Baby gestorben

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von miba23 - 20.11.11 - 23:55 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht ob ich hier richtig bin. Zu der Geschichte. Eine Freundin von mir hat vor 3 Wochen ihr Baby in der 38.SSW verloren. Es geschah ganz plötzlich. sie kam mit Wehen ins KH und hatte normal entbunden. Als sie sich wunderte warum sie ihr kleines Mädchen nicht hörte, sagten sie ihr das es gestorben ist und zwar schon wahrscheinlich 24std zuvor. Es war ein absolutes Wunschkind.

Meine eigentliche Frage ist nun, wie kann ich ihr helfen bzw was kann ich sagen. Ich überlege ständig und habe irgendwie Angst die falschen Worte zu erwischen. Unsere Kinder gehen zusammen in den KIGA, da treffen wir bald wieder aufeinander.

Lieben Dank für alle Tipps und Hilfen.

lg miba

Beitrag von 5678901234 - 21.11.11 - 07:22 Uhr

hallo miba,

das tut mir leid. vielleicht brauchst du gar nichts sagen, sondern nimmst sie einfach in den arm!?

aber eins wundert mich bzw. stimmt an der geschichte nicht: wenn jemand mit wehen ins KH kommt, ganz normal zur entbindung. da gebärt man doch nicht sein kind was 24 stunden zuvor schon gestorben sein soll und keiner merkt vorher was!
das erste was die im KH machen sind CTG`s. und da sollte man sich doch schon über die fehlenden herztöne gesorgt haben?!

vg

Beitrag von binnurich - 21.11.11 - 08:35 Uhr

ja, das wundert mich auch.

irgendwas stimmt da nicht, da sollte man noch mal genauer hinhören - nicht unbedingt bohrend nachfragen, aber hinhören

Beitrag von siomi - 21.11.11 - 08:50 Uhr

Das dachte ich auch.

Beitrag von tragemama0709 - 21.11.11 - 09:31 Uhr

Hallo,

vielleicht haben sie einen Fehler gemacht und wollen es jetzt nicht zugeben und erzählen das das Kind schon länger tot war.

Oder leben sie in einem anderen Land?

Aber auch als Mutter sieht man auf dem CTG wenn keine Herztöne da sind und keine Bewegungen

Beitrag von einafets21wef - 21.11.11 - 14:28 Uhr

Hallo an alle,
also wer nicht weiß wie es ist, dam sage ich das jetzt mal ganz deutlich,
ich habe auch letztes Jahr meinen kleinen Konrad Tot auf die Welt gebracht, dazu muss ich sagen, dass ich mit Wehen in 2 Minuten Abständen erst in die Klinik bin, und dass mehr als eine Untersuchung das der Muttermund auf ist nichts gemacht wurde CTG oder Ultraschall kann ich nur sagen, wenn es schnell geht, ist dafür keine Zeit, mir sagte man das mein kleiner in der Nacht 3 Uhr verstorben wäre, geboren wurde er 9 Uhr,
also nicht behaupten das die Geschichte nicht stimmt ist für Beteiligt nicht toll

Beitrag von tragemama0709 - 21.11.11 - 14:34 Uhr

HAllo

dann ist bei dir auch was falsch gelaufen.

CTG muss immer gemacht werden ausser die Mutter möchte es nicht.

Und wenn für CTG keine Zeit mehr ist muss per Hörrohr kontrolliert werden ob Herztöne da sind

Beitrag von einafets21wef - 21.11.11 - 14:54 Uhr

Naja da kann man jetzt rumdiskutieren wie man will, aber nicht bin da anderer Meinung.

Beitrag von liebelain - 21.11.11 - 15:14 Uhr

Es tut mir außerordentlich leid für Dich und die Freundin der TE, dass Ihr diese grauenhafte Erfahrung machen musstet. Dass der Tag, der der schönste im Leben werden soll, zum schlimmsten aller Alpträume mutiert, wünsche ich wirklich niemandem. Kaum vorstellbar, wie man einen derartigen Schicksalsschlag verarbeiten kann. Mein aufrichtiges Mitgefühl.

Beitrag von 5678901234 - 21.11.11 - 17:16 Uhr

das tut mir leid für dich, aber die mehrheit der bevölkerung fährt nicht erst kurz vor der niederkunft ins KH.

die meisten fahren eher zu früh und zu oft als zu spät.

also fühl dir da mal nicht auf den schlips getreten.

alles gute

Beitrag von einafets21wef - 21.11.11 - 18:37 Uhr

so nochmal ich,

ja das mag stimmen, aber bei mir fingen die wehen um 7:45 merkbar ein, davor have ich nichts gemerkt, und dann hatten wir auch noch 20 min zu fahren, also nichts mit zu spät losfahren, mein erster sohn kam innerhalb von einer dreiviertel stunde, und das zweite innerhalb von 5 min nach blasensprung

Beitrag von esprit0815 - 21.11.11 - 23:11 Uhr

Nicht aufregen, meine zweite Tochter hatte es auch eilig und so wurden aus alle 10 min schlagartig alle 2 min Wehen als wir auf dem Weg ins Kh waren. Dort angekommen schaffte ich es noch in den Kreissaal und nach ca. 15 min war sie da, also daher.

Da steckt man einfach nicht drinnen!

Beitrag von binnurich - 21.11.11 - 08:37 Uhr

ich glaube auch, es brauch nicht unbedingt Worte sondern das aufmerksame Angebot da zu sein.
Aufmerksam deshalb, weil es auch sein kann, dass die Mutter lieber Ruhe haben möchte. Sie sollte aber wissen, da du da ist, wenn sie dich braucht.

