Geburtsbericht
Hallo mein kleiner Schatz, jetzt bist du schon fast drei Monate alt, sitzt neben mir mit einer dicken Erkältung in deiner Wippe, stopfst dir dein Spucktuch in den Mund und lachst und das trotz verstopfter Nase, Husten und erhöhter Temperatut. Bist schon eine tapfere Maus.
Deine Geburt:
Es fing am 14.08.11 an, an meinen Geburtstag. Ich war dabei alles für den Kaffeebesuch vorzubereiten. Aufräumen, aufdecken und Kuchen backen. Ich hatte die ganze Zeit Rückenschmerzen in unteren Rückenbereich, aber das war ja nun auch nicht wirklich verwunderlich weil ja nun schon einen recht großen Bauch vor mir her getragen habe. Wir machten scherze, dass es heute los geht und du auf den großen Auftritt wartest, wenn alle Gäste das sind. Dein Papa meint du wartest noch bis Mittwoch, Sonntag war am 14.11. Als deine Oma kam, sagte sie das sind wehen und drückte mir immer dagegen, was für ein Befreiendes Gefühl. Die schmerzen ließen übern ganzen Tag nicht nach und am Abend wurden sie immer stärker, nun auch im Bauch Bereich. Wie starke Regelschmerzen.
Ein Pärchen kam noch verspätet, die mussten wir aber um sieben Uhr vor die Tür setzen, weil ich langsam fix und fertig war. Die Regelschmerzen nahmen noch mal zu, außerdem schmerzende Beine, Unruhe und ständigen Drang auf Klo zu gehen. Mittlerweile zog sich der Bauch alle 10 min zusammen. Ich war voller Überzeugung heute Nacht kommst du. Mittlerweile ging auch dein Vater davon aus. Wir schauten Fern und gingen um zehn Uhr zu Bett. Ich dachte lieber noch etwas schlaf kriegen. Mir wurde dann kotz übel, es kam aber nur Magensäure raus. Über die Nacht hörte es nicht auf, damit dein Vater noch etwas ruhe hat, ging ich ins Wohnzimmer. Er fragte nämlich bei jeder Bewegung, ob alles gut sei. Ich machte es mir gemütlich, schaute Geburtenstation und war voller Vorfreude. Ich schlief dann doch ein und am nächsten Morgen war der schmerz weg. Ich war ziemlich geknickt.
Am Morgen schrieb ich unserer Hebamme, die dann auch kurz danach mit einem CTG vorbei kam. Sie sagte, es wären leicht wehen zu sehen und der Muttermundhalz sei zu 1/3 verstrichen. Muttermund aber noch zu. Sie meint das wird noch dauern. Weil dein Vater wieder arbeiten war, fuhr ich zu deinen Großeltern. Übern ganzen Tag war nichts.
Am Dienstag den 16.08 ging dann morgens weiter, ich hatte leichte Wehen Tätigkeiten, wieder wie Regelschmerzen, nur zentrierter im Unterbauch, dazu harter Bauch und leichte Rückenschmerzen. Zum Mittag hin ca. 13 Uhr wurde der Bauch alle 10 min hart und man konnte einen Rhythmus erkennen. Alles noch sehr gut auszuhalten
Ich Versuchte Martin zu erreichen, um ihn zu sagen, dass es heute eventuell losgehen könnte. Normalerweise erreiche ich ihn immer, nun aber nicht. Mit meiner Mutter bin ich dann 30 min spazieren gegangen. Danach wurde es wieder weniger, aber die Schmerzen in Rücken nahmen wieder zu. Zog aber nicht über die Nieren, wie die vorigen male. Wir warteten und warteten. AM Abend war es dann fast weg. Wir sagten nach den Abendessen fahren wir einfach mal ins Krankenhaus, vielleicht animiert das ja
Martin hatte ich mittlerweile erreicht. Im Krankenhaus konnte man die den CTG nichts sehen, aber der Muttermundhalz war zu 2/3 verstrichen und der Muttermund war 1 cm offen. Wir sollten spazieren gehen. 45 min waren deine Oma und ich unterwegs. Oma konnte schon gar nicht mehr und setzte sich auf einen Stein und ich lief den Weg in Sichtweite immer wieder hoch und runter. Garnichts mehr
