Auch ich will jetzt mal nach über 2 Jahren den Geburtsbericht von unserem kleinen Christopher schreiben. Seine Geburt war zwar im Oktober schon 2 Jahre her, aber jetzt hab ich auch mal Zeit dazu. Ich versuche mich kurz zu fassen.
Eigentlich war er ja erst für Anfang Nov. angekündigt. Da er mir aber extrem auf dem Ischias lag, wurde über einen vorzeitigen KS nachgedacht, da es mir wirklich nicht mehr gut ging. Gesagt getan. Am 13.10. bin ich ins KH und den Morgen später sollte dann um 7 Uhr alles von statten gehen. Mein Mann war abends noch bis spät im KH und wurde dann um 22 Uhr von der Hebamme nach Hause geschickt, um sich auch noch genug ausruhen zu können. Ich hab mich dann auch in Ruhe ins Bett gelegt und noch Fernseh geschaut.
Nachts wurde ich um 2.15 Uhr von einem heftigen Hustenanfall wach und merkte auf einmal, dass es zwischen den Beinen ziemlich nass war . Bin dann erstmal auf Klo, da ich das vom Grossen nicht kannte. Dort wurde es noch nasser. Hab dann nach der Schwester geklingelt, die auch gleich die Hebamme informiert hat. Nach einem kurzen Test, ob es wirklich Fruchtwasser ist, musste ich mich sofort wieder ins Bett legen und wurde ans mobile CTG angeschlossen. Leichte Wehen hatte ich inzwischen auch, aber das war alles noch auszuhalten. Die Hebamme meinte dann nach 5 Minuten, ich solle meinen Mann aus dem Bett klingeln. Hab ich getan. Da hörte man durchs Telefon, wie gross das "P" in seinen Augen wurde.
Ich wurde inzwischen zum Kreissaal gebracht und alle notwendigen Ärzte wurden aus dem Bett geklingelt. Dann ging es relativ zügig. Rasieren, Strümpfe an, alle Geräte mitnehmen und ab zum OP. Mein Mann war schon da. Der hatte tatsächlich mit anziehen und einer Fahrtstrecke von 16 km nur 20 Minuten gebraucht. Rekordverdächtig...
Dann ging es ab in den OP. Weil die Herztöne vom Kleinen nicht mehr so gut waren, stand erst nicht fest, ob eine Spinale noch gehen würde. Wir haben es aber versucht. Der erste Versuch daneben, beim zweiten Versuch wurde ein Nerv getroffen. Puh, das hat weh getan. Durch den Stress sind dann die Herztöne vom Kleinen fast ganz verschwunden und es musste schnell gehen. Also Vollnarkose und da hab ich doch so eine Panik vor. Einen Teil der Vorbereitungen hab ich noch miterlebt, dann hatte ich auf einmal das Gefühl, ich hätte einen Erstickungsanfall. Da mag ich heute noch nicht mal dran denken. Fühlte sich wirklich so an, hatte aber wohl was mit der knapp bevorstehenden Narkose zu tun. Selbst ein befreundeter Anästhesist konnte mir das nicht wirklich erklären.
Als ich dann irgenwann wieder wach wurde, brachten mich die Schwestern gerade wieder Richtung Kreissaal. Dort lag mein Mann schon mit dem Kleinen auf der Brust. Kann mich noch dran erinnern, dass der Kleine einmal in meine Richtung geschaut hat und dann friedlich eingeschlafen ist.
Mir ging es erst nicht so ganz gut, brauchte noch eine zusätzliche Infusion mit Flüssigkeit. Die hat es dann aber wieder gerichtet und ich war schnell wieder topfit.
Der Klein hat aber Gott sei Dank alles sehr gut überstanden und ich bin den Ärzten heute noch so dankbar, dass sie so schnell reagiert haben. Wer weiss, ob er ansonsten gerade so friedlich nebenan im Zimmer schlafen würde.
Achja, noch seine Daten:
53 cm
4100 gr.
38 cm KU (die 38 stimmen)
Alle Werte absolut top und im grünen Bereich. Bei den Werten kann ich auch froh sein, dass er schon so früh geboren ist.
LG
Elke
Es kommt immer anders als man denkt (vorsicht lang)
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