Vermutlich braucht sie jemanden zum Reden und will in den Arm gernommen werden. Aber auch dabei gilt: da sein und schauen, wo die individuellen Bedürfnisse des anderen liegen

Beitrag von winter2010 - 21.11.11 - 11:30 Uhr

Hallo,

meine beste Freundin wir kennen uns schon seit 20 Jahren hat ihr Baby während der Geburt verloren. Damals wurden die Herztöne schlechter, man machte noch einen Not- KS aber der Kleine war leider schon verstorben. Es hat einfach alles zu lange gedauert :-(. Meiner Freundin hat damals sehr geholfen, das wir viel über ihren Maximilian sprachen, wir haben uns stundenlang das Bild von ihm angesehen. Über die Schwangerschaft gesprochen, mit ihr zusammen geweint und sie unterstützt bei der Beerdigung.

Beitrag von miba23 - 21.11.11 - 21:08 Uhr

Danke für eure Antworten. Den 100%igen werdegang weiß ich nicht mehr. Das war alles bisl viel als ich das erfahren habe und ich wollte ehrlich gesagt nicht nachbohren in dem Moment. Die fragen kamen bei mir auch erst später auf.

Ich weiß nur noch das sie es am Tag zuvor noch spürte und am nächsten Tag mit Wehen rein fuhr zum entbinden, aber das Baby wohl in der Nacht verstarb. Vielleicht war die Angabe mit 24h zu weit ausgedehnt von mir. Sorry.

Beitrag von melle_20 - 23.11.11 - 13:47 Uhr

am besten garnicht viel sagen...Eine umarmung sagt mehr wie tausend worte....

Meiner Freundin ist genau das selbe passiert...

Sie wollte keinen hören/sehen...Ihr Mann rief mich dann nach 5 Tagen an und sagte : MACH WAS ICH KANN NICHT MEHR...

Ich bin hin gefahren und hab erstmal ihren Mann ganz feste in den Arm genommen und wir haben zusammen geweint....

Dann bin ich zu ihr...Sie machte mir ( obwohl ich es nicht dachte) die Tür auf...Sah mich an und fing sofort an zu weinen....

Sei einfach für sie da...wenn sie dich braucht...Biete ihr deine Hilfe an...

Ich hab die grosse von meiner Freundin dann erstmal in den KiGa gebracht und geholt dass sie nicht gleich da hin muss...Wir waren viel bei ihr ( auch mein kleiner mit damals noch keinen 2 jahren) es tat ihr gut...

Wie gesagt eine umarmung ist mehr wert wie 1000 worte

Beitrag von miba23 - 24.11.11 - 19:23 Uhr

Vielen lieben Dank für die netten worte und die Hilfe

Beitrag von sternchen26711 - 30.11.11 - 01:25 Uhr

#kerze#kerze

Hallo,

ich finde es erstmal sehr gut von dir, dass du dir Ratschläge holst!!! Das ist bei vielen nicht selbstverständlich. Viele meiden leider den Kontakt mit Sterneneltern, aus Angst etwas falsches zu sagen.

Im Juli ist meine Tochter direkt nach der Geburt gestorben. Ich kann hier nur von meiner Erfahrung sprechen. Jeder trauert anders, und zu jedem Tag auch anders! Vorallem aber auch trauern die meisten Männer wieder anders. Als Frau müssen viele das erstmal akzeptieren und respektieren. Mir hat es geholfen, etwas über die Trauerverarbeitung bei Männern zu lesen.

Sei einfach immer für sie da und wenn sie möchte, höre dir geduldig ihre Geschichte auch zum 1000. mal an. Dadurch leben unsere Sternchen weiter, durch die Erinnerungen die wir haben. Es ist schwierig immer den passenden Weg zu finden, manchmal will man nur in Ruhe gelassen werden und manchmal möchte man nur immer wieder seine Geschichte erzählen. Manche Tage gehen erstaunlich gut, an anderen reißt es wieder einen ganz tief zu Boden. Gib ihr das Gefühl, dass du immer für sie da bist. Vielleicht helfen kleine Rituale, wie eine Kerze verziehren und anzünden. Oder vielleicht kannst du ihr ein Buch über Sternenkinder (Berichte von anderen Sterneneltern, Ratschläge über Trauerbewältigung bzgl. Todgeburt) schenken. Die Bücher haben mir wirklich mit am meisten geholfen. Zu wissen, dass man nicht alleine ist. Aber auch für Angehörige und Freunde eignen sich die Bücher, um sich in die Gefühlswelt der Sterneneltern reinzuversetzen. Mir taten die Worte: "Dann wirst du einfach schnell wieder schwanger" oder "das Kind war ja noch nicht am Leben" etc. immer sehr weh. Unsere Sternchen gehören fest zu unserem Leben, egal ob sie im Mutterleib verstorben sind, kurz nach der Geburt oder erst Jahre später.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Wie gesagt, dass sich nur meine Erfahrungen. Jeder trauert ja auch anders.

Ich wünsche dir und der Familie vom ganzen Herzen ganz viel Kraft und Zuversicht.

Ganz LG mit Hanna im Herzen. #stern

Beitrag von miba23 - 30.11.11 - 18:50 Uhr

Vielen lieben Dank für deine Antwort. Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft. So ein erlebnis kann man sich selbst gar nicht vorstellen und es hat mich als "aussenstehende" schon sehr mitgenommen.

#liebdrueck