erst Mal Guten Morgen alle zusammen
Unsere Tochter Johanna wurde im August drei Jahre alt. Sie ist ein wahnsinnger Wirbelwind, der kaum still sitzen kann. Alles was sie anfängt, unterbricht sie wieder, weil sie einfach nicht still sitzen kann. Oder sie macht während dessen 100
Tausend andere Sachen. Da hilft auch kein schimpfen oder das Spiel, das man gerade gespielt hat, dann weg räumen, denn sie sucht sich einfach eine andere Beschäftigung.
Auch im Kindergarten wurde das Thema schon angesprochen, dass sie sich, wenn zu viel um sie herum passiert und interessant ist, sich nicht konzentrieren kann und abschweift.
Im Gegenzug dazu ist sie in anderen Bereichen wahnsinnig fit.
Sie unterscheidet Farbnouancen (hellblau, dunkelgrün, etc.) seit sie etwa 2,5 ist. Sie zählt bis 30, kann sich die kleinsten Sachen merken, spielt mit uns Mensch-Ärgere-Dich-Nicht und kann schon am Würfelbilf erkennen, welche Zahl gewürfelt wurde ohne die Punkte zu zählen.
Soweit so gut, jetzt aber fängt sie an, dass sie sich für Zahlen und Buchstaben interessiert. Sie kommt immerwieder und fragt, ob ich ihr dieses oder jenes Wort aufschreiben kann und sie schreibt es dann ab (natürlich nicht fehlerfrei!). Sie macht ihr eigenes "Laufdiktat", gestern lag eine Zeitung auf dem Tisch, auf dem Titelblatt das Wort AUTO, sie läuft hin schaut sich das A an, läuft zu ihrem Maltisch, schreibt ein A, zurück zur Zeitunf U, wieder zum Maltisch, usw.
Auch frägt sie immer wenn wir Bücher lesen, was heißt dieses Wort, was ist das für ein Buchstabe. Auch fallen ihr "Fehler" auf, wie z.B. Das ist ein großes "I"...Nein Mama, das ist doch ein "l"(kleines L)...
Auf Verpackungen sucht sie immer nach Zahlen und zeigt sie mir immer ganz stolz...
Nur meine Frage ist, wie fördere ich sie richtig. Ihr macht das alles wahnsinnig Spaß (auch wenn ich es manchmal schon etwas unheimlich finde).
Zu Weihnachten steht jetzt die Überlegung an, dass wir ihr Spiele besorgen, bei denen es um Zahlen und Buchstaben geht- aber ist das nicht etwas zu früh???? Nur was schenken wir sonst, das ist momentan das einzigste für was sie sich wirklich interessiert...
Wir gehen regelmäßig ins Kinderturnen,täglich an die frische Luft und war auch schon eine Kindergartenfreundin bei ihr zu Hause (Soziale Kontakte sind also da), allerdings tut sie sich einfach etwas schwer mit gleichaltrigen, wenn die dann "noch kein" Mensch-Ärgere-Dich-Nicht spielen können und alles andere wird ihr dann zu schnell zu langweilig.
Wir haben das Thema auch schon beim Kindearzt angesprochen. Aber eine wirkliche Hilfe war das Gespräch auch nicht, lediglich "Kinder die kognitiv sehtr weit sind, brauchen ihren Ausgleich, wissen nicht wohin mit ihrem wissen und sind deswegen sehr aktiv und zappelig. Auf ADS oder ähnliches kann man aber erst in 1-2 Jahre testen"...
Toll, ich möchte mein Kind auch erstmal auf nichts testen, sondern wissen, wie ich sie fördern kann, ohne sie zu überfordern..
Ich hoffe ihr habt mir ein paar Tipps. Hab schon gelesen, dass es Mamis gibt, die auch so fite Kinder daheim haben, wie handhabt ihr das?
für das viele 

Liebe grüße Ronja mit Johanna an der Hand und
17+1
Wie fördere ich eine 3 jährige, die ihrem Alter vorraus ist?
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Beitrag von sommersprossenmaus87 - 21.11.11 - 09:42 Uhr
Beitrag von thea21 - 21.11.11 - 09:56 Uhr
Mein Rat: Lass alles so wie es ist und mach genau DAS mit ihr was sie verlangt. Will sie rechnen, dann rechne mit ihr. Will sie ein A schreiben, schreib ein A mit ihr!
Mehr? Nein!
