http://www.bild.de/news/ausland/news-ausland/schwangere-verliert-zwillinge-abtreibung-falsches-baby-21215754.bild.html
was kann eine Frau alles ertragen?!

wie schrecklich
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Beitrag von steffihst1985 - 26.11.11 - 05:38 Uhr
Beitrag von steffi-schatz - 26.11.11 - 06:52 Uhr
für die beiden jungs, mit der Mutter habe ich persönlich kein mitleid, sie wollte ja immerhin eins ihrer Kinder loswerden
(ja ich bin gegen abtreibung, besonders in der 32. Woche)
Beitrag von steffihst1985 - 26.11.11 - 07:06 Uhr
ich bin eigentlich auch gegen Abtreibung, aber ein ganz klein bisschen tut sie mir doch Leid 
lieber würde ich das kranke Kind zur Welt bringen und alles versuchen, dass es wieder gesund wird...aber nun ist es leider passiert


andere Frauen wünschen sich sehnlichst ein Kind und denn liest man sowas
Beitrag von miau2 - 26.11.11 - 09:41 Uhr
lt. anderen Quellen (z.B. unsere Tageszeitung) war das Baby, das abgetrieben werden sollte nicht lebensfähig. Von "es wäre mit unzähligen Operationen..." stand da komischerweise nichts.
Vielleicht ist die Bild nicht ganz die ideale Informationsquelle - oder in der anderen stand es falsch. Wer will das schon wissen (wobei - wenn etwas in der Bild doch zu derart anderen Interpretationen verleitet als in anderen Zeitungen, die den Namen auch verdienen, dann kommt mir bisweilen ein gewisser Verdacht...)
Egal wie - da man nicht alle Fakten hat (wer weiß, ob die weitere Fortführung der Schwangerschaft mit dem kranken Kind das Leben des anderen auch gefährdet hätte...) die Mutter zu verurteilen ist schon ziemlich krass.
"Nicht lebensfähig" wäre für mich die einzige Diagnose gewesen, mit der ich je in der Lage gewesen wäre, ein Kind abzutreiben.
Beitrag von sparrow1967 - 27.11.11 - 12:22 Uhr
Immer nett über andere den Stab brechen, nech?!
>>sie wollte ja immerhin eins ihrer Kinder loswerden<<
Fand ich doch dazu einen netten Spruch:
>>Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.
Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen.<<
http://www.wiesner-kriegsdorf.de/index.php?article_id=5
sparrow
Beitrag von oberhuhnprillan - 27.11.11 - 13:02 Uhr
Ja, und dann auch noch aufgrund von Informationen aus der Bild
Beitrag von liki - 27.11.11 - 13:25 Uhr
Danke für diesen Spruch.
Bisher habe ich das immer mit eigenen Worten versucht, den Menschen zu vermitteln, der Spruch aber kann es viel besser und eindringlicher.
Ich habe ihn mir ausgedruckt und werde ihn mir aufheben.
Liebe Grüße, Liki
Beitrag von spatzl75 - 27.11.11 - 21:15 Uhr
Urteile nicht über Situationen in denen Du Dich nicht selbst befindest!
Nur ein kleiner Rat für Dein Leben - ob Du ihn nun annimmst oder nicht.
Beitrag von lemon007 - 26.11.11 - 09:32 Uhr
Hab ich auch gerade gelesen und kann es nicht verstehen, wie man ein Kind in der 32. Woche abtreiben lassen kann. So kurz vor der Niederkunft. Ich kämpfe doch um mein Kind, auch wenn es unzähliche Operationen hätte überstehen müssen. Es stand ja nicht dabei, dass es nicht überlebensfähig gewesen wäre.
Nun hat sie beide nicht mehr. Für die Kinder tut es mir leid. 

Für die Frau hält sich mein Mitleid aber auch in Grenzen.
LG
Beitrag von aylin80 - 26.11.11 - 18:18 Uhr
Bloss muss man manchmal schon überlegen, ob so ein Leben für ein kleines Baby überhaupt lebenswert ist. Unzählige Operationen, Schmerzen, vielleicht Behinderungen.
