was würdet ihr tun? Respektlosigkeit

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Beitrag von casey70 - 23.11.11 - 07:55 Uhr

Hallo

Ich hab mal eine frage an euch...

Ich habe einen 15 Jährigen sohn, wo die Hormone manchmal durchknallen. Ich lasse mir einiges gefallen aber Respektlosigkei mag ich überhaupt nicht. Z.B. enn er mir vorschriften machen will oder sachen sagt wie halt den Mund.

Heute z.B. habe ich ihn drauf aufmerksam gemacht das er los muß damit er pünklich zu seiner Praktikum stelle kommt. Und was bekomme ich zur antwort in einem Ton wo mir die ohren abfielen.... Es wäre sein sache wann er los geht. .... Ok dachte ich mir dreh den spieß mal um, als er mich fragt ob ich heute Nachmittag zu Hause wäre sagte ich zu ihm ob ich seine erlaubnis brauch wenn ich gehe und das es auch meine sache sei.

Boah drehte er da ab und schmiss mir sachen an den Kopf undglaublich.

Ich machte ihn aufmerksam das ich Respekt erwarte und nicht diesen ton. da kamm er mit den sachen wir können sowie so nur verbote erteilen oder schlagen #schock SCHLAGEN ? wir schlagen unser kinder nie. wir haben hösten mal gedroht wenn er völlig austickte.

So und meine Frage ....wir haben bisher ihm immer nur die PS3 Weggenommen (die sowieso nicht ihm gehört sonder mir)
Was würdet ihr tun? Ich bräucht mal was neues das zieht damit er mal wieder aufwacht

Handy hat sich selber gekauft kann ich nicht wegnehmen.

Beitrag von lisasimpson - 23.11.11 - 08:15 Uhr

15 jährige wollen ernst genommen werden und nicht wie kleinkinder behandelt werden.
er kann die uhr lesen und er wird wissen, wann er los muß- besprich mit ihm in ruhe, welche unterstützung er morgens noch von dir braucht und dann laß ihn.

dich aufzuführen wie einerseits die mutter eiens kleinkindes ("du mußt jetzt los" und in der nächsten sekunde selsbt wie ein kleinkind (>"ich mir dreh den spieß mal um, ") wird euch sicehr nicht weiterbringen.

dein sohn ist auf dem weg ins erwachsenwerden, ihr werdet neue formen der kommunikation entwickeln müssen.
besprecht das. sag ihm, daß das auch für dich ein lernprozess it und daß du immer mal wieder in "alte muster" verfallen wirst und schaut, wie ihr euch gegenseitig unterstüzen könnt in einem respaktvollen miteinander
die androhung von prügel gehört z.B. gar nicht zu einem respektvollen miteinander, aber das dürfte dir sicher klar sein

Beitrag von casey70 - 23.11.11 - 08:23 Uhr

Du hast sicherlich recht... aber hat ADHS und auch wenn er 15 ist muß ich im jeden Morgen wie die reinfolge abläuft bis die Medis wirken. vom Aufstehen bis er das Haus verlässt braucht er die vorgaben sonst klappt nur die hälfte.
Er würde ungewaschen, ohne brille ohne Hörgeräte und ohne schlüssel das haus verlassen... er hat es auch geschaft ohne schul sachen in die schule zu gehen

Es ist keine Bevormundung sondern eine Hilfe stellung und wenn er um 7.30 da sein soll und um 7.20 immer noch hier sitz wirde es höste zeit auch wenn er nur 5 min weg hat

LG

Beitrag von lisasimpson - 23.11.11 - 08:31 Uhr

dennoch. besprich mit ihm, wie ihr euch da gegenseitig unterstützen könnt

- vielleicht tuts ein wecker, der ihn erinnet, ein handy, daß ihm die ansage macht "noch 10 minuten", eine liste, die er anschauen kann (morgens muß ich denke nan
waschen, zähneputzen, ..."
und dann_ ja ,er muß die erfahrung machen dürfen und auch fehelr machen dürfen- so wird er es lernen.

mit mutti, die alles dirigiert wird er sich noch schwerer tun selbst verantwortung zu übernehmen

