Hallo,
meine Tochter ist 4 Jahre alt und geht seit zwei Jahren in den Kiga .....
Es gefällt ihr im Kindergarten gut, sie ging bisher immer sehr gerne dort hin, hat auch Freunde mit denen sie gerne spielt und auch sonst passt alles dort!
Nun hat sie ganz plötzlich eine Phase bekommen (ohne das etwas vorgefallen ist, zumindest ist der Erzieherin nichts aufgefallen), wo sie mir schon früh morgens sagt das sie nicht in den Kiga will ..... es gibt jeden Morgen Tränen und Gebrüll wenn ich sie dort abgebe

Sie beruhigt sich zwar dann nach einiger Zeit wenn ich weg bin, aber sobald irgendetwas nicht so läuft wie sie es gerne will erbricht sie vor Wut

Als Beispiel:
- sie soll etwas basteln, sie möchte aber lieber in der "Entspannungecke" spielen ..... sobald man ihr sagt das sie das später wieder machen darf, stellt sie sich hin und spuckt 
- oder sie sagt sie hat Hunger (obwohl sie zuhause gefrühstückt hat), die Erzieherin sagt ihr dann das sie warten muss bis alle Kinder essen (das ist gegen 10 Uhr) .... dann dreht sie sich um und spuckt 
Eigentlich passiert es immer dann wenn sie ihren Willen nicht bekommt 
Zuhause haben wir glücklicherweise dieses Problem nicht, das kommt nur im Kindergarten vor!
Wenn ich sie zuhause frage warum sie das macht, sagt sie immer nur: "das kommt halt aus meinem Mund raus" 
Sie spuckt leider nie auf der Toilette, sondern immer da wo sie gerade ist .... mir ist das schrecklich peinlich der Erzieherin gegenüber, da sie fast jeden Tag alles wegputzen muss!
Ich weiss überhaupt nicht wie ich reagieren soll 
Ich hab ihr schon ganz oft gesagt das sie sowas nicht machen darf, das das ganz scheusslich für die Erzieherin und die anderen Kinder ist, das die anderen Kinder dann nicht mehr so gerne mit ihr spielen möchten wenn sie ständig spuckt. Ich habe ihr auch schon erklärt das das nicht gesund für sie ist wenn sie jeden Tag mehrmals erbricht .... aber es wird nicht besser 
Ich hab es auch schon versucht einfach zu ignorieren und garnichts dazu zu sagen, aber das hilft auch nicht!
Ich kann doch nicht böse auf sie sein .... sie tut mir ja auch irgendwie leid 
Aber irgendwas muss ich doch machen, sie kann ja nicht jeden Tag spucken und vorallem muss man teilweise die Spielsachen im Kindergarten schon wegwerfen weil sie draufgespuckt hat
Das ist mir alles so peinlich 
Dieses Problem haben wir nun seit mehreren Monaten und es ist keine Besserung in Sicht! Beim Kinderarzt sind wir schon gewesen, körperlich ist alles in Ordnung. Er hat uns zu einer psychomotorischen Gruppe geschickt, aber da will sie partou nicht hingehen, dort gibt es auch jedes Mal ein riesen Geschrei 
Ich weiss nicht mehr weiter 
Hat Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann mir anderweitig Tipps geben????
Ich hab total Angst das ihr dieses Problem bleibt und sie auch später (in Schule, Beruf usw.) immer spucken muss wenn eine Situation auftritt die ihr nicht gefällt 
Ich bin über jeden Tipp dankbar!
lg lollipop
Tochter (4) erbricht immer wenn sie ihren Willen nicht bekommt (im Kiga) - bitte HILFE!!!
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Beitrag von lollipop24 - 25.11.11 - 11:07 Uhr
Beitrag von gustav-g - 25.11.11 - 11:38 Uhr
ein Kinderpsychologe kann vermutlich helfen.
Beitrag von lollipop24 - 25.11.11 - 11:45 Uhr
Danke für deine Antwort!
Ich weiss nicht ob ein Psychologe der richtige Weg ist. Natürlich steht außer Frage, dass sie ein "psychisches" Problem hat.
Doch was macht ein Psychologe? Er wird meinem Kind Medikamente geben, die sie "ruhiger" werden lassen .... und was signalisiert das meinem Kind?
Immer wenn ich in eine Situation komme dir mir nicht passt kann ich eine Pille einwerfen und schon gehts mir besser!
Ich weiss nicht ob das der beste Weg wäre?!
Aber trotzdem danke ich dir für deine Antwort! Ich werde mir darüber Gedanken machen!
lg lollipop
Beitrag von juliesunshine - 25.11.11 - 11:50 Uhr
Das mit den Pillen ist doch Quatsch. Ein guter Kinderpsychologe wird versuchen, Ursachenforschung zu betreiben und Deinem Kind eine entsprechende Therapie zu verordnen. Es muß ja einen Grund haben, warum sie sich immer in denselben Situationen übergibt. Anscheinend kann sie das ja nciht beeinflussen. Und Schimpfen hilft auch nicht, im Gegenteil.