Keine einzige Wehe. Wir informierten deinen Opa und Papa und fuhren nachhause zu deinen Großeltern 22 Uhr. Im Bett wurden die Wehen dann wieder rasch stärker, aber immer der schmerz in Unterbauch. Ich konnte nicht mehr liegen und hatte Hunger. Mit einer Schüssel Haferflocken habe mich vorn Fernseher gesetzt. Um 2.00 Uhr weckte ich deine Großeltern, weil die Wehen alle 5 min kamen und das schon seit 2 Stunden. Wenn das so ist, soll man sich ja auf den Weg ins Krankenhaus machen. Ich sagte ihnen dass ich jetzt noch ein Bad nehme und das wir dann los können ins Krankenhaus. Ich war sehr ruhig. Oma und Opa wurden heppilig und vielen Sprichwörtlich aus den Bett. Oma schimpfte, das ich sie nicht eher geweckt habe. Opa ging wieder schlafen und Oma sagte ich, sie soll sich Kaffee machen und sich zu mir ins Bad setzen. In Der Wanne wurde es noch schlimmer und ein Teil des Schleimpropfen ging ab. Wir riefen Martin an und dein Onkel fuhr uns ins Krankenhaus. Dein Vater meinte, es sei ja eh Fehlalarm, aber er macht sich gleich auf den Weg. Die Wehen waren sehr unangenehm, aber erträglich. Erst mal wieder ans CTG, die Wehen waren deutlich zu erkennen, aber noch nicht stark genug. Herztöne waren gut und stark. Erneut spazieren. Martin hetzte mich eine Stunde durch die Gegend, hatte überhaupt kein Zeitgefühl mehr. Ich musste stehen bleiben und mich festhalten bei jeder Wehe, sie waren schon recht schmerzhaft. Zurück saßen wir kurz bei Oma und schlossen meinen Koffer in den Spint. Ich sollte ein Entspannungsbad nehmen. Vorher fragte sie mich, ob ich davor oder danach einen Einlauf haben möchte und ob Martin bleiben möchte … hä?
Sicher bleibt er nicht dabei! Also Wassereinlauf und dann in die Wanne. Die Wehen waren weiterhin stark, aber OK, wohl dabei sprechen ging nicht mehr. Die Schmerzt war wie zentrierter Regelschmerz, krampfartiger harter Bauch, leichte Rückenschmerzen. Ich musste mich immer dabei aufsetzen. Nach ca. einer Stunde bin ich raus aus der Wanne 4:20 Uhr. Wir sollten ins Wehenzimmer um CTG zu schreiben. Martin holte deine Oma dazu. Die Wehen wurden Schlagartig stärker. Den Schmerz kann ich nicht mehr erklären, aber das war das schlimmste von der ganzen Geburt. Sie waren wirklich schlimm. Muttermund 1 cm und ich konnte nicht mehr sprechen, die Leute die mir vorgestellt wurden nahm ich nicht mehr wahr. Später sagte die Hebamme, sie hätte mir da gerne Schmerzmittel gegeben, wollte aber noch abwarten ob ich das packe. In der Zeit wollte ich aufhören, war fertig, unerträglich (vor dieser Zeit habe ich jetzt Angst, Angst für das nächste Baby). Meine Mutter sagte, das meinte sie mit Panik – durchhalten! Das CTG schlug nicht richtig aus, bekam etwas Panik. Ich wusste nicht wie ich liegen, sitzen soll … ich kam nicht mehr hoch. Martin hielt meine Hand, ging nur einmal weg. Um 7.00 Uhr kamen die Ärzte zum Muttermund messen, ich dachte nur, wie will sie jetzt nach schauen, das mich jemand da anfässt – unvorstellbar. 9 cm offen, nun aber in die Geburtswanne. Keine Ahnung wie ich aus den Zimmer kam, ich war auf einmal nackt und musste irgendwie in die Wanne kommen. 2 Hebammen und Martin waren da. Das warme Wasser tat sehr gut, ich konnte mich etwas entspannen. Dann gings weiter. Ich wusste wieder nicht wie ich sitzen oder liegen soll, das Wasser war zu heiß, ich hatte nachher die Position gefunden und saß im Einstieg. Martin meinte ich sah sehr entspannt aus … Wir warteten das die Fruchtblase endlich platzt. Ich fragte wann ich endlich pressen darf, Hebamme sagte ich soll das Kind arbeiten lassen, wenn druck nach unten da ist, geht es los. Sie untersuchte mich und ups gar keine Fruchtblase mehr da.