Mir wird seit geraumer Zeit gesagt meine tochter sei ein wahnsinnig kluges und sehr weit entwickeltes Kind.
Ja, das ist sie. sie diskuttiert nicht, nein, sie debattiert und schlussfolgert, das man denken könnte, da stünde eine 8 jährige vor einem. Weiterhin ist sie sprachlich sehr weit und in all dem, was man können muss, wenn man ein Schulkind sein will.
Was allerdings (Und das ist sehr oft so) hinten an steht ist ihre Frustrationsgrenze. Die ist sehr gering. Auch das soziale Miteinander, das muss sie erst üben. Geduld, das Miteinander und nicht "Alle mir hinterher"....all das lernt sie und muss sie weiterhin verstärkt lernen.
Ich lasse ihr wahnsinnig viel Raum, erkläre ihr sehr viel, unternehme sehr viel mit ihr, aber "förder" nur das, was sie selbst einfordert.
Ich schreibe nicht mit ihr, wenn sie mir sagt: Lass uns schreiben.
Ich rechne nicht mit ihr, wenn sie mir sagt: Lass uns rechnen.
All das machen wir nur, wenn sie konkret wird.
Beitrag von mondbaer - 21.11.11 - 09:56 Uhr
Ich finde, deine Motte ist schon sehr fit, aber besonders fördern braucht ihr sie nicht!
Sie tut es doch selbst schon in dem Maße, in dem es ihr gut tut!
Spezielle Spiele fürs Buchstabieren ect. könnt ihr ja schenken, aber vielleicht macht es ihr gerad so einen Spaß, sich selbst Wörter aus Zeitungen abzumalen, dass sie gar kein Spiel brauch!
Schau dir noch mal den Mini-Lük Kasten an, vielleicht ist der was für euch! Dabei lernen die Mäuse auch ganz gut, sich zu konzentrieren.
Meine Maus spielt auch mit einigen Dingen gleichzeitig und ist ein Wirbelwind, das ist doch normal. Allerdings klappt es immer besser, dass sie sich nur mit einer Sache beschäftigt- beim backen, kneten und ein paar Spielen.
Wenn deine Tochter während eines "Mensch-ärger-dich-nicht" Spiels ruhig sitzen bleiben kann, wird sie sicher keine Erkrankung haben, testen lassen würde ich nix, nur weil sie Feuer im Hintern hat!
Meine Tochter kann sehr lange ruhig sitzen, wenn ich ihr Bücher vorlese, und die Länge der Geschichten dehne ich einfach immer weiter aus- so hat sie am Tage auch mal öfter eine Pause für ihre Beinchen!
Ich spiele auch gern sehr viel mit meiner Tochter was sie will und versuche auch, ihren Wissensdurst zu stillen (geht aber in eine andere Richtung als bei deiner Tochter), allerdings versuche ich genauso oft, sie zu dem zu motivieren, was sie NICHT so gut kann- eben diesen Ausgleich zu schaffen!
Das klappt sehr gut und ich bin froh, dass alles nicht so einseitig wird, sonst würde sie 12 Stunden am Tag nur Rollenspiele spielen wollen (hat eine wahnsinnige Phantasie).
Vielleicht solltet ihr auch schauen, was sie nicht so gut kann und sie in der Richtung unterstützen! Denn wie gesagt- was ihr liegt (Buchstaben) fördert sie ja anscheinend ganz toll von allein!
Beitrag von enelya - 21.11.11 - 09:58 Uhr
Hallo,
ohne dir nahe treten zu wollen, aber meinst du nicht, dass das normal ist???
Junior (im Sept. 3 geworden) macht das alles ebenfalls und noch nie kam einer zu mir und meinte, er wäre anderen voraus. (er geht schon über 1 Jahr in den Kiga)
Er malt seit er etwa über 2 ist, kopffüssler. Er hat ALLE Farben innerhalb von 1 Woche 1 Woche vor seinem 2. Geb. gelernt und sofort gekonnt. Er liest ebenfalls seit mehren Wochen/wenigen Monaten die Würfelaugen richtig ab. Er kann alle Zahlen lesen (0-9) und sogar einige zweistellige. Er erkennt viele Buchstaben, hat gestern allerdings "erst" das 1. Mal versucht seinen Namen zu schreiben (4 Buchstaben). Er spielt seit 1 Jahr UNO, Mensch-Ärgere-Dich spielt er ebenfalls seit einigen Monaten.
Ich empfinde das noch alles als normal.