Da sollte man als Mutter schon mal seinen Egoismus hinten anstellen und genau nachdenken und abwägen.
Beitrag von lemon007 - 26.11.11 - 18:50 Uhr
Und wer entscheidet es, ob es für das Kind lebenswert gewesen wäre, oder nicht?
Egoismus? Ich denke, dass sowohl der eine, als auch der andere Weg für die Mutter nicht leicht gewesen wäre. Eine Mutter, die unzählige Male vor dem OP stehen muss und um das Leben ihres Kindes bangen muss.
Ich finde hier das Wort "Egoismus" völlig fehl am Platze.
Beitrag von -anonym- - 26.11.11 - 09:37 Uhr
Ich habe da kein Mitleid mit der Frau.. eher mit den Babys
Vielleicht hätte man den Herzkranken Säugling nach der Geburt helfen können.
Auch wenn es nicht der Fall war ( habe Artikel nicht gelesen) hätte er wenigstens würdevoll sterben können..
Beitrag von pollypo - 26.11.11 - 09:55 Uhr
Der Bericht über das Wunderkind Luna,
wird dort auch gezeigt, berührt mich wesentlich heftiger 
Denn der herzkranke Zwilling hätte vielleicht eine Chance durch eine OP gehabt.
Heutzutage ist so viel möglich, da muss man sein Kind nicht in der 32. Woche töten.
LG Polly
Beitrag von serdes - 26.11.11 - 11:49 Uhr
Hi!
"was kann eine Frau alles ertragen?!"
Eine gute Frage und eine wirklich furchtbare Geschichte.
Schlimm. Diese Frau war vielleicht/wahrscheinlich voller Hoffnung und voller Angst. Hat ihren Ärzten vertraut. Wie die meisten es wohl tun würden. Niemand weiss hier genau, was geschah, nur dass sie ist wohl einen schweren Weg ging und ein solch schrecklicher Fehler passiert ist. Das ist sehr traurig.
Mein Mitgefühl gilt nicht nur der Frau, sondern auch all denjenigen hier, die kein Mitleid für die Betroffene aufbringen können. Es muss furchtbar sein, emotional derart gehandicapt zu sein. Sich nicht mal ansatzweise in die schreckliche Lage der Frau einfühlen zu können und kein Mitleid zu verspüren. Auch das ist sehr traurig.
http://www.youtube.com/watch?v=NT9GFoRbnfc
Grüsse
serdes
Beitrag von goldengirl2009 - 26.11.11 - 12:04 Uhr
*unterschreib*
Gruß
Beitrag von liki - 26.11.11 - 16:18 Uhr
das unterschreibe ich auch.
Auch wenn ich mir selber keine Abtreibung vorstellen kann - aber, wer bin ich, über eine mir völlig fremde Frau in einer solchen Notsituation, von der ich noch nicht einmal alle Fakten kenne, ein Urteil zu fällen?
Gruß, liki
Beitrag von our_darkness - 28.11.11 - 23:19 Uhr
Beitrag von sillysilly - 26.11.11 - 12:13 Uhr
Hallo
mir tut die Frau schon leid - und ich finde es furchtbar - das wünsche ich keinem Menschen
allerdings schleichen sich dann doch die Gedanken ein "mit daran Schuld zu haben" - auch wenn ich nicht so über Menschen urteilen will
ist wahrscheinlich fies und ungerecht -
aber ich finde es immer schwierig mit dem Auswählen von Kindern
es ist doch vor Jahren auch mal vorgekommen, daß bei Zwillingen das Down-Syndrom Kind abgetrieben werden sollte, und das gesunde Kind erwischt wurde ....
die Gefahr besteht einfach
ich habe auch gelesen - das es einen Herzfehler hatte und unzählige Operartionen bevor standen
und ich verstehe, daß die Mutter dies ihrem Kind nicht zumuten wollte
aber ich hätte es vor allem in dem Alter nicht mehr abtreiben lassen ..... wie mag das sich auch für den Zwilling im Körper anfühlen - wenn plötzlich einer im Bauch weg ist .... ect.
ich habe eine Brieffreundin die hatte dieselbe Entscheidung zu treffen - aber nur bei einem Kind
schwerwiegender Herzfehler und unzählige Operationen, nur Krankenhausaufenthalte in Aussicht - und wenig Chancen auf Überleben
sie hat sich in der Schwangerschaft gegen die Operationen und für ihr Kind entschieden - sie hat es geboren und es war klar, es wird sterben ....
aber sie konnte es im Arm halten, es begleiten, es tragen und kennenlernen
Entscheidungen die niemand treffen möchte und einfach grenzenlos unfair sind.
