Hallo Zusammen,
ich arbeite seit Juli auf 400€-Basis in einem größeren Unternehmen. Beim Vorstellungsgespräch habe ich gleich gesagt, ich kann immer nur zur Gegenschicht meines Mannes arbeiten. Sprich, wenn er Spätschicht hat kann ich 5 Stunden am Tag arbeiten, in der Frühschicht meines Mannes dann noch an 2 Nachmittagen. Meine "Chefin" fand es völlig in Ordnung und hat mich eingestellt.
Zudem habe ich ihr gleich gesagt dass ich ab Ende September mit unserem Kleinen in eine Mutter-Kind-Gruppe gehe, da er mit dem Sprechen hinterher ist und diese von der Lehrerin, die an einer Schule für sprachbehinderte Kinder unterrichtet, geleitet wird. Alles kein Thema, hieß es. Dann kommen sie 10x freitags nicht.
Auch mit meinen Kolleginnen ( 2 Vollzeit, 1 Teilzeit) war alles kein Thema. Ich kam von Mo.-Do. á 5 Stunden arbeiten, dann 2-3 Nachmittage oder aber in den Ferien sogar den Freitag dann noch. Ich muss für meine 400€ 57 Stunden arbeiten. Ich war seit Juli noch nicht einmal krank oder musste wegen meinen Kindern absagen.
Nun kam ich Montag nach einer Woche Urlaub wieder zurück zur Arbeit. Eine Kollegin (Vollzeit) krank. Die andere (Teilzeit) hat am Montag und Freitag immer frei. Es war unheimlich viel zu tun. Kollegin X mir dann erzählt was die Woche davor so los war. Und es steppt der Bär bei uns.
Den beiden Vollzeitkräften wurde von der Geschäftsleitung die Pistole auf die Brust gesetzt, wenn nicht eine von den beiden die Abteilung wechselt, würde die Teilzeitkraft oder ich, 400€ Kraft, gekündigt. Eine Kollegin zeigte "Herz" und erbarmte sich. Sehr nett von ihr. Wir seien, laut Geschäftsleitung, in unserer Abteilung überbesetzt.
Und dann knallte sie mir vor den Kopf dass alle drei zu dem Entschluss gekommen seien, ICH sei ihnen als Aushilfe zu unflexibel wegen meiner zwei Kinder. 
Mir wich alles aus dem Gesicht. Ich war so perplex. Ich dachte ich höre nicht richtig. Es ging ihnen wohl um den Freitag den ich nicht da bin. Aber ab Mitte Dezember ist diese Gruppe beendet und ich bin dann wieder da. Außerdem war das ja mit der Chefin abgesprochen. Ich habe dann mal, nachdem ich mich etwas gesammelt hatte gefragt, warum denn unsere Teilzeit-Kollegin mit Vertrag nicht flexibler sei und ihren freien Montag oder den freien Freitag opfern könnte? Warum man denn von mir als Aushilfe mit einer begrenzten Stundenzahl erwartet wird, plötzlich 7 Stunden am Stück zu arbeiten? Wenn mir das möglich wäre, hätte ich mir gleich eine Teilzeitstelle gesucht.
Was würdet ihr davon halten?
LG
Sandra
Wer solche Kollegen hat braucht keine Feinde.....*Auskotz-Posting
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Beitrag von lulu2003 - 22.11.11 - 20:21 Uhr
Beitrag von sassi31 - 22.11.11 - 20:26 Uhr
Vielleicht hat eure Kollegin in TZ feste Arbeitstage im Arbeitsvertrag stehen?
Beitrag von sassi31 - 22.11.11 - 20:32 Uhr
Ups. Zu schnell abgeschickt.
Wieviele Stunden arbeitet denn eure Kollegin in TZ? Vermutlich doch mehr Stunden als du, oder?
Beitrag von lulu2003 - 22.11.11 - 20:38 Uhr
Ja, sie arbeitet mehr. 21 Stunden die Woche. Wenn ich 5 Tage á 5 Stunden komme arbeite ich zwar in dieser einen Woche mehr, aber dafür bin ich dann die Woche darauf weniger da. Sie hat sich die Tage selbst so ausgesucht.
Beitrag von sassi31 - 22.11.11 - 20:45 Uhr
Ok. Kann es sein, dass deine anderen Kollegen sie behalten würden, weil sie grundsätzlich mehr Stunden arbeitet? Sie ist dann ja auch die größere Hilfe, wenn schon einer raus muss aus dem Team. Also ich meine, dass es vielleicht einfach praktische Gründe hat und nichts mit dir zu tun hat.
Beitrag von lulu2003 - 22.11.11 - 21:02 Uhr
Ich denke es geht gar nicht mal um das "Raushaben" wollen. Denn ich habe gesagt dass ich dann ja gleich gehen kann, aber das wollen sie gar nicht. Sie sind mit meiner Leistung super zufrieden.
Mir geht es um das menschliche. Da reißt man sich den Hintern auf um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Alle drei haben selber Kinder und dann wird einem gesagt man sei zu unflexibel. Das bekomme ich nicht in mein Hirn. Zumal sie ja eigentlich auch gar nichts dazu sagen können. Die Chefin stellt ja keine neue 400€ Kraft ein. Da haben sie ja dann das Gleiche in grün. Und es geht auch gar nicht mehr darum dass einer gekündigt werden soll. Das hat sich ja nun erledigt. Ich frage mich nur warum kommen sie nicht auf einen zu und sprechen vernünftig darüber? Fragen mich ob ich nicht doch irgendwie anders arbeiten könnte? Aber einem sowas um die Ohren zu hauen finde ich sehr unfair.
Morgen kann ich es aber persönlich klären. Dann ist wieder eine Kollegin mehr da, die ihren Senf dazu abgegeben hat.
Beitrag von sassi31 - 22.11.11 - 21:26 Uhr
Ich sehe das so wie du. Wenn die Kollegen nicht damit einverstanden sind, wie sich deine Arbeitszeit aktuell verteilt, können sie das doch direkt ansprechen. Das ist immer besser, als sowas hinter dem Rücken zu machen.
Ein klärendes Gespräch ist sicher das Beste.
Beitrag von alnoju - 23.11.11 - 08:46 Uhr
Hi,
ich finde es einen ""Hammer"- allerdings habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht, auch auf 400€-Basis...
Was denken die Arbeitgeber eigentlich,warum man einen Minijob hat??? 
Wenn ich JEDEN und den GANZEN Tag Zeit hätte,dann würde ich wohl kaum auf geringfügigen Basis arbeiten.
Wenn Du kannst,such Dir was Neues...
Sehr enttäuschend.
Viel Glück!
LG.