Aber um deine eigentliche Frage zu beantworten:
Klar, kauf ein Spiel, was sich mit Zahlen und Buchstaben beschäftigt. Sie mag es doch.
Wir haben z.B. zwei große Bodenpuzzle mit Zahlen und Buchstaben. Findet Junior toll!
LG,
Enelya
Beitrag von sommersprossenmaus87 - 22.11.11 - 11:58 Uhr
Danke für deine liebe Antwort
Sorry, mein Text kam wohl etwas falsch rüber. Normal finde ich das natürlich schon, sie ist halt fit und hat ihre interessen. Laut Kinderarzt ist sie aber ihrem Alter etwas vorraus. Nichts was auf hochintelligenz oder ähnliches hindeuten würde- aber das habe ich auch nie behauptet oder mir gewünscht.
Meine Frage war einfach, wie ich das im Alltag unterbringe ohne sie bewusst zu über oder unterforndern.
Unser Kinderartz war der Ansicht, dass wenn sie während einer Beschäftigung eine andere anfängt wir sie lassen sollen- womit ich mich ein bisschen schwierig tue, da ich denke, was man anfängt wird auch zu ende gebracht.
ICh wollte nicht rüberkommen, als hätte ich ein Kind was so übermäßig hochinteliggent ist. sorry, das war keine absicht
Liebe Grüße
Beitrag von sussisorglos - 21.11.11 - 10:25 Uhr
Guten Morgen,
ohne dir nahe treten zu wollen, ich halte es nicht für sehr außergewöhnlich. Kinder sind generell heute viel weiter.
Was ich wichtig finde ist, dass ein Kind auch in der Lage ist, sich mit sich selber zu beschäftigen, das wäre mein Rat an dich, da anzusetzen. Ein sehr intelligenter Mensch hat mir vor einiger Zeit den Rat gegeben, dass mein Kind auch Langeweile aushalten sollte, denn nur aus der Langeweile kann Kreativität entstehen. Ich finde, das ist ein sehr interessanter Ansatzpunkt.
Ansonsten denke ich, dass ihr mit euer Beschäftigung mit Johanne genug fördert. Den Gedanken an ADS würde ich auch schnell verwerfen.... nicht alle Kinder, die nicht einer Norm entsprechen bedürfen einer Therapie oder Behandlung, das geht für mich eindeutig in die falsche Richtung.
LG sussisorglos
Beitrag von mysterya - 21.11.11 - 10:33 Uhr
Meine wurde auch im August 3 Jahre alt, kann auch soweit zählen, malt auch Buchstaben ab und hellgrün und dunkelgrün kann sie auch unterscheiden, Gesellschaftsspiele sind ebenfalls total angesagt. Ich würde sagen, dein Kind ist fit, klug und hat Spaß an Buchstaben, aber hochintelligent ist für mich dann auch wieder was anderes.
Letztes Wochenende kam uns ein Doktorantenpaar aus Bayern mit ihren 2-Jährigen besuchen, der Knirps war gerade 2 geworden, konnte weiter zählen als meine Tochter, und zählte mir gleich erstmal auf, was Berlin alles für Sehendswürdigkeiten (Brandenburger Tor, Fernsehturm etc. ) hat und zeigte sie mir dann an einem Plakat, als wir da spoantan dran vorbei liefen. Er schnatterte mir ein Ohr ab und wusste Dinge, von denen ich nicht wusste das gerade 2 gewordene sie wissen können. Bei so einem Kind würde ich von außergewöhnlicher Intelleigenz sprechen und der ist mit 2-Jährigem spielzeug natürlich unterfordert und braucht dann ganz andere Sachen.
Aber Gesellschaftsspiele, Buchstaben und Zahlenspiele gibts auch schon ab 3-4 und ich würde sagen, dass relativ viele Kinder das ein oder andere in dem Alter davon können, gerade weil mit Ende 2 das erste Regelverständnis einsetzt und logische Schlüsse viel umfassender gezogen werden können.
Ich würde ihr nicht lesen beibringen oder rechnen, es sei denn sie käme an und würde von selbst dieses und jenes Wort vorgelesen haben wollen oder so. Ich würde ihre Fragen danach beantworten, was sie konkret wissen will und ihr vielleicht zeigen, wie man den ein oder anderen Buchstaben zeichnet. Ich würde ihr vielleicht einfach Worte beibringen, wie Oma, Mama, Papa, ihren Namen... aber ansonsten würde ich nichts forcieren, was sie nicht unbedingt wissen will. Ich bin der Meinung, es ist wichtiger, dass ein Kind in dem Alter intensiv spielt, Fantasie, Logik, Kreativität, soziales Miteinander und Selbstständigkeit erlernt und nicht das sie das Schulbuchwissen vorweg nimmt. Ich messe diesem Wissen allgemein nicht die Bedeutung zu, die es leider Gottes in dieser Gesellschaft bekommt.
