich weis das ist genau das, das nicht sollte und vorher den Raum verlassen sollte, aber eh ich mich versehe, ergibt eins das andere und sie zörnt, wütet und weint und ich ja ich steh da und hab nen groll und könnt mit heulen, weil wieder ein Tag "versaut" ist.
Weil ich es wieder nicht geschafft habe einen Tag ohne einen Terrorakt hinzubekommen.
Gestern beschlich mich das Gefühl, das ich Ihr Dinge wie z. B. anziehen um aus der wohnungstür zu gehen, nicht früh genug ankündige, obwohl im Nachhinein ist unser Ablauf seit vier Monaten der gleiche und sooo viel ankündigen bräuchte ich wohl nicht. Naja, hab mir es eingebildet das ich das noch mehr tun müsste. Ging voll nach hinten los. Vielleicht liegts auch daran, das sie gerade seit letzter Woche lieber bei mir als bei unserer Tagesmutter sein möchte und so hat sie sich unglaublich gewehrt und angefanen Sachen zu zeigen und spielen gebracht und ich wurde immer "fuchteliger - nervöser" und schließlich, hab ich sie doch wieder geholt und sie im VOLLstress (gefühlt von mir) angezogen. Jetzt sitz ich in der Arbeit seit vier Stunden und könnt nur noch heulen...
Was habt ihr den wo ihr merkt, so und jetzt muss ich nen Break machen, oder raus gehen. Ich möchte manchmal einfach nicht schimpfen, da ich z. B. ja weis das sie lieber bei mir wäre und ich doch froh drüber sein könnte. Neeee - ich blöde Kuh - muss meckern... Maus hampel nicht rum, mach dich nicht glitschik.... du musst aber jetzt in den Kinderanhänger... ich weis das ich es ihr nicht immer recht machen kann, aber wenn sie dann zörnt und dann weint... puh... was soll das den noch werden wenn die Trotzphase beginnt??
Helft mir? Ratschläge? Schimpft mich... öffnet mir die Augen!
Liebe Grüße
Ratlos
Mütterliche Ruhe?! Wo gibts die?
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Beitrag von ratlosinthecity - 15.11.11 - 13:17 Uhr
Beitrag von dominiksmami - 15.11.11 - 13:24 Uhr
Huhu,
die Situation die du schilderst kommt mir vor als würde deine Tochter verzweifelt versuchen bei dir zu bleiben!
Sie will dich ablenken in dem sie dir SPielsachen bringt, dir etwas zeigt...einfach nicht darauf eingeht das du sie wegbringen willst.
Ratschläge, nein...keinen der für dich praktikabel wäre?
Schimpfen? Nein auch nicht, denn du tust ihr ja nicht absichtlich weh.
Ich wünsche dir und vor allem der Maus das ihr bald einen guten Weg findet.
lg
Andrea
Beitrag von dominiksmami - 15.11.11 - 13:24 Uhr
>>keinen der für dich praktikabel wäre?<<
da sollte in ! hin.
Beitrag von ratlosinthecity - 15.11.11 - 13:30 Uhr
Danke für deine Antwort.
Ja sie klebt sehr an mir, aber ich muss arbeiten und auch sie hat viel Spaß bei der Tagesmutter, wenn sie den dann ersteinmal da ist. Wenn es nach meiner Maus geht, wäre sie jetzt immer noch den ganzen Tag in der Manduca, einmal in der Woche bring ich sie auch zur Tagesmutter in der Manduca, das ist aber ein einfacher Weg von 45 Minuten und das kann ich nicht immer, mein Becken leidet die Tage danach fürchterlich.
Kannst Du mir einen Tipp geben, wo Du merkst, Du musst jetzt (weiss nicht) raus aus dem Zimmer oder die Situation unterbrechen? Einen Cut machen? Das fällt mir eben so schwer! Wir schaukeln uns richtig hoch.
Beitrag von dominiksmami - 15.11.11 - 13:38 Uhr
hmm nein ich fürchte ich kann dir da keinen wirklichen Tip geben.
Ich bin Hausfrau und habe alle Zeit der Welt für Kleine. Dazu kommt das ich ein relativ ruhiger Mensch bin und die KLeine wahnsinnig pflegeleicht.
Ich versuche wenn mal etwas nicht klappt ( zur Zeit ists z.B. der Hundekorb in den sie immer reinklettert) so konsequent wie möglich zu bleiben und gar nicht erst zu diskutieren, ich erkläre Laura ( sie wird ja jetzt auch 17 Monate) kurz und knapp "nein der ist vom Wolfi da darfst du nicht rein" und nehme sie raus, kletter sie wieder rein, nehme ich sie kommentarlos oder mit einem kurzen "nein" wieder raus.
