Elternzeit - Teilzeitwunsch - Betreuung noch unsicher

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Beitrag von ploetschi - 18.11.11 - 14:06 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit unsicher, wie ich die Elternzeit für mein 3. Kind am sinnigsten anmelden soll.

Zur Situation:

Bin seit 10 Jahren bei meinem AG beschäftigt.

Kind 1 ist 5 Jahre alt und kommt im August zur Schule. Nach seiner Geburt habe ich weiter in Vollzeit gearbeitet.

Kind 2 ist 11 Monate alt. Bei meinem AG sind 2 Jahre Elternzeit angemeldet (gewesen) mit dem Wunsch auf Teilzeit im 2. Jahr (also ab Dez. 2011). Die Übertragung des 3. Jahres Elternzeit auf einen späteren Zeitraum wurde genehmigt. Da ich aber ab Dez. wieder im Mutterschutz (Kind Nr. 3) bin, entfällt ja die Teilzeitarbeit bei meinem AG (bzw. habe ich ihm auch geschrieben, dass ich darauf verzichten möchte).

Kind Nr. 3 kommt voraussichtlich im Januar zur Welt. Bei meinem AG habe ich nun die Möglichkeit, 5 Jahre Elternzeit zu beantragen, was ich aus diversen Gründen auch machen werde / wollte.

Ich würde gerne ab Oktober 2012, also etwa 9 Monate nach der Geburt meines jüngsten Kindes wieder Teilzeit bei meinem AG arbeiten. Für meinen AG wäre dies kein Problem. Ich müsste also nach der Geburt Elternzeit für 5 Jahre (ja, muss ich sofort für diesen langen Zeitraum anmelden, Gründe hierfür erstmal egal) anmelden und den Wunsch nach Teilzeit ab Oktober reinschreiben (soll für 20 - 30h / Woche) sein.

Allerdings ist noch nicht geklärt, ob ich eine Betreuung für die beiden Kleinen ab dem Zeitpunkt (bzw. wenn dann ab August) habe. Ich habe die beiden Kleinen in 6 KITA's vorangemeldet. Da ich jedoch gleich zwei U2-Plätze benötige, sagten mir bereits alle, dass sie für nichts garantieren können. Die Vergabe der Plätze erfolgt im Februar. Da muss ich ja meinen Antrag auf Elternzeit bereits eingereicht haben.

Was passiert, wenn ich angebe, ab Oktober Teilzeit arbeiten zu wollen, und das dann aufgrund fehlender Betreuung nicht klappt? Kann ich dann von meinem AG "verlangen", mich zu einem späteren Zeitpunkt in Teilzeit zu beschäftigen? Oder sitze ich dann unter Umständen die gesamten 5 Jahre der Elternzeit (weil angemeldet und bestätigt) zum mindest was meinen AG angeht zu Hause, und er muss mir nichts anbieten, weil ich zum angemeldeten Zeitpunkt meinen Vertrag nicht erfüllen konnte?

Hier noch kurz ein paar Erklärungen, warum ich mich für o.g. Zeiten / Zeiträume entschieden habe; vielleicht möchtet ihr das ein oder andere hiervon auch für mich kommentieren, vielleicht habe ich ja was entscheidendes vergessen zu beachten.

- Elterngeld würde ich für mich für insgesamt 11 Monate beantragen (3 der Vater des jüngsten Kindes). Ich müsste aber spätestens ab Oktober wieder Teilzeit arbeiten, weil ich sonst gar keinen Anspruch auf die KITA-Plätze ab August (einziges Aufnahmedatum hier) habe. Oktober kann ich gerade noch so mit der Einschulung des Großen und der Eingewöhnung der beiden kleinen rechtfertigen.

