Trennung von psychisch kranker Frau

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Beitrag von jack.sparrow - 27.11.11 - 20:32 Uhr

Hallo,

meine Frau ist psychisch krank und ist in dauernder psychiatrischer Behandlung und ist mit Medikamenten einigermaßen eingestellt.

Nach über 5 Jahren Krankheit halte ich es nicht mehr aus und möchte mich von ihr trennen, bzw. möchte, dass sie auszieht.

Wir haben eine Tochter, die bald 8 Jahre alt wird.

Meine Frau hat nur insofern eine Krankheitseinsicht, dass sie ihre Medikamente nimmt, um eine erneute Psychose zu vermeiden. Sie ist ansonsten recht depressiv und macht im Haushalt sehr wenig und redet auch kaum mit unserer Tochter. Sie hält Pizza und Pommes für eine kindgerechte Ernährung.

Wir hatten uns darauf verständigt, dass sie sich eine 2-Zimmer-Wohnung in der Nähe sucht und zunächst jedes zweite Wochenende unsere Tochter bekommt.
Von meiner Seite hätte ich kein Problem, dass unsere Tochter häufiger zu ihr kommt, wenn meine Frau erstmal eine eigene Wohnung hat und sich das eingespielt hat und sie ihre Wohnung und die Situation "auf die Reihe kriegt". Hintergrund ist, dass unsere Tochter lieber mit mir, dem Papa, zusammen ist.

Nun hat meine Frau es sich anders überlegt. Bei ihr stellt sich die Situation folgendermaßen dar:

- sie findet keine Wohnung.
- sie stellt als Bedingung dafür, dass sie auszieht, dass ich zustimme, dass sie unsere Tochter die Hälfte der Zeit bekommt.
- sie lehnt es ab, ihre Erkrankung als relevant für unsere Situation anzusehen.
- sie hat zuwenig Geld mit ihrem Teilzeitjob.
- sie redet von der Düsseldorfer Tabelle
- sie kann die jetzige Situation noch monatelang aushalten.
- sie will sich nicht aus der Wohnung herausdrängen lassen.
- sie hält sich selbst für emanzipiert und ihre Freundinnen sind auch alle emanzipiert.

Bei mir stellt sich die Situation wie folgt dar:

- ich habe meine Frau nur geheiratet, weil es ihr wichtig war, vermute, das spielt keine Rolle.
- ich habe für die Pflege meiner Frau und die Betreuung der Tocher sehr viel aufgegeben, u.a ein Studium.
- wenn ich noch z.B. drei Jahre mit meiner Frau zusammenleben würde, würde ich einen Herzinfarkt o.ä. erleiden oder selbst depressiv werden.
- ich möchte, dass meine Frau so schnell wie möglich auszieht.
- ich habe das Gefühl, dass meine Frau mit ihrem eigenen Leben überfordert ist.
- ich habe das Gefühl, dass meine Frau mit der Betreuung und Erziehung unserer Tochter überfordert ist (z.B. angemessene Bekleidung).

Ich war der Meinung, dass ich sehr viel für meine Frau getan habe und dachte, sie wäre mir etwas dankbar und wir würden die Sache mit Nettigkeit regeln.
Das hält meine Frau für "moralische Erpressung".

M.E. gibt es zwei oder drei Wege.

1. den sozialpsychiatrischen Dienst.
2. das Jugendamt.
3. den Anwalt.

Könnt Ihr mir Tipps geben, wie wir unsere Situation am besten geregelt bekommen.

Reden mit meiner Frau ist sehr schwierig. Die vertritt nur ihre eigenen Interessen. Was mit mir ist, ist der egal.

Danke schonmal für Antworten!

Jack

Beitrag von blaue-rose - 27.11.11 - 20:51 Uhr

Hallo Jack,

das zusammenleben mit Personen die eine psychische Erkrankung haben ist bestimmt nicht einfach.

Ich bin aber ein wenig verwundert da du ja geschrieben hast das sie einen Teilzeitjob hat. Daher gehe ich davon aus, das sie noch aktiv am täglichen Leben teilnehmen kann. Du sagst sie nimmt Tabletten um eine erneute Psychose zu vermeiden und schreibst im nächsten Satz das sie depressiv ist. Kann es sein das es sich bei ihren Tabletten um Antidepresiva handelt? Wenn ja, dann sind sie gegen eine Depression und nicht unbedingt gegen eine Psychose.
In wie weit hast du dich mit ihrem Krankheitsbild beschäftigt und wie versuchst du deine Frau zu unterstützen um ihre Krankheit einigermaßen zu lindern?