Medikamente können vorübergehend unterstützend verabreicht werden.
Außerdem gehts hier nicht um die Ruhigstellung eines Kindes.
Beitrag von polar99 - 25.11.11 - 11:52 Uhr
Ein Psychologe wird bei einer 4 Jährigen in dem Falle keine "Pillen" verschreiben". Das habe ich noch nie gehört.
Sie hat eine Verhaltensstörung entwickelt, die sich wohl psychosomatisch äußert. Dem kann man mit einer Verhaltenstherapie entgegenwirken, jedoch nicht mit Pillen
Beitrag von bambolina - 25.11.11 - 13:10 Uhr
Es gibt auch andere Methoden einem Kind zu helfen, ausser Medis !!!
Beitrag von lisasimpson - 25.11.11 - 13:21 Uhr
ein psychologe wird sich hüten einem 4 järhigen kind medikamente zu verabreichen (abgesehen davon, daß er dies sowieso nur könnte, wenn er gleichzeitig mediziner wäre)
aber ich kann deine bedenken verstehen-
daher wäre mein erster gang der zu einer erziehungsberatungsstelle- dort haste psychologen, die sich speziell mit Kinder nauskennen, die keine medikamente verabreichen und die mit dir klären können, wie du dein kind unterstützen kannst, die vielleicht auch mal in den kindergarten kommen können und die dich verweisen können, falls notwendig.
wenn dieses verhalten schon über monate so läuft und weder du noch der Kindergarten ideen hat, wie ihr damit umgehen könnt, braucht es jemanden von außen, de sich ds mal anschaut!
Beitrag von magierin79 - 25.11.11 - 17:01 Uhr
Ich weiss ja nicht wie es in Deutschland ausschaut, aber bei uns in Österreich dürfen Psychologen gar keine Medikamente verschreiben sondern nur der Psychiater.
ich war selbst lange in Behandlung, deshalb weiss ich das.
Der Psychologe sucht nach der Ursache und macht dann die entsprechende Therapie, verhaltenstherapie, gesprachstherapie, einzeln oder in der Gruppe....
ich habe kein einziges mal bereut, zu ihm zu gehen
viel Glück
Beitrag von sunflower.1976 - 25.11.11 - 19:52 Uhr
Hallo!
Auch in Deutschland darf ein Psychologe keine Medikamente verordnen.
Die Angst, deswegen mit dem Mädchen nicht zu einem Kinderpsychologen zu gehen, ist völlig unnötig.
Lg Silvia
Beitrag von pcp - 25.11.11 - 17:02 Uhr
>Er wird meinem Kind Medikamente geben, die sie "ruhiger" werden lassen ...<
Wer hat Dir den Mist erzählt?
Beitrag von marion2 - 25.11.11 - 12:25 Uhr
Hallo,
"Eigentlich passiert es immer dann wenn sie ihren Willen nicht bekommt "
Das können meine auch. Sie vergessen, zu atmen, wenn sie sich aufregen und dann wird ihnen schlecht. Ich muss sie also nur ans atmen erinnern.
"Wenn ich sie zuhause frage warum sie das macht, sagt sie immer nur: "das kommt halt aus meinem Mund raus" 

Ja, klar! Da hat sie doch Recht.
"Ich hab ihr schon ganz oft gesagt das sie sowas nicht machen darf, das das ganz scheusslich für die Erzieherin und die anderen Kinder ist, das die anderen Kinder dann nicht mehr so gerne mit ihr spielen möchten wenn sie ständig spuckt."
so ganz freiwillig erbrechen sich Kinder nicht.
Mach keinen Druck. Frag die Erzieherin genauer aus. Sie muss ja wissen, was vorher passiert und sollte entsprechend reagieren können. Ansonsten siehe oben.
Gruß Marion
Beitrag von tammyli - 25.11.11 - 13:43 Uhr
Hallo, mich würde ja mal eher interessieren wie die Kindergärtnerin damit umgeht. Bei Euch zu Hause scheint ja alles in Ordnung zu sein.
Was mich etwas stört, ist aber in vielen Kitas so, dieser allgemeine Bastelzwang. Furchtbar. Sie kann eventuell ihre Wut nicht anders äußern und reagiert eben so.
