Hi,
mich interessiert mal eure Meinung...
Heute auf dem Spielplatz ist ein kleines Kind gestolpert, hingefallen, hat sich ein bisschen gestoßen und geweint. War halb so schlimm.
Die Mutter hat dann hektisch in ihrer Handtasche nach ihren Arnika-Kügelchen gesucht und deshalb nur mit halber Kraft ihr Kind trösten können, eine andere Mutter eilte dann zu Hilfe und holte ihre eigenen Kügelchen.
Ich weiß nicht, ich sah diese Szene und fand es total befremdlich. Es ist noch nicht lange her, da erzählte mir eine Mutter im Kindergarten, dass sie das Haus nie ohne ihre Arnika-Kügelchen verlässt und wenn eins meiner Kinder hinfällt, werde ich nicht selten gefragt: "soll ich dir Arnikakügelchen geben?"
Heute habe ich mal darüber nachgedacht, warum mein Bauchgefühl das so ablehnt.
Ich habe auch Globuli zu Hause und habe meinem Kleinen auch mal Arnika gegeben, als er sich ein riesengroßes Horn auf der Stirn geholt hat.
Wenn sie Schnupfen haben, kriegen sie von mir Nasentropfen und bei Husten einen Saft, ich bin jetzt nicht total gegen Medizin.
Aber einem Kind bei jedem kleinen Bums gleich "Pillen" einzuschmeißen kommt mir total falsch vor. Ich habe das Gefühl, dass ein Kind nicht lernt, sich durch eigene Kraft zu beruhigen, bzw. durch Kuscheln und liebevolles Trösten, sondern die Botschaft ist: "Wenn's irgendwo ziept, schmeiß dir sofort was rein, anders kriegst du's nicht hin".
Wie seht ihr das?
Liebe Grüße
J.
Arnika "Einstiegsdroge"? (überspitzt gesagt)
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Beitrag von nane29 - 29.11.11 - 19:22 Uhr
Beitrag von anarchie - 29.11.11 - 19:27 Uhr
Hallo!
Also, wir sind sehr alternativ und behandeln NUR homöopathisch(half immer),
und ohne Notfall-Apotheke bin ich seltenst unterwegs.
ABER: ich geb nicht bei jedem Pups was!
Wenn das Kind aus 1,5m Höhe mit dem kopf wo drauf semmelt..DANN ja, aber nicht bei jedem Hinfallen.
lg
melanie mit 4 kids
Beitrag von jeanie25 - 29.11.11 - 20:11 Uhr
Sehr sehr schönes Beispiel wie (entschuldigung) bescheuert das ist!
Wenn mein Kind aus 1,50 Meter Höhe auf den Kopf "semmelt", habe ich mich auf den Weg ins nächste KH zu machen!
Beitrag von bine3002 - 29.11.11 - 22:30 Uhr
"Wenn mein Kind aus 1,50 Meter Höhe auf den Kopf "semmelt", habe ich mich auf den Weg ins nächste KH zu machen!"
Also mein Kind fiel aus 1,70 m mitten aufs Gesicht. Da war sie gerade 2 Jahre alt. Natürlich schaut man erstmal, ob noch alles dran ist. Wenn das Kind sich dann aber schnell beruhigt und keine Symptome zeigt, dass etwas nicht stimmt, kann man sich den Weg ins KH auch sparen. Die beobachten dort auch nur und machen das nicht professioneller als man es als einigermaßen belesener Mensch auch zu Hause tun könnte. Leute, die sich das zutrauen als "bescheuert" einzustufen, finde ich ganz schön bescheuert und auch sehr vertrauensseelig in die ach so gute Behandlung in Krankenhäusern (weißt Du, was man sich dort alles einfangen kann?).
Beitrag von jettekul - 30.11.11 - 00:32 Uhr
Hallo Bine,
ich weiß nicht, ob du medizinisch ausgebildet bist, aber ich würde mir nicht zutrauen, eine Gehirnblutung zu erkennen, die sich ja auch Stunden später erst zeigen kann.
Ich selbst (als Erwachsene)musste auch nach einem Sturz im Krankenhaus bleiben, obwohl ich weder erbrach, noch bewusstlos war etc.
Eine Cousine von mir musste wg einer Gehirnblutung nach einem Sturz notoperiert werden (sie war 6 oder 7) umd kam nur knapp davon -obwohl sie direkt im Krankenhaus lag (also direkt oprert werden konnte) und es bei der Überwachung wohl auch schnell nach 3 Stunden erkennbar war.
Ich bin mit meiner Tochter auch mal im Krankenhaus gewesen, weil ich nach einem Sturz unsicher war (eben auch aufgrund der eigenen bzw familiären Erlebnisse), die Ärztin sagte noch mal ausdrücklich, sie würde sich wünschen, dass Eltern auch ohne erkennbare Symptome kämen, weil durch da Prüfen der Pupillenreaktion schon viel ausgeschlossen werden kann.
