kosenamen

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Beitrag von jack.sparrow - 23.11.11 - 22:43 Uhr

Hallo,

wir haben eine Tochter, die bald 8 Jahre alt wird und die etwas schüchtern ist.

Meine Frau nennt unsere Tochter immer "süße Maus", "kleines Schneckchen", "kleine Maus" o.ä.

Ich selbst will nicht, dass unsere Tochter eine "kleine Maus" ist. Ich nenne sie schonmal "wilder Tiger" aber meistens bei ihrem Namen.

Ich habe meine Frau schon hundertmal gebeten, dieses "kleine Maus" sein zu lassen. Sie schafft es nicht.

Wie seht ihr das. Ist das egal oder sollte ich doch zum hunderteinstenmal versuchen, dass meine Frau diese verniedlichenden Bezeichnungen weglässt?

Beitrag von 3erclan - 23.11.11 - 22:58 Uhr

Hallo

was sagt das Kind dazu???

Meine liebt es wenn ich ihre Kosenamen sage.

lg

Beitrag von morjachka - 23.11.11 - 23:34 Uhr

Hallo!

Wenn sie eine süße Maus ist, dann ist sie kein wilder Tiger. Sie wird nicht selbstbewusster, wenn du sie so nennst.

Wenn deine Frau sie zuhause so nennt, finde ich es ok. Vor anderen Leuten, besonders Mitschülern, ist es natürlich etwas Anderes.

Beitrag von jack.sparrow - 23.11.11 - 23:40 Uhr

Ich denke, wenn man ein Kind tausendmal "kleine Maus" nennt, dann wird es auch eine kleine Maus.

Jungen würden nie "kleine Maus" genannt werden.

Beitrag von morjachka - 24.11.11 - 00:03 Uhr

Hallo!

Ach, mein Cousin war der "Schnuffel", er hat sich auch zu einem normalen Menschen entwickelt...

Habt ihr es schon mit Judo oder einer anderen Sportart versucht? Schüchternheit wächst sich zum Teil auch aus.

Beitrag von jack.sparrow - 25.11.11 - 21:00 Uhr

Jepp, wir gehen schwimmen und sie hat schon das Seepferdchen und springt vom drei-Meter-Brett und andere Kinder in ihrem Alter staunen, dass sie das kann.

Judo interessiert sie nicht so. Ich kann Judo und habe es ihr gezeigt und Judo wird auch in der Ganztagsschule angeboten, da will sie aber nicht hin.

Im letzten Kindergartenjahr hat ein anderes Kind ihr erklärt, dass der größere Bruder in der besagten Ganztagsschule beim Judo ist und dass er ihr eine blutige Nase schlagen würde. Seitdem ist Judo uninteressant.

Beitrag von sunflower.1976 - 24.11.11 - 08:38 Uhr

Hallo!

Doch, ich nenne meinen kleinen Sohn (drei Jahre) "kleine Maus". Allerdings nur zuhause und nicht im Beisein von anderen Kindern.

Bei einer Bastelaktion in der Klasse meines großen Sohnes (1. Klasse) habe ich etliche Mütter gehört, die ihre Kinder im Beisein anderer Leute mit Kosenamen gerufen haben. Das würde ich nicht unbedingt machen. Aber zuhause ist doch okay.
Wichtig ist aus meiner Sicht, dass das Kind mit den Kosenamen einverstanden ist.

LG Silvia

Beitrag von dominiksmami - 24.11.11 - 10:33 Uhr

*lach* nö dafür hab ich meinen Sohn immer Hase genannt...auch eher niedlich, oder?

Beitrag von punkt3 - 24.11.11 - 11:20 Uhr

Mein Sohn ist immer mein Männlein....#kratz

Beitrag von zottel - 24.11.11 - 22:58 Uhr

Hallo

Ich habe das gerade gelesen und sofort fällt mir ein Freund ein. Er wurde von seiner Mutter auch immer Männlein genannt und das haben wir in der Schule übernommen, dann seine Ausbildungskollegen, seine Berufschulkollegen und noch heute frage ich seine Frau...kann ich mal Männlein sprechen und die würde sich wahrscheinlich sogar doof umsehen würde jemand nach Dirk fragen.

