Ich muss jetzt einfach mal hier schreiben
Vielleicht könnt ihr ja was dazu sagen:
Meine Oma liegt seit Anfang letzter Woche im Krankenhaus, sie redet seit Jahren davon, dass sie bald sterben wird. Sie ist total schlapp (was meiner Meinung nach aber ja auch daran liegen kann, dass sie im KH nur im Bett liegt und kein Stückchen mobilisiert wird, weil auch niemand weiß, was sie hat).
Jetzt meinte sie wohl heute zu meinen Eltern, dass sie merken würde, dass es langsam zu Ende geht
.
Wir haben nun schon einen Heimplatz in Aussicht, ich habe mir schon ausgemalt, wie toll es sein wird, wenn sie dort einzieht, ich sie besuchen fahren kann mit den Kindern, wir setzen sie in den Rollstuhl und gehen mit ihr spazieren oder Kaffee trinken. Aber jetzt habe ich wahnsinnige Angst, dass sie diesen Weg nicht mehr schaffen wird
.
Ich habe so Angst, dass es nun wirklich zuende geht
.
Es ist ein auf und ab mit meinen Gefühlen, erst die Trauer darüber, wie ich sie vorgefunden habe, dass sie ins KH muss etc., dann die Freude über den Heimplatz (die mich auch bis zum heulen gebracht hat) und nun der Satz von ihr
.
Und von den Ärzten im KH bekommt man auch keine vernünftige Auskunft, stattdessen diese Ungewissheit
. Redet sie wieder nur, oder ist es vielleicht wirklich ihr ernst, dass es bald vorbei ist?
Das kann doch nicht sein, sie ist doch meine geliebte Oma


Traurige und verzweifelte Grüße,
Kathrin
Merken Menschen wenn es zuende geht?
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Beitrag von 2mama - 26.11.11 - 16:42 Uhr
Beitrag von fruehchenomi - 26.11.11 - 17:24 Uhr
Ich vesuch mal aufzudröseln....
Wie alt ist Deine Oma ? Ist sie schon länger krank ? Oder hat si nur die üblichen Alterserscheinungen ?
Sie sagt schon lange, sie würde bald sterben ? Sagen ältere Leute oft als Hilferuf nach mehr Aufmerksamkeit.
Sie liegt nun in der Klinik - warum ? Ich würde die Ärzte schon klipp und klar fragen, was sie hat und warum sie nicht aufstehen darf.
Niemand weiß was sie hat ? Das gibts nicht, die Frau wird doch untersucht worden sein - Klartext reden.
Der Vater meines Schwiegersohns war schwer krebskrank und wurde trotzdem in den Rollstuhl gesetzt und spazierengefahren, solange es nur eben ging.
Du hast Dir ausgemalt, wie es sein wird, wenn Du sie besuchst...hast Du ihr das auch alles erzählt ? Dass ihr euch regelmäßig um sie kümmern wollt, dass Du sie so sehr magst, dass sie doch Deine Omi ist ? Sie kann nicht hellsehen - sie will es hören !!!!!
Evtl auch ein paarmal.
Wenn sie keine akute schwere Krankheit hat, kann sie ganz einfach einen ziemlichen "Durchhänger" haben und ziemlich müde sein - es heißt nicht umsonst "lebensmüde"..... Wenn Du sie liebst, schnapp Deine Kinder und geh zu ihr und versuche, sie liebevoll aus ihrer Lethargie rauszureißen - vielleicht hast Du Glück.
Probier es einfach. Und frag die Schwester, was dagegen spricht, sie in einen Rollstuhl zu setzen und mit ihr in die Cafeteria zu fahren. Selbst wenn man am Tropf hängt, geht das.
LG von Moni
Beitrag von oma.2009 - 27.11.11 - 10:21 Uhr
Beitrag von jeeenny - 26.11.11 - 17:47 Uhr
Hallo,
ich kann dir nur von meinem Onkel erzählen der im kindes Alter gestorben ist. Ich weiß es auch nur von erzählungen meiner Mutter die damal 12 Jahre alt war. Er war an Mokuviszidose erkrankt und anscheinend hat er gespürt das er bald sterben wird. Meine Oma und mein Opa waren zu dem Zeitpunkt schon getrennt und mein Opa war in eine andere Stadt gezogen. Mein Onkel wollte ihn aber unbedingt nochmal sehen, kurze Zeit später ist er gestorben.