Ein Nein ist für Laura aber oft nur ein "Vielleicht ja doch" und so kann das durchaus lange dauern, sie lässt sich da auch nicht wirklich ablenken.
Da leiden die Nerven natürlich, das stimmt schon, aber ich mache mir dann einfach bewußt wie schnell diese Phase wieder vorbei ist...und schon klappt wieder mit dem Lächeln.
Raus aus dem Zimmer mußte ich bei der Kleinen noch nie.
Bei meinem SOhn schon, aber auch erst als der deutlich älter war.
liebe Grüße
Andrea
Beitrag von helen03834 - 15.11.11 - 13:50 Uhr
Hallo,
zu Beginn der Eingewöhnung in die Krippe hatten wir ein ähnliches Problem. Jeden Tag wurde das Meckern, das Trotzen und das schlimme Gefühl auf beiden Seiten immer stärker. Ich habe dann recht schnell einen anderen Weg gesucht und auch gefunden.
Wir stehen früher auf, d.h. spätestens 7:30 und müssen gegen 8.40 das Haus verlassen. Das reicht dafür, dass wir noch kuscheln, sie nackig vor dem warmen Heizlüfter sitzen kann und spielen, während ich mich im Bad fertigmache. Zwischedurch kommen meine Ansagen wie: Ich zieh mir jetzt noch die Hose und die Socken an, dann bist Du dran... eine Minute später: ich zieh mir jetzt noch die Socken an, dann bist Du dran...Endlich bist Du dran.
Dann Frühstück, bei dem sie sich Essen wünschen darf, dann Zähneputzen (gegenseitig), Sachen zusammenpacken und langsam und in Ruhe losgehen. Der Vorteil bei soviel Zeit ist, dass es auch immer noch ein paar extra Minuten gibt, die man abzwacken kann, um noch das Puzzle zu machen o.ä. Positiver Nebeneffekt ist, dass auch mein Tag nicht vollkommen gestresst und mit schlechtem Gewissen beginnt. Außerdem gibt es Argumente an die Hand, dass Weiterspielen jetzt ganz toll im Kindergarten möglich ist (man kann ja schon mal entsprechende Dinge anfangen, die es auch dort gibt).
Wieviel Zeit planst Du morgens ein? Wäre das vielleicht ein Weg für Dich?
Ich habe die Planungen mit Zeitansagen versehen. Trotzdem sie sie noch nicht versteht, merkt sie die Regelmäßigkeit von in 1 Minute, in einer halben Minute...
Natürlich mache ich das nicht immer, sondern nur deutlich bei Dingen, wo ich schon im Vorraus weiß, dass sie ihr nicht gefallen werden... Stichwort Anziehen.
Spielt es sich trotzdem hoch, hilft es ihre Gefühle zu spiegeln, womit man ja gleichzeitig auch ein bischen Druck ablässt: Du willst jetzt lieber mit xy spielen und bist jetzt sauer? Ich bin auch so richtig sauer, dass das nicht geht!!! Idee/Lösungsvorschlag folgt: Lass es uns direkt vor die Wohnungstür legen, dort wartet es, wenn wir wiederkommen, spielen wir gleich weiter...
Notfallprogramm: Aus dem Zimmer raus und stampfen. Wieder rein.
Notfalltrost: Klar kommt die Trotzphase noch, aber es kommt auch, dass sie immer mehr verstehen!
Viel Glück
Helen
Beitrag von ratlosinthecity - 15.11.11 - 13:59 Uhr
Vielen Dank, das mit der Zeit ist kein Problem.
Ich steh extra jeden Tag um fünf auf (ja auch Samstag und Sonntag) da ich noch 3 Minuten vor die Haustür muss - unser Hund möchte ja auch schnell zur Morgentiolette und ich dusche und mich fertig mach, dauert zwar auch nur zwanzig Minuten, aber was weg ist ist weg und mit Maus funktioniert es nicht. Unsere Motte erwacht irgendwann zwischen sechs und viertel vor sieben. Nun ja, wir haben genug Zeit, aber in dem Fall ist sie glaub ich einfach immer nicht bereit bzw. hat etwas wichtigeres zu tun.
LG
Ratlos
Beitrag von espirino - 15.11.11 - 13:57 Uhr
Hallo,
das ein Kind einen so auf die Palme bringen kann ... 