Alle Kinder, die ich durch meine Kita-Tätigkeit kannte, die früh lesen, weit zählen und rechnen können, hatten dafür meist irgendein gravierendes soziales oder motorisches Problem und langweilten sich dazu noch ab der Einschulung. Ich bin der Meinung, dass nichts die freie Kindheit und das freie Spiel ersetzt und das so einem Wissen nur Raum gegeben werden muss, wenn das Kind eine Frage dazu hat oder daran arbeitet sich einen Zusammenhang in diese Richtung zu erschließen. Ansonsten kann ich mir gut vorstellen, dass sie viele andere Dinge hat, die sie darüber hinaus gerne tut und die finde ich mindestens genauso wichtig z.B. Rollenspiel, basteln, toben und Klettern.
Wenn du dein Kind fördern willst, beantworte seine Fragen, lies ihm viel vor, bastel mit ihm kreativ, hör ihm zu, lass ihm Freiraum und viel Zeit zum spielen und die Welt entdecken. Etwas anderes finde ich, muss man nicht tun. Auch der 2 Jährige lernte nach Interesse und brachte sich das meiste durch Fragen und spielen (mit Spielzeug für ältere Kids) von selbst bei.
Beitrag von sommersprossenmaus87 - 22.11.11 - 12:02 Uhr
Sorry, mein Text kam wohl etwas falsch rüber. Normal finde ich das natürlich schon, sie ist halt fit und hat ihre interessen. Laut Kinderarzt ist sie aber ihrem Alter etwas vorraus. Nichts was auf hochintelligenz oder ähnliches hindeuten würde- aber das habe ich auch nie behauptet oder mir gewünscht.
Meine Frage war einfach, wie ich das im Alltag unterbringe ohne sie bewusst zu über oder unterforndern.
Unser Kinderartz war der Ansicht, dass wenn sie während einer Beschäftigung eine andere anfängt wir sie lassen sollen- womit ich mich ein bisschen schwierig tue, da ich denke, was man anfängt wird auch zu ende gebracht.
Wir bieten ihr alle Möglichkeiten an: toben (draußen, Schwiegereltern haben einen Obsthof da sind wir viel), basteln, etc....aber sie bleibt wirklich selten bei irgendetwas und bringt es dann zu ende. Und wie ich ja schon sagte, geht da meine Meinung und d ue des Kinderarztes etwas auseinander.
Ich wollte nicht rüberkommen, als hätte ich ein Kind was so übermäßig hochinteliggent ist. sorry, das war keine absicht, denn so wollte ich nicht da stehen: Als eine Mutter, die ihr Kind trimmt 
Liebe Grüße
Beitrag von juniorette - 21.11.11 - 12:23 Uhr
Hallo,
es ist ja schön, dass deine Tochter so wissbegierig ist und offensichtlich auch ein helles Köpfchen hat/ist (mwin Sohn war in dem Alter ähnlich drauf und hatte ähnliche Interessen wie deine Tochter).
Trotzdem würde ich mir nicht nur überlegen, wo ich sie in den Bereichen, in denen sie sowieso schon ihrem Alter voraus ist, fördern kann, sondern in erster Linie an ihren Defiziten arbeiten:
"Alles was sie anfängt, unterbricht sie wieder, weil sie einfach nicht still sitzen kann. Oder sie macht während dessen 100
Tausend andere Sachen. Da hilft auch kein schimpfen oder das Spiel, das man gerade gespielt hat, dann weg räumen, denn sie sucht sich einfach eine andere Beschäftigung."
Eine Sache anfangen, nicht zu Ende spielen und dann gleich was Neues anfangen - das ist nicht in Ordnung und das muss deine Tochter lernen.
Wenn sie einen starken Bewegungsdrang hat, dann sollte sie die Möglichkeit bekommen, diesen auszuleben.
Wenn sie Schwierigkeiten hat, sich eine ihrem Alter angemessene Zeit auf eine Sache zu konzentrieren, dann würde ich ihr Konzentrationsspiele besorgen (Mini-Lük wurde ja schon als Beispiel genannt).
