Alles nur Erziehungsweise oder doch Einzelkind?

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Beitrag von einstein99 - 22.11.11 - 15:06 Uhr

Hallo,

seit gut 2 Jahren kennen wir aus der Nachbarschaft eine kleine Familie, mit der wir uns auch öfters treffen oder auch etwas gemeinsam unternehmen. Meist sind es die beiden Kinder & wir Mütter. Die Mädels sind fast gleichaltrig, unsere Tochter wird nächstes Jahr im April 3 Jahre alt, das andere Mädchen bereits Anfang Januar.

Nun sind beide Kinder vom Charakter & Wesen total unterschiedlich - meine Tochter ist der ruhige Part, das andere Kind ist sehr impulsiv & mag auch immer die Chefin spielen.

Es gibt oft Streit (Spielzeug wegnehmen) - meine Tochter darf bei dem anderen Mädel zuhause gar kein Spielzeug anfassen, sofort stürzt sich diese darauf. Selbst wenn wir bei uns sind & meine Tochter etwas spielt oder puzzelt, nimmt das andere Mädchen Ihr alles weg. Wir Mütter versuchen zu vermitteln & zu erklären, aber es klappt einfach nicht.....

Nun kommt seit einigen Tagen, vielleicht auch Wochen, hinzu, dass das andere Kind andauernd meiner Tochter Ansagen macht (immer mit erhobenem Zeigefinger) - das machen Ihre Eltern oft zu Ihr & sie gibt das nun weiter. Ausserdem posaunt sie mir ständig laut vor, was meine Tochter nun wieder "angestellt" hat #klatsch
Das geht mir ziemlich auf den Zeiger & ich habe zu dem Mädchen schon "olle Petze" gesagt - Ihre Mutter fragte mich nun, ob ich Ihre Tochter nicht mehr leiden könnte #hicks - ich habe Ihr gesagt, dass ich diese Art nicht mag.

Mein Mann sieht sie lieber von hinten - & ich bin auch am überlegen, den Kontakt kleiner zu halten, denn ich merke, dass unsere Tochter nicht immer Spass hat, wenn wir die 2 treffen (sie versteckt Mittlerweile Sachen wie Ihre Puppen, wenn sie weiss, dass Julia kommt)

Eben diese Julia hat auch irre Trotzphasen - sie schreit dann so herum, dass mir bald die Ohren weh tun & die Mutter ist da auch recht hilflos. Man kommt dann auch nicht bei dem Kind weiter. Kommunikation mit Ihr ist schwierig, weil Julia ein richtiges Pokerface aufsetzt - keine Reaktion, nix.

Ich habe auch das Gefühl, dass sie auf meine Tochter eifersüchtig ist, sie hängt sich oft an mich, Ihre Mama schubst sie weg. Wenn sie meiner Tochter den Platz bei mir streitig machen möchte, sage ich Ihr aber, dass meine Tochter die "Nummer 1" ist & nehme meine Tochter dann in den Arm.

Ich werde bald wieder arbeiten gehen, dann haben wir auch weniger Zeit füreinander, aber traurig macht mich das schon alles ein bissel, denn es ist jedes Mal irre anstrengend....

Julias Mutter erzählt mir auch oft, was sie für "Kämpfe" mit Ihr seit Monaten austragen muss - ich habe die Kleine ab & zu mal ohne Mama bei uns zu Hause. Da ist sie total friedlich, es gibt überhaupt keinen Streit, sie freut sich auch jedes Mal, zu uns zu kommen & es klappt (ohne Julias Mama) hervorragend #pro
Meine Tochter tickt da völlig anders, wenn sie ein Spielzeug haben möchte, was ein anderes Kind hat, dann wird getauscht oder gefragt & so haben wir unserer Tochter immer kleine Kompromisse beigebracht, mit denen wir alle gut klar kommen.

Die andere Mama weiss sich oft keinen Rat & fragt mich, was man da machen kann....
.... wisst Ihr einen Rat?????

LG einstein

Beitrag von marion2 - 22.11.11 - 15:22 Uhr

Hallo,

das Verhalten von beiden Kindern ist alterstypisch.

Ich würde also darauf warten, dass sie vier werden.

Gruß Marion

Beitrag von einstein99 - 22.11.11 - 16:06 Uhr

#danke

Beitrag von hullifan - 22.11.11 - 15:35 Uhr

Absolut altersgerecht und Kinder sind nun mal unterschiedlich, das bleiben sie bis sie im Alter sterben und das ist gut so.