Du hast deine Frau geheiratet weil sie es so wollte. Ich muss sagen dieser Ausdruck spricht für mich Bände. Ich bin immer davon ausgegangen das man aus Liebe heiratet.

Hatte denn deine Frau schon vor eurer Ehe diese heftigen Probleme, oder haben sie sich wären der Ehe verstärkt?

Habt ihr euch schon ein mal an eine Beratungsstelle gewandt um dort eure Probleme zu erörtern und nach möglichen Wegen zu suchen?

Freundliche Grüße blaue-rose

Beitrag von jack.sparrow - 27.11.11 - 21:46 Uhr

Ja, meine Frau geht teilzeit arbeiten und ja das ist erstaunlich und sie selbst und ihr Arzt finden das ganz toll.
Nein, sie nimmt keine Antidepressiva.
Sie nimmt mehrere Neuroleptika, die sie in die Lage versetzen, einigermaßen am täglichen Leben teilzunehmen und ihren Job zu machen.
Diese Medikamente dämpfen/verlangsamen die Gehirntätigkeit.

Meine Frau muss aufgrund ihrer Krankheit ihre Kräfte einteilen und sie teilt sie so ein, dass sie ihren (schlecht bezahlten) Job macht.

Meine Frau wollte vor Jahren sich und unsere Tochter umbringen. Ich hatte ihr in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie - selbst noch unter Schock stehend - versprochen, sie zu heiraten.

Das habe ich gemacht und das war ein Fehler.

Beitrag von bebi2 - 27.11.11 - 21:46 Uhr

Hello!

Vielleicht eine doofe Frage, aber warum ziehst Du nicht mit Deiner Tochter aus? Dann wäre sie gezwungen sich etwas kleineres, günstigeres zu suchen, oder? Oder wohnt ihr im Eigenheim, dann erledigt sich der Gedanke natürlich...

Ich wünsch Dir viel Glück und baldige Besserung der Situation, klingt irgendwie alles sehr anstrengend.

bebi2

Beitrag von jack.sparrow - 27.11.11 - 21:50 Uhr

Weil wir in einer Metropole mit extremer Wohnungsknappheit leben.

Jack

Beitrag von anval - 27.11.11 - 23:58 Uhr

klingt ziemlich heftig, was du da schilderst. was hat sie? Schizophrenie? ich würde den 1. weg einschlagen, also mich von profis beraten lassen bzw. auch ihren psychiater kontaktieren. vor allem würde ich wissen wollen, ob das risiko besteht, dass sie nochmals selbstmord- bzw. mordabsichten hegt, denn dann würde ich mein kind auf keinen fall "freigeben" bzw. ob sie dem überhaupt gewachsen ist, das kind alleine zu beaufsichtigen. dass sie ihr kind 50 % sehen möchte, kann ich verstehen. aber ich würde mich dann vielleicht übergangsweise auf gemeinsame zeit einigen. also sie darf die kleine sehen, aber in deinem beisein usw. ich kenn sie allerdings nicht, vielleicht ist sie auch garnicht so unberechenbar wie ich sie mir hier gerade vorstelle und aufgrund der medikamente halbwegs "normal".
weitere wege (jugendamt) würde ich nur dann einschlagen, wenn's garnicht anders geht.

Beitrag von jack.sparrow - 28.11.11 - 00:07 Uhr

Ja, richtig. Schizophrenie.

Aufgrund der Medikamente ist sie halbwegs normal.

Was "normal" in dieser Situation so bedeutet.

Ich war schon bei Profis. Trennung ist das Richtige.

Sie will aber nicht ausziehen.

Beitrag von doreensch - 18.12.11 - 19:37 Uhr

Verständlich, denn DU willst dich trennen, sie will das ja gar nicht.
Entweder du suchst dir eine neue Wohnung oder du läßt deine Frau der Wohnung verweisen. Inwiefern das möglich ist, weiß ich nicht, vielleicht geht das aufgrund ihrer Erkrankung gar nicht.

Beitrag von jack.sparrow - 24.12.11 - 22:10 Uhr

Nicht ganz.

Ich wollte, dass sich etwas ändert. Zumindest wollte ich eine Haushaltshilfe. Meine Frau war dagegen. Wir hatten seit Monaten Krise. Dann wollte meine Frau ausziehen und hatte auch schon eine Wohnung.