Beitrag von juniorette - 23.11.11 - 08:44 Uhr

Hallo,

"Du hast sicherlich recht... aber hat ADHS und auch wenn er 15 ist muß ich im jeden Morgen wie die reinfolge abläuft bis die Medis wirken. vom Aufstehen bis er das Haus verlässt braucht er die vorgaben sonst klappt nur die hälfte."

ich frage mich, warum solche relevanten Infos in deinem Eröffnungsposting fehlen? #kratz

Trotzdem gebe ich lisasimpson Recht:
dein Sohn wird vielleicht noch jahrelang an ADHS leiden. Hast du dann vor, deinem dann erwachsenen und berufstätigen Sohn jegliche Organisation seines Lebens abzunehmen?

Ich denke auch, dass es gerade heutzutage elektronische Hilfsmittel (Uhren mit Alarmfunktion, Handys mit Alarmfunktion, elektronische Terminplaner mit Alarmfunktion) gibt, dass auch ein 15Jähriger, der an ADHS leidet, nicht mehr auf "Mutti" angewiesen ist.

Und ein vernünftiges Gespräch zwischen Teenager und Eltern (wenn die Situation dafür ruhig genug ist), schadet nie (wie schon vorgeschlagen wurde).

LG,
J.

Beitrag von fraz - 23.11.11 - 09:26 Uhr

Tja, da schreibt wohl jemand, der noch keine pubertierenden Kinder hat ;-)

Das ist genau die Gratwanderung: Die einen können mit 15 schon fast alles alleine managen und werden- berechtigterweise- wütend, wenn man sie wie ein Kleinkind behandelt.
Andere wiederum brauchen auch mit 15 eine führende Hand in kleineren und grösseren Belangen- und Pünktlichkeit während eines Praktikums ist nun mal das A und O.

Viele Teenies tun so, als wären sie erwachsen und hätten alles im Griff. Da gilt es grad als Eltern genau hinzuschauen. Meiner Meinung nach ist es fatal, einen 15-jährigen einfach machen zu lassen, da er ja jetzt erwachsen ist.

Genau das machen viele Eltern und wundern sich dann, wenn ihr Sohn / ihre Tochter aus dem Ruder läuft.....

Beitrag von lisasimpson - 23.11.11 - 09:35 Uhr

ich habe mit keinem wort erwähnt, daß das kind erwchsen sei und ebensowenig, daß es keinerlei hilfen mehr braucht-
aber ganz offenbar ist er nicht damit einverstanden damit wie ein kleinkind behandelt zu werden- ebensowenig wie damit, mit gewalt bedroht zu werden!

"Tja, da schreibt wohl jemand, der noch keine pubertierenden Kinder hat "

und DAS ist das dämlichste Argument überhaupt.
läßt du dein kind nur unterrichten von Lehrern, die selbst pubertäre kinder haben?
Ich hoffe, dein arzt hatte selsbt auch schon alle krankheiten, wegen der du dich bei ihm in behandlung begegeben hast usw...

Beitrag von luka22 - 24.11.11 - 16:01 Uhr

"Tja, da schreibt wohl jemand, der noch keine pubertierenden Kinder hat "

"und DAS ist das dämlichste Argument überhaupt.
läßt du dein kind nur unterrichten von Lehrern, die selbst pubertäre kinder haben?"

Ruhig Blut, Lisa! :-D

Ich habe meinen Schülereltern bei Elternabenden auch immer ganz tolle Ratschläge gegeben. Die Ratschläge sind immer noch toll... in der Theorie. In der Praxis (zumindest in meiner) sieht nun alles ganz anders aus. ;-) Ich für meinen Teil bin inzwischen etwas zurückhaltender, was das Verteilen von guten Ratschlägen angeht.
Ich denke schon, dass es einen großen Unterschied darin gibt, ob man erzieherische Idealvorstellungen nur predigt oder sie schon gelebt hat. Was ich meinen Eltern schon Tolles geraten haben, was die Hausaufgabensituation angeht...von wegen "entspannte Atmosphäre" und so...wenn der eine bockt, weil Deutsch "Scheiße!" ist, die andere weint, weil sie in Mathe nichts kapiert und der Dritte an meinem Bein zerrt, weil er "Auto" spielen will, können schon mal alle Drähte durchbrennen...