- Ich arbeite in einem sehr großen Konzern. Jedoch ist die Zukunft der Tochtergesellschaft in der ich eigentlich vollzeit beschäftigt bin, extrem ungewiss. Es könnte sein, dass diese in den nächsten Jahren geschlossen oder verkauft wird. Noch habe ich die Möglichkeit (weil per Betriebsvereinbarung festgelegt) 5 Jahre Elternzeit zu nehmen. Diese Möglichkeit wird es (egal ob die Gesellschaft veräußert wird oder nicht) ab Mitte nächsten Jahres nicht mehr geben. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, die 5 Jahre gleich zu beantragen und den Teilzeitwunsch für die gesamten Jahre anzugeben. Ich bin mir sicher, dass ich in den gesamten Jahren nicht mehr als 30h / pro Woche arbeiten kann / möchte. So könnte ich über den längst möglichen Zeitraum nochmal einen gewissen Kündigungsschutz genießen (Konzern ansich bleibt bestehen).

Ich danke allen, die den gesamten Beitrag gelesen haben und würde mich über Tips eurerseits sehr freuen.

LG
ploetschi

Beitrag von zwillinge2005 - 18.11.11 - 14:29 Uhr

Hallo,

Dein Plan hört sich doch super an. Für zwei Kinder lohnt sich doch auch der Gedanke an Tagemutter/Kinderfrau. Du bist frühzeitig dran mit der Planung. Ich hoffe, dass Jugendamt ist informiert und kann Dich bei der Suche nach einer TM unterstützen. Die Kosten bleiben für Dich übrigends identisch, ob TM oder Kita! Falls alles über das Jugendamt läuft.

LG, Andrea

Beitrag von ploetschi - 18.11.11 - 17:54 Uhr

Hi,

ich weiß, dass die Kosten für KITA und / oder Tagesmutter hier identisch sind.

Allerdings wäre mir ein KITA-Platz lieber.

Hauptsache ist allerdings, dass ich im Notfall eben nicht "dumm" dastehe, sondern dann im Zweifelsfall ein paar Monate später in Teilzeit einsteigen kann.

LG
ploetschi

Beitrag von jurbs - 18.11.11 - 19:00 Uhr

wie kommt Du auf die Idee, dass KiTa und Tagesmutter gleich kosten könnten?

hier kostet eine städtische KiTa ca 120 plus Verpflegung ... für 5 Tage/9h ... eine billige(!)Tagesmutter würde für den selbe Teitraum 225 euro plus Verpflegung kosten (jeweils für 1 Kind gedacht)

Beitrag von zwillinge2005 - 18.11.11 - 19:28 Uhr

Hallo "jurbs" (schrecklich - ich hoffe Du heisst nicht wirklich so....),

wie ich auf die "Idee" komme? Das ist keine Idee sondern eine Tatsache. Kann man aber durch einen Anruf bei der zuständigen Stelle im Jugendamt erfahren.

Gibt es bei "Euch" Festpreise? Bei "Uns" sind die Elternbeiträge einkommensabhängig. Bei "Euch" nicht? 120,- Euro ist superbillig!

Und eine "billige" Tagesmutter hört sich auch nach minderwertiger Betreuungsqualität an.....

Hier gibt es vom Jugendamt unterstützte Tagesmutter nur mit "Zertiikat". 225 Euro,- kann doch auch nur der Elterzuschuss sein, oder?

LG, Andrea

Beitrag von jurbs - 18.11.11 - 20:31 Uhr

da sieht man wie regional unterschiedlich das ist ...

hier (Stuttgart) gibt es eine städtische Gebührenordnung, die ist "fast" unabhängig vom Einkommen - wenn man die Familiencard bekommt wirds etwas billiger (die hat man wenn man unter 60.000 im Jahr verdient) -ohne kostets (hab noch mal nachgeschaut) für 1 Kind € 167 plus Essensgeld (ca €60)

nach der Ordnung rechnen auch die kirchlichen KiTas ab ...

die durchschnittlichen privaten kosten 196 plus Essensgeld, ca €270 ... die ganz teuren auch mal €980