Zottel

Beitrag von thyme - 24.11.11 - 12:06 Uhr

Uff, dann frag ich mich ernsthaft, was aus meinem (durchaus wilden) Sohn dereinst werden soll? Er mag es nämlich, wenn ich ihn Knurps nenne #zitter

Beitrag von jack.sparrow - 25.11.11 - 20:50 Uhr

Wenn Du ihn "Knurps" nennst, bedeutet das, dass er ein Knurps wird.

Was genau ein Knurps ist, wirst Du sehen, wenn er ein Knurps geworden sein wird.:-)

Mich interessiert, was ein Knurps ist. Vielleicht könntest Du in ein paar Jahren ein Foto posten, damit man sehen kann, wie ein Knurps so aussieht.

Eine Zeitlang war Roboter bei uns ein Thema und ich habe meine Tochter Roboter genannt, sie hatte einen Schalter zum Umschalten zwischen liebem Roboter und bösem Roboter. Leider konnte sie auch selbst den Schalter umschalten...

Das war aber nur eine Episode und ich habe das Gefühl, sie wird kein Roboter.

Beitrag von lejana - 24.11.11 - 15:42 Uhr

Ich werd heute mit 30 teilweise noch von meiner Mama mit "Mausi" oder "Maus" angeredet.

Und ich behaupte von mir mal, dass ich durchaus selbstbewusst bin und mein Leben im Griff habe.

Es ist vollkommen bedeutungslos wie sie sich in Eurem Beisein verhält. Viele Kinder sind, wenn die Eltern nicht da sind, durchaus "starke Tiger". Den Kosenamen find ich (als Mädchen) allerdings sowieso doof und mehr als peinlich, sorry.

Und dräng sie nicht zu Sachen (auf Baume klettern usw) die sie vielleicht gar nicht wirklich will und dann nur Dir zuliebe macht. Das ist mehr als kontraproduktiv.

Nein, Jungs nennt man nicht kleine Maus - ich nenn meinen (Schnuffel)Bärchen. Ob das lt. Deiner Theorie vorteilhafter ist? :-p

Beitrag von jack.sparrow - 25.11.11 - 20:38 Uhr

Ich dränge meine Tochter nicht. Nur ganz selten, als sie z.B. schon super gut schwimmen und tauchen konnte und ich sie mit sanftem Druck dazu bewegt habe, das Seepferdchen zu machen.

Seitdem ist sie super stolz darauf und springt vom drei-Meter-Brett, ganz ohne drängen, sondern weil sie es möchte.

Manchmal ist ein sanfter Druck ganz hilfreich. Das ist halt Erziehung.

Beitrag von lejana - 25.11.11 - 22:22 Uhr

Dann hab ich das wohl falsch verstanden.

Andererseits behaupteten auch die "Eiskunstlauf-Eltern", dass sie ihr Kind nicht gedrängt hätten, höchstens in die richtige Richtung geschubst. #schein:-p #sonne

Beitrag von zahnweh - 25.11.11 - 21:35 Uhr

Also meine hab ich von Geburt an mehr als oft "kleine Maus" genannt.

Sie ist körperlich nicht so groß, ihre große freche Klappe, Ausdrucksweise und Selbstbewusstsein macht ihr kaum jemand nach! Durchaus höflich, aber selbstbewusst, da könnte ich mir mehr als eine Scheibe abschneiden.

Mutig in Bezug auf alles motorische.
Kontaktfreudig
....

Jungs werden hier auch manchmal "Maus" genannt oder kleine Maus.
Auch bei ihnen kam der Punkt, wo sie rebellierten und andere Kosenamen bevorzugten. Oder dann bei Mama auf dem Schoß doch noch mal das kleine Kuschelkind sein wollten.