Und was deine Beispiele angeht:
Ein Arzt macht seine 100te Naht sicherlich viel schöner, als die erste. Das kann ich dir sogar am Gesicht meines Bruders beweisen :-) (Assistenzärztinnenwerk). Und letztens habe ich eine interessante Studie gelesen, in der verschiedene Methoden des Lese-Rechtschreiberwerbs bewertet werden sollten. Das Ergebnis war, dass nicht so sehr die MEthode über Erfolg oder Misserfolg von LEse-Rechtschreibprozessen entscheidet, sondern die Dienstjahre des Lehrers!
Ähnlich sehe ich es im Bereich des Elterndaseins. Es ist eben das eine Erziehungsratschläge zu erteilen und das andere diese in der Praxis zu leben. Und das eine ist es, pflegeleichte Kinder zu haben und das andere fordernde Kinder. Mein Jüngster ist z.B. so ein pflegeleichtes Kind. Er hat mich ganz im Gegensatz zu meinem Großen noch nie dazu gebracht, meine Mutterqualitäten komplett in Frage zu stellen.

Das alles heißt nicht, dass die Theorie nicht ihre Daseinsberechtigung hat. Schließlich wollen wir wissen, wie das Ideal aussehen sollte. Rein theoretisch...

Grüße
Luka

Beitrag von lisasimpson - 24.11.11 - 16:59 Uhr

ruhig blut ist nicht meine sache:-p

aber jetzt wollen wir doch mal die kirche im dorf lassen.

da schreibt eine mutter in einem erziehungsforum eine frage an laien.

ich sage in wengien sätzen
1. daß sie etwa and ihrer kommunikation verändern muß (ihn weder wie ein kleinkind behandeln noch prügel androhen noch sich selbst wie ein kleinkind aufführen soll)

2. daß Jugendliche auf dem weg ins erwachsenwerden sind und dies eben auch für die gesamte familie bedeutet regeln und absprachen neu zu verhandeln, dem anderen mehr zuzutrauen und andre wege der Unterstützung zu suchen

so- und nu?

hätte ich mehr Empathie zeigen sollen in etwa so
"ich bin ein truscherle aus der Pfalz und Jugendliche sind ganz ganz gemeine, schreckliche wesen. du macht alles gaaanz prima!"

ab wann bin ich qualifiziert hier jemanden der mich darum bittet einen rat zu geben?
was muß ich vorweisen?

Ich war selbst mal 15 und kann mich noch sehr gut daran erinnern, ich habe 5 jahre lang Ferienfreizeiten in dieser Altersklasse betreut, ich habe 5 jahre studium der Pädagogik und Sonderpädagogik (verhaltensstörungen) hinter mir, ich habe 10 jahre lang im Heim gearbeitet mit aggressiven, "unselbständigen" adhs-diagnostizierten 15 jährigen, ich habe 5 jahre familientherapeutische weiterbildung hinter mir, selbst zwei kinder, ich unterrichte junge erwachsene, ich mache fortbildung für Jugendliche und junge erwachsene in der Jugendarbeit ,....
Und jetzt ist im ERNST das argument:
Hab du mal pubertäre kinder..

JA MEIN GOTT, dann hab ich sie.
Dann werd ich genauso 100 mal am tag dämlich auf sie reagieren, wie ich das jetzt mit 2 Kindergartenkindern mache-
ABER- sollte mich jemand fragen, wie man es besser machen könnte oder wie man vielleicht ein gerade aktuelles problem betrachten könnte, dann werde ich dennoch sagen können, was wünschenswert wäre.

daß erziehung immer leicht ist und wir immer alles richtig machen hat kein mensch behauptet.
Daß wir aber nicht von menschen profitieren können, die vielleicht gerade nicht mitten in der gleichen situation stecken wie wir selbst, die einen andern blick auf die situation haben eben WEIL sie nicht gefangen sind im "mit pubertären ist alles schrecklich" wahnsinn, das halte ich für ein gerücht.

so, jetzt ist mein blut wieder in wallung:)

Beitrag von junisonne10 - 24.11.11 - 21:44 Uhr

"Tja, da schreibt wohl jemand, der noch keine pubertierenden Kinder hat"

braucht ein neurochirurg einen gehirntumor um mitreden zu können?

