Hallo!
Nun, diesen Satz durfte ich mir heute per Telefon anhören. Warum?
Kleine Geschichte dazu: mein Mann schickte mich gestern ins Kino. Twilight Special. Alle vier Filme hintereinander. Ich fuhr um 8:30 von daheim weg und kam um 20:30 nach Hause. 12 Stunden war ich also weg.
Mein Mann war mit den Kids alleine daheim bzw. meine Schwester war mit der Großen Vormittags Eislaufen.
Mein Mann meinte, ich würde mal Zeit für mich brauchen. Naja, hätte nicht sein müssen, war aber lieb von ihm. Ich hab gelernt: stillend sollte man dies nicht machen, auch wenn man nur noch seltenst stillt. Mein Busen wäre fast geplatzt. Und: fast 10 Stunden Kino macht müüüüüde 
Aber zurück zum Thema.
Heute rief meine Stiefmama an. Mein Mann war mit den Mädels gestern dort. Und die Kinder waren soooo ruhig! So leise und totaaaal brav.
Sie meint nun, ich wäre der Grund, warum meine Töchter so "unruhig" wären. Denn sie sind ja nicht unruhig, wenn ich nicht da bin.
Ich würde euch nun gerne erzählen, was meine Stiefmutter als "unruhig" bezeichnet.
Wenn meine Kinder sich bewegen, sind sie unruhig. Wenn sie laut sind, sind sie unruhig. Wenn sie miteinander spielen und dies flüsterlautstärke überschreitet sind sie unruhig.
Und warum sind sie nicht "unruhig", wenn ich weg bin? Nun, zum Einen ist jedes Kind anders, wenn Mama nicht da ist. Zum Anderen ist mein Mann in einem Haushalt aufgewachsen, der extrem laut war (ich will darauf jetzt nicht näher eingehen, woher dies kam) und liebt die Ruhe. Wenn die Kinder bei ihm sind, tut er alles (liebevolle), um sie möglichst leise zu bekommen. Er spielt stundenlang mit ihnen, nur um Schreien oder Toben möglichst zu verhindern.
Nun, der Mann hatte bevor wir zusammen zogen noch nicht mal einen Staubsauger, weil er dessen Lärm nicht ausgehalten hat
Er kehrte alles mit dem Besen auf...
Fakt ist: bei mir dürfen meine Kinder Kind sein. Sie dürfen Toben, sie dürfen auch mal schreien, sie dürfen laut sein, sie dürfen laufen und auf Möbel klettern. Einziges Tabu: wir klettern nicht auf den Esstisch und wir sind leise genug, um die Nachbarn nicht zu stören (wir haben seeehr schalldichte Wände
Also darf es bei uns manchmal schon ziemlich laut sein).
Und meine Kinder wissen das. Sie wissen, was sie bei wem dürfen. Dass sie bei mir klettern und laut sein dürfen, ebenso dass sie bei Papa leiser sein müssen.
Wenn wir beide (also mein Mann und ich) daheim sind, dann zieht er sich meist ins Schlafzimmer zurück. Oder ich koche und er kümmert sich um die Kids.
Es läuft alles sehr gut!
Ich habe tolle Kinder, die sehr ausgeglichen und brav sind. Sie sind höflich, wohlerzogen (hab ich mir sagen lassen
), grüßen, sagen "Bitte" und "Danke", wissen wie sie sich bei Tisch zu benehmen haben (die Große zumindest, die Kleine wirds auch noch lernen).
Sie sind lieb und freundlich, grüßen jeden ohne Aufforderung, und sie haben viel Energie. Sie haben beide einen Sturkopf (den sie auch einzusetzen wissen, wenns nötig ist; sie wissen aber auch, dass mein Sturschädel bei Bedarf größer sein kann).
Natürlich sind meine Kinder nicht perfekt. Aber ich komme mit ihne wunderbar klar. Ich habe noch nie von irgendjemandem zu hören bekommen, meine Kinder wären unerzogen, frech oder unruhig. Zumindest nicht von Menschen außerhalb meiner Familie.
Nur meine Familie ist der Meinung, es liefe was falsch. Und offenbar wäre ich der Grund dafür.
So, jetzt hab ich mir das von der Seele geschrieben 
Lieben Dank fürs Lesen 
Lilly7686 mit ihren Töchtern, die gerade neben mir hin und her laufen. Die Kleine läuft, die Große krabbelt hinter ihr her, die Kleine kreischt weils lustig ist, gejagt zu werden und die Große lacht seeehr laut dabei
"Du bist der unruhige Pol der Familie"
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Beitrag von lilly7686 - 21.11.11 - 14:52 Uhr
Beitrag von yaisha - 21.11.11 - 16:16 Uhr
"Natürlich sind meine Kinder nicht perfekt. Aber ich komme mit ihne wunderbar klar."
