Tolle Geburtshausgeburt

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Beitrag von libe-berlin - 20.11.11 - 23:22 Uhr

So, hier ist unser ausführlicher Geburtsbericht. Viel Spaß beim lesen!
Unsere kleine Mia kam am 9.11.2011 mit 2930g und 50 cm gesund im Berliner Geburtshaus am Treptower Park zur Welt. Wir sind ganz stolz und glücklich!
Bereits am Montag Abend kündigte sich die Geburt langsam an (was mir zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht klar war). Ich spürte leichte Wehen, die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen kamen und ganz gut auszuhalten waren. Ich legte mich irgendwann ins Bett und konnte die Nacht auch ganz gut schlafen. Am nächsten Tag waren die Wehen immer noch da, ich dachte mir aber nichts dabei, wahrscheinlich weil sich diese Phase bei der Geburt meiner ersten Tochter Polly über drei Tage hingezogen hatte. Ich versuchte den Tag wie gewohnt zu managen, war mit dem Hund draußen, mit Polly einkaufen und auf dem Spielplatz, nebenbei immer wieder Wehen veratmend. Gegen Abend, als Polly im Bett war wurden die Wehen dann langsam regelmäßiger und auch stärker, waren aber noch auszuhalten. Gegen 22.00 Uhr beschlossen Benny und ich mal unsere Hebamme Caro darüber zu informieren. Sie empfahl mir ein warmes Bad zu nehmen, um zu sehen ob sich die Wehen dadurch verstärken würden. Nach einer halben Stunde in der Wanne waren die Wehen noch da und auch etwas stärker geworden. Caro fragte mich, ob ich schon ins Geburtshaus kommen wollte. Da ich aber immer noch nicht mit einer baldigen Geburt rechnete, beschloss ich noch etwas Zuhause zu bleiben. In der nächsten Zeit wurde es dann langsam „unangenehmer“ und wir beschlossen Pollys Opa zu wecken, der als Babysitter einspringen sollte. Er kam dann gegen 00.00 bei uns an (ich glaube er war aufgeregter als wir). Wir packten in aller Ruhe unsere letzten Sachen in die Geburtshaustasche und sagten Caro bescheid, dass wir doch kommen. Dann ging es also los.
Gottseidank hat sich meine Hoffnung auf einen nächtlichen Geburtsbeginn bewahrheitet, so dass die Straßen frei waren und wir nach ca. 10 Minuten im Geburtshaus ankamen (wie scheiße Wehen bei der Autofahrt sind, wusste ich noch vom letzten Mal). Caro hatte schon alles gemütlich gemacht mit Kerzenlicht und ruhiger Musik. Sie guckte mal nach dem Muttermund (3cm !!!, Oh da tut sich ja doch schon was, juhuu!) und schrieb ein CTG, während ich stehend an einen Schrank gelehnt die Wehen verarbeitete. Benny, der einen harten Arbeitstag hinter sich hatte machte derweil erstmal ein kleines Nickerchen im kuscheligen Bett (der hat Nerven). Nach ca. 2 Stunden Wehen veratmen und herumlaufen war der Muttermund bei 6 cm und Benny schlug mir vor ein Bad einzulassen, was ich gerne annahm. Langsam machte sich auch ein starker Druck nach unten bemerkbar. In der Wanne legte ich mich zuerst auf den Rücken, was ich dann aber als ziemlich unangenehm empfand und auch Caro empfahl mir eine aufrechte Position. Sie gab mir noch ein Paar Globuli in den Mund und schützte meinen Damm mit Kaffeesatz. Ich war gerade dabei eine gute Position zu finden und mich an Benny festzuhalten, da kam eine heftige Presswehe. Caro hechelte mir laut vor: „Uffuffuffuffuff“ und ich mit „Uffuffuffuff“. Da merkte ich es auf einmal flutschen und Mia wurde mit nur einer Wehe geboren. Ich war völlig benommen und konnte es gar nicht fassen, dass sie schon da war. Caro reichte sie mir unter Wasser zwischen meinen Beinen hindurch und nachdem ich die Nabelschnur von ihrem Hals gewickelt hatte, nahm ich sie aus dem Wasser und in meine Arme. Wir kuschelten uns dann ins Bett, wo Benny nach einiger Zeit die Nabelschnur durchschnitt und die Plazenta geboren wurde. Gegen 6.00 Uhr sind wir dann wieder nach Hause gefahren um unser erstes Frühstück zu viert im Bett zu genießen.
Ich habe übrigens nur 8 Minuten in der Wanne verbracht und außer einer leichten Schürfung keine Verletzungen davongetragen.

Beitrag von libe-berlin - 21.11.11 - 00:11 Uhr

Achso, es sie kam übrigens um 2.53 Uhr auf die Welt