Dann wollte sie aber, dass ich ausziehe und Unterhalt zahle.

Beitrag von doreensch - 25.12.11 - 10:10 Uhr

Deine Frau ist psychisch krank und du erwartest das sie nicht ambivalent in ihren Handlungen ist? Ist doch auch gut möglich das sie aus Enttäuschung die Wohnung nahm und sich dann doch die Butter nicht vom Brot nehmen lassen wollte.

Wie auch immer die Situation ist jetzt halt so das sie nicht ausziehen will. Du kannst das also nur noch übers Familiengericht ändern oder selbst ausziehen denn deinen Auszug kann sie nicht verhindern.

Beitrag von jack.sparrow - 26.12.11 - 18:17 Uhr

Es geht im unser Kind. Das Kind und ich leiden unter der Krankheit.

Ich kann das Kind nicht länger als maximal eine Nacht alleine bei der Frau lassen, eigentlich noch nichtmal das, lieber nur tagsüber.

Ich erwarte von meiner Frau ein gewisses Maß an Krankheitseinsicht und Empathie. Stattdessen macht sie sich nur Sorgen um ihren Status bzw. darum, was für sie angemessen ist.

Ich ziehe nur mit Kind aus und brauche eine gerichtliche Anordnung der Zuweisung des Aufenthaltsbestimmungsrechts. Dabei handelt es sich wohl um ein rein schriftliches Schnellverfahren ohne medizinisches Gutachten o.ä.
Und das ist nicht so einfach. So lange nichts passiert und weder meine Frau noch mein Kind auffällig sind, sind die Schwierigkeiten kaum zu beweisen.

Mein Eindruck ist: viele Frauen, die einen Typen bei sich herumhängen haben wie meine Frau, packen dem die Koffer, schmeißen sie vor die Tür und lassen die Schlösser austauschen. Anschließend wird die Sache vor Gericht geklärt.

Das geht bei uns aber so nicht. Meine Frau ist zwar mit Medikamenten ruhiggestellt und "hängt nur ab" bzw. trifft sich mit Freundinnen. Es kann aber auch sein, dass irgendwann die Psychose in ihrem Gehirn "zu blühen anfängt" - wie man das nennt - und dann wird die unberechenbar.

Anders Breivik (der in Norwegen das Massaker angerichtet hat) leidet unter Schizophrenie und schizo-paranoider Psychose.
Meine Frau leidet unter Schizophrenie mit schizo-affektiven Psychosen.

Diese Woche werde ich das Jugendamt anschreiben.

Gruß

Jack

Beitrag von leonie133 - 28.11.11 - 10:27 Uhr

Hallo,
such dir für den Prozess auf jeden Fall Hilfe! Auch den sozialpsychiatrischen Dienst. Wenn deine Frau aufgrund dieser neuen Situation die für sie bedrohlich ist, die Medkikamente absetzt, ist das ein unkalkulierbares Risiko. Vor dem Hintergrund des Versuchs vor Jahren, sich selbst und die Tochter umzubringen.

Aber aus deiner Sicht kann ich es zu 100 % nachvollziehen, dass du dich trennen musst. du gehst ja kaputt.

Du kannst versuchen, ihre Eltern da mit einzubinden. Oder eine gute Freundin.

Sie will nicht raus. Dann musst du gehen, denn sonst kapiert sie es nicht.

Viel Glück

Beitrag von neotokio - 28.11.11 - 11:33 Uhr

Hallo,

ein Freund von mir war/ist in einer ähnlichen Situation. Seine Frau war mehrmals in der Psychatrie. Die Krankheit ist nicht heilbar, wie bei Dir: Sie war sehr depressiv, machte fast nichts im Haushalt und ihr Mann musste sich um das Kind alleine kümmern, arbeiten, sie umsorgen, wirklich alles machen. Da sie noch ziemlich agressiv und lieblos war, hat er es nicht mehr ausgehalten und sie nach vielen Leidensjahren verlassen.

Er ist aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen, musste zwar ihr Unterhalt zahlen, (sie hat auch Teilzeit gearbeitet, aber schlecht bezahlt), aber er war endlich frei.
Sie wollte sich auch nicht trennen. Es war wirklich ein Kampf. Sie hat mit Selbstmord gedrohnt etc.. Aber er hat es durchgestanden. Das gemeinsame Haus hat er allerdings verloren. Anfangs haben Sie sich den Umgang/Aufenthalt 50:50 geteilt, aber sie stellte nach paar Monaten fest, dass sie gar nicht in der Lage ist, sich um ihr Kind zu kümmern und machte selbst den Vorschlag, dass das Kind beim Vater leben sollte. Gott sei Dank.

