Hallo!
Meine beiden Söhne sind 3 Jahre und 16 Monate. Jetzt wo der Kleine mobiler geworden ist, wird der Große immer gemeiner zu ihm. Der Kleine spielt ganz friedlich irgendwo und der Große geht einfach zu ihm hin und kneift ihn in die Wangen, schubst ihn einfach um oder beißt ihn in die Hand und so geht es ständig. Ich bin echt ratlos, weiss nicht was ich machen soll. Ich habe ihm schon so oft im ruhigen Ton erklärt, dass es ihm weh tut und er es nicht machen soll. Er sagt dann, dass er es verstanden hat, geht sogar zu seinem kleinen Bruder und drückt ihn und sagt, dass er ihn ganz doll lieb hat und 5 Min später fängt es schon wieder an
Habt ihr einen Rat für mich?
LG Alex
Geschwistereifersucht???
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Beitrag von alex.2101 - 18.11.11 - 22:05 Uhr
Beitrag von luluhaben - 19.11.11 - 05:43 Uhr
Schönen guten morgen:)
Ja, willkommen im Leben, so in der Art ist es bei uns auch!
Die kleine wird zwar nicht ins Gesicht gebissen, aber auch ständig mal getriezt:)
Immer wenn ich nich dabei bin, habe es auch schon heimlich über den Autospiegel beobachtet!
Einen Tipp kann ich dir da leider nicht geben, nur ein "du bist nicht allein":)
Wir handhaben es so, das wir akribisch darauf achten, das die Kinder immer so gut es geht gleich behandelt werden!
Ich HOFFE das vergeht wieder... Wie ist es bei euch mit dem grossen und dem Kindergarten? Macht er das irgendwelche Auffälligkeiten?
Liebe Grüsse Gaby
Beitrag von widowwadman - 19.11.11 - 13:09 Uhr
Nur im ruhigen Ton erklaert, oder vielleicht auch mal was schaerfer? Ich mein ja nicht, dass man ein Kind gleich anbruellen muss, aber wenn man zu sanft ist im Ton, und sofort alles wieder gut ist, dann sinkt die message dass er sich falsch verhalten hat auch nicht ein.
Meine Tochter kneift ihre kleine Schwester zwar nicht, aber ist ab und zu grob weil sie vergisst dass die Kleine halt noch nicht so stabil ist wie ein gleichaltriges Kind - wenn sie das macht, sagen wir scharf "Nein", fordern sie auf sich zu entschuldigen - es ist dabei voellig egal ob es Absicht war oder ein Versehen, wenn man jemand anderem weh tut, muss man sich entschuldigen, und ggfs wird sie auch aus der Situation entfernt.
Beitrag von marion2 - 19.11.11 - 14:01 Uhr
Hallo,
in ruhigem Ton? In ruhigem Ton kannst du ihm erklären, wie er sich ein Brot schmiert.
Gruß Marion
Beitrag von dingens - 20.11.11 - 15:39 Uhr
Was willst du damit sagen?
Manche Kinder reagieren eben primär darauf, wenn man es in ruhigem Ton sagt. Anbrüllen oder schärferer Tonfall bringen meines Erachtens wenig- bei meinem Sohn würde das im einen Ohr reingehen und im anderen wieder raus.
Oder wie handhabst du das?
Beitrag von marion2 - 20.11.11 - 17:32 Uhr
Ich ändere meinen Tonfall.
Beitrag von dingens - 20.11.11 - 18:48 Uhr
Wenn das bei dir hilft ist das ja wunderbar, bei mir fruchtet wenn überhaupt nur, wenn man ihn ernst nimmt und normal mit ihm redet.
Beitrag von widowwadman - 20.11.11 - 21:02 Uhr
Was hat ein scharfer Tonfall bei wiederholtem Fehlverhalten mit ernst nehmen zu tun? Man muss dem Kind ja auch zeigen dass man es ernst meint.
Beitrag von marion2 - 21.11.11 - 07:39 Uhr
Ich nehme meine Kinder immer ernst.
Wenn ich in normalem Tonfall zu meinen Kindern sagen würde: "Steckt doch bitte die Küche nicht an" würden sie mir freudig demonstrieren, dass sie die Kerze auch ohne mich anbekommen.
Beitrag von silencio - 21.11.11 - 10:48 Uhr
Hallo Alex,
willkommen im Club kann ich da nur sagen.
Meine Jungs sind knapp 3 und knapp 1,5 Jahre und hier fliegen oft die Fetzten.
Und der Große ist oft gemein zum Kleinen ja. Aber der Kleine weiß auch durchaus, wie er dem Großen die Schuld in die Schuhe schieben kann. Da tun sich oft Geschwister gegenseitig nicht viel.
Der Grund ist denke ich eine grundlegende Unsicherheit (unser Großer will auch immer wieder Baby sein) und Angst, dass wir den Kleinen lieber haben.
Was in meinen Augen langfristig hilft:
- beide Kids gleich behandeln (sowohl in Streitsituationen, als auch in Sachen Aufmerksamkeit oder Kuscheln)
- Freiräume für beide schaffen (ohne Geschwist)
- Klare Grenzen bei Spielzeug schaffen (jeder hat eigenes und es gibt gemeinsames Spielzeug)
- Rückzugsmöglichkeiten gerade für das große Geschwist bieten (wenn diese mal allein spielen wollen)
- viel Geduld haben, gerade wenn beide gleichzeitig in der Trotzphase sind (haben wir aktuell)
- niemals beide vergleichen und dem einen Bruder den anderen und seine "Tugenden" vorhalten
- gerade den Großen in der Phase der Selbstständigkeit bestärken und Rückfälle in Babyverhalten mit Gelassenheit hinnehmen (ich weiß dass das schwer ist, wir haben aktuell damit zu kämpfen)
Ich versuche mich möglichst daran zu halten, aber auch ich stoße oft an Grenzen und werde laut und ab und an unfair. Auch das gehört dazu. Mütter/Eltern sind auch nur Menschen und kein Elternteil kann mir erzählen, dass ihm nicht schon mal die Geduld abhanden gekommen ist.
Kopf hoch, das gehört zum Geschwisterdasein dazu.
LG silencio