Beitrag von babylove05 - 25.11.11 - 23:48 Uhr

Ja also mein Sohn ist mein Hase , und er wird deswegen sicher nicht zum "Hasenfuss" . Meist sagt er dann er ist kein Hase sondern ein Drache , aber dann kommt er doch immer wieder undsagt Mama ich bin dein Hase ... also was hat den bitte der Kosename mit dem Selbstvertrauen zutun ? Das liegt man miest kindern schon in die wiege , haben sie solches nicht gibt es andere Mittel und wege , aber des hat 100% nichts mit den Kosenamen zutun , sondern in den man sie AUfbaut und unterstüzt .

Und ich glaub den Kind ist es egal ob man sag ... Toll hast du des gemacht mein Hase , oder toll hast du des gemacht mein Tiger ....

Lg Martina

Beitrag von nele27 - 28.11.11 - 14:11 Uhr

***Jungen würden nie "kleine Maus" genannt werden***

Na, wer wird da denn in alten Klischees hängen bleiben #nanana Auch der Wille, genau das Gegenteil vom Klischee zu machen - also das Mädchen zum Tiger statt zur Maus zu machen - ist und bleibt das Klischee. Mach Dich bei der Tiger- und Mausfrage mal frei von den Geschlchtern! Es gibt unter den Jungs Tigertypen und Maustypen und unter den Mädchen auch! Wenn Deine Tochter eine kleine Maus ist, dass ist sie das eben... das macht sie nicht schlechter als wenn sie ein wilder Tiger ist.

Mein Großer (4) ist übrigens aus gegebenem Anlass "das Muckelchen" :-) Er stört sich gar nicht dran, auch wenn ich die Bezeichnung nur zu Hause verwende, damit er nicht irgendwann mal damit aufgezogen wird.
Wahrscheinlich ist er mit 20 noch Mamas Muckelchen #rofl

LG, Nele

Beitrag von witch71 - 23.11.11 - 23:35 Uhr

Ich war jahrelang für meine Mutter "Spatz". Und glaube mir, ich sehe wahrlich nicht im Geringsten so aus! Und charakterlich bin ich auch keiner.

Du glaubst, dass so ein verniedlichender Kosename das Kind in seiner Art bestätigt und in der schüchternen Rolle unterstützt, richtig? Und diese Art magst Du nicht so gern?

Beitrag von jack.sparrow - 23.11.11 - 23:48 Uhr

Genau. Du hast es erfasst.

Ich tue alles dafür, dass unsere Tochter ein fröhlicher und selbstbewusster Mensch wird und ich halte dieses "kleine Maus" für eine fast 8 jährige für nicht mehr angemessen.

Ich ermuntere unsere Tochter auf Bäume zu klettern und Jungs Paroli zu bieten.

Beitrag von dominiksmami - 24.11.11 - 10:35 Uhr

warum soll sie das wenn es nicht ihrem Wesen entspricht?

Ich denke nicht der Kosename ihrer Mutter presst sie in diese Rolle, sondern deine offensichtlich hohe Erwartungshaltung.

Es gibt Kinder die sind eher schüchtern und wenn DU ihr beibringst das sie so wie sie ist vollkommen in Ordnung ist und sie unterstützt, dann kann sie genau daraus das nötige Selbstbewusstsein schöpfen um eventuell offener zu werden mit der Zeit, eben dann wenn sie soweit ist.

Nicht dann wenn DU es gerne hättest.

lg

Andrea

Beitrag von jack.sparrow - 25.11.11 - 20:33 Uhr

Ich habe nicht geschrieben, dass ich von ihr erwarte, auf Bäume zu klettern oder ein wilder Tiger zu sein, sondern dass ich sie ermuntere.

Ich kann auch nicht in einem Eingangspost meine gesamte Erziehungsphilosophie darlegen. Natürlich ist sie so wie sie ist völlig in Ordnung und die beste überhaupt. Und natürlich lasse ich ihr alle Zeit der Welt...

Beitrag von jazzbassist - 24.11.11 - 00:39 Uhr

Ich verstehe, worauf die Frage hinausläuft … interessantes Thema.