Er lebt mit seinem Kind in einer kleinen Wohnung, glücklich. Sie hat das neue Haus mit großen Garten)) Gerecht ist es nicht, aber beide haben ihren Frieden gefunden. Ab und zu kommen zwar noch Hassattacken von ihrer Seite, aber da sie gezwungen war, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, geht es ihr auch psychisch wieder etwas besser.

das war die Geschichte eines Freundes.
Ich kann Dir leider nicht raten. Aber Nettigkeiten, Dankbarkeit darfst Du Dir von vielen psychisch-Kranken nicht erwarten. Sie sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie mal an andere denken. Ich denke mal Deine Frau hat ziemlich viele Ängste. Versuch ihr die Ängste zu nehmen, indem Du trotzdem für sie da bist und großzügig bist, aber setze auch Deine Grenzen.

Der Freund von mir hat auch einen Anwalt aufgesucht, sie dann eine Anwältin. Der eine hat einen Vorschlag gemacht und die Anwältin hat dann noch nachkorrigiert.

Sie konnte sich wirklich nicht beschweren und hat dann auch eingewilligt.

Viele Grüße und Dir alles Gute.

Beitrag von jack.sparrow - 28.11.11 - 17:25 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Ich möchte unserer Tochter so ein "Experiment" ersparen.

Weisst Du noch, ob die Krankheit in der juristischen Auseinandersetzung eine Rolle gespielt hat?

Ansonsten ist es bei uns genauso wie Du geschrieben hast, nur dass ich das Gefühl schon hatte, dass es nichts bringen würde, mit der Frau Eigentum anzuschaffen, so dass wir zum Glück kein Haus o.ä. haben.

Aber großzügig kann ich leider nicht mehr sein. Wenn man über Jahre immer nur gibt und nichts zurückkommt, geht das irgendwann nicht mehr.:-(

Beitrag von gelalinchen - 28.11.11 - 18:24 Uhr

Geh mal zum Jungendamt und schildere die Situation deiner Frau und frage diese dann ob das eine Rolle spielt!

Ich denke wenn deine Frau versucht hat sich mit der kleinen umzubringen müssen die das beachten in der Zeit der trennung würde ich die beiden auch auf keinen Fall alleine lassen!

Es kann gut sein das deine Frau durch die Trennung in ein tiefes loch fällt und total ausflippt ( ohne das böse zu meinen ) !

Du musst ihr die Trennung so schmackhaft wie möglich machen rede ruhig mit ihr und sag ihr auch das wenn sie nicht geht du gehen wirst vielleicht sucht sie sich dann eine eigene Wohnung!
Ansonsten musst du ausziehen!

LG und alles gute.

Beitrag von jack.sparrow - 28.11.11 - 18:31 Uhr

Ich habe mit dem Jugendamt gesprochen. Es erklärt sich für nicht zuständig, sondern der sozialpsychiatrische Dienst. Versuche derzeit, einen Termin zu bekommen.

Ich habe mit ihr geredet, aber ich kann ihr das nicht "schmackhaft" machen, wie auch?

Sie wird nichts unternehmen. Sie verdreht auch die Tatsachen und behauptet, sie würde extra teilzeit arbeiten, um sich um die Familie und den Haushalt zu kümmern.

Das Jugendamt hat auch gesagt, ich müsse ausziehen mit der Tochter. Ich würde aber gerne mit unserer Tochter in unserem Umfeld bleiben.

Beitrag von neotokio - 28.11.11 - 19:32 Uhr

Naja, Du musst Dir klar werden was erstmal am Wichtigsten ist:
Du willst mit Deiner Tochter in Frieden glücklich leben. Ist denn die Wohnung so wichtig?
Gibt es denn keine andere Wohnung in der Nähe?
Ich würde mein Kind auch nicht aus der Schule rausreißen wollen, wegen eines Umzugs.

