Hallo.
Hab im Moment 2 anstrengende Kinder.
Hannah, 16 Monate alt, ist im Trotzalter. Zickt und bockt rum! Wirft sich auf dem Boden, schreit und macht sich steif wenn ihr was nicht passt. Zudem haut sie auch noch.
- meine Methoden, liegen lassen brüllen lasssen und weitergehen. Ansonsten sag ihr ihr, wenn sie sich jetzt benimmt, gehen wir weiter- das hilft meistens.
Wenn sie mich schlägt, stelle/sitze ich sie auf dem Boden (wo sie dann brüllt und um sich schlägt)und sag Nein! Wenn sie sich beruhigt hat, erkläre ich es ihr.
Jetzt hab ich aber ein Problem. Sie nimmt die Brille vom großen Bruder (4), oder reißt es ihm regelrecht runter.
Simon sagt zwar "Nein",lässt es sich aber gefallen und spielt weiter.
Ich nehme es Hannah weg und erkär es ihr in einem kurzen Satz das man das nicht darf und Simon sonst nichts sehen kann.
Zum Simon (4 Jahre) (leichte Wahrnehmungsstörrung etc)
Er macht Hannah alles nach, benimmt sich auch so, redet dann in der Babysprache, schleppt Hannah herum.
Wenn ihm was nicht passt, z.B. Hannah spielt mit seinen Sachen (und ich bin nicht schnell genug im Zimmer um Hannah rauszunehmen) wird er wild, fuchtelt wild mit den Armen rum und schmeißt alles durch die Gegend.
Und provoziert uns/mich wo er nur kann.
Erkläre ich ihm dann was, lacht/grinst er und hat die Ohren auf Durchzug geschaltet.
Mir kommt vor das es ihm kalt lasst. Es macht ihm überhaupt nichts aus.
Und nässt auch noch ein....

Er testet gerade die Grenzen.
Natürlich bin ich jedem Tag am schimpfen und motzen.
Fühle mich als Rabenmutter und bin schier überfordert mit der ganzen Situation!
Weiß mir kein Rat mehr. Bin selber im Moment unmotiviert, genervt etc. Sag viel nein, verbiete viel weiß ich nicht mehr weiter weiß.

Traurige Grüße
Am Rande der Verzweiflung .... :-(
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Beitrag von snoopy86 - 28.11.11 - 11:04 Uhr
Beitrag von a79 - 28.11.11 - 11:25 Uhr
Hallo,
ich finde, Du reagierst in vielen Dingen schon sehr gut. Nichts desto trotz ist es für Dich eine anstrengende Zeit mit Deinen beiden Kindern, wie man aus Deinem Beitrag rauslesen kann, wohl auch gerade, WEIL Du dir so viele Gedanken machst, wie es denn besser und unkomplizierter funktionieren könnte.
HAst Du denn auch die Möglichkeit, selbst mal Kraft zu tanken? Machst Du mal etwas Gutes nur für Dich? Wenn nicht, versuch es mal damit - bestimmt können Verwandtschaft oder auch mal ein Babysitter mal für 1-2 Stunden ab und an auf die Kinder aufpassen und Du kannst in der Zeit mal etwas für Dich tun. Danach gehst Du auch an solche Stresssituationen wieder entspannter ran.
Und Wahrnehmungsstörung hin oder her - meine Söhne sind von der Entwicklung und Wahrnehmung ganz normal (übrigens ähnlicher Altersabstand wie bei Euch) und TROTZDEM macht der Große manchmal den Kleinen nach und mutiert quasi zum Baby...was mich manchmal auch ganz schön ärgerlich macht.
Andererseits, was will er wohl damit erreichen? Vielleicht sieht er, dass die Kleine viel Aufmerksamkeit bekommt und versucht, ebenfalls welche zu bekommen, indem er das Verhalten der Kleinen nachahmt...Komischerweise hilft es manchmal, ihn einfach Baby sein zu lassen (mit der entsprechenden Behandlung) - er bekommt Aufmerksamkeit, eine extra Kuscheleinheit...und stellt schnell wieder fest - Baby sein ist zwar ganz schön....schon große sein und viele Dinge allein und selbstbestimmt tun zu können aber auch
...
Dass sich Kinder und besonders Geschwister streiten, "kommt in den besten Familien vor", wie man so schön sagt. Es gehört dazu. Und gerade, wenn die Kleine zwar schon mobil sind, aber sich noch nicht adäquat verständigen können, wird die Geduld der großen Geschwister oft auf eine harte Probe gestellt. In der Regel wird das besser, sobald die Kleinen sprechen können und von den Großen verstanden werden sowie sich selbst verständlich machen können. In der Zwischenzeit hilft nur Geduld, starke Nerven und eine Menge Kreativität, um die Umgebung und gemeinsamen Aktivitäten so zu gestalten, dass jeder seinen Freiraum bekommt, ohne den anderen "zu stören"... (der kleinen Spielzeug geben, welches der Bruder auch hat; vielleicht eine eigene Brille, mit der sie spielen kann; gemeinsame Dinge machen, bei denen jeder seine Rolle hat, z.B. eine Höhle bauen, wo der Große baut und die Kleine viel entdecken kann...).
LG und weiterhin starke Nerven!
Andrea mit ihren beiden Wilden (2,8 und 5,8 Jahre alt)
Beitrag von sakirafer - 28.11.11 - 14:03 Uhr
Hallo,
das, was ich lese, kommt mir sehr bekannt vor!
Mein Älterster ist vier, hat auch Wahrnehmungsstörungen, der jüngere ist 21 Monate alt und sehr trotzig, zornig im Moment. An manchen Tagen ist es wirklich entsetzlich, da gibt es nur Zank und Streit. Unter den Kindern und mit mir. Ich fühle mich dann manchmal wirklich wie eine Rabenmutter, da ich selbst nur am schimpfen bin. An manchen Tagen ertappe ich mich dabei, dass ich morgens mir schon den Abend herbei wünsche.
Ich liebe die beiden sehr, aber manchmal habe ich das Gefühl, sie fressen mich regelrecht auf. Vor allem, weil der Jüngere ein sehr schlechter Schläfer ist und Durchschlafen eher die Ausnahme als die Regel ist. Wenn wir eine schlechte Nacht hatten, ist es natürlich auch tagsüber schwerer. Die Kinder abgeben kann ich selbst auch nicht, da keiner beide gleichzeitig nimmt und wir etwas weiter weg von der Familie leben. Mein Vater lebt zwar im gleichen Haus, ihm geht es gesundheitlich aber auch schlecht, so dass ich ihm kein Kleinkind im Trotzalter noch zum betreuen bringen möchte.
Ab Februar gehe ich wieder teilzeit arbeiten und der Kleine auch in die Kita, wir haben eine super KiTa und da mein jüngster ein sehr kontaktfreudiges und aufgeschlossenes Kind ist, bin ich mir sicher, dass er sich da wohl fühlt.
Ich hoffe, dass dann die Situation (trotz zusätzlichem Stress) ein wenig entzerrt ist. Wenn ich ganz ehrlich bin, fehlt mir die Arbeit schon, was zusätzlich belastet.
Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft, die anstrengende Zeit gut zu überstehen
LG
Sakirafer