Gott wenn wir alle gleich wären, nicht auszudenken #zitter
Das Kind Deiner Bekannten ist halt das Alpha-Tierchen und wird Chef und Deine Tochter ordnet sich halt unter #winke

Beitrag von einstein99 - 22.11.11 - 16:12 Uhr

Ja, Gott sei dank, sind wir alle verschieden & Alpha-Tierchen passt schon #pro

Beitrag von juniorette - 22.11.11 - 15:37 Uhr

Hallo,

"Es gibt oft Streit (Spielzeug wegnehmen) - meine Tochter darf bei dem anderen Mädel zuhause gar kein Spielzeug anfassen, sofort stürzt sich diese darauf. Selbst wenn wir bei uns sind & meine Tochter etwas spielt oder puzzelt, nimmt das andere Mädchen Ihr alles weg. Wir Mütter versuchen zu vermitteln & zu erklären, aber es klappt einfach nicht....."

als mein Sohn das erste Mal bei seinem Kindergartenfreund war, hat er freudestrahlend sein bestes Spielzeug für seinen Freund "aufgebaut".

Als mein Sohn dann im Gegenzug das erste Mal bei seinem Freund war, wollte dieser sein Spielzeug nicht teilen (die Mutter hat ihrem Sohn dafür eine Auszeit verpasst und der Junge hat sich wieder beruhigt).

Jetzt rate mal, wer von den beiden Kindern das Einzelkind ist?
Genau, mein Sohn.

So viel zu

" Alles nur Erziehungsweise oder doch Einzelkind?"

Es ist weder Erziehungsweise (die andere Mutter hat ja konsequent reagiert) noch Einzelkind. Da kommen viele Faktoren zusammen (Charakter, bisherige Erfahrungen des Kindes, etc.).

Nicht böse gemeint (gerade dir gegenüber nicht, du hast ja ganz sachlich geschrieben), aber ich kann dieses Vorurteil "Einzelkinder sind verwöhnte Prinz(esinn)en und können u.a. nicht teilen" nicht mehr hören.

LG,
J.

Beitrag von einstein99 - 22.11.11 - 16:10 Uhr

Hallo,

meine Überschrift war vielleicht nicht grad sinnig....

Ich lass das auch nicht so stehen, dass Einzelkinder nicht teilen könnten. Unsere Tochter ist auch Einzelkind & kann gut teilen - ich versuche eben zu verstehen, wie wir die Situation besser händeln können, ohne dass jemand zu kurz kommt, aber ich werde es auch nicht zu meinem Problem machen.

LG einstein

Beitrag von jettekul - 22.11.11 - 16:32 Uhr

Da kann ich nur zustimmen;-)

Außerdem kenne ich es auch noch so, dass das Verhalten noch gar nicht so ausgeprägt ist..will sagen:
Den einen Tag benehmen sie sich wie verwöhnte Prinzessinnen, den nächsten Tag teilen sie ihr Lieblingsspilezeug und verschenken es...ich könnte am Verhalten eines Kindes nie ausmachen, ob es Einzelkind oder Geschwisterkind ist.

Wir haben sehr oft Kinder zum Spielen hier und ich bekomme auch mit, wie meine Tochter bei anderen spielt, ich denke, jeder macht jede Phase durch.
Und das ist auch gut so!;-)

Beitrag von binnurich - 22.11.11 - 16:50 Uhr

;-) meine Tochter ist auch Einzelkind und kann sehr schwer teilen, also, sie kann, aber manchmal muss sie sehr mit sich kämpfen

aber

sie hat Freundinnen und Freunde, die Geschwister haben und auch nicht besser teilen können.

Geschwisterkinder können auch nicht zwangsläufg teilen - sie müssen und hassen es deshalb vielleicht um so mehr ;-)

Beitrag von juniorette - 22.11.11 - 17:13 Uhr

"Geschwisterkinder können auch nicht zwangsläufg teilen - sie müssen und hassen es deshalb vielleicht um so mehr"

So war es bei mir :-)

Ich war die Jüngste von drei Kindern und habe penibel darauf geachtet, dass ich ja nicht zu kurz kam - sowas kennt mein Einzelkind-Sohn überhaupt nicht ;-)

Beitrag von binnurich - 22.11.11 - 17:17 Uhr

genau das sagt meine Freundin von sich auch...immer nur die alten Sachen und wenn es dann mal was neues gab, dann kann man damit alles machen, nur nicht teilen :-)

Beitrag von juniorette - 22.11.11 - 17:31 Uhr

Oh jaaaaaa, seufz.... ;-)

Beitrag von barbarelle - 23.11.11 - 04:21 Uhr

Was mir an den Einzelkindern in meiner Umgebung auffällt (inkl. meiner Tochter) ist, dass sie "Dinge" teilen kann. Damit hat sie null Probleme. Wo es auffällig wird, ist die Aufmerksamkeit.