Aber ich denke, du wirst nicht drumrumkommen eine eigene Wohnung zu suchen.
Dass Deine Frau schon mal zumindest arbeitet, ist sehr viel wert. Die Ex-Frau meines Freundes hat nur einmal die Woche an einem Vormittag gearbeitet und schon dass war zu viel. Sie brauchte eine Putzfrau. Als es dann bei der Trennung um das liebe Geld und Unterhaltszahlungen ging, entfaltete sie aber ungeahnte Kräfte, die uns alle in Erstaunen versetzte.

Deshalb hak Deine Wohnung ab und versuch aktiv etwas anderes zu finden. Du willst Dich doch trennen und nicht sie.

(Davon abgesehen, es ist fast unmöglich einen Menschen aus der Wohnung zu bekommen, der es nicht will. Stichtpunkt: Mietnomaden, aber das ist ein anderes Thema).

Zu Deiner Frage: Juristisch spielte die psychische Erkrankung im Fall meines Freundes keine Rolle. Er hat es darauf auch nicht angelegt. Er wollte seinem Kind großen Trouble ersparen und alles friedlich regeln. Denn ich kann mir vorstellen, dass man Gutachter und Gerichtsverhandlungen braucht, um ein alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht zu bekommen.

Beitrag von freno - 29.11.11 - 02:32 Uhr

Hallo

Ich habe im Bekanntenkreis auch einen Fall. Sie ist aber nicht Krankheitseinsichtig. Hat aber über Jahre mit Selbstmord gedroht und irgendwann ist der Mann dann ausgezogen. In einer Nacht und Nebel Aktion.

Es war nur so möglich, da der Mann wahnsinnige Angst hatte, dass sie sich was antut. Wie schon die ander schrieb. Sie entwickelte dann ungeahnte Kräft und unglaubliche Hasstiraden veranstaltet. Es gab anonyme Briefe etc.

Aber sie merkt nicht, dass es ihr nciht gut geht.

So, nun zu dir. Ich denke auch, dass DU ausziehen musst. Und wenn es erstmal ein wenig weiter weg ist. Vielleiht kann deine Tochter dann nocht mit dem Bus zu Freunden und Schule fahren. Hast du Freunde oder Familie, die dir Helfen können?

Ohne externe Hilfe schaffst du das nicht.

So, wie du damals geheiratet hast wirst du jetzt auch wieder einknicken, wenn du keine gute akute Hilfe hast.

Aber zieh du aus mit deiner Tochter.

Gruß

Freno

Beitrag von jack.sparrow - 29.11.11 - 20:13 Uhr

"So, wie du damals geheiratet hast wirst du jetzt auch wieder einknicken, wenn du keine gute akute Hilfe hast."

Quatsch. Ich bin zwar gutmütig, aber wenn ich einmal einen Entschluss gefasst habe, mache ich es so.

Ich habe ihr unter Schock in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie versprochen, sie zu heiraten und ich habe es getan.

Sie hat ihr Versprechen, mich zu lieben und zu ehren gebrochen.

Damit ist das Thema erledigt.

Jack

Beitrag von redrose123 - 29.11.11 - 12:16 Uhr

Hat sie einen Psychologe oder ähnliches? Den du ansprechen könntest der vermittelt? Anwalt ja würde ich einschalten sie scheint es auf normalem wege nicht regeln können mit dir....

Beitrag von bruchetta - 29.11.11 - 19:14 Uhr

Ich hatte auch mal Depressionen und kann insofern das nicht reden und im Haushalt nichts schaffen können durchaus nachvollziehen.

Man ist nur noch müde und kaputt, das Leben erscheint sinnlos.

In dieser Situation halte ich das Nachgehen einer Teilzeitstelle für ausgeschlossen.

Da stimmt doch was nicht!

Beitrag von our_darkness - 30.11.11 - 21:39 Uhr

"Da stimmt doch was nicht!"

Och du, "psychisch krank" und "Haushalt nicht machen" können sehr wohl konform gehen mit "nach außen die sozial verträgliche spielen". Du glaubst nicht, wie meine Mutter es monatelang geschafft hat, nach außen den Schein zu wahren und zuhause lustig in ihren Psychosen zu leben und mich mit mit ihren Verfolgungsideen zu quälen, sodass das Umfeld fast schon anfing MICH als Lügnerin und wahrnehmungsgestört hinzustellen, als ich immer öfter bei verschiedenen Stellen berichtet habe, was zuhause los ist....

Beitrag von jack.sparrow - 29.11.11 - 20:17 Uhr

Sie ist in psychiatrischer Behandlung seit vielen Jahren und hatte Therapien.

