Nachdem ich öffter mal gelesen habe, das Frauen total angst vor der Einleitung haben, dachte ich mir, das ich mal meine Geschichte (20Monate zu spät 

) erzähle. Vielleicht kann ich euch ein wenig Angst nehmen.
Dann auch mal unser Geburtsbericht!
Kurz vorweg:
Mein Arzt hat einen Ultraschall gemacht, weil die Herztöne beim CTG auffällig waren. Dabei hat er gesehen, das ich kein Fruchtwasser mehr habe. Das war an einem Freitag. In der 24.Ssw und 27.Ssw lag ich jeweils 1 Woche im KH wegen vorzeitigen Wehen und mein MuMu verkürzte sich zusehens. Ich nahm bis zu diesem Freitag Wehenhemmer. Am Wochenende gab´s dann Globulis, Tee usw zur "natürlichen" Einleitung, Gebärmutterhals verstrichen, MuMu 2cm auf (seit fast 5 Wochen) aber Ina wollte nicht raus. 
Also am Montag zum 100jährigen Weltfrauentag ab in´s KH zur Einleitung.
Morgens im KH angekommen, haben mein Männe und ich erst einmal gefrühstückt, uns im Zimmer halbwegs eingerichtet und ich mich umgezogen.
Im Kreissaal wurde dann CTG geschrieben, 2x Braunüle legen (die Erste saß nicht), Blut abnehmen, Muttermund immernoch 2cm und GMH verstrichen (wie eine Woche zuvor auch schon) ...
"Wir starten, wie bei einem Wehenbelastungstest" meinte Silvia(Hebamme) und schloss mich um 10:30 Uhr an den Wehentropf an. Keine 10 Minuten später hatte ich dann schon die ersten Wehen. Zum Glück fing es nicht mit starke Wehen an, sondern nach und nach wurden die Wehen erst stärker. Bei der Großen hatte ich von Anfang an starke und schmerzhafte Wehen ohne Einleitung. Ich hing die ganze Zeit über am CTG und Ina´s Herztöne wurden überwacht. Sie machte super mit. 
11:30 Uhr Muttermundkontrolle, 4cm, die Wehen sind also wirksam. Rücksprache mit dem Arzt. "Wenn du möchtest öffnen wir jetzt die Fruchtblase, aber dann ist es endgültig!"... Na klaro!!! Neugierde und Vorfreude auf die Maus waren überdimensional. Und der Arzt behielt Recht. Fruchtwasser, wo?
Silvia ritzte 2x und war sich nicht ganz sicher, ob die Blase offen war. Erst als ich mich aufrichtete lief Fruchtwasser aus mir raus, aber sooo wenig. Ich hatte das Gefühl, das nichtmal ein kleines Glas hätte damit befüllt werden können. Einleitung... definitiv die richtige Entscheidung! ![]()
Ab dann... stehen, sitzen, liegen... alles doof... Wehen wurden immer stärker und echt unangenehm. "Iss erstmal was und dann gehst du in die Wanne" sagte Silvia.
Um kurz nach 12:00 Uhr bekam ich dann mein Mittagessen in den Kreissaal. Lecker königsberger Klopse. Ich brauchte fast eine Stunde zum Essen, denn Essen ging ja nur in den Wehenpausen. Boar, hatte ich einen Hunger und Durst die ganze Zeit. Mineralwasser mag ich eigentlich nicht sooo gerne, aber in der kurzen Zeit trank ich 2 Liter davon.
Nach 13:00 Uhr, Muttermund fast 6cm und ich stieg in die Wanne. Ab jetzt brauchte ich kein Wehentropf mehr. In der Wanne wurden die Wehen dann so stark, das ich Probleme mit dem Veratmen bekam und mehr jammerte als alles andere. 
Später (fragt mich bitte nicht nach der Zeit, denn Denken/Uhr lesen war nicht mehr möglich!) war der Muttermund fast 8cm und ich sollte ruhig, wenn ich möchte, ein bisschen mitschieben. Silvia rief den Arzt an, das er zur Geburt kommen könnte.
Bei nur einer Wehe rutschte mir dann die Püppi von Beckeneingang nach Beckenausgang.
"AUA!!!"
Kann ich da nur sagen.
Muttermund jetzt fast 9cm. Dieses *ichmöchtemitschieben*-Gefühl hatte ich schon eine Weile, aber nicht sooo das ich die Wehen als Presswehen hätte deuten können. Von da an hatte ich dann aber devinitiv Presswehen.
Der Arzt hätte garnicht mehr kommen brauchen.
Als er kam hatte ich schon die ersten Presswehen. Hände desinfizieren usw... Er zurück im Kreissaal, war schon fast der Kopf da und kurz darauf um 15:37 Uhr auch meine Püppi. 




Eigentlich hatte ich garkeine Wassergeburt geplant, weil ich die Wanne bei der Geburt meiner Großen abscheulich und echt unangenehm fand. Diesmal war ich faul und wollte mich unter den Wehen nicht mehr bewegen und ehrlich gesagt tat mir das warme Wasser gut. 
Joar... das war´s.
Mit 5 Stunden und 3 Presswehen habe ich es gut getroffen, denke ich. 
Wenn ich an die Geburt der Großen zurück denke... oh man... ich hatte soooooo hammer heftige Schmerzen OHNE Einleitung. Dauerwehen die gehemmt werden mussten weil ich keine Luft mehr dazwischen hatte. Zwei Minuten lange Wehen, nur 20 Sekunden Pause dazwischen und das von Anfang an. Es ging direkt mit solchen Wehen los... Von wegen die ersten Wehen kommen im Halbenstundentakt...
. Ich habe nur geschrien.
Nur die Presswehen waren erträglich.
Von daher war ich bei der Einleitung 2 Wochen vor ET (ich hab so viele Schauergeschichten gehört von hammer Wehen und endlosen Geburtsberichten...) total entspannt und dachte mir... so schlimm wie bei der erste Geburt können die Schmerzen garnicht werden!
Ich behielt Recht... aber vielleicht lag es auch einfach daran, das ich ohne Angst und Zweifel in den Kreissaal ging. Klar war ich aufgeregt, aber nicht wegen dem was mir bevor stand, sondern auf die Maus, die ich ENDLICH kennen lernen durfte. 














Sicher kann es auch so schauerlich laufen wie berichtet wird, aber nichts MUSS, alles KANN! 
LG Kati
Einleitung... es muss nicht so schlimm kommen
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von kainis - 24.11.11 - 08:44 Uhr
Beitrag von wunschmama83 - 24.11.11 - 18:47 Uhr
huhu kati!
hast du toll geschrieben 
Wahnsinn wie die Zeit vergeht... 
Liebe Grüße von der (ich glaub offiziellen) ersten Märzmami 2010

Michi
Beitrag von babybaer4 - 24.11.11 - 22:32 Uhr
Hallo,
ich kann auch nur postiv von unserer Einleitung reden.
Gel gelegt,10min später direkte heftige Wehen ,4 Stunden später war unsere Tochter da
Unser Sohn schaffte es alleine die Wehen anzuschubsen und da empfand ich die Geburt als schwieriger.Hitzewallungen wechselten sich mit absoluten frieren ab,die Spuckschlüssel war mein bester Freund und die Presswehen waren irgendwie keine richtigen.Nach 8 Stunden war aber auch das geschafft.
lg Sabine