Beschäftigt man sich mal mit jemand oder etwas anderem, drückt sie sich gern in den Vordergrund. Ähnliches beobachte ich bei den Einzelkinderfreundinnen.

Beitrag von binnurich - 23.11.11 - 08:52 Uhr

ja, aber auch das kenne ich von Geschwisterkindern

ich glaube, es kommt da sehr auf das Alter an und die Mentalität

meiund vielleicht auch darauf, ob es ein kiga-Kind ist oder nicht #kratz

meine Tochter ist 8 Stunden am Tag im Kiga, seit sie ein Jahr ist. Diese 40 Stunden hat sie schon mal nicht die volle Aufmerksamkeit, hinzu kommt die Zeit, wo sie zu Aktivitäten ist, wir mit Freunden und deren Kindern unterwegs sind etc.....also von ihrer wachen Zeit verbringt sie eigentlich nur sehr wenige mit ungeteilter Aufmerksamkeit

Beitrag von ayshe - 22.11.11 - 16:37 Uhr

Ich schließe mich den anderen an: altersbedingt typisch und auch wesensbedingt.

Es gibt auch immer Kinder, die gern das Kommando übernehmen, ändern kann dies nur deine Tochter, indem sie da nicht mitmacht.
In dem Alter ist es sicher noch schwierig für sie, aber ich denke, lange wird es nicht mehr dauern, bis sie sich dagegen auflehnt, wenn es ihr nicht paßt.

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Es gibt oft Streit (Spielzeug wegnehmen) - meine Tochter darf bei dem anderen Mädel zuhause gar kein Spielzeug anfassen, sofort stürzt sich diese darauf. Selbst wenn wir bei uns sind & meine Tochter etwas spielt oder puzzelt, nimmt das andere Mädchen Ihr alles weg. Wir Mütter versuchen zu vermitteln & zu erklären, aber es klappt einfach nicht.....
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Im Kindergarten (ist natürlich neutraler Boden) gilt immer, wer etwas zuerst hat, muß es sich nicht wegnehmen lassen, legt er es aber weg, zeigt Desinteresse, ist das Spielzeug wieder frei für andere.
So könntet ihr das auch einführen. Oder ihr nehmt ein Teil von euch mit und das darf sie dann eben nicht nehmen.

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Ausserdem posaunt sie mir ständig laut vor, was meine Tochter nun wieder "angestellt" hat #klatsch
Das geht mir ziemlich auf den Zeiger & ich habe zu dem Mädchen schon "olle Petze" gesagt - Ihre Mutter fragte mich nun, ob ich Ihre Tochter nicht mehr leiden könnte #hicks - ich habe Ihr gesagt, dass ich diese Art nicht mag.
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Da müßte die Mutter auch mitziehen, finde ich.
Ihr könntet beide sagen, daß dies gar nichts ausmacht und sie das euch auch nicht immer sagen muß/soll. Es sollte rüberkommen, daß es kein Gewicht für euch hat (wenn es eben nur Lappalien sind).

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Ich habe auch das Gefühl, dass sie auf meine Tochter eifersüchtig ist, sie hängt sich oft an mich, Ihre Mama schubst sie weg. Wenn sie meiner Tochter den Platz bei mir streitig machen möchte, sage ich Ihr aber, dass meine Tochter die "Nummer 1" ist & nehme meine Tochter dann in den Arm.
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Das finde ich aber komisch oder will sie deine Tochter eifersüchtig machen und sich selbst in den Vordergrund spielen?
Deine Reaktion finde ich aber gut. :-)
Sag ihr doch, daß ja jede eine eigene Mutter hat.

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Julias Mutter erzählt mir auch oft, was sie für "Kämpfe" mit Ihr seit Monaten austragen muss - ich habe die Kleine ab & zu mal ohne Mama bei uns zu Hause. Da ist sie total friedlich, es gibt überhaupt keinen Streit, sie freut sich auch jedes Mal, zu uns zu kommen & es klappt (ohne Julias Mama) hervorragend #pro
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Alleine oder woanders sind Kinder ja meist anders als mit den Eltern.

Vllt will sie ja auch ihre eigene Mutter eifersüchtig machen, wenn sie sich an dich hängt
oder will ihr gegenüber auffallen, wenn sie dauernd petzt und Unruhe stiftet.
Wer weiß das schon?

Beitrag von einstein99 - 23.11.11 - 10:08 Uhr

Huhu,

meine Tochter ignoriert die Ansagen von Julia & ich hoffe, das bleibt auch so, denn es ist meine Hoffnung, dass Julia dieses Herumkommandieren dann irgendwann lässt.