Du merkst doch selbst am besten, ab wann dir droht die Hutschnur zu platzen und überleg mal: Sie ist noch so klein. Nichts was sie tut, tut sie um dich zu ärgern. Du nimmst das alles viel zu persönlich. Mein Kleinster ist auch 17 Monate und auch ihn packt die Wut schon mal und er schmeißt sich hin. Aber ich lass mich mit ihm auf kein Spiel ein, was uns beide hochschaukelt. Erklären tu ich ihm auch noch nichts. Wir müssen los, wir ziehen uns an und dann gehts ab. Meistens mitm Auto, auch wenn ers nicht besonders mag, weil die zwei Großen noch zur Schule müssen.
Aus manchen Situationen kann man auch nicht rausgehen, da kannst du nur dein Kind nehmen und mit ihm zusammen gehen. Du brauchst auch noch gar keine stundenlangen Vorträge halten, daß du auf Arbeit mußt, sie zur Tagesmutter, ihr euch anziehen, du jetzt keine Zeit für ihr Spielzeug hast etc. Bringt sie dir noch was, bedanke dich und geh gar nicht weiter drauf ein, bringt sie noch was, nehmt ihrs einfach mit.
Vor allem solltest du nicht in Selbstzweifel aufgehen, das macht dein Kind ja noch unsicherer. Und noch besser ist genügend Zeit einzuplanen, ehe ihr los müßt.
Und, zumindest bei uns geht das - unser Kleinster fängt morgens gar nicht groß an zu spielen. Ich hole ihn, wenn er aufstehen soll, wickeln, anziehen kuscheln und los gehts... Frühstück gibts im KIGa und Spielzeug auch.
LG Jana
Beitrag von fruehchenomi - 15.11.11 - 22:16 Uhr
17 Monate ? Und bringt Dich jetzt schon zum Verzweifeln - ups 
Weißt Du, was ich bei Dir rauslese ? Bitte nicht falsch verstehen, aber als ob Du von einer zu klein geratene Erwachsenen sprechen würdest, Deinen Erwartungen nach.
Nicht IHR spielt euch hoch, sondern Du fährst Dich selber hoch.
Ein 17monatiges Kind handelt doch nicht rational, nicht überlegt, nicht vorsätzlich, dem sind verbale Ankündigungen aber sowas von schnurz. Zeitgefühl ist doch sowieso noch nicht vorhanden- hallo ? Vor kurzem war die kleine Maus noch ein Baby !
Du wirst fuchtelig und das Kind weiß damit aber ÜBERHAUPT NICHTS anzufangen, das wette ich mit Dir.
Was bleibt ihr denn anderes als zu weinen oder bocken, sie kann Dir noch keinen Vortrag halten, was ihr stinkt.
Frag mal die Tagesmutter, wie sie mit ihr umgeht, aber ich weiß, was ich täte.
Ich würde die kleine Maus einfach als KLEINES KIND behandeln, welches sie auch ist.
Kündige nicht so viel an, was zu tun ist, schnapp sie und zieh sie an - fertig. Mach dich nicht glitschig versteht sie auch nicht, sie hört nur Deinen ungeduldigen Unterton. Sie in den Anhänger packen kann man mit Lachen, einem lustigen Satz und schwupps ist sie drin. Das viele Gerede hab ich eh noch nie verstanden; auch wenn ich Mütter Aufsätze quatschen höre, weil sich ein Kind nicht anschnallen lässt. Enkelmaus Leonie wird bald 5- sie hat sie noch niemals gewehrt, ich schnall sie an und gut ists. Nebenher kriegt sie einen Knuddl, warum sollte sie spinnen ?
Mach keinen Wettkampf mit der Tagesmutter, sondern arbeitet zusammen - und zwar in Absprachen, wie in der und der Lage zu reagieren ist.
Und wenn die Kleine gerade lieber zu ihr geht als zu Dir, hat das einen Grund - nimm die Hilfe an und lerne, vielleicht hat sie einfach mehr Erfahrung.
Das ist nicht böse gemeint - aber lass Dein Kleinkind mal Kleinkind sein - dann klappt das auch wieder.
LG Moni
Beitrag von ratlosinthecity - 16.11.11 - 05:53 Uhr
Vielen Dank für die Antworten.
Das mit dem Ankündigen / Vorwarnen, genau das sind solche Sachen, die ich versuche, weil ich denke "sei pädagogisch richtig" und die "klar eigentlich" Scheitern, ich habe aber wohl immer mal wieder den absurden Ehrgeiz mein Mäuschen, wohl ein bisschen zu sehr mit einzubeziehen.
Ich dachte einfach, speziell in der Situation, das sie vielleicht einfach lieber mit macht, wenn sie weis was auf sie zu kommt. Ich dachte eben genau das soll man nicht in der neuen Erziehungsliteratur - das Kind einfach "schnappen" und los gehts 
Aber Ihr habt recht danke, es ist ja schließlich auch noch ein sehr kleines Kind, mein Baby 
Liebe Grüße
Ratlos
Beitrag von fruehchenomi - 16.11.11 - 19:30 Uhr
Bitte bitte vergiß die "Erziehungsliteratur" - da kommt alle paar Jahre was Neues raus, nimm 5 Autoren und Du hast 10 Ansichten !
