Hallo,
meine Mutter hatte am 08.11. einen Termin beim Jobcenter.
Am 08.11. (früh) wurde sie angerufen vom Jobcenter bzw diesen Callcentern, oder wer auch immer dafür verantwortlich ist. Ihr wurde gesagt, dass sie nicht kommen braucht, der Termin wird verschoben, sie bekäme per Post einen neuen Termin.
Soweit so gut.
Nun bekam sie letzten Samstag einen Brief vom Jobcenter, dass sie eineSanktion von 20% bekommt, da sie am 08.11. nciht zum Termin erschien 
Ich hab gleich in ihre Fritzbox geschaut, um die Liste mit ankommenden Anrufen zu drucken (vom 08.11.) aber da wir am 10.11. einen stromausfall hatten, sind die Anrufe nur bis zum 10.11. aufgelistet 
Jetzt steht sie ohne jeglichen Beweis da.
Was kann sie jetzt tun?
Sie hat noch nie ein Termin verschoben oder vergessen, weil sie ja immer wieder hofft, dass sie wenigstens wieder eine Maßnahme oder so bekommt. Sie ist leider schon seit letztem November arbeitslos.
Und selbst, wenn es so wäre (was aber nicht so ist) wieso gleich 20%? Sollten es nicht 10 % sein? Im Endeffekt egal, denn ob 10 oder 20 %, die Sanktion ist nicht gerechtfertigt 
Sie hat jetzt schon mit dem Provider gesprochen, ob es eine Möglichkeit gibt, ein Einzelverbindungsnachweis für ankommende Gespräche zu bekommen. Aber die sehen bei 1&1 einfach nicht durch. Die sagen immer, dass im Dezember ihr Einzelverbindungsnachweis für ausgehende Anrufe kommt, wenn sie es in ihrer Fritzbox einstellt 
Was kann sie jetzt noch tun? Sie ist natürlich stinksauer. Donnerstag hat sie den nächsten Termin.
Ps. Alles kam von einer neuen Jobvermittlerin, die sie noch gar nicht kennt.
Lg
Jobcenter sagt Termin ab...jetzt Sanktion
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Beitrag von kinderlachen07 - 22.11.11 - 22:18 Uhr
Beitrag von moncici10 - 22.11.11 - 22:34 Uhr
Hallo,
auch wenn ihr den Nachweis bekommen würdet, hättet ihr ja nicht den Beweis dafür, was am Telefon gesagt wurde. Ergo: Bringt gar nichts.
Normalerweise kann man doch gegen so einen Bescheid Einspruch einlegen wenn mich nicht alles täuscht, oder? Das würde ich erst einmal machen. Dann würde ich beim Termin die Sache ansprechen und schauen, ob sie nicht selber einlenken. Auch dort arbeiten Menschen, die nett sind und auch Fehler machen. 
Wenn das alles nix bringt: Ab zum Amtsgericht, Beratungshilfeschein holen, zum Anwalt. Aber unbedingt die Frist beachten!
Liebe Grüße,
moncici
Beitrag von our_darkness - 22.11.11 - 22:58 Uhr
Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.
Und ich bin SICHER, es ist wie so oft eben kein "Brief vom Jobcenter, dass sie eineSanktion von 20% bekommt", sondern eine Anhörung mit Einladung zum Folgetermin. Lest doch einfach mal genauer und stellt die Anhörungen nicht immer so dar, als seien es Minderungsbescheide (Sanktion heißt das nicht mehr).+
Hier kann sie dann mitteilen, dass der Termin ihr gegenüber telefonisch abgesagt wurde.
Beitrag von sassi31 - 23.11.11 - 02:33 Uhr
Hallo,
ich würde schriftlich Widerspruch dagegen einlegen und als Grund angeben, dass der Termin telefonisch am 08.11. abgesagt wurde (vom Jobcenter).
Gruß
Sassi
Beitrag von thea21 - 23.11.11 - 10:07 Uhr
<<<Ich hab gleich in ihre Fritzbox geschaut, um die Liste mit ankommenden Anrufen zu drucken (vom 08.11.) aber da wir am 10.11. einen stromausfall hatten, sind die Anrufe nur bis zum 10.11. aufgelistet >>>
Wenn NUR bis zum 10.11. aufgelistet ist, müsste der 8.11. doch mit drauf sein?
Beitrag von kinderlachen07 - 23.11.11 - 11:03 Uhr
Hallo,
sorry, da hab ich mich wohl verkehrt aufgedrückt.
AB dem 10.11. sind alle Anrufe gelistet ;)
Lg
Beitrag von nick71 - 23.11.11 - 10:51 Uhr
"Alles kam von einer neuen Jobvermittlerin, die sie noch gar nicht kennt."
Deine Mutter hat sich hoffentlich den Namen des Mitarbeiters gemerkt, der den Termin abgesagt hat...und möglichst auch die Uhrzeit, zu der der Anruf einging?
BTW: Wenn sie zu den bisherigen Terminen immer erschienen ist, wird man ihr wohl glauben...
Beitrag von kinderlachen07 - 23.11.11 - 11:12 Uhr
Hallo,
na das hofft man ja. Erschienen ist sie bisher immer.
Die Uhrzeit ja, den Namen leider nicht 
Sie hat sich ja nichts weiter dabei gedacht, als der Termin abgesagt wurde.
Weder wurde jemals ein Termin abgesagt, noch hätte sie gedacht, dass es mal zu so einer Situation kommt. Für die Zukunft wird sie sich das garantiert merken.
Ich weiß, dass immer kurz vor anstehende Termine so ein Callcenter anruft (ist noch nicht lange so) und an den Termin erinnert. Und genau jemand von diesem Callcenter hat meine Mutter angerufen. Das Callcenter befindet sich nicht im selben Ort, wie das Jobcenter, sondern 60 km entfernt.
Also ich denke mal, dass sie da sämtliche Einzugsgebiete abarbeiten. Vllt. haben sie auch eine andere Frau anrufen wollen, die zufällig den gleichen Namen hat, wie meine Mutter. Aber wäre auch wieder Schwachsinn, dann müsste diese Frau ja am gleichen Tag einen Termin gehabt haben. Das wären zu viele Zufälle auf einmal.
Ich weiß einfach nicht, wo der Fehler liegt. Ich bin erstmal gespannt, was bei ihr da morgen rauskommt.
Beitrag von manavgat - 23.11.11 - 14:00 Uhr
Da Du (oder eine Nachbarin?) sicher anwesend warst, als der Anruf kam, reicht das, wenn das schriftlich mitgeteilt wird.
Deine Mutter muss lernen, sich in Zukunft Notizen zu machen und Name, Datum, Uhrzeit zu notieren.
Gruß
Manavgat
Beitrag von muppi75 - 23.11.11 - 17:58 Uhr
Wunderbar, sollte es sich bei dem Schreiben vom Samstag um einen Sanktionsbescheid handeln hat der Anwalt bestimmt seinen Spaß.
Fehlende Anhörung vor Sanktionsbescheid, meiner Meinung nach auch falsche Sanktionshöhe weil Meldetermin sind meines Wissens nach 10 %,..... .
Und was lernt der Sachbearbeiter darauß ? Leider nichts, weil der Steuerzahler zahlt ja die Anwaltskosten die wegen seiner Dummheit anfallen. ;)