"allerdings tut sie sich einfach etwas schwer mit gleichaltrigen, wenn die dann "noch kein" Mensch-Ärgere-Dich-Nicht spielen können und alles andere wird ihr dann zu schnell zu langweilig."
Es gibt genügend Beschäftigungen für 3- oder 4Jährige - wenn deine Tochter diese alle zu langweilig findet, finde ich das bedenklich. Mein Sohn konnte auch schon relativ früh Mensch-Ärgere-Dich-nicht, trotzdem konnte er sich immer noch an anderen Beschäftigungen mit anderen Kindern erfreuen.
"Wir haben das Thema auch schon beim Kindearzt angesprochen. "
Bei uns war es so, dass unser Kinderarzt (und der Kindergarten) uns Eltern auf die Intelligenz unseres Sohnes angesprochen hat. Bei dir wirkt es etwas so, als wenn du die Einzige bist, die ein ungewöhnlich intelligentes Kind siehst (nicht falsch verstehen - intelligent wirkt deine Tochter für eine 3Jährige auf jeden Fall, aber nicht beängstigend intelligent oder unterfordert).
"Zu Weihnachten steht jetzt die Überlegung an, dass wir ihr Spiele besorgen, bei denen es um Zahlen und Buchstaben geht- aber ist das nicht etwas zu früh???? Nur was schenken wir sonst, das ist momentan das einzigste für was sie sich wirklich interessiert.."
Was sollte denn großartig passieren, selbst wenn es "zu früh" wäre? Deine Tochter würde nach anfänglicher Begeisterung das Interesse daran verlieren und sich wieder dem Abmalen von Buchstaben aus Zeitungen zuwenden (bzw. ihrem anderen Spielzeug).
Mein Sohn hat zum 4.Geburtstag ein Rechenspiel für 6-8Jährige bekommen und von Anfang an beigestert damit gespielt.
"Ich hoffe ihr habt mir ein paar Tipps. Hab schon gelesen, dass es Mamis gibt, die auch so fite Kinder daheim haben, wie handhabt ihr das?"
Mein Sohn hat in dem Alter Bücher und Spiele mit dem Thema Buchstaben und Zahlen bekommen, so wie ich immer versuche seinen Interessen (auch den nicht-intellektuellen) gerecht zu werden.
Und ich würde auch eher die Erzieherinnen meines Sohnes fragen, wie ich die Interessen und Talente meines Kindes spielerisch fördern kann und nicht unseren Kinderarzt. Der hat uns zwar gesagt, dass der schlimmste Fehler, den wir machen können, wäre, unseren Sohn zu unterfordern, aber mit welchen konkreten Angeboten wir unseren Sohn vor einer Unterforderung "beschützen" können, konnte er uns natürlich nicht sagen (im Gegensatz zu den Erzieherinnen meines Sohnes kennt er ja dessen Interessen nicht).
LG,
J.
Beitrag von sommersprossenmaus87 - 22.11.11 - 11:52 Uhr
danke für deine liebe antwort
sorry ich hab mich vielleicht in dem ein oder andern satz falsch ausgedrückt oder vergessen dazu zu schreiben- war auch so viel 
Ich habe beim Kinderarzt auf anraten der Erzieherinnen das Thema ansprechen sollen. Meine Angst lag dabei eher dabei das sie ADHS oder ähnliches haben könnte bzw. wie hoch die wahrscheinlichkeit wäre, da sie eben nicht still sitzen kann und auch in der Familie ADHS bekannt ist.
Wir haben nämlich genau das angefangen zu üben, das Stillsitzen können und auch etwas zu ende zu bringen. Aber unser Kinderarzt meinte, wenn sie aufstehen will und etwas anderes machen möchte, dann soll sie das tun und wir sollen sie lassen. Ich muss zugeben, dass uns das manchmal schon schwer fällt, weil ich das ähnlich wie du sehe: was man anfängt, bringt man auch zu ende.