Wir selbst setzen auch Regeln & Grenzen, aber nicht permanent - nur bei Dingen, die uns wichtig sind. Somnst lassen wir unsere Tochter auch ein bissel machen.

Ein Beispiel...wenn wir zu denen kommen, klingeln wir, die Hausflurtür geht auf & aus dem 3.Stock schreit Julia uns schon lauthals runter, WAS Katie (unsere Tochter) alles NICHT anfassen/machen darf. Wir haben noch kein Wort gesagt. So geht das dann oben in der Wohnung weiter. Julia ist nur noch auf dem Sprung, um zu verhindern, das Katie nur irgendetwas anfasst, damit spielt oder sich daran freut. Zuletzt hatte Julia sogar Ihre Miniküche Katie vor der Nase (sie spielte daran gerade) weggezogen #schein ....

Ich kann es ja irgendwo auch noch nachvollziehen, dass im eigenem Revier verteidigt wird, aber wenn Julia bei uns ist, geht das grad weiter. Wir haben oft Kinder hier zum Spielen & jeder darf mit allem Spielen. Die ganz persönlichen Sachen meiner Tochter verbringen wir vorher (Kuschelbär). Das haben bisher alle so akzeptiert - nur eben Julia nicht. Sie macht bei uns grad so weiter, wie sie es zuhause anstellt - da schreite ich dann auch ein & ganz ehrlich, ich habe keine Lust mehr, ständig den Streit zu schlichten - zumal ich meiner Tochter da nichts vorwerfen kann......

Die Trotzanfälle sind regelrechte Orgien, wenn Julia etwas umherwirft & die Mama möchte, dass sie es wieder aufhebt - holla, da gehts dann richtig ab...echt, mir ist das zuviel & Trotzanfälle hin oder her, es geht nur noch um Machtspielchen - MIR macht das keinen Spass. Viele sagen ja, das ist alles normal, aber ich brauch das echt nicht. Meine Tochter hat auch Trotzanfälle, aber irgendwo im Rahmen....

LG

Beitrag von ayshe - 23.11.11 - 13:02 Uhr

Alles in Allem hört es sich wirklich krasser an, als ich zuerst aus deinem Post annahm.

Und wenn du da erstmal eine Pause einlegen willst, kann ich das auch echt verstehen.
Den Streß muß man sich auch nicht antun.

Beitrag von misscatwalk - 22.11.11 - 20:38 Uhr

machen kann man im Prinzip nicht ganz viel . Nur konsequent sein und abwarten .

Das andere Mädchen ist auf jeden Fall das temperamentvollere und durchsetzungsfähigere zwar anstrendend aber auf Dauer durchaus vorteilhaft .

Beitrag von einstein99 - 23.11.11 - 10:12 Uhr

Kannst Du mir die Vorteilhaftigkeit beschreiben?

Beitrag von bine3002 - 22.11.11 - 22:17 Uhr

Die Kinder benehmen sich beide völlig normal. Sie haben einfach ein sehr unterschiedliches Wesen, aber es wertvoll für beide Kinder, sich mit dem anderen Kind auseinander zu setzen, deswegen würde ich den Kontakt durchaus fördern.

Meine Tochter hat in dem Alter noch gebissen wie eine kleine Schnappschildkröte und hat sich trotzdem zu einem sehr lieben und hilfsbereiten Wesen entwickelt. Man kann Kinder einfach in diesem Alter nicht beurteilen.

Beitrag von einstein99 - 23.11.11 - 10:11 Uhr

Ich finde das Verhalten nicht mehr normal - es geht nur noch ums Zerstören, Verhindern, dem anderen eins auswischen.....

Ich habe unsere Tochter auch im Kiga in eine andere Gruppe angemeldet, damit jeder seinen Raum bekommt & Katie einfach Katie sein darf.

LG

Beitrag von ellannajoe - 23.11.11 - 11:20 Uhr

Manchmal passen Kinder auch einfach nicht zueinander. So ist das Leben. Mein Sohn hat regelmäßig am WE Besuch und die Beiden sind beide Alphatiere, da geht die Luzie ab. Sie klären ihre Streits selber, manchmal vermittelt der Papa, was ich unnötig finde. Mein Sohn ist aber auch schon 6, mit 3 ist das doch noch ein ganz anderes Kaliber und die zukünftige Entwicklung kann ganz anders aussehen.