Und das ist doch alles was zählt.. Ein Ohr rein - eins raus und Oma erzählen lassen was sie will. Besonders bei solchen "mein Sohn ist toller als du"-Geschichten, solange es im Rahmen bleibt und nicht in schlimme persönliche Beleidigungen ausufert..
Ich hör ständig ich wär ne Scheiß-Hausfrau wegen irgendwelchen Kleinigkeiten, who cares?
Lg und nicht ärgern lassen. 
Yaisha
Beitrag von .ka-ka-du - 22.11.11 - 04:29 Uhr
Was du schreibstm ist eine Art Rechtfertigungsversuch = ich bin doch garn icht so schlimm. Glaubst du es tatsächlich ?
Es hat dich verletzt!
Auch wenn du ,,unruhig´´ sein solltest, dann ist es eben so. Die, die es sagen, haben mit Sicherheit auch ordentliche Fehler, sprichst du darüber ?!?!?
Es tut mir leid - man kann mit solchen Aussagen kaum umgehen
Beitrag von xyz74 - 22.11.11 - 11:17 Uhr
Einzig passende Antwort:
"Einer muss ja Leben in die Bude bringen. Sind ja schon genug Scheintote hier!"
Beitrag von moppelmops2 - 23.11.11 - 12:24 Uhr
Hallo,
ich finde die Bezeichnung unruhiger Pol auch nicht sehr nett. Aber Fakt scheint doch zu sein, dass deine Kinder, wenn sich dein Mann mit ihnen beschäftigt, ruhiger sind, d.h., sie müssen nicht zwangsläufig toben.
Ich bin auch kein Freund von im Haus so wild aufdrehender Kindern und kann auch verstehen, wenn andere, insbesondere ältere Menschen, das nicht so gerne mögen.
Mein Sohn ist gerade 3. Der würde nie auf die Idee kommen, auf Möbeln herumzuklettern. Wenn er schreien und toben will, was aber ohne Anlass - sprich Animation von außen, selten sein Ding ist, gehen wir mit ihm raus. Er ist trotzdem ein Kind und keine Puppe
Ich finde, Kinder sollten sich ab einem gewissen Altern angemessen benehmen können.
Ich habe eine Freundlin, deren drei Kinder sind so wild, dass dadurch langsam die Familie in der sozialen Isolation landet. Da verweigern schon die eigenen Großeltern den Kontakt. Man hat wirklich Angst um seine Möbel, wenn sie alle zu Besuch sind - ich finde, so was muss nicht sein.
Ansonsten muss ja jeder selber wissen, worauf er bei der Erziehung Wert legt,
Grüße, der Mops
Beitrag von leeoo - 29.11.11 - 11:16 Uhr
Au wei ... ich finde, es klingt gut, wie Du Deine Familie beschreibst. Es herrscht absolut Ausgleich ... bei Dir wild und bei Deinem Mann ruhig.
Kinder sind NICHT perfekt? Wie kannst Du nur 
Sind es denn die Großeltern? Ach ja na klar, sie sind ja die Großeltern!
Man, wenn ich daran denke, was ich immer zu hören bekomme: Du verwöhnst ihn (wenn er Tränen weint und ich ihn auf den Arm nehme); vllt zu wenig Milch?; vllt reicht Deine Milch ja einfach nicht; meinst Du nicht, dass Du schon mal mit Beikost anfangen solltest? Also ne Banane schadet doch nicht; Du wirst schon sehen was Du davon hast; Du musst ihn daran gewöhnen, alleine einzuschlafen und allein bleiben zu können (mein Sohn ist 5 Monate alt!) ...
Manchmal fällt es echt schwer, nicht aus der Haut zu fahren. Manchmal zweilfe ich tatsächlich an mir ... aber ich weiß, was mir in der Kindheit und im Jugendalter gefehlt hat (Körperkontakt und Nähe, Kuscheln), was zuviel war (meine Angst vor meiner Mutter) ...
Bisher hab ich mich verteidigt, nun lächle ich lediglich.
Wenn Du Dich wohl fühlst mit dieser Aufteilung, und Dein Mann ebenso - was soll daran falsch sein?
Andere Menschen erleben Deine Kinder immer nur in Momentaufnahmen, also reicht es nicht, um sich ein Urteil zu bilden.
Schließlich sollen alle Eltern sich mal eingestehen, dass sie alle Fehler gemacht haben oder machen werden, WEIL eben niemand perfekt ist!
LG