Ich habe natürlich keine Statistik, aber sie meinte, es wären viele tragische Fälle zu vermeiden.
Ehrlich gesagt wollte ich in dem Moment auch gar nicht mehr hören, da ich zu erleichtert war.
Lg, Jette
"Hirnblutungen sind von außen nicht sichtbar. Selbst im Krankenhaus kann durch eine normale Röntgenaufnahme nur Knochen aber kein Gewebe sichtbar gemacht werden. Hirnblutungen treten typischerweise auch erst einige Zeit nach dem Unfall auf. Es können mehrere Stunden vergehen bis sich eine Hirnblutung zeigt. Einzige Möglichkeit bei einem Verdacht auf eine Blutung ist das konsequente Überwachen des Kindes. In der Praxis bedeutet dies, dass das Kind (oder der Erwachsene) einen Tag, oder zumindest über nacht im Krankenhaus bleibt und beobachtet wird."
http://www.erste-hilfe-fuer-kinder.de/erste-hilfe/kopfverletzung.html
Beitrag von jeanie25 - 30.11.11 - 19:14 Uhr
Also ich bin ganz bestimmt niemand der sofort zum Arzt und insKH geht, aber mbei solchen Stürzen mit Sicherheit- das muss jeder für sich entscheiden.
ICH finde es Bescheuert, das ist MEINE persönliche Meinung dazu!
Und ja ich weiß was man sich in KH´s einfangen kann-
Beitrag von anarchie - 30.11.11 - 08:36 Uhr
Das war natürlich absichtlich überspitzt ausgedrückt.
ich dachte, das eindeutig...
dennoch würde ich nicht zwingend ins KH fhren, sondern sponatn entscheiden.
lg
melanie
Beitrag von alex_22_nrw - 29.11.11 - 19:30 Uhr
Ne, ich gebe Kügelchen bei drohenden Infekten oder Schnupfen. Aber noch nie nach dem hinfallen. Aber selbst im kiga gibt's Arnika!
Na ja, was bezweckt es, dass es keine Beule gibt? Das ist ja doch auch kein Drama, wenn es blau würde.
Und unsere sind schon oft irgendwo angetitscht...was soll's?!
LG
Beitrag von siouxsqaw - 29.11.11 - 19:47 Uhr
Hallo!
Ich weiß wie du das meinst , habe ich auch schon desöfteren drüber nachgedacht.
Siehe es mal so:
Lieber Kügelchen als Schmerzmittel, lieber Tee als Codeinsaft.
Und es ist wie du sagst, nichtdestotrotz -selbst FALLS es nur ein Placebo ist- handelt es sich doch um ein Medikament das man sparsam und v.a. sinnvoll benutzen soll.
SQ
Beitrag von schnabel2009 - 29.11.11 - 20:04 Uhr
huhu,
solche szenen kenne ich und ich werde immer völlig verständnislos von den anderen müttern angeguckt, wenn ich sage, dass ich KEINE arnica globulis dabei habe und auch KEINE globulis haben will.
ich benutze globulis wie medizin und ich würde bei einer schramme oder beule jetzt auch keine schmerzmittel in mein kind füllen.
bin da also ganz bei dir, es muss hier auch ein kuss/ eine umarmung und ein tröstendes wort reichen.
lg schnabel
Beitrag von eterakete - 01.12.11 - 09:52 Uhr
Sehe ich GENAU so - wenn ich meinem Kind Schmerzmittel geben würde, dann auch Globuli. Aber es kommt ja wohl NIEMAND auf die Idee, einem Kind, was hingefallen ist Ibuprofen oder Paradcetamol zu geben. Und homöopatische Medilamente sind MEDIKAMENTE und genau so werden sie bei mir eingesetzt!
Bei uns gibt es nach einem Sturz: Schmuser, Taschentuch und bei Schlimmeren Fällen Pflaster und vielleicht ein Gummibärchen.
Beitrag von jeanie25 - 29.11.11 - 20:07 Uhr
Jep- ich finde das auch ganz schlimm was manche ihren Kindern so an Kügelchen "rein stopfen"!
"die Botschaft ist: "Wenn's irgendwo ziept, schmeiß dir sofort was rein, anders kriegst du's nicht hin"."
ganz genau
Noch schlimmer als das Arnika Zeugs.... Bachblüten oder kleines Träumerle und was es da nicht noch alles gibt.
Damit das arme aufgedrehte Kind zur Ruhe findet.
Beitrag von juniorette - 29.11.11 - 20:16 Uhr
Hallo,
Placebos würde mein Kind erst dann bekommen, wenn sonst nichts hilft (und bei blauen Flecken, Beulen, Schrammen und Kratzern halfen immer die ersten 10 Sekunden danach, dann war der Schmerz vergessen).