Zum Thema teilen möchte ich noch was schreiben, mein Sohn teilt gerne und verschenkt auch gerne Sachen, da muss ich ihn oft bremsen. Wenn er allerdings nicht teilen möchte, dann muss er es auch nicht. Ich halte ja auch nicht meine Handtasche auf und frag meine beste Freundin ob wir teilen wollen. Dies entwickelt sich von ganz alleine und sollte niemals mit Zwang zu tun haben.

Warum muss ein Kind auf dem Spielplatz sein Spielzeug mit fremden Kindern teilen, wir kämen auch nicht auf die Idee unser Auto mit fremden Menschen zu teilen. Meine Gedanken dazu.

#winke

Beitrag von einstein99 - 23.11.11 - 11:36 Uhr

Ich gebe Dir recht, niemand MUSS teilen, aber uns war es wichtig, dass unsere Tochter es kann, wenn sie möchte & sie macht das wirklich gern. Wenn wir nachmittags mit einem Kind verabredet sind & ich den Rucksack mit Proviant packe ;-), müssen laut meiner Tochter immer 2 Teile mit - eins für das andere Kind & eins für sie. Das mache ich dann auch.
Es kann schon sein, dass die beiden Mädels nicht wirklich zusammen passen - ist dann auch so, mein Mann hatte dies schon vor gut einem Jahr gesagt:das passt nicht....

Ich werde den Kontakt nicht mindern, eher darauf achten, dass er auf neutralem Boden stattfindet, denn da gibt es weniger stressige Situationen.

LG

Beitrag von jan3606 - 23.11.11 - 19:37 Uhr

Hallo,

Also ich denke eigentlich auch daß das sehr alterstypisch ist.

Wie mein Sohn in Kindergarten gekommen ist hat er auch schnell gehauen und jemand anderes ein Spielzeug aus der Hand gerissen, weil er sich nicht anders äußern konnte.
Das kann er jetzt und macht das super, entweder wird gefragt oder getrauscht.

Aber manchaml stimmt auch die Chemie zwischen 2 Kindern einfach nicht, da kannste eben nix machen......

Ich hab da auch 2 Fälle im Bekanntenkreis, mit denen einfach mein Sohn nicht warm wird.

Uns Erwachsene geht es ja nicht anders......oder?!;-)

LG #winke

Beitrag von zahnweh - 25.11.11 - 20:45 Uhr

Hallo,

dieses Verhalten kenne ich von vielen 3-4 jährigen

Egal ob Einzelkind, Geschwisterkind, Zwillingskind, Mädchen oder Junge ;-)

Zu den Spielsachen: meine darf sich ihre 3 Lieblingssachen rauspicken. Die kommen in mein Schlafzimmer und gelten als Unantastbar (wir Erwachsenen geben ja auch nicht alles unserem Besuch zur Verfügung, Gastfreundschaft hin oder her :-p also mein Geldbeutel, mein Handy teile ich mit keinem Besuch. So darf es auch mein Kind machen).

Und so machen es auch viele andere Familien. 3 Lieblingssachen kommen weg, mit dem Rest dürfen ALLE spielen (ggf. auch die Erwachsenen).

Ansonsten gelten die jeweilgen Hausregeln. Eventl. noch Besucherregeln
- es wird nichts aus der Hand gerissen
- nicht hauen, treten, beißen etc.
- "petzen" wird erst mal geduldet, aber nicht unterstützt / je nach Situation entschieden.

Also: kommt das Kind, um zu sagen, was das andere Kind angestellt hat, hinterfragen wir Großen. Reden mit beiden Kindern und stehen bei der Lösungsfindung bei. Oft wissen sie sich einfach noch nicht zu helfen. Hauen dürfen sie nicht und alleine wissen sie nicht weiter. Also muss Mamas Rat her ;-=
Petzen im Sinne von: ich komme zu dir, sage was passiert ist und die bestrafst das andere Kind, wird nicht unterstützt.

Dass Kinder bei Besuchen oft anders sind als zu Hause, ist mir nicht unbekannt. Zu Hause sind sie sich der Liebe sicher und auch sicher, dass sie nicht rausgeschmissen werden bzw. dass sie immer wieder kommen dürfen.
Bei Besuchen wo anders, wollen sie imponieren, instinktiv gefallen um nicht rausgeschmissen zu werden ... ;-)

Meine eine genießt es auch oft, einfach bei Geschwistern zu Besuch zu sein, sie genießt es jemanden auf Augenhöhe zum Spielen zu haben.
zu Hause bei Mama (mir) sucht sie die Nähe und den Schutz und gleichzeitig auch immer wieder das groß werden "das kann ich schon allein!" "ich bin schon groß" "ich will aber"

und bei ihren Freunden und Freundinnen (egal ob mit oder ohne Geschwister) ist es ähnlich.