Ich war übrigens sehr höflich zu deinen Vater, sagte immer bitte und danke, sagte Schatz zu ihn und erdrückte ihn nicht. Er wusch mir die Stirn und gab mir zu trinken (3 Flaschen Selter). Zum Schluss kamen dann viele Ärzte, Hebammen etc. wollten die alle zuschauen!? Mittlerweile lag ich ganz in Wasser und ich musste pressen, ich war verunsichert, der Druck war so stark. Es fühlte sich an, als würde sich gar nichts tun. Ich atmete und presste, presste – Pause, immer wieder. Der Arzt sagte mir, das nicht mehr genug kraft hinter den Wehen lag und sie mich an den Tropf hängen müssten. Ich fand die Wehen wurden nicht stärker. Trotzdem weiter pressen. Endlich tat sich was, ich konnte meinen Kopf nicht mehr über Wasser halten, ich war so schrecklich müde. Pressen, Pressen, nur noch drücken. Mein Becken fühlte sich an, als würde es zerbersten. Sie sagten mir, man sehe schon die Haare, ob ich fühlen wollte. Nein ich wollte nicht. Bei der nächsten Wehe kam ein Teil des Kopfes, meine Schamlippen rissen. Ich fühlte es, ganz langsam, ich fühlte wie der Kopf fest steckte und der Schmerz war schrecklich. Keine Wehe mehr, die Hebamme zupfte an mir, sie sagte weiter pressen. Es ging nicht, es kam nur eine leichte und ich sollte es trotzdem versuchen. Es tat so weh, ich drückte und plop der Kopf war draußen. Bei der nächsten starken noch mal alles geben, 3 mal pressen und Mias Körper rutschte mit einen erleichterten plop aus meinen Körper. Ich schaute nach unten, dunkle Augen schauten mich hell und wach aus den Wasser an, wie ein Fisch, ich sah nur diese Augen, nichts anderes. Nach einer Minute griff ich mit Aufforderung zwischen meine Beine und holte sie auf meine Brust. Meine Mia Lotta, mein Baby. Sie war etwas blau, hatte etwas Käseschmiere und Blut an Kopf, sie war perfekt. Die Hebamme fragte Martin ob er die Nabelschnur durch schneiden möchte, er tat es. Dann bekam er dich auf den Arm, ich wurde aus der Wanne bocksiert aufs Bett. Martin meinte es sah aus, wie auf einen Schlachtfeld. Wanne, der weg und das Bett, alles voller Blut. In Bett hatte ich immer noch keine Wehe, sollte aber die Nachgeburt raus pressen. Ging schnell. Sie sagten, sie sei klein und kompakt ½ Kg schwer. Aber gesund und alles dran. Dann bekam ich Mia wieder, wir durften sie fast eine Stunde anschauen, dann holte Martin deine Großeltern. Opa war mittlerweile auch da, hatte sich von der Arbeit heimlich weg gestillt. Die beiden waren aufgelöst, hatten sich gar nicht mehr unter Kontrolle. Opa musste wieder zur Arbeit, Oma wartete die Untersuchung ab und bekam Mia dann auf den Arm. Anschließend wurde sie mir an die Brust gelegt und ich fing wieder an zu bluten, merkte wie alles ganz Nass wurde. Ich wurde untersucht und versorgt.
Mia Lotta, 50 cm groß 3090 g leicht, 34 cm Kopfumfang. 9:35 Uhr auf die Welt gekommen.
Zum Mittag hin durften wir dann auf die Wöchnerstation. Hatte ich Hunger 
War aber sehr stolz und zufrieden, aber auch verunsichert und verängstig.
2 Tage später waren wir dann raus aus dem Krankenhaus.
Wassergeburt - an mein Baby geschrieben. Ausführlich
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Beitrag von ninje - 15.11.11 - 14:20 Uhr
Beitrag von knutschkugel4 - 15.11.11 - 19:21 Uhr
ein wunderschöner Bericht
herzlichen glückwunsch zu der kleinen maus
lg dany
Beitrag von mike-marie - 15.11.11 - 21:35 Uhr
Herzlichen Glückwunsch 
Aber du solltest den Bericht, falls er für deine Tochter bestimmt ist, noch mal dringend Korrektur lesen
nicht wegen den Rechtschreibfehlern sonder du springst immer hin und her.
Mal schreibst du, als wenn du an deine Tochter schreibst und dann schreibst du wieder von dem Baby.
Lg
Beitrag von ninje - 16.11.11 - 09:37 Uhr
Danke für die Info
Werde mich in ruhe noch mal dran machen und korrektur lesen lassen wegen meiner legasthenie.
Beitrag von jes-83 - 04.01.12 - 13:44 Uhr
Oh wow Nina, ich fand es sehr schön den Bericht zu lesen. Echt klasse und so ausführlich.
Kannst wirklich stolz auf dich sein. Und die Mia Maus
ist ja echt ein Zuckerstück
Freu mich so für euch!!
Beitrag von ninje - 06.01.12 - 10:57 Uhr
Danke Jessi, ganz lieb von dir! Wo ist eigentlich deiner?
