Hallo!
Hier ein Auszug aus einem Facebook Post von Sigmar Gabriel, der auch meine Meinung widerspiegelt:
"Was wäre wohl los gewesen in Deutschland, wenn eine Gruppe von Islamisten eine solche Blutspur durch Deutschland gezogen hätte wie jetzt die Rechtsterroristen? Und wenn die Opfer keine Türken oder Griechen, sondern Deutsche wären? Ich bin sicher, wir hätten Straßensperren, Polizei auf allen Plätzen und Hubschrauber in der Luft. Und wir hätten längst Sondereinheiten der Polizei und Spezialstaatsanwaltschaften, wenn wir weit über 100 Todesopfer linker Extremisten oder Islamisten in den vergangenen 20 Jahren zu verzeichnen hätten. Da wird seit Jahren so getan, als seien das alles Einzelfälle. Jahrelang haben die Behörden so getan, als seien sie Opfer „milieuspezifischer“ Taten. Noch immer sprechen manche Medien von „Döner-Morden“, das ist unsäglich.
Was meint ihr, warum hat es so lange gedauert bis man den Tätern auf die Spur kam und hätte es im umgekehrten Fall (Islamisten töten Deutsche) dasselbe Medienecho gegeben?
Ich habe mir die letzten Tage auch überlegt, was in dem Fall hier bei Urbia losgewesen wäre, im Gegensatz zu der aktuellen Zurückhaltung.
Rechter Terror
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von shmenkman - 17.11.11 - 17:16 Uhr
Beitrag von shmenkman - 17.11.11 - 17:24 Uhr
Sorry schonmal, komme heute wohl nicht mehr zum Antworten ...
Beitrag von le-cochon - 17.11.11 - 18:34 Uhr
Siggy pop.. nun ja.
Der Mann ist sich bekanntlich für nichts zu schade. wenn es ihm Publicity bringt!
Wo sind denn die Rechtsterroristen? Wo finde ich die? Warum hat bislang auch Herr Gabriel dagegen nichts angeregt?
Radikalenerlass gegen Rechtsterroristen, oder gibt's das schon?
Der Steinbrück, der wurde doch gerade vom selbsternannten Weltökonomen zum Kanzler in der Post-Merkel-Ära geadelt, wieso sagt eigentlich der nicts? Der muss es doch wissen, der spielt doch Schach..?
Und wo ist eigentlich Claudia Roth abgeblieben? Die könnte uns doch auch mal wieder die Welt erklären, vielleicht schließt sie sich zusammen mit den Piraten, da kann man dann gern mal Herrn Trittin zusammen auf dem Fahrad fahren, so von Partei zu Partie, oder so.
Möchte Siggy hier vielleicht auf eine plumpe Weise den angeblichen braunen Terrorismus als Wahlkampfthema etablieren?
Beitrag von muppi75 - 17.11.11 - 19:14 Uhr
"Was meint ihr, warum hat es so lange gedauert bis man den Tätern auf die Spur kam und hätte es im umgekehrten Fall (Islamisten töten Deutsche) dasselbe Medienecho gegeben?"
Weil jetzt erst die Hütte in Zwickau abgebrannt ist und so die ganzen Beweise ans Tageslicht kamen ?
Zum zweiten Teil der Frage kann ich nichts sagen, aber ich vermute mal, nein es hätte auch nicht mehr Echo gegeben und wenn dann auch nur recht kurz.
Generell bin ich mir nicht mal sicher, ob ich hier von rechtem Terror reden möchte, denn wer sagt uns denn, dass wirklich alles von diesem Trio gemacht wurde, was jetzt angegeben wird ?
Sehen wir es mal ganz nüchtern, teile der Politik haben es bis heute nicht verkraftet mit dem ersten Anlauf des NPD Verbotsverfahrens auf die Nase gefallen zu sein, in letzter Zeit wird wieder mehr gefordert ein weiteres Verfahren anzustreben.
Sicherer als das erste Verfahren wird dieses wohl auch nicht sein, denn wie man heute den Medien entnehmen kann ist inzwischen jedes 7. Führungsmitglied der NPD V-Mann bei deutschen Verfassungsschutzbehörden, was da wohl die Richter dazu sagen werden ?
Was liegt da näher, als eine Bündelung mit fingierten Beweisen Leuten in die Schuhe zu schieben, die sich auf Grund ihres eignen Ablebens nicht mehr dazu äußern können ?
Wir erinnern uns mal an die 70er Jahre zurück, da gab es seitens staatlicher Organisationen sogar Pläne Anschläge im Stile der RAF mit gefakten Bekennerschreiben an der eignen Zivilbevölkerung durchzuführen, damit die Bevölkerung, die bis dahin in der RAF eher positive Aspekte sah, gegen diese aufzubringen.
