außerordentliches Kündigungsrecht - bei Pflegefall -> Todesfall?

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Beitrag von gbmaintal 19.11.11 - 18:12 Uhr

Hallo

wollte mal kurz fragen, bevor wir Montag bei der Hausverwaltung anrufen, ob da jemand evtl was weiß.

Gibt es die Möglichkeit bei einem Pflegefall und anschließendem Todesfall ( Ärzte geben nur noch weniger Wochen zum Leben ) die Wohnung der betreffenden Person frühzeitiger kündigen zu können.
Normale Kündigungsfrist wäre 1 Jahr, da schon 30 Jahre dort wohnend.

Die Person wird auf keinen Fall vom Krankenhaus in ihre Wohnung zurück können, sondern sofort ins Pfelgeheim bzw Sterbehospiz kommen in den nächsten 2 - 3 Wochen.

gerichtliche Bevollmächtigte wurde schon genehmigt für alle zu erledigende Belange der betreffenden Person.

Wäre dankbar wenn da jemand was zu schreiben könnte ob es evtl einen Weg gibt.

Herzliche und traurige Grüße

Gabi

Beitrag von danimaus110 19.11.11 - 19:09 Uhr

ich denke das kommt auf die hauswaltung an... aber ich weiß es nicht wirklich.
wir hatten letztes jahr einen fall in der familie.. mein schwager hatte einen tötlichen unfall..der vermieter wollte dennoch die miete für die weiteren monate.also wir haben da gekündigt..und die drei monate mußten noch gezahlt werden.

ich drück euch die daumen

Beitrag von tigaluna 19.11.11 - 19:18 Uhr

Welcher Kündigungszeitraum ist denn im Mietvertrag vorgesehen?

Ist dort kein Zeitraum vorgesehen, so gilt die 3-Monatige Kündigungsfrist.

Ist dort ein Zeitraum vorgegeben (gestaffelte Kündigungsfristen) so muss geprüft werden, ob diese nur vom Vermieter eingehalten werden müssen.

Ein Sonderkündigungsrecht ansich gibts wegen Todesfall leider nicht, da ist man auf die Kulanz des Vermieters angewiesen.

Beitrag von thyson 19.11.11 - 20:25 Uhr

Hallo Gabi,

wir mussten selbst im Todesfall die Kündigungsfrist letztes Jahr im August einhalten, wo Schwiegermutter verstorben ist. War eine große Wohnungsbaugesellschaft.

LG

Beitrag von sassi31 19.11.11 - 20:35 Uhr

Das ist auch richtig, sofern die Frist 3 Monate nicht überschreitet.

Wir haben den Fall auch gerade. Meine Mutter ist verstorben und wir können die Wohnung mit 3-Monats-Frist kündigen.

Beitrag von gbmaintal 19.11.11 - 20:47 Uhr

Hallo

ich danke euch für die Antworten. Uns geht es nur darum ob die eigentliche Kündigungsfrist von 12 Monaten eingehalten werden muss, die ja nach 30 Jahren wohnen dort besteht.

Die 3 Monate wären ja okay, das wäre nicht das Thema, aber 12 Monate wäre echt heftig.

Weiß da jemand was drüber?

GLG Gabi -> die jetzt arbeiten muss.

Beitrag von beth22 19.11.11 - 21:09 Uhr

steht das so in dem Mietvertrag? wenn da nichts weiter steht gelten die "normelen" Kündigungsfristen von 3 Monaten. egal wie lange man dort wohnt (bin mir aber nicht sicher).

LG
Sandra

Beitrag von sassi31 20.11.11 - 02:30 Uhr

Schau mal hier:

http://dejure.org/gesetze/BGB/564.html

Beitrag von zwiebelchen1977 19.11.11 - 21:26 Uhr

Hallo

Als mein Opa starb, haben wir sofort gekündigt. Da meine Oma ins Pflegeheim kam, musste die Wohnungsbaugesellschaft auf die Kündigungsfrist verzichten. Denn es war keiner da, der die Miete gezahlt hätte. Opas und Omas Rente gingen fürs Heim drauf.

Somit hatten sie"Pech"

Bianca

Beitrag von wasteline 20.11.11 - 00:52 Uhr

Das Mietrecht hatsich geändert. Für Mieter gilt nur eine 3 monatige Kündigungsfrist, egal wie lange das Mietverhältnis dauert.

Beitrag von sassi31 20.11.11 - 02:31 Uhr

Für Erben gibt es eine entsprechende Regelung im BGB.

http://dejure.org/gesetze/BGB/564.html