Beitrag von ella1970 - 23.11.11 - 09:53 Uhr

hi,
mein vater hat mich in der ausbildungszeit mal mit den worten geweckt... also wenn du noch pünktlich kommen willst ins büro, musst du genau jetzt dem busfahrer sagen, er soll noch warten!!!

an dem tag war ich sage und schreibe 1,5 h (musste von oberhausen nach düsseldorf mit bus und zug) zu spät im büro, weil ich getrödelt habe!!

von da an gings gut und ich bin nicht mehr zu spät gestartet.

lass ihn, und wenn er mal zu spät kommt, ist es sicher eine bessere lehre als wenn du ihn drängelst! ausserdem hat er es dann selbst verschuldet und somit muss er dann auch sein verhalten ändern

lg
ella

Beitrag von urmel1984 - 23.11.11 - 10:20 Uhr

Hallo

Ich würde mir von meinen Kindern NIE den Mund verbieten lassen oder mich beschimpfen oder beleidigen lassen! NIE!
Egal was man drüber denkt über den folgenden Satz:
Das hätte ich mir bei meinen Eltern nie erlauben dürfen!

So stimme ich dem doch zu!
Ich hätte meiner Mutter NIE an den Kopf: Halt den Mund! geknallt. Ebenso wenig hätte ich sie beleidigen dürfen oder ihr andere Sachen an den Kopf schmeißen dürfen. WENN, dann haben wir darüber gesprochen!
Ich weiß nicht was sie gemacht hätte WENN ich es dennoch getan hätte. Schläge? Nein glaub ich eher weniger! ;-)
Aber dennoch, ich hab es mich erst gar nicht getraut.

Es ist meiner Meinung nach auch Wurst ob er sich das Handy gekauft hat oder wer auch immer. Wenn er zu frech ist, kommt das Teil weg.

Ansonsten würde ich mit ihm sprechen! Dass er solche Sachem DRINGEND zu unterlassen hat! Er hat euch mit dem gebotenen Respekt zu behandeln, ebenso ihr ihn!
Wenn er das nicht tut, musst du Konsequenzen daraus ziehen.
Handy weg, Strafarbeiten im Haushalt, Ausgehverbot, Mp3 Player weg oder was auch immer.

Bei mir hat das gezogen wenn ich was ausgefressen hatte, also Konsequenzen wie 2 Tage Hausarrest oder Strafarbeiten im Haushalt!

Gruß

J.

Beitrag von casey70 - 23.11.11 - 11:50 Uhr

Der meinung bin ich auch.... wir behandel in mit Respekt... Er darf seine Meinung äussern und Vorschläge machen, er darf jederzeit (wenn er kein Termin hat ) zu seinen Freunden in die Stadt gehen die 25 km entfernt ist. ( wir leben auf dem Lande)

Aber den Mund verbieten oder das er auf mich los geht ( was er schon mal getan hat) lasse ich nicht durch gehen.

Beitrag von urmel1984 - 23.11.11 - 10:42 Uhr

Was mir noch eingefallen ist, nachdem ich über diverse Debatten mit meiner Mutter so nachgedacht habe. Ja, ich wollte mit 15 auch ernst genommen werden oder hasste es wenn sie mich "bevormundete". Aber ich habe mich anders ausgedrückt.
Ich habe ihr dann auch gesagt: Mama, das weiß ich doch. Oder: Mama, das weiß ich und kann es alleine erledigen!

Der Ton macht die Musik, das macht viel aus!
Natürlich habe ich mich auch abgenabelt und meine Sachen alleine machen wollen ( Aufstehen, Praktikum usw ) und habe dann auch mit meiner Mutter NORMAL darüber gesprochen, dass ich das ganz gut alleine hinbekomme.