Ja, es ist erstaunlich, dass sie teilzeit arbeiten geht. Das Leben ist manchmal paradox bis hin zu verrückt, erst recht, wenn Schizophrenie im Spiel ist.
Sie tut alles dafür, nach außen hin sich als normale Mutter und Frau darzustellen.

Beitrag von knusperflocke99 - 30.11.11 - 23:54 Uhr

Hallo,

wer steht im aktuellen Mietvertrag? Du? Sie? Ihr beide (einseitige Kündigung möglich?)?
Wäre ja nicht unwichtig für die Frage ob du einfach so selbst ausziehen kannst.

Hast du versucht zusammen mit ihr eine Wohnung für sie zu finden? Also selbst auf die Suche zu gehen und dann sagen "die kannst du nehmen".

Denn letztendlich sehe ich es wie die anderen, wenn sie nicht mehr oder weniger freiwillig geht, bleibt nur der Auszug von dir und deiner Tochter. Da dann abhängig wer aktueller Mieter ist.

Ein Anwalt kann dir da wohl nur wenig helfen, mit ihm bekommst du sie so schnell auch nicht aus der Wohnung.

Hast du wahrscheinlich schon, aber mach deiner Frau den Ernst der Lage klar. "Droh" ihr mit dem eigenen Auszug und dass sie die Wohnung nicht allein tragen kann. Dass du aufgrund der Lage ggf. auch das alleinige Sorgerecht (heißt ja nicht gleich das sie kein Umgangsrecht mehr hat) beantragen könntest. Das es so wie dein Vorschlag ist für euch alle (vorallem auch für eure Tochter) der einfachste Weg ist.

Gebe es vielleicht die Möglichkeit, für einige Zeit mit deiner Tochter bei Familie oder Freunden zu wohnen, bis sie selbst die Lage erkannt hat bzw. sich was wohnungtechnisch ergibt?

Katja

Beitrag von jack.sparrow - 01.12.11 - 21:25 Uhr

Hallo Katja,

die Mietwohnung läuft auf uns beide. Das Jugendamt hat sich zwar für nicht zuständig erklärt sondern den sozialpsychiatrischen Dienst, bei dem ich morgen einen Termin habe, hat mir aber empfohlen, mit dem Kind auszuziehen quasi Fakten zu schaffen.

Das werde ich erstmal nicht tun, weil es m.E. Kindesentzug wäre. Vor allem will ich das unserem Kind nicht zumuten. Es ist schon schlimm genug, dass die Ehe gescheitert ist.

Meine Frau hätte eine passende Wohnung in der Nähe bekommen können, wollte sie aber nicht. Sie will nicht ausziehen.

Ich drohe meiner Frau nicht. Ich habe sie gefragt, wie sie die Wohnung halten will, wenn ich ausziehe. Sie will einen Mitbewohner aufnehmen und will Unterhalt und das Kind zur Hälfte.

Das letzere ist der Knackpunkt wegen ihrer Krankheit. Wenn bei ihr eine erneute Psychose ausbricht, ist sie gefährlich und unberechenbar. Außerdem hat sie manchmal ziemliche Aussetzer und kann die Realität nicht richtig einschätzen.

Ich war noch nicht beim Anwalt aber ich brauche einen, weil wir uns nicht einigen können und bereits getroffene Absprachen von ihr wieder aufgekündigt werden.

Sie hat keinen wirklichen Bezug zur Realität. Sie hat sich vor kurzem den Vorderreifen ihres Fahrrads für 50 Euro flicken lassen (er war nur platt, Schlauch kaputt) - tip-top Qualität und unkaputtbar ist der neue Schlauch - und hat sich kurz darauf ein neues Fahrrad für über 700 Euro gekauft. Das alte Fahrrad hat sie vor dem Fahradladen stehen gelassen und das ist jetzt irgendwie weg.

Das nur mal so als Beispiel. Ich halte das für verrückt und will weg von diesen Verrücktheiten, die ich täglich erlebe.

Ich selbst habe keine Familie und in der Familie meiner Frau sind alle selbst psychisch krank.

Seit Monaten versuche ich, Hilfe zu bekommen. Meine Frau ist gegen alles.

Sie fühlt sich nicht gut, wenn sich etwas ändert und ich fühle mich sehr schlecht, wenn alles so bleibt wie bisher.

Bin gespannt, was der sozialpsychiatrische Dienst sagt.

Viele Grüße

Jack