Beitrag von soluna00 - 12.12.11 - 01:17 Uhr
was denkst du, wieviel eltern es gibt, die sich darueber echauffieren, das zuwenig gebastelt wird...
lg
Beitrag von sillysilly - 25.11.11 - 20:07 Uhr
Hallo
die Frage ist für mich -
kommt sie mit der Brecherei durch .....?
klar muß sie nicht zum Basteln ect. gezwungen werden
aber "benützt" sie das Brechen um bestimmte Situationen zu vermeiden ? und kommt sie damit durch ???
kann sie durch das Brechen - für sie unangenehme Situationen vermeiden ....?
Ich will damit nicht sagen, daß man sie zu allem Zwingen sollte, was sie nicht will
aber sie unterstützen durch solche Situationen zu gehen ....
sie mehr an der Hand nehmen und sich den Situationen zu stellen ...
z.B. auch wenn sie bricht, ihr danach erklären warum das jetzt nicht möglich ist
z.B. auch wenn sie bricht, sie dann nicht unbedingt vom Bastelangebot zu befreien - sondern schauen, warum sie nicht basteln will ..... kann man ihr da Hilfestellung geben das das Basteln mehr Spaß macht, ect. auch mal unter besonderer Betreuung, liebevoller Hilfestellung
z.B. das du mit ihr zu Hause nochmals besprichst, daß eben erst um 10.00 gemeinsam gegessen wird und sie ja auf dem Weg zum Kiga noch einen Apfel essen kann, damit ihr die Zeit nicht so lange vor kommt
Wir hatten mal ein Kind, daß hat täglich erbrochen um abgeholt zu werden
Anfangs haben wir das nicht so realisiert und immer angerufen .... die Eltern dann total panisch .... nach einiger Zeit was wir im bösen Kindergarten so machen .....
und dabei hatte das Kind gelernt es wird abgeholt wenn es bricht ....
... das Kind hat dann in den Nachbarkindergarten gewechselt - weil wir das Kind "zum Brechen" bringen ....
und was soll ich sagen .... da ging es dann genauso weiter ..... bis später hin im Deutschkurs an der Schule ....
Ursache: das Kind war zu Hause sehr eingebettet, Mama, Papa, Schwester, Bruder waren zu Hause -Rund um die Uhr - das Kind konnte so gut wie kein Deutsch - und hat nicht verstanden, warum es aus dem Familiensystem sollte .... fühlte sich raus geworfen ....
und die Eltern haben nicht verstanden, warum es für das Kind schwer ist sich einzugewöhnen
deswegen das Kind begleiten, liebevoll nach der Ursache suchen - aber versuchen einen Weg zu finden es nicht zur Methode werden zu lassen
eine Erziehungsberatungsstelle hat bestimmt gute Tipps wie man im Alltag damit umgehen kann, im Kindergartenalltag
wahrscheinlich dreht sich ihr im wahrsten Sinne des Wortes - der Magen um - wenn sie vor unangenehmen Situationen steht ...
Grüße Silly
Beitrag von alpenbaby711 - 25.11.11 - 20:14 Uhr
In wiefern sie das ganze vielleicht auch als Erpressung benutzt um ihren Willen zu kriegen ist schwer zu sagen. Wäre das so könnte sie ihre Schweinerei auch selbst mit wegmachen. ABer das müßte man eben abwägen aus welchen Gründen sie das tut.
Ela
Beitrag von lollipop24 - 26.11.11 - 11:38 Uhr
DANKE für all eure Antworten!!!!
Ihr habt mir sehr weitergeholfen 
lg lollipop
Beitrag von karna.dalilah - 26.11.11 - 20:15 Uhr
So was hat mein .Grosser auch fertig gebracht.
.Aus Wut hat er meiner Schwiegermutter aufs Kissen gek...
Das Ganze hat sich aber relativ schnell gegeben, nachdem ich ihn die Sauerei selber hab wegmachen lassen....
Beitrag von hannah696 - 27.11.11 - 09:04 Uhr
Sie MUSS was im Kindergarten basteln? Scheint ja ne "tolle" Einrichtung zu sein...!
Außerdem bricht sie ganz bestimmt nicht mit voller Absicht, deshalb finde ich es völlig daneben zu sagen, dass das ganz "scheußlich" ist und ihr zu vermitteln, dass es ganz schrecklich schlimm ist.
Abgesehen davon wird das dadurch auch verstärkt.
Ich würde auf jeden Fall mit ihr zum Kinderpsychologen gehen, wie hier auch schon geraten wurde.
LG
Beitrag von anneli1105 - 29.11.11 - 19:56 Uhr
Hi
ich hatte mal so ein Mädel in der Gruppe, dass auch aus selbigen Gründen "gespuckt" hat .... Sie hats dann 2x selbst wegwischen müssen (mit Absprache der Mutter!!!!) und sie hats gelassen .... je mehr Aufmerksamkeit, desto öfter hat sie gespuckt, es stand ein Eimer mit Wasser für sie in der Ecke und Lappen und naja, es hat gefruchtet sag ich mal.....
Viel Glück