Nenn es von mir aus Verschwörungstheorien, aber an jeder Theorie ist etwas Wahres dran ;)
Beitrag von shmenkman - 20.11.11 - 13:33 Uhr
Die Mordserie war ja schon vorher erkennbar, ich dachte schon recht früh an ein ausländerfeindliches Motiv, der Gedanke sollte den Ermittlern also auch schonmal begegnet sein. Stattdessen wurden die Morde als millieuspezifisch abgestempelt, sozusagen als Mord unter Kriminellen. Nach dem Motto: Wer weiß, was die für Dreck am Stecken hatten, weiß man bei Türken ja nie so genau ...
Ich werde das Gefühl nicht los, das weder die Bevölkerung noch die Politik zugeben woll(t)en, dass es Morde aus Ausländerhass, vor allem in dieser Häufung gibt.
Beitrag von atilla09 - 21.11.11 - 15:39 Uhr
ja das Gefühl werde ich auch nicht los. Als ich das erste mal über diese brutale Mordserie gehört habe, habe ich als aller erstes an ausländerfeindliches Motiv gedacht aber weder in den türkischen Medien noch aus der "deutschen" Sicht wurde ein Wort darüber gefallen. Schon komisch.
Beitrag von marion2 - 17.11.11 - 19:28 Uhr
Hallo,
was wäre wohl los, wenn die - soweit ich weiß noch nicht verurteilte - Verdächtige einer anderen Gruppe angehören würde?
Wäre es dann in Ordnung ihren kompletten Namen mit Wohnort und Adresse einfach so in den Nachrichten zu bringen?
Wo wolltest du denn Straßensperren errichten?
Gruß
Beitrag von le-cochon - 17.11.11 - 19:44 Uhr
Helmstedt!
Da ist die Infrastruktur schon da
Beitrag von marion2 - 17.11.11 - 21:23 Uhr
Ist mir Recht! Dann muss ich wenigstens keinen Umweg fahren. Es bleibt also bei 15 min. Arbeitsweg.
Beitrag von muppi75 - 18.11.11 - 18:19 Uhr
*lol* Aber nur inm eine Richtung, alternativ könnte man ja eine Umleitung durch die Müllverbrennung einrichten.
Beitrag von justwoman - 17.11.11 - 21:48 Uhr
Ich denke das Echo waere groesser gewesen .
Ich finds echt Hammer und ganz noch gar nicht richtig in Worten fassen ,was da eigentlich so abgeht .
Ich meine wie kann soviel uebersehen werden und wieso koennen sogennante V Leute so gedeckt werden.
Was rollt da noch auf uns zu und wieviel wird noch so verschwiegen.
Hab gelesen das es ca 250.000 Rechtsextrimisten gibt und diese Zahl zeigt ja noch nicht alles .
Und mir ist echt uebel bei diesem thema ..hat unser Land nichts gelernt und wieso sind Politiker auf dem rechten Auge blind...
Die RAF gibt es schon lange nicht mehr also linker Terror .
Mal sehen was da noch kommt ..
Beitrag von juliz85 - 18.11.11 - 09:45 Uhr
Ich sehe es ähnlich!
es hätte wohl größere Kreise gezogen und wenn es vielleicht auch keine Straßensperren gegeben hätte, so doch massive Kontrollen...
Doch hier hat man das Ausmaß wohl einfach unterschätzt und Expertenmeinungen zum Thema als "Verschwörunghstheorien" abgetan!
Aber zum Glück lässt sich so das Thema Vorratsdatenspeicherung mal wieder auf den Tisch bringen und in ein positives Licht stellen... Was bei linken Demonstratuonen scheinbar schon recht und billig ist, lässt sich nun noch besser verkaufen.
Ab und zu braucht es scheinbar ein kleines Fukushima, damit längst bekannte Probleme ins Visier der Politik und Medien rücken. Leider!
lg julia
Beitrag von vam-pir-ella - 18.11.11 - 10:39 Uhr
Hi!
Wenn ich mich recht erinnere, war es doch letztes Jahr um die Weihnachtszeit so, das Deutschland scheinbar im Visier des islamentalischem Terrors stand.
Ich weiß noch, wie die Frage aufkam, ob man auf Weihnachtsmärkten ect. einem Risiko ausgesetzt sei, und wie die Regierung die ständige Präsenz von Polizisten auf öffentlichen Veranstaltungen hervorgehoben hat.
Tja, und jetzt kommt der Terror sozusagen "aus den eigenen Reihen", und keiner will sich dazu anständig äussern. Ausser Cem Özdemir, der wirklich klare Worte dafür gefunden hat.
http://www.youtube.com/watch?v=YDWzz7LzAxM&feature=youtu.be
Ich für meinen Teil bin traurig, sprachlos, schockiert und wütend ob der Ereignisse!
Gruß,
v.
Beitrag von zeitblom - 18.11.11 - 10:47 Uhr
"der Terror "
es wird Zeit, diesen Begriff zu definieren. Die Ausweitung seiner Bedeutung oeffnet nur die Tuer fuer Panikmacher und Verschwoerungstheoretiker...