Und wenn man schon an diese Placebos glaubt:
wegen eines blauen Fleckes so ein "Kügelchen"
zu geben, wäre genauso sinnvoll wie bei einem verstauchten Fuß das ganze Bein zu amputieren.
LG,
J.
Beitrag von babylove05 - 29.11.11 - 20:26 Uhr
Hallo
Wir machen auch eigtlich immer erstemal mit Pflanzlichen sachen was , und erst wenn es garnicht geht oder ich von vornrein sehe des es mit Pflanzlichen sachen nicht geht ( MOE und der gleichen ) , gibt es Chemisches ....
ABER meine kinder haben noch nie Arnika-Kügelchen bekommen , hab die garnicht . Ich denk ne Beule hat noch keinen Kind geschadet .
Lg Martina
Beitrag von lisasimpson - 29.11.11 - 21:43 Uhr
homöopathisch bedeutet aber nicht pflanzlich, das ist dir sicher klar, oder?!
und "pflanzlich" bedeutet nicht "weicher/ wenige wirksam" als chemisch, das doch ebenfalls, oder?!
ansonsten bedien ich mich auch gerne am pflanzlichem- neben cannabis kau ich gerne mal ein koka- blatt oder rauch mit ein pfeifchen schlafmohn
Beitrag von babylove05 - 29.11.11 - 21:46 Uhr
Aber auch homöopathisch bassieren auf Planzlichen sachen , und es gibt auch noch einiges mehr als Cannabis und co. Sondern auch viele Kräuter die helfen ( z.b Salbei und co ) , und das ist PFLANZLICH ..... auch geb ich lieber Spitzwegerich syrup als hustensaft ....
Martina
Beitrag von babylove05 - 29.11.11 - 21:48 Uhr
ach und auch was noch super bei Husten hilft , auch was Pflanzliches ist ein Liebstöckelhalm ( die sind Hohl ) als Strohalm zubenutzen ...
Martina
Beitrag von lisasimpson - 29.11.11 - 22:08 Uhr
ich hab rein gar nichts gegen pflanzen-
und Codein wie Heroin (super Hustenmittel!) basieren beides auf dem schlafmohn-
eine wunderbare pflanze
Beitrag von babylove05 - 30.11.11 - 20:27 Uhr
Na wenn du so nen crackhead bist des auf so was abfährt ...viel spass ...
Ich spreche von Nicht Rausch bewirkenden Pflanzen ( also ich war von Salbeitee noch nie high , vieleicht du aber ich nicht )
Martina
Beitrag von lisasimpson - 29.11.11 - 22:04 Uhr
"Aber auch homöopathisch bassieren auf Planzlichen sachen "
du meinst so wie quecksilber?
Beitrag von bine3002 - 29.11.11 - 22:32 Uhr
Oder Vulkanasche von 1928
Beitrag von lisasimpson - 29.11.11 - 22:36 Uhr
oder salzsäure:)
gabs nicht auch mal gobuli aus plazenta...?!
hmmm
http://plazenta-nosoden.eu/apo07/index.php?site=empl
Beitrag von bine3002 - 29.11.11 - 22:51 Uhr
Ja, gab es. Meine Freundin hat sowas machen lassen. Es soll sogar Leute geben, die die Plazenta braten und essen. Hat für mich ja was von Kannibalismus, aber nun gut....
Ich glaub nicht an den ganzen Schnick.
Beitrag von schmusepuppe - 30.11.11 - 18:01 Uhr
Hallo
Auch Pflanzen sind Chemie!!!! Was du meinst ist syntetisches Zeugs!
lg Schmusepuppe
Beitrag von witch71 - 29.11.11 - 20:30 Uhr
Zuerst: Ich benutze selbst diversen Homöopathiekrempel. Und mein Sohn bekommt Medikamente, wenn sie nötig sind.
Ich sehe das Problem nochmal anders. Abgesehen davon natürlich, dass man Kindern nicht bei jedem Quatsch gleich irgendwas in den Mund stecken sollte, glaube ich manchmal, ist das Arnika geben oft auch eher für die Mütter dienlich.
Das was Du beschreibst habe ich auch schon beobachtet: Statt das Kind fest in den Arm zu nehmen, zu singen (Heile Segen), zu pusten und einfach ruhig zu warten, bis sich die Situation beruhigt wird hektisch Arnika gesucht. Die Mütter scheinen total ihr Gefühl dafür verloren zu haben, was das Kind tatsächlich nach einem Unfall braucht: Trost, Fürsorge, Mitleid.
Ich persönlich meine, nichts tröstet so gut, wie eine liebvolle Mama. Meine Arnikasalbe steht dort, wo sie hingehört: Im Apothekenschrank. Ich selbst bin die beste Medizin für mein verletztes Kind. So.
witch (gelernte Krankenschwester, Profi-Trösterin, nur bedingt homöopathiereligiös)
