Wie jetzt alles regeln?

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Beitrag von ylou - 20.11.11 - 04:33 Uhr

Hallo,
ich bin grad dabei, mich von meinem Mann zu trennen. Wir haben ein Haus und eine 6 jährige Tochter.
Mein Mann arbeitet vollzeit, ich teilzeit.

Nun zu meiner Hauptfrage:
ich arbeite 80 Std./Monat aufgeteilt in 2 Nächte/Woche. Mein Arbeitsweg ist lang(60km eine Strecke).
Sobald wir uns räumlich getrennt haben, habe ich keine Möglichkeit mehr, das Kind über Nacht betreut zu wissen.

Darf ich meinen Teilzeitjob mangels Betreuung aufgeben und mir in der Nähe einen 400€ Job nehmen? Die Möglichkeit wäre nämlich gegeben, da ich meinen Nebenjob erstmal auf Eis gelegt habe, welchen ich aber jederzeit wieder aufnehmen könnte.

Dann droht mir mein Mann, das ich mir erst eine neue Bleibe suchen dürfte, sobald geklärt sei, was mit dem Haus geschieht.
Ich möchte, aufgrund der misslichen Immobiliennachfrage bei uns, das wir das Haus komplett vermieten (es ist ein Zweifamilienhaus, die Wohnung oben ist bereits vermietet).
Mein Mann stellt sich quer und will es unbedingt verkaufen, was allerdings nicht gut ausgehen wird.

Wie mach ich jetzt allgemein weiter? Welchen Schritt muss ich als nächstes tun? mein Mann will damit nix zu tun haben und stellt auf Stur.

Zum Anwalt hab ich mich noch nicht getraut, aus Angst vor den Kosten...

Oh man...Hilfeeee

Beitrag von jasmina66 - 20.11.11 - 06:28 Uhr

Guten Morgen Ylou,

erkundige dich doch mal beim Jugendamt und beim Arbeitsamt kannst du auch mal nachfragen.

Wenn keine Betreuung gewährleistet ist, dann kündige!!! Anders geht es doch nicht. Alleine kannst und darfst du ihn nicht lassen. Also hast du im Grunde genommen nur eine Möglichkeit.

Ein Anwalt ist erstmal unnötig.

LG

Jasmina

Beitrag von comapo - 20.11.11 - 11:54 Uhr

Vorsicht!

Der Job ist eheprägend, da kann man nicht einfach kündigen und als Ersatz vielleicht noch Unterhalt fordern. Da das Kind 6 Jahre alt ist, kann von der TO nach neuer Rechtsprechung eine Vollzeittätigkeit verlangt werden.

Ich würde also mit dem Ex nicht nur die Hausfrage klären, sondern ihn fragen, ob er in den Nachtschichten das Kind nimmt. Das sichert ihm ja auch zu, von Unterhaltsansprüchen Deinerseits freigehalten zu werden.

Wie gesagt, grundsätzlich besteht eine Unterhaltspflicht, aber eben für Dich auch die Dir in der Ehe bereits ausgeübte Erwerbstätigkeit weiter auszuüben.

Wie wäre es mit einem Mediatorentermin, indem ihr die Trennungsgrundlagen gemeinsam ausarbeitet? Grundsätzlich finde ich die Vermietungsidee gar nicht so schlecht, weil ihr vermutlich das Haus weit unter Preis verkaufen müsstet und mit Schulden raus geht.

Ihr könnt auch nach der Scheidung noch eine Vermietungs-GbR bleiben.

LG

Beitrag von ylou - 20.11.11 - 23:04 Uhr

Hallo Comapo,
danke für die Antwort. Mein Mann wird die Kleine nicht nehmen können, da seine Spätschicht, wie Frühschicht im Wechsel übergreifend ist, mit meinem Dienst.

D.H. ich muss abends um 19 Uhr los, er kommt in der Spätschicht erst um 23 Uhr nach Hause.
Ich bin morgens um kurz vor halb acht zu hause, er muss um 4 los zum Frühdienst.

Also keine Chance, das er sich drum kümmern kann.

Mit einem Mediatorentermin brauch ich meinem Mann nicht kommen, sowas ist ihm zu dämlich...musste ich mir damals auch nach der ersten Stunde Eheberatung anhören.

Er muss jetzt erstmal verdauen, was da überhaupt grad passiert. Reden kann ich im allgemeinen grad nicht mit ihm. Lässt er nicht zu...

LG

Beitrag von ylou - 20.11.11 - 23:07 Uhr

Hallo Jasmina,
danke, für die Antwort. Ich hab mich heute auch schon schlau gemacht. Also die Betreuung des Kindes muss gewährleistet sein. Sei es durch Tagesmutter oder durch beide Elternteile. Da ich sie nachts nicht unterbringen kann, hab ich das Recht, zu kündigen.
Da der andere Job allerdings weniger einbringt nehme ich halt auch weniger Unterhalt in Kauf...is ja klar.

LG