Liebe Grüße
Beitrag von mel-1982 - 12.12.11 - 20:15 Uhr
meine tochter ist auch so ein fall
weil sie obendrein gehauen hat, haben machen wir seid august ergotherapie
viele sachen, auf die ich selber nicht gekommen bin, haben da da zusammen gelernt
geduld lernen:
zB mit knete was machen u dann in den "ofen" u zB 1 min warten bis es piep macht u dann rausnehmen. zeit variieren
von einem zu anderen spielzeug hetzen:
sagen "guck mir in die augen" u warten bis der blick erwiedert wird (teilweise öfter versuchen) und ihr erklären, das wir was neues spielen können,wenn das andere weggeräumt ist. war es nur 1 min dies oder 1 min das, ihr erklären das wir das jetzt erst zu ende spielen (ggf auch mit wecker)
usw usw
also uns hat es sehr gut geholfen u meine kleine ist dadurch sehr viel ausgeglichener geworden
Beitrag von woodgo - 21.11.11 - 12:39 Uhr
Und was ist jetzt besonders daran?
Beitrag von reise-esel-mallorca - 21.11.11 - 13:42 Uhr
Hallo,
jeder gut sortierte Spielwarenhanel hat bergeweise Anregungen für dein Kind.
Wenn sie fit ist, vielleicht ist Musik was für sie. Vor allem könnte sie so ihre Konzentration verbessern. Ansonsten gehörst du in 3 Jahren zu den Müttern, die darüber klagen, dass ihr Kind die Hausaufgaben nicht machen will, weil es nicht so lange still sitzen kann.
LG, rem
Beitrag von 3erclan - 21.11.11 - 14:17 Uhr
Hallo
was evlt gut ist wenn du ein Puzzle oder ähnliches wo sie begreifen kann wie sich welche Zahl anfühlt.
trockene LInsen,Bohnen usw. zum hin und her füllen.
Schau mal bei edumero.de da finde ich ganz tolle Förderspiele die einfach toll sind viele davon sind nach MOntessori.
lg
Beitrag von bine3002 - 21.11.11 - 15:24 Uhr
Das klingt alles ziemlich normal. Sowohl ihr Interesse an Farben, Buchstaben und Zahlen als auch ihre "Zappeligkeit".
Ich würde auch nicht versuchen, ihre Stärken zu fördern, sondern eher ihre "Schwächen". Und ich finde es in der Tat sinnvoll, sie sportlich auszulasten. Und ich meine wirklich "auslasten". Kinderturnen ist toll, aber vielleicht gibt es ja auch noch etwas anderes, wo sie sich "festbeissen" kann. Für meine Tochter ist es Ballett und Rollkunslauf.
Gesellschaftsspiele können ebenfalls die Konzentration fördern und wenn sie gerne spielt und geistig so fit ist, dann können das auch schon schwierigere Spiele sein. Da gibt es viele sehr schöne... es muss nicht immer "Mensch ärgere dich nicht" sein.
Spiele, die ich gut finde:
- Kraken-Alarm
- Zicke Zacke Hühnerkacke
- Au Backe
- Rettet den Märchenschatz
- Viva Topo
- Giro Galoppo
Was das Interesse an Buchstaben und Zahlen angeht, würde ich ihr vielleicht einfach solche "Vorschulhefte" besorgen. Wenn sie Lust hat, kann sie die Aufgaben lösen und wenn nicht, dann eben nicht. Sie wird Fragen stellen und wenn Du die beantwortest, dann ist das genug der Förderung. Evtl. würde ich noch ein Posten mit Buchstaben an die Wand hängen, da kann sie dann alles ab"malen", wenn sie Lust dazu hat.
Meine Tochter hat auch mit 2 1/2 (noch bevor sie richtig sprechen konnte) angefangen, Buchstaben zu "kritzeln". Mit 3 konnte sie dann ihren Namen (und Oma, Opa, Mama, Papa) schreiben. Dann kam eine Phase, wo sie lieber puzzelte (bis 200 Teile) und dann kamen die Zahlen. Sie begann auch recht schnell im Zahlenraum bis 20 zu rechnen. Die Buchstaben hatten dann erstmal etwas Pause und als sie wieder anfing, begann sie erste kleine Worte zu schreiben (so mit 3 1/2) und richtig zu lesen, also die Laute aneinander zu hängen (so mit 4). Kleine Sätze kann sie aber "erst" seit ungefähr 2 Monaten sinnerfassen lesen, aber an lange Sätze oder gar Bücher traut sie sich noch nicht ran. Das kommt dann sicher im nächsten "Schub". Im Moment ist der Sport, basteln und Kekse backen wichtiger. Sie ist jetzt 5 1/2 und wenn ich mich im Bekanntenkreis so umschaue, dann ist das zeitlich alles recht normal.