Also ich weiß, dass es für das Selbstvertrauen eines Kindes eine verheerende Wirkung haben kann, wenn es von den Eltern z.B immer wieder eingeredet bekommt: »Das schaffst du noch nicht; dafür bist du doch noch zu klein/jung/schwach etc.« Und ich habe in der Erziehung meines Sohnes durchaus festgestellt, dass es oftmals wesentlich einfacher ist (eher war), etwas von einem »großen Jungen / jungen Mann« zu verlangen i.S.v. »Du bist doch schon ein großer Junge…« als z.B. über einen anderen Weg. Und wenn Sie Halloween z.B. mal irgendwo verbracht haben, wo Trick or treat einfach dazu gehört, stellt man durchaus fest, dass diese Kinder (auf Grund ihrer Verkleidungen/Kostüme) wesentlich selbstbewusster auftreten, als sie das für gewöhnlich täten. Das lässt sich auch in Rollenspielen von Kindern beobachten.

Ich glaube also schon, dass, wenn wir ihre Tochter jetzt die nächsten Jahre lang nur noch mit »wilder Tiger« ansprechen, man dem Ziel (selbstbewussteres Kind) zumindest näher kämen, als, wenn wir sie nur mit »kleine Maus« ansprechen würden. Andererseits … solange sich Ihre Tochter dabei wohl fühlt (und ihr das z.B. nicht peinlich/unangenehm ist [kann einem Kind in dem Alter - wenn z.B. eine Freundin zu besuch ist - ja dochaus schon peinlich sein, von Mama noch »kleine Maus« oder vom Papa »wilder Tiger« genannt zu werden]) und sich auch Ihre Frau das einfach noch am schönsten findet, ihre Tochter »kleine Maus« zu nennen, würde ich tunlichst vermeiden, daran etwas zu ändern. Es gibt da wesentlich effektivere Wege, dass Selbstvertrauen eines Kindes zu stärken … marjochka hat da schon ein gutes Beispiel genannt (z.B. ein Selbstverteidigungskurs oder eine etwas ausgefallenere Sportart/Hobby).

Beitrag von jack.sparrow - 25.11.11 - 21:08 Uhr

Danke, der Hinweis war genau richtig. Meine Frau ist tatsächlich sehr ängstlich und macht sich immer große Sorgen und ich bin eher dafür, neue Dinge auszuprobieren/zu wagen.

Meine Frau dachte z.B. Anfangs des zweiten Schuljahres sehr lange, die Tochter schafft den Schulweg nicht alleine bzw. er sei zu gefährlich, ich dachte sie schafft es.

Sie schafft den Schulweg alleine.

Beitrag von urmel1984 - 24.11.11 - 08:20 Uhr

Hallo

Meine Große ist auch ein bisschen schüchtern. ( Knapp 7 Jahre alt )
Trotzdem bleibt sie mein Käfer oder mein Bärchen, weil sie so große braune Knopfaugen hat.

Sie geht 2 mal wöchentlich ins Karate was ihr etwas mehr Selbstvertrauen gibt. Sie geht seid etwa 1 1/2 jahren schon dort hin, hatte auch schon ihre erste "Prüfung" und bestanden.
Sie hat nun den Gelb/Weißen Gürtel #pro

Den Spitznamen würde ich deiner Frau lassen aber wie andere schon geschrieben haben, würde ich dem Kind zu Liebe vor Freunden oder Mitschülern eben nur ihren Vornamen verwenden.

Ebenso wäre es eine Möglichkeit sie in einem Sportverein anzumelden. Muss ja nicht Karate sein, aber etwas bei dem sie Erfolg hat, was sie alleine macht!
Das gibt Selbstvertrauen!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eben manche Kindern eher schüchtern sind, andere eher nicht. "Zwingen" wirst du dein Kind nicht können offener zu sein.

Du kannst sie unterstützden offener zu werden, aber so eine "Charaktereigenschaft" ist nunmal wie sie ist ;-)

Gruß

J.