Beitrag von vam-pir-ella - 18.11.11 - 11:05 Uhr
Hm, ab wann nennt man dann eine Mordserie, einen Anschlag, einen geplanten Anschlag ...
"Terror" ?
Ab einer bestimmten Opferzahl? Oder wenn Politiker, "ranghohe" Persönlichkeiten oder Polizisten/innen dabei verletzt/getötet werden?
Ich möchte jetzt hier wirklich keine Verschwörungstheorie aufstellen, aber ich glaube, wären die Opfer der "Dönermorde" (schreckliches Wort!) anstatt ausländischer Mitbürger Deutsche gewesen, dann wäre das Echo und die Panik in der Bevöllkerung um ein vielfaches größer ausgefallen.
Ich finde, der Begriff "RECHTER Terror" ist durchaus zutreffend!
Beitrag von zeitblom - 18.11.11 - 11:18 Uhr
Zum Begriff "Terror" gehoert meiner Meinung nach der Wille, ein politisches (!) System zu aendern. Daher gibt es sogenannte Bekennerbriefe. Die Terrosisten selber sehen sich als Befreiungskaempfer in weitem Sinne. Die Zahl der Toten oder die Eigenschaften der Opfer sind eben nicht massgeblich, um jemanden als Terroristen zu klassifizieren.
"ich glaube, wären die Opfer der "Dönermorde" (schreckliches Wort!) anstatt ausländischer Mitbürger Deutsche gewesen, dann wäre das Echo und die Panik in der Bevöllkerung um ein vielfaches größer ausgefallen."
Wo ist denn die Panik bei Serienmorden, von denen BILD oder XY gelegentlich gern berichten?
Beitrag von daddy-69 - 18.11.11 - 11:23 Uhr
"... der Wille, ein politisches (!) System zu aendern."
Das wäre der Terrorismus, wenn ich mich nicht irre, nicht der Terror. Zum Terrorismus gehören dann auch die entsprechenden Strukturen und die Effizienz der Täter.
Vereinzelte Rechte, die hier und da Brandsätze legen und kaum definierte Ziele haben sind etwas anderes als damals die RAF.
Beitrag von zeitblom - 18.11.11 - 11:43 Uhr
Eben.
Ok, schreiende Kleinkinder koennen auch Terror verbreiten.... sie sind deshalb aber keine Terroristen..
(uops, nun war ich etwas geschmacklos)
Beitrag von marion2 - 18.11.11 - 15:19 Uhr
sind sie nicht?
Ich finde diesen Vergleich zutreffend:
Kleinkinder sind bereit ein bestehendes System (Familie) unter Verwendung aller ihnen zur Verfügung stehenden Mittel zu ändern.
Bei "großen" Terroristen sind die Mittel andere, aber die Idee dahinter - nämlich das Umfeld kompromisslos nach den eigenen Vorstellungen zu formen - ähnelt sich in erschreckendem Maße.
Ist es geschmacklos, wenn ich mich nun frage, ob Terroristen Menschen sind, die zwar körperlich aber geistig das Niveau von Kleinkindern herausgekommen sind...
Beitrag von zeitblom - 18.11.11 - 15:24 Uhr
"die Mittel andere"
ich glaube, dieser Unterschied ist ausschlaggebend....
Beitrag von marion2 - 18.11.11 - 15:26 Uhr
Naja, einem Kleinkind stehen noch nicht alle Mittel zur Verfügung. Ich bin sicher, es würde sie einsetzen ...
Beitrag von zeitblom - 18.11.11 - 15:27 Uhr
keine Frage...insofern sind alle Menschen einmal potenzielle Terroristen....
Beitrag von vam-pir-ella - 18.11.11 - 11:28 Uhr
Na ja, es gibt ja ein Bekennervideo:
http://www.taz.de/Bekennervideo-der-Zwickauer-Zelle-/!81990/
Die BLÖD lese ich nicht.
Beitrag von zeitblom - 18.11.11 - 11:48 Uhr
erstellt, aber nicht abgeschickt.... "Im Vordergrund steht der Spaß am Mord an Migranten. ".... nicht, dass ich denke, dass dies es besser macht, aber ob man diese Gruppe als "Terroristen" aufwerten sollte, halte ich fuer zweifelhaft.
Beitrag von vam-pir-ella - 18.11.11 - 12:04 Uhr
Ich verstehe nicht, welche Art von Aufwertung der Begriff "Terroristen" in sich birgt !?
Eigentlich ist es auch egal wie man "es" nennt.
Ich denke, dass durch diese furchtbare Sache klar geworden ist, dass der Rechtsradikalismus in Deutschland viel stärker bekämpft werden muss.
Meiner Meinung kann es nicht angehen, das rechte Idioten während Gedenkmärschen für irgendwelche Nazis aus dem Dritten Reich auch noch von der Polizei beschützt werden. Solche Veranstaltungen gehören von vorn herein verboten.