Habe hier gelesen, dass auch mal zu spät kommen lassen Ok wäre.
Darüber kannst nur du entscheiden ob du ihn mal zu spät kommen lassen willst, damit er daraus eine Lehre zieht oder nicht.
Bei uns galt allerdings die Devise: Wer Abends spät ins Bett geht muss morgens zur Schule/Lehre auch wieder früh raus!

Also MEINE Eltern hätten mich diese Lehre nicht ziehen lassen, eher so lange genervt bis ich aufgestanden wäre ;-)

Aber das musst nur du entscheiden können. Wenn du sicher bist, es nützt was, dann lass ihn halt mal zu spät kommen. Wie gesagt, ich würde das so nicht machen, aber es wäre eine Möglichkeit.

Gruß nochmal

J.

Beitrag von thea21 - 23.11.11 - 11:25 Uhr

<<Es wäre sein sache wann er los geht.>>

Und DA liegt der Hase begraben.

15 jährige wollen erwachsen sein und so ehandelt werden.

Kommt er zu spät, trägt er die Konsequenz. Das Prinzip versteht sogar meine 5 jährige Tochter.

Mit 16 habe ich schon 300 Kilometer weit weg von den Eltern allein gelebt und gearbeitet und alles was da passierte, was nicht hätte passieren sollen/dürfen, wurde sanktioniert. Nämlich dort, wo es schief lief, bei mir.

Beitrag von ellannajoe - 23.11.11 - 11:27 Uhr

Hallo,

meine Gedanken dazu: Mit 15 habe ich bereits alles alleine gemacht und wenn ich etwas verschludert und verschlammt habe, dann habe ich es auch alleine ausgebadet. Viele Fehler macht man nur einmal und dann nie wieder. Mit 16 bin

ich ausgezogen und habe mein eigenes Leben gelebt.

Wie das mit ADHS aussieht keine Ahnung, trotzdem wird er jetzt mal anfangen müssen alleine klar zu kommen. Aus Fehlern wird man klug.

Unser 11 jähriges Nachbarskind hat ebenfalls ADHS mit medizinische Untersützung und es läuft, er ist sehr selbständig und wo ich mit 10 noch mit den Augen gerollte habe, klappt es jetzt super und er ist ein sehr eigenständiges Kind.

Bei uns gilt das Motto, wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es hinaus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kind auf einmal respektlos wird, so aus heiterem Himmel.

#winke

Beitrag von bambolina - 23.11.11 - 12:48 Uhr

Hallo

zum Thema Praktikum und weg gehen... Dein Sohn ist alt genug selbst entscheiden zu wollen, wann er geht und wann nicht, dann lass ihn auch. Sollte er zu spät kommen, muss er die Konsequenzen selber tragen - in welcher Form auch immer (Bus verpasst und auf den nächsten warten, Anschiss vom Chef...)

Zum Handy wegnehmen - ist doch egal wem es gehört. Wenn dein Sohn ein eigenen PC hat, darf er den auch nicht unbegrenzt nutzen, bloß weil es seiner ist.
Ob bei Respektlosigkeit die Wegnahme des Handys jedoch die richtige Konsequenz ist...?

Sag ihm doch mal, dass er aufschreiben soll, was ihn alles stört. Schreib du ne Liste, was für dich nicht ok ist. Setzt euch zusammen und findet einen Nenner. Sollte er z.B die "ständigen Ermahnungen" (geh sonst kommst du zu spät) auflisten - das könntest du ja abschaffen. Bei Dingen, die du nicht möchtest, lässt sich vielleicht ein Kompromiss finden.
Im Gegenzug erwartest du keine respektlosen Worte (du machst das auch nicht) etc.

lg bambolina

Beitrag von marion2 - 23.11.11 - 18:36 Uhr

Hallo,

"Ich bräucht mal was neues das zieht damit er mal wieder aufwacht"

ganz falsch.

Lies mal: http://www.nationalgeographic.de/reportagen/wie-ticken-teenager

Das ist ziemlich aufschlussreich.

LG Marion

Beitrag von alex_22_nrw - 23.11.11 - 19:12 Uhr

Also wenn es so harmlos ist, würde ich gar nicht über konsequenzen nachdenken!

Sorry, aber du hast Glück, dass es nicht heftiger abgeht!