Ich habe NIE so ein Buch gelesen, sondern eigentlich einfach nach Bauchgefühl erzogen.
Und da beide Kinder noch mit mir reden, kann nicht alles falsch gewesen sein 
Hör mal auf Deinen Bauch und Dein Herz, die sagen Dir schon das Richtige, glaubs mir.
"....das sie vielleicht einfach lieber mit macht, wenn sie weis was auf sie zu kommt.."
Sie kann das noch nicht einordnen, da warte mal noch gut ein Jahr !
So kleine Mäuse können mit ankündigen, vorbereiten, planen wirklich nichts anfangen.
Ich habs doch bei meiner Enkelin auch mitgemacht. Da ist "machen" wirklich einfach besser. Genauso wie es vollkommen falsch ist, eine 2jährige sich aus dem Kleiderschrank Klamotten aussuchen zu lassen o.ä. Auch da ist einfach anziehen besser.
Ab drei sieht manches anders aus, aber jetzt ist das noch alles zu früh. Du siehst das schon richtig, Dein Baby ist wirklich noch ein kleines süßes Mäuschen.
LG Moni
Beitrag von binecz - 17.11.11 - 14:22 Uhr
Hm...
Meine Tochter ist 15Monate und für mich ist sie noch ein viel kleineres Kind als du deins gerade beschreibst.
Das mit dem "ankündigen" würde ich auch machen. Aber nicht weit im Voraus, denn das kann sie noch nicht überblicken, sondern in der Situation.
"Jetzt gibst du mir noch den Baustein und dann gehen wir uns mal anziehen" Dann ist es "angekündigt", aber wird auch zeitnah durchgesetzt. Zukunft kennen die Kleinen ja noch nicht.
Und ein wenig mehr Verständnis transportieren. WEnn du fuchtig wirst, dann spielt sich die Situation wirklich hoch, wobei deine Tochter mit 17 Monaten echt noch nichts dafür kann 
Ich würde mir einfach versuchen mehr Zeit zu nehmen. Meine Tochter z.B. will immer gerne viel selbst machen. Da dauert das anziehen auch mal 15 Minuten, spielerisch mit Hilfe. So what?! Und wenn sie partout mal nicht will dauert es auch länger weil (bei meiner Tochter funktioniert das) es nach den verschiedenen Kleidungsstücken eine Belohnungstoberei gibt 
Alles in allem...nimm dir Druck raus. Deine Tochter ist wie sie ist, und so ist sie genau richtig! Du musst einen Weg finden mit ihrem Zorn das sie von dir getrennt wird, umzugehen.
Mit Geduld und Liebe!
DU SCHAFFST DAS!!!!
Beitrag von oesitante - 20.11.11 - 21:20 Uhr
"Ich weiss, dass du sauer und wütend bist, weil du lieber bei mir bleiben möchtest. Ich bin auch sauer, daß ich arbeiten gehen muss. Ich wäre auch lieber bei dir" ..bevor es zur Eskalation kommt; beim ersten meckern. Ich denke kein Kind schreit nur um dich zu ägern...sprich grundlos.
Zur Trotzphase: Mit dem Trotzen lernen Kinder Misserfolg zu verarbeiten. Schön medidativ vorsagen:"Ich gebe meinem Kind die Chance zu lernen mit Misserfolg umzugehen"
Oder : Dein Kind wird sich zu boden schmeissen und brüllen. Ob du nun genervt bist oder ruhig bleibst: es wird brüllen. Du kannst die Situation nicht ändern, aber du kannst deine Einstellung ändern.
Bei meinen ersten Kind war ich noch voll hibbelig. Jetzt ist die Grosse sechs und wenn sie morgens nicht fertig ist, geht sie halt mit Pyjama in die Kita. Wenn sie ihre Tasche vergisst, hat sie halt nichts zum Frühstück mit.
Es ist, wie es ist. Entweder man arrangiert sich mit der Situation oder man kämpft, kämpft, kämpft,...Auch wenn mein Kleiner (6 Monate) im Auto brüllt: Wenn er sich aufregen muss, ist es halt so. Ich kanns nicht ändern.
Wer morgens ganz heiss duscht ist viel entspannter...wissenschaftlich erwiesen.
Wenn du nicht alleine bist, nimm dir So abend ne Stunde für ein heisses Bad und tanke Kraft für die Woche.
Viel erfolg