Beitrag von bine3002 - 21.11.11 - 15:27 Uhr
"Evtl. würde ich noch ein Posten mit Buchstaben an die Wand hängen, da kann sie dann alles ab"malen", wenn sie Lust dazu hat."
Es muss natürlich POSTER heißen und nicht POSTEN.
Beitrag von marion2 - 21.11.11 - 15:47 Uhr
Hallo,
für mich klingt deine Tochter recht "normal".
Mach einfach so weiter wie bisher. Das einzige, was ich in Erwägung ziehen würde, wäre mehr Bewegung.
Gruß Marion
Beitrag von zahnweh - 21.11.11 - 20:07 Uhr
Hallo,
fördere sie, in dem du auf ihre Fragen antwortest und sie bei ihrem Wissensdurst unterstützt. Aber auch ruhen lässt, wenn sie nicht weiter danach fragt.
Schaue, was ihr Spaß macht. Biete es ihr an und schaue, ob es ihr gefällt.
Super ist z.B. Mini-Lük.
Den Kasten einmal und dann Hefte dazu. Gibt es von 3 Jahre bis Mitte Grundschule. Logik, Zahlen, Buchstaben, rechts/links, was gehört zusammen usw.
Gesellschaftsspiele, die ihr Spaß machen.
Beitrag von tauchmaus01 - 22.11.11 - 11:03 Uhr
Alles ok bei Deinem Kind. Sie ist recht fit und neugierig. Meine ist auch so und hat mit 2 ihre Einladungen zum 3. Geburtstag unterschrieben. Heute ist sie 6, schreibt und liest schon seit sie 4 ist, rechnet mit den Grundrechenarten und erkennt auch große Zahlen.
Ich kenn viele Kinder die vor der Einschulung schon lesen und schreiben können, einfach weil sie das Thema so interessiert.
Freu Dich und entspann Dich!
Was könnte man denn überhaupt testen lassen? In dem Alter ist eine gewisse kindliche Neugier an Zahlen doch normal. In ein paar Wochen ist es wieder was anderes. Bei uns kamen dann Naturwissenschaften ran, der Weltraum, Vulkane usw.
Mensch-Ärger-Dich-Dich ist nur ein Spiel, kein Maßstab an dem man Intelligenz erkennen kann. Und auch die Würfelaugen zu erkennen ist jetzt nicht unbedingt besonders. Manche Eltern spielen eben viel mit den Kindern, andere weniger und die Kinder mit denen weniger gespielt wird, erkennen die Punkte eben noch nicht.
Ist wie mit anderen Sachen auch. Meine Kinder konnten mit 3 schon toll Skifahren und mit 4 schwimmen, andere können das noch nicht.
Viel Freude mit Deiner Maus
Mona
Beitrag von eisflocke - 26.11.11 - 12:52 Uhr
Ich weiß auch nicht... wenn ich hier so manche Sachen lese... dann denke ich sehr oft, man könne die Grundschule gleich abschaffen.
Beitrag von alinashayenne - 26.11.11 - 14:36 Uhr
Hallo!
Meine Kinder sind ihrem Alter auch sehr weit voraus. Mein Sohn eigentlich noch viel ärger - leider habe ich das mal im Kindergarten angesprochen. Heutzutage kommt sowas - besonders bei anderen Müttern - gar nicht gut an und irgendwie hatte er danach noch größere Schwierigkeiten...oder ist sogar entwicklungstechnisch zeitweilig stehengeblieben/zurückgefallen - weil ers anderen rechtmachen wollte... egal, was ich damit sagen will, - ich persönlich hänge es nicht mehr an die große Glocke, will auch keinen austesten o.ä. sondern lasse die Kinder das machen was sie interessiert.
Wenn dann jemand mitkriegt, dass bspw. mein Sohn Bücher für 10jährige vorgelesen haben will, obwohl er erst 5 ist, dann sollen sie denken was sie wollen. Ich zwinge keins meiner Kinder dazu, irgendwas zu wollen/mögen/machen. Wenn sich andere dann auf den Schlips getreten fühlen, weil die eigenen Kinder das (noch) nicht machen/können, dann kann ich nichts dafür...Du siehst, ich bin da schon ein wenig vorgeschädigt.
Da ich mich in meinem Leben aber schon sehr viel mit Intelligenz, Hochbegabung etc. auseinandergesetzt habe, bin ich schon dafür, die Kinder zu fördern und zu fordern. Auch wenn das manchmal nicht gut ankommt.
Meine Tochter ist im selben Alter wie deine - sie ist im Juni 3 geworden. Dadurch, dass der große Bruder schon so früh mit bestimmten Dingen gespielt/geübt hat, hat sie immer alles nebenbei mitangesehen. Ich war selbst erstaunt, dass sie durch das mitschauen, ständig mitgelernt hat. Somit konnte sie mit eineinhalb Jahren viele Buchstaben lesen, an die 50 Englischvokabeln, zählen, Farben und so weiter.
Für uns war das normal, aber wenn ich im Nachhinein bedenke, dass viele in dem Alter erst anfangen zu sprechen...dann ist das schon sehr weit voraus.
Mein Sohn hatte in dem Alter auch bspw. einen normalen Lük-Kasten mit dem er alleine vorschulhefte löste. Er hat es geliebt Puzzles mit 40Teilen aufwärts zu bauen und hat einfach immer alles hintergründig verstanden. Schwer auszudrücken, aber man konnte eigentlich nie solche Kinder"witzchen" mit ihm machen, er war immer so ernst und hat alles verstanden...Es hat ihm auch nicht gereicht, wenn man ihm sagte, welches Tier auf nem Bild zu sehen war. Er hat dann weitergefragt, was das frisst, wie die Verdauung funktioniert, wollte einzelne Organe, Knochen benennen...was weiß ich noch alles...#roll
Irgendwie hatte ich aber trotzdem ständig das Bedürfnis die Kinder anpassungsfähiger zu machen. Mein Sohn hatte was das Soziale betrifft, zwar keine auftretenden Probleme, aber er hatte einfach kein Interesse an Gleichaltrigen. Wenn er es sich aussuchen kann, spielt er immer noch allein anstatt in der Gruppe. So blieb dann weniger Zeit für Lernspiele o.ä. weil wir mehr rausgegangen sind, andere getroffen haben, Sport zumindest ausgetestet usw.Ich möchte sagen, dadurch hab ich die beiden auch ein wenig gebremst. Heißt nicht, dass sie jetzt "dümmer" geworden wären, aber bei dem Aufnahmetempo hätten sie schon weit mehr lernen "können" (was nicht sein muss.)
Nun, aber zu deiner eigentlichen Frage
Wenn deine Tochter Spaß am Schreiben, an Buchstaben, an Zahlen hat, dann liegst du doch vollkommen richtig damit, ihr Spiele die in diese Richtung gehen, zu kaufen. Das machen wir hier genauso. Ist doch vollkommen egal ob ein Spiel erst ab 6 oder 8 ist, wenns mit 3 schon gespielt wird. Jeder hat sein eigenes Tempo. Und man muss schon auch dazusagen, dass es sich bei Kindern oft noch anpasst. Es muss nicht automatisch heißen, dass sich Kinder, die frühzeitig ein Zahlenverständnis haben oder schreiben/lesen können, sich in der Schule langweilen oder ihrer Zeit immer voraus sind. Manchmal sind es einfach riesige Entwicklungsschübe. Beim Schulanfang können dann vielleicht wieder alle auf einem Niveau sein. DAs weiß man nicht.
Aber in keinem Fall kann es schaden, die Vorlieben, die Begabungen und die Interessen zu befriedigen und zu fördern. Bei meiner Tochter ist es - zum Vergleich - eben auch gerade das Schreiben. Sie kennt nicht alle Buchstaben, aber doch fast alle und setzt sie eigenständig zusammen. So schreibt sie "einfache" Worte, Namen...Ich geh jetzt aber mit Sicherheit nicht hin und sag, sie darf das nicht schreiben, sie soll nen Kopffüßer malen, weil das besser zu ihrem Alter passen würde 
Als Tipps für Spiele: Lük-Kasten (eben weil man soooo viele unterschiedliche Hefte kaufen kann, besonders die Vorschulübungen sind wirklich klasse und außerdem ist es auch was, womit sich die Kinder alleine beschäftigen können), Spiel: Lesezauber mit dem TipToi Stift (generell ist dieses TipToi System super. Mein Sohn hat den Globus und das ist irrsinnig viel an Info), Spiel: Basiswissen Schreiben, Felix (Schreiben/Rechnen gibts verschiedene), Vorschulblöcke, Schwungübungen, Punkt zu Punkt-Malbücher, Englisch-Bingo, Bandolinos, Zahlenland, UNO (Spiel UND Zahlenlehre) etc.pp.
Lg.Nina