Die Möglichkeit der Feindiagnostik bringt es mir, daß Menschen vor solche Entscheidungen gestellt werden
Grüße Silly
Beitrag von kittythecat - 26.11.11 - 12:59 Uhr
Hallo,
der Artikel hier ist schon ein paar Tage älter: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,799712,00.html.
Und dich halte nichtmal Spon für eine seriöse Informationsquelle, aber immerhin betreiben sie nicht so eine extreme Bauernfängerei und tendenziöse Berichterstattung wie die Blöd-Zeitung in diesem Fall, sondern schreiben ganz klar von KEINER Überlebenschance.
Ich finde es sehr arm, wie manche hier sich scheinbar dazu berufen fühlen, sich zum moralischen Wächter von Gut und Böse aufzuschwingen und meinen, dass mit ein wenig google à la "Da gab`s doch schonmal einen Fall von einem herzkranken Kind, das dann auch überlebt hat!" jede Situation ihrem Wert nach zu erfassen sei. Wie wär`s wenn ihr mal 3 Meter wirklich in den Schuhen dieser Frau lauft und nicht nur die Moralkeule schwingt, weil ihr meint zu wissen, wie man sich dann fühlt.
Ehrlich, von so einer überheblichen Arroganz - gepaart mit bestenfalls Halbwissen - kann einem echt übel werden!
kitty, mit aufrichtigem Mitleid für die Mutter!
Beitrag von liki - 26.11.11 - 16:19 Uhr
auch von mir bekommst Du einen Stern.
Liki
Beitrag von sternenschnee - 26.11.11 - 18:05 Uhr
Hast du ein Herzkind?Kennst du das Leben mit einem schwer Herzkranken Kind?Weißt du eigentlich wie Lebensfroh dieser Kinder sind und was für kleine Kämpfer.Die Ops sind oft sehr schwierig,die Ärzte sagen oft das es keine Chance gibt und soll ich dir was sagen,es gibt Kinder die Leben mit einem halben Herz und man sieht es ihnen oft nicht einmal an.Aber Eltern müssen bereit sein diesen schwierigen Weg zu gehen,weil die erste Zeit mit vielen Ops ist hart,sehr hart,aber wenn das schlimmste hinter einem liegt,ist es das schönste Geschenk was man bekommen konnte.Weil diese Kinder haben kämpfen gelernt den Eltern gezeigt was wirklich wichtig ist im Leben.
Gesunde Kinder sind keine Selbstverständlichkeit,aber es wird leider viel zu oft erwartet,sonst wären Spätabtreibungen nicht mehr erlaubt.Ja ich weis wo von ich rede und bin über meine Entscheidung froh und auch Dankbar trotz allem.
Beitrag von kittythecat - 26.11.11 - 19:11 Uhr
Hallo,
es scheint für dich also völlig außerhalb des Rahmens des Vorstellbaren zu sein, wenn es Fehlbildungen am Herzen gibt, die einfach zu 100% letal sind, oder?
Wir wissen nichtmal um welche Fehlbildung es sich handelt, aber hier wird munter davon ausgegangen, dass "man schon was hätte machen können" und als Argument werden irgendwelche Fälle angeführt, die außer das Wort "Herz" in der Diagnose vielleicht nichts gemeinsam haben.
Ihr maßt euch hier an, jemanden zu verurteilen und vergleicht dabei munter Äpfel mit Birnen und die Ärzte, die zur Abtreibung geraten haben, haben wohl keine Ahnung, ihr aber, weil ihr ja soooo nah an dem Fall dran seid, weil ihr schonmal von einem herzkranken Kind gehört habt, oder selber eins habt (wobei ich sicher nicht glaube, dass das ein leichtes Schicksal ist). Meine Meinung ist eben, dass diese Art unmöglich ist. Dafür brauch ich kein herzkrankes Kind zu haben, um mir diese Meinung bilden zu können.