Waldorf kostet €380

Elterninitativen variieren zwischen €120 und 500

bei den Tagesmüttern isses so, dass der Elternbeitrag (und nur davon schreib ich hier) über die Tagesmutterbörse oder die Caritas (auf die verweist das Jugendamt) im billigsten Fall €5 die Stunde bekommt. da erkennst Du, dass ich mich verrechnet hab vorhin = €900/Monat bei 9h am Tag!
es gibt aber auch Tagesmütter, die €7,5 die Stunde bekommen oder mehr (wenn sie nen Garten haben, Kinderstühle haben, Ausflüge machen, was weiß ich ...)

demnach sind durchschnittliche Tagesmütter deutlich teurer als durchschnittliche KiTas ... bin immer irritiert, dass das woanders unproblematischer oder anders bezüglich der Bezahlung sind ...

schön, dass es woanders lockerer ist #pro

PS -klar heiße ich jurbs ... mit meinem Nickname #schein

Beitrag von wind-prinzessin - 19.11.11 - 15:13 Uhr

Ich hab echt Schwein! Wir haben die beste TaMu, die ich mir vorstellen kann. Sie kann super mit Kindern umgehen, ist menschlich überhaupt ein Segen für diese Welt UND sie hat einen großen Garten (übertrieben gesagt: ein halbes Kuhkaff an Garten!). Der Garten ist gespickt mit Schaukel, Sandkasten, Rutsche usw. Sie kocht frisch für die Kinder (das mussten wir bisher noch NIE zahlen!) UND: Sie kostet nur 2,70 pro Stunde. Wenn beide Eltern zeitgleich arbeiten, zahlt das JA nen Zuschuss und man zahlt nur noch 90 Cent pro Stunde drauf. Kann man das toppen? :-)

Beitrag von jetteraake - 21.11.11 - 01:00 Uhr

Hi,
freu dich für die Tagesmutter die es zu solchen Preisen macht!

Hab das ganze bei 4,- € die Stunden nach einem knappen Jahr wieder aufgegeben, weil sich der Aufwand für die buchhalterischen Sachen nicht wirklich rechnet. (ich betreue ja nicht nur die Kinder, sondern muss auch noch gescheid abrechnen und bei der Steuer alles korrekt angeben, Versicherungen für jedes einzeln bei mir betreute Kind abschließen etc.)
Muss allerdings dazu sagen, dass ich Erzieherin bin und in einer Kita einen deutlich anderen Stundenlohn verdien.
Hier ist es ganz selten so das der vom Jugendamt gezahlte Beitrag mit ca 400 (bei einer Vollzeitbetreuuung mit 40 wochenstunden) akzeptiert wird, meist müssen die Eltern noch etwas drauflegen, bzw. häufig zahlt das JA gar keine Unterstützung da es einkommensabhänig ist.

Zum Glück sind bei uns Kita und Krippenplätze nicht so rar - dementsprechend hat man da gute Chancen etwas zu bekommen.

LG Jette

Beitrag von susannea - 18.11.11 - 17:09 Uhr

Die einzige "Dummheit" meiner Meinung nach, ist der Verzicht auf die Teilzeitstelle ab Dezember, denn damit geht dir doch einiges an AG-Zuschuß zum Mutterschaftsgeld verloren.

Ansonsten klingt der Plan gut. NAch dem BEEG hast du ja die Möglichkeit jederzeit deine Stundenzahl zu verringern mit einem gewissen Vorlauf, d.h. das müsste auch auf 0 Stunden zu reduzieren gehen.

Wenn du das ganze formlos machen sollst, dann schreib einfach voraussichtlich ab xxx rein, dann hast du alle Optionen offen ;)

Beitrag von ploetschi - 18.11.11 - 17:53 Uhr

Hi,

der Verzicht auf die Teilzeitstelle bringt mir keine finanziellen Einbußen, da ich noch bis Februar Elterngeld für meinen Sohn beziehe (14 Monate weil alleinerziehend). Und das Elterngeld ist deutlich höher als das, was ich vom AG für Teilzeit bekommen würde.

LG
ploetschi