LG

Beitrag von juliesunshine - 24.11.11 - 10:01 Uhr

Hi,

WARUM ist der Junge so respektlos? Was ist da im Vorfeld schief gelaufen? So ein Verhalten entwickelt sich doch nicht von eben auf gleich.

Ich bekomme es immer wieder von meinem Stiefsohn (14) mit, der bei seiner Mutter lebt und bei uns jedes 2. WE verbringt. Bei uns ist er superlieb und umgänglich, meistens sogar folgsam;-) Klar gibt es Reibereien oder Meinungsverschiedenheiten, aber das wird dann diskutiert, bis alle zufrieden sind. Aufgestellte Regeln versteht er und hält sie ein. Aber oft ruft seine Mutter bei uns an und heult sich aus, daß er nur aufsässig und frech ist, sie anpöbelt, nicht auf sie hört etc. und sie weiß nicht mehr, was sie tun soll.
Wir haben ihn mal drauf angesprochen: Ja, seine Mutter ist lieb und nett, aber er kann sie nicht ernst nehmen. Sie ist inkonsequent bis zum Erbrechen. Beispiel: Der Junge soll das Geschirr abtrocknen. Sagt, er hat keine Lust, will es aber später machen. Mutter macht es dann einfach selber und sagt: So, du hast nicht abgetrocknet, dann darfst du morgen nicht PC spielen. Er spielt dann aber trotzdem, und sie läßt ihn, weil es so bequem ist und sie sich dann nicht mit ihm beschäftigen muß. Was lernt er daraus?

Na also.

Bei uns heißt es: Du darfst wieder an den PC, wenn du abgetrocknet hast. Da kann er selbst entscheiden, wie lange er das rauszögern möchte. ;-)
Andere Situation: An der Zimmerdecke des Jungen hängt eine fette Spinne. Ich sage ihm, er soll doch den Staubsauger nehmen und sie wegsaugen. Er hat sich mit dem Staubsauger sowas von dämlich angestellt, und ich konnte es nicht begreifen - bis mir aufging, daß er noch nie vorher einen Staubsauger in der Hand gehabt hatte! Zu Hause saugt Mama die Spinne weg, wenn er es ihr sagt, und auch sein Zimmer saugt sie täglich. Wie bitte soll das Kind denn irgendwas Lebenspraktisches lernen??!!

Ich würde Dir raten, Deinem Sohn Konsequenzen aufzuzeigen und sie ihn spüren zu lassen. Und zwar solche, die direkt mit seinem Handeln zu tun haben. Handyverbot, weil er frech war, halte ich für ungefähr so sinnvoll wie Fernsehverbot oder Taschengeldentzug;-)
Wenn er halt wieder rumtrödelt und zu spät kommt, muß er sich halt vom Chef anmachen lassen, bei Wiederholung kann es durchaus sein, daß er aus dem Praktikum fliegt. Wenn man sowas verbockt, dann ist es ein mieses Gefühl, und da kann der junge Mann schon mal drüber nachdenken. Und Brille, Hörgeräte oder sonstige Hilfsmittel werden in der Regel exakt einmal vergessen. Ist halt blöd, halb blind durch die Welt zu laufen oder den Lehrer an der Tafel nicht zu verstehen. Aber das muß er alles selbst mal merken, sonst wird er den Sinn Deiner ganzen "Meckereien" nie verstehen.
Ganz wichtig: Respektiere Deinen Sohn, nimm ihn ernst, "arbeite" mit ihm an seinem Leben. Meckern und lamentieren bewirkt meist das Gegenteil. Besser ist ein konstruktives Erstellen von Regeln oder Abläufen - und das Setzen von Grenzen gehört dazu.

Beitrag von kathrincat - 24.11.11 - 17:31 Uhr

kann deine sohn verstehen, sorry, er ist kein kleinkind und kann selber entscheiden wann er losgeht. du bist respektlos ihn gegen über und er soll nicht so zu euch sein? ihr droht euchen kindern nicht im erstn, mit schlägen:-[

ihr solltet lernen euer kind nicht mehr wie ein kind zu behandeln sondern wie einen erwachsen.