Kitty
Beitrag von sternenschnee - 26.11.11 - 20:10 Uhr
Oh doch,betreue oder habe erst mal ein Herzkrankes Kind,erst dann kannst du dir ein Überblick von den Folgen eines Herzfehlers bei Kindern machen.Erst wer sich selbst entweder mit dem Thema selbst auseinander setzen musste,das heißt mit so einem Kind lebt oder in Vereinen u.s.w tätig ist und dort Kinder und Eltern begleitet,hat wirklich den Überblick über die Folgen und Chancen von Herzkindern.Es gibt so viele kleine Wunder und die Ops sind oft so schwierig das oft gesagt wird,kaum eine Chance.Oft ist es nicht so und mal abgesehen davon das man im Bauch der Mutter nicht das wirklich Ausmaß eines Herzfehlers beurteilen kann.Viele Herzultraschalle bei Kindern zeigen oft nicht alles oder aber sehr viel verschlimmert als dann bei einer Op raus kommt.
Beitrag von maryjane85 - 26.11.11 - 23:03 Uhr
Nicht jeder kennt den Spiegel-Artikel. Also schreibt man hier seine Meinung über das, was man gelesen hat, das war nun mal der Bild-Artikel 
Im Übrigen, ich kenne selbst eine Familie, deren einer Zwilling angeblich 0% Überlebenschancen wegen eines Herzfehlers gehabt hätte. Dieses Kind wurde ausgetragen und es lebt! Soviel dazu.
Die Frau tut mir von Herzen leid, ABER ich finde es auch ein wenig unverständlich, ein Kind im Bauch zu töten. Wenn der Eingriff "gut" gegangen wäre, wäre das Kind im Bauch verblieben, bis das gesunde Kind auf die Welt käme. Warum muss man da also eingreifen und kann den Dingen nicht ihren Lauf lassen? Auch wenn das herzlos klingen mag: Es wäre doch sowieso gestorben.
Aber vielleicht reagiere ich da auch ein wenig sensibel, weil ich selbst gerade schwanger bin.
Für die beiden Kinder gibt es von mir 2 
Beitrag von xyladecor - 26.11.11 - 13:55 Uhr
Bei einer Teilabtreibung besteht IMMER auch ein Risiko für den zweiten Zwilling. Das hatte die Frau vorher sicher auch so gesagt bekommen. Eine Verwechslung ist sehr tragisch und das tut mir für die Betroffenen auch sehr leid, aber sie ist mit der selektiven Abtreibung ein hohes Risiko bewusst eingegangen.
Ich denke, sie wird ihre Entscheidung für immer bereuen. Und eine solche Abtreibung ist nach meiner Meinung auch nicht nötig. Wenn ein Zwilling wirklich einen sehr schweren Herzfehler hat, dann kann er trotzdem bis zur Geburt im Mutterleib bleiben, da ist er bestens versorgt und es geht ihm gut, da sein Körper noch von der Mutter mitversorgt wird. Warum ihm nicht noch eine schöne Zeit im Bauch lassen, ihn streicheln und ihm noch eine schöne Zeit geben und ihn nach der Geburt in Frieden, Würde und Ruhe in den Armen seiner Mutter selbst seinen letzten Weg antreten lassen und nicht erst die Nabelschnur abbinden, dass die Zufuhr unterbrochen wird und ihn dann mittels KCl töten und ihn dann aus der Gebärmutter ziehen. Eine selektive Abtreibung in diesem Stadium löst für beide Zwillinge (besonders aber für den betroffenen) großen Stress aus und eine Kaliumüberdosierung ist alles andere als angenehm.
Ich kann die Entscheidung der Frau auf keiner Weise nachvollziehen, denn auch ein schwerstkrankes Leben hat ein Recht darauf, mit Würde behandelt zu werden und nicht wie schlechtes Fleisch einfach weggemacht zu werden.
Ich hoffe, sie wird eines Tages mit ihrer Entscheidung leben können.