Eigentlich sollte ich ja schreiben das es sowas nicht gibt aber da ich diese "Geschichte" von meinem Onkel kenne dachte ich schreib ich es mal so wie es war. Ob das jeder Mensch spürt? Ich weiß leider auch nicht ob mein Opa es wusste...
Liebe Grüße
Beitrag von sternenmama2010 - 26.11.11 - 19:34 Uhr
Hallo, erstmal möchte ich Dir mein Mitgefühl aussprechen...
Ich kann Dir nur soviel erzählen, das eine gute Freundin meiner Mutter sowie meine Schwester kurz vor ihren Tod berichteten das Sie eine ungöhnliche Kälte hätten ohne wirklich zufrieren. Kurz bevor meine Schwester zur Not.Op gebracht wurde, meinte Sie noch zu einer Freundin, ich glaub diesmal schaffe ich es nicht. Sie hatte leider Recht behalten.....
liebe Umarmung Claudia
Beitrag von chidinma2008 - 26.11.11 - 22:47 Uhr
hallo
ich kann dir nur erzählen wie es bei meinen geliebten onkel war.
Er ist an Krebs erkrankt und starb relative früh nach der Diagnose so ca 6 wochen später.
Er wurde zum sterben nach Hause geschickt weil sie im KH nichts mehr für ihn tun konnten .
Wir haben jeden tag drauf gewartet das es zu ende sein Könnten doch er sagte immer ,ich merke wann ich sterbe noch ist es nicht so weit.
2 tage später rief meine Tante an sie sagte zu meinen Vater das sein Bruder gesagt hat er ,er soll so schnell wie er kann kommen den er stirbt jetzt .
sie wohnten 40 Minuten enfehrnt mein Papa war in 20 Minuten da.
Als er zur Tür rein kam ging er ans Bett,mein Papa nahm ihn im Arm sein Bruder sagte zum letzten mal danke dann starb er
als ob er nur drauf gewartet hat das mein vater kamm sie hatten immer ein sehr inniges Verhältnis
Oh man ich weinen schon wider es ist jetzt schon 7 Jahre her aber ich vermisse ihn so sehr .......
Beitrag von golm1512 - 27.11.11 - 08:45 Uhr
Hallo!
Grundsätzlich kann ich dir sagen: Ja, es gibt viele Menschen, die spüren, dass sie sterben werden. Ob das jetzt bei deiner Oma der Fall ist oder nicht, kann ich dir, ohne sie zu kennen, nicht sagen.
Was mir aber auffällt: du malst es dir ganz toll aus, wie du deine Oma im Rollstuhl spazieren fährst usw. Ich glaube, deine Oma sieht genau das anders. sie soll ihr gewohntes Zuhause aufgeben, um irgendwo in eine völlig neue Umgebung zu kommen. Ich glaube kaum, dass sie den Gedanken, im Rollstuhl durch die Gegend gefahren zu werden, ganz toll findet. Eher nicht.
Ich kann gut verstehen, dass du deine Oma behalten willst, aber es geht hier nicht nur um dich. Das ist ganz und gar nicht böse gemeint, sondern soll dich darauf bringen, Omas Sichtweise einzunehmen. Wenn sie dir so wichtig ist wie du sagst, dann kannst du das.
Ich weiß, ob deine Oma jetzt ganz bald sterben wird, aber es ist schon sehr nahe liegend, dass dieses Ereignis zu deinen Lebzeiten eintreffen wird. Bereitet euch darauf vor und redet mit Oma darüber. Und sollte sie noch ins Heim kommen, dann besuche sie auch wirklich regelmäßig (!) dort.
Aus persönlicher Erfahrung bin ich gerade ziemlich desillusioniert, was stationäre Pflege in unserem Land betrifft. Ich kann dir nur raten, dann auch sehr für sie da zu sein.
Alles